Richtig reagieren bei fremden Hund

  • Zitat


    Nachdem ich derletzt selbst eine sehr unschöne Situation hatte, bei der ich dazwischen gegangen bin und versucht habe die Hunde zu trennen, habe ich von meiner Hundetrainerin gesagt bekommen, das lieber sein zu lassen.
    Sie sagte meist sieht es schlimmer aus als es letztendlich ist und zusätzlich bekommt der Hund dessen Besitzer eingreift eben noch Rückendeckung, was die Situation deutlich verschlimmern kann, in dem Sinne, dass es dann wirklich ernst wird. Schließlich hilft Frauchen/Herrchen ja mit.
    Also nicht eingreifen sondern sich von der Situation entfernen. Die Argumentation leuchtet mir ja wirklich ein, aber es fällt einem nicht so leicht. Aber auch der eigenen Gesungheit zuliebe sollte man sich wohl besser nicht einmischen...


    Ja, ne ist klar, ich lass meinen knapp 10kg Hund von einer 40kg schweren Rottihündin auseinandernehmen, :lepra: wahlweise geht auch eine ca. 30kg Labradorhündin, die meine Kleine auf dem Kieker hat. Die haben mit meiner Hündin gar nichts zu klären, da ich geh garantiert nicht weg und lass meinen Hund im Stich. :???:

    Der Tipp dieser HT mag vielleicht in einigen wenigen Situationen in Ordnung sein, aber man darf nicht pauschalisieren und das auf jede Hund-Hund-Begegnung übertragen.

    Jedes Aufeinandertreffen muss man für sich betrachten und dann entscheiden, welche Reaktion angebracht ist.

  • In solchen Situationen nehme ich meine Hunde hinter mich (funktioniert mal besser, mal schlechter) und wehre den Angreifer selbst ab. Wenn die Situation wirklich ernst ist kann ich meinen Kerls normal mit einem Wort begreiflich machen dass sie wirklich Probleme kriegen wenn sie sich nicht hinter mir einordnen und dann halten sie sich auch dran. Dem fremden Hund droh ich dann bis er sich verpisst. Bisher hatte ich Glück und bin nur an Proller geraten, bzw. an Hunde, die vielleicht anderen Hunden was tun, aber noch Respekt vor dem Menschen haben. Bei einem wirklich aggressivem Hund kann man da natürlich ein Problem kriegen.

  • Richtig reagieren :???:
    kann ich so nicht erklären, denn wir handeln spontan der Situation angepasst. ;)

    Da geht es von anschreien, körperlich Splitten, mit Knie abdrängeln, den Fremdhund am Halsband die Luft abdrehen, bis zum im Schwitzkasten nehmen oder berherzt nen kleineren Hund am Nacken und Hintern packen und durch die noch offene Wagentür auf den Rücksitz platzieren. :roll:

    Gerade wenn man mit drei Hunden unterwegs ist, muss man auf alles gefasst sein was einem entgegen kommt.
    Denn wenn ein Hund knurrend angerast kommt, müssen wir blitzschnell schauen wenn es von unseren Dreien treffen könnte, da bleiben oft nur Millisekunden.
    Wir können die Fremdhunde recht gut lesen - nur diese Wegelagerer und Schleicher sind uns noch sehr suspekt.
    Den eigenen Hund am Halsband halten mag bei größeren Hunden gehen, doch wir müssten bei Fussel und Rowdy dann auf die Knie. :lol:

    Aber egal wie wir blitzschnell gehandelt haben, wurde noch nie ein Hund von uns getreten oder geschlagen.

    Somit ist mein Rat nur mutig, spontan und beherzt in den Situationen zu reagieren. :smile:

    LG Sabine

  • Was bei uns zu 99% klappt (aber das mag auch an meinen Hunden liegen, die vermutlich eher groß und wehrhaft auf fremde Hunde wirken): ich gehe vom anderen Hund weg, meine Hunde angeleint oder nicht, und sehe zu, dass meine Hunde den anderen Hund gar nicht beachten, kein ansehen, nichts. Ich kann das ganz ruhig, weil ich mir keine Sorgen um meine Hunde mache (gut, 2 wild gewordene Deutsche Doggen oder so kamen halt noch nicht angestürmt und sonst dürfte eher der andere Hund etwas abbekommen, als einer meiner). Die meisten Hunde haben ja einen Grund, zu verbellen, "anzugreifen", so meine Theorie, oder es schaukelt sich u.U. langsam auf. Wenn wir nun gehen, egal ob der Hund territorial ist oder angstaggressiv oder gerne provoziert... es wird ihm der Wind aus den Segeln genommen. Er bekommt ja, was er will, bzw. wir provozieren kein Stück, im Gegenteil.
    Es kamen schon einige Hunde knurrend/bellend angeschossen, aber bislang ist noch keiner bei diesem Vorgehen von hinten in uns rein gerannt, wohingegen es durchaus schon Auseinandersetzungen gab, wenn ich dachte, "neh da müssen wir jetzt durch und einfach weiter" oder "stehen bleiben, abwarten und hoffen, vielleicht selber abwehren" (letzteres liegt mir auch einfach nicht) oder "Grisu halt auch ableinen und frei geben", der absolut nichts dagegen hat, das zu regeln :hust: . Lucy wär da souveräner, aber die fände es nicht toll, wenn ich sie quasi "zwingen" würde, sich auseinander zu setzen...

  • Ich schirme meine Hunde auch ab und jage das "Fremdviech" zum Teufel. Ich bin dann in der Regel SO überzeugend, daß sich sogar meine Pöbelkröte hinter mir versteckt und das lieber Frauchen regeln läßt. :lol:

    Nur einmal ist ein fetter Golden Retriever im Tiefschnee einfach um mich rum gestampft und wollte sich laut fletschend auf meine Kröte stürzen. Den hab ich dann beim vorbeistampfen im Halsband erwischt, war dem Panzer-Golden egal, der um mich rum auf die Kröte zu, Kröte ebenfalls um mich rum vor dem Retriever auf der Flucht. Ich landete dann im Tiefschnee recht schnell auf meinem Hintern, in der einen Hand die kurze Leine der Kröte, in der anderen Hand den Panzer und beide haben mich im Schnee schön kreiseln lassen, irgendwann konnte ich den knurrenden Retriever nicht mehr halten, habe dann auch die Kröte losgelassen, da war dann aber auch endlich der Besitzer ran und konnte seinen Golden schnappen, bevor er meinen flüchtenden Jabba doch noch platt machen konnte.

    Einmal hatte sich auch ein Schäferhund auf meinen Bluey gestürzt, das ging allerdings so schnell und von hinten, