Richtig reagieren bei fremden Hund

  • Ich habe eine 8kg "schwere" schüchterne Hündin - meist muss ich eher notgeile Rüden vertreiben :roll:

    Meine Strategie:
    Hund hinter mich bringen, groß machen, Ausfallschritt auf den Hund zu und ein strenges "AB!". Wenn die schnell angerannt kommen, bekommen sie alternativ auch was vor die Füße geworfen. Je nachdem, was ich gerade griffbereit habe: pinker Quitschigel :D , long-MOT, Leine, Schlüsselbund, Leckerlie...

    Ich musste auch erstmal die innere Einstellung entwickeln: mein Hund wird weder angegriffen, noch "will nur spielend" über den Haufen gerannt, noch von Hunden, die 30kg mehr als sie wiegen berammelt. Punkt. Keine Diskussion, weder mit Hunden, noch mit deren Besitzern ;)

  • Zitat



    Ne, die bekommt kein Fremdhund und kommen ausschließlich nur in meine Hunde! :D

    LG Sabine


    hab scho von Bekannten die Strategie gehört, wenn Hund zu denen kommt und der Besitzer keine Anstalten macht, den da weg zu holen, wird er von denen gefüttert

    die empörten Blicke der Besitzer und wie schnell die den Hund da weg holen finden sie immer wieder amüsant :lol:

  • Hab öfter so Situationen. Diese Woche sogar schon 2 mal. Ich bleib da mittlerweile erschreckend ruhig.

    Ich beobachte diesen "tanz" dann immer recht ruhig und versuch nur meinen angeleinten unverträglichen Rüden zwischen meine Beine zu nehmen. Meist zieh ich meinen dann auch ab und zu etwas hoch, so das er nicht zubeißen kann, weil meiner ja so bekloppt ist und es ernst meint. So bleibt es eine art Tanz wo sich 2 Hunde Bellend und Knurrend und Zähne fletschend aneinander ausprobieren und mehr wie ein "scheinbeißen" wo versucht wird den anderen Hund zu erwischen, aber weil Hunde sehr gut aufpassen nicht selbst gebissen zu werden, sich dann vorallem aufs abwehren des anderen Hundes Konzentrieren.
    Es ist irgendwie wie ein Boxkampf, wenn man es schafft das ruhig zu beobachten.

    Meine Hündin hat das so gut drauf, da misch ich mich garnicht mehr ein. Da ist auch Leine loslassen die richtige Wahl, weil Sie dem anderen Hund nicht nachlaufen würde um ihn zu erwischen. Von der Geräusch Kulisse kriegt man schon Gänsehaut. Sie ist aber so geschickt, das Sie selbst mit weit aufgerissenem Maul das Maul des anderen Hundes immer direkt abwehrt und so ihren körper schützt. Sie selbst hat es aber nicht auf Körperteile des anderen Hundes abgesehn und dadurch hat bisher jeder Hund dann von ihr abgelassen.

    Bisher ist es bei jedem Hund nur ein "Scheinkampf" gewesen. Der einzige Hund den ich kenne, der sich wirklich verbeißt richtig nachvorn geht und auch richtig spaß an sowas hat und nicht mehr loslässt ist mein eigener Rüde.
    Aber darum hat er trotz perfekt sitzendem abruf auch immernoch ne 5m Leine dran hängen. So brauch ich nicht lang an Leine und Geschirr rumfummeln, wenn ein fremder Hund auf uns zuläuft. Der abruf klappt sogar, wenn sein Staatsfeind nr. 1 auf zu uns rennt, darum hab ich kein schlechtes Gewissen ohne Maulkorb spazieren zu gehn mit dem.

    Dir normalen lauten Auseinandersetzungen zwischen Hunden sind garnicht so schlimm. Da braucht man keine Angst vor zu haben. 90% aller Hunde machen dabei nur viel Lärm um nichts.
    Wenn wir dazwischen gehn und wild an der Leine zerren, würden wir als Halter das ganze nur unnötig schlimmer machen.
    Man sieht es aber auch ob das ernst ist oder nur rumgeprolle. Alle Hunde wo es ein Scheinkampf war, haben vorallem ihre Schnautze benutzt und standen bewusst etwas auf abstand so das sie wenn dann nur ans vordere Bein des anderen Hunden dran kamen und haben viel lärm dabei gemacht.
    Hunde die es richtig ernst meinen benutzen ihren ganzen Körper und versuchen den anderen Hund zu umklammern und zu fixieren und Interessieren sich kaum fürs abwehren sondern wollen direkt in weichteile Beißen, wie Hals, Bauch, Oberschenkel... .

    So sind meine Beobachtungen bis jetzt gewesen. Darum braucht man selbst auch keine Angst davor zu haben Hunde abzuwehren.
    Die meinen es eh nicht ernst und lassen sich von nem geworfenem Schlüssel beeindrucken, oder von ner Handvoll geworfener Leckerlies sofort ablenken. Oder man stellt sich selbst in den Weg und macht einen Ausfallschritt nach vorn mit lautem "Hey" und vielleicht noch in die Hände Klatschen.
    Man kann sich ohne Probleme diesen Hunden in den Weg stellen und den eigenen Hund hinter sich nehmen.
    Selbst bei meinem Rüden würde das klappen, weil der es ja nicht auf Menschen abgesehn hat, sondern nur an den anderen Hund will.
    Meinen Rüden kann man auch ganz leicht ausschalten indem man ihn am Geschirr/Halsband packt und seinen Kopf zur Seite dreht (sowas geht auch mit dem Arm, wenn man sich nicht traut die Schnautze in die Hand zu nehmen), schon würd der sich ganz leicht wegführen lassen.
    Ist wirklich ein Witz, wie schnell der die klappe hält, bloß weil der Kopf zur Seite geneigt ist und er den anderen Hund nur aus den Augenwinkeln und nicht mehr Frontal ansehn kann.

    Ups, das ist ja ein richtiger Roman geworden. Sorry :). In meiner Stadt sind leider soviele Hunde unverträglich, da härtet man etwas ab und fängt an das ganze mehr zu beobachten bevor man in Panik verfällt.

  • acidsmile

    Eventuell ist die Sichtweite anders wenn man selber einen unverträglichen Hund hat.

    Wir haben drei sehr verträgliche Hunde und wollen einfach nur von A nach B und ehrlich, da schaue ich mir weder nen Scheinboxkampf an, irgendein Geprolle, noch lasse ich sie meine Hunde tackern - denn unsere Hunde liegen dann immer auf dem O.P. Tisch, denn sie haben die nette Eigenschaft sich nicht zu wehren.

    Bei uns wird jeder Hund, der uns nicht koscher vorkommt, vehement abgeblockt oder darf mit uns selber vorlieb nehmen wie oben beschrieben.

    LG Sabine

  • Genau, wie du es beschreibst, machen wir es auch.

    Wir wollen einfach in Ruhe und ohne Stress durch die Gegend laufen.
    Und wenn sich ein fremder Hund uns unangemessen nähert, wird er von uns Menschen geblockt.

    Meine Hündinnen mögen auch nur höfliche Hunde, die sich zu benehmen wissen. =)

  • Meine Sichtweise ist nur anders weil es soviele unverträgliche Hunde in meiner Gegend gibt. Erst vor 2 Tagen haben mich 2 Hunde Knurrend umkreist. Panik hätte mir da nichts genutzt, musste meinen Rüden so an der Leine immer wegdrehn das er keinen der beiden erwischt. So haben die 2 dann von ihm abgelassen und haben sich wieder entfernt.
    Meine Hündin saß während dessen auf abstand und hielt sich von sich aus aus der Schußlinie.

    Terrorfussel das ist ja auch Kernpunkt meiner Aussage, das es möglich ist fremde Hunde abzublocken. Das man keine Angst haben braucht und ruhig als Mensch dazwischen gehen kann. Selbst vor den Ober Prolls braucht man sich nicht Fürchten.
    Auch vor den Hunden die wie die ober Arschlöcher auf einen Zustürmen. Man kann die abwehren, man kann die sogar selbst festhalten und wegführen. Man kann sogar Schimpfen.
    Das wichtigste ist nur das man selbst nicht in Panik Gerät und keine Angst hat. Wenn man selbst einen kühlen Kopf bewahrt wird auch kein Hund schwer verletzt.

  • Ich muss den Thread nochmal aufgreifen, da ich heute zum zweiten Mal auf diese Frau traf, wieder mit ihrem Hund. Ich kam um die Ecke, ihr Hund rastete sofort aus, sie hatte ihn nur an einer Flexileine (Hund etwa 75cm hoch und 50Kg) schwer, dieser riss er ihr aus der Hand, sie fiel hin und der Hund überfiel meinen sofort. Mein Schäferhundrüde lag direkt auf dem Rücken und jaulte, ich riss ihren Hund dann am Halsband runter, woraufhin er mich einmal ins Bein und einmal in den Arm biss. Spätestens dort wusste ich, dass das nicht mehr ohne ist und warf den Hund mit aller Kraft weg, um Abstand zu gewinnen, nachdem er wieder zu beißen wollte trat ich ihn zweimal in die Seite, was ihn kaum interessierte. Als er dann wieder zähne fletschend über meinem Hund stand und ihm an den Hals wollte riss ich ihn erneut runter, er baß mich in die Hand. Danach habe ich eine komplette Dose Pfefferspray in seinem Gesicht und auf seinem Rücken entleert, bis endlich Ruhe war. Die Frau schrie mich nur an, was ich denn mit ihrem Hund anfangen würde und tat sonst nichts.

    Da ich wusste wo sie wohnt bin ich anschließend zur örtlichen Polizeiwache gefahren und habe sie angezeigt, ebenso werde ich morgen zum Ordnungsamt fahren und die Geschichte dort vortragen. 2x bin ich auf sie getroffen und 2x brach das absolute Chaos aus und ich wette ich bin nicht der Erste dem das mit ihr passiert ist.

  • ganz üble Geschichte.. hoffe dir und deinem Hund geht es besser und keiner wurde richtig schwer verletzt. Warst du beim Arzt/TA? Wenn nein, geh hin und lass deine Wunden bestätigen.. ich kann so ein Verhalten nicht nachvollziehen :sad2:

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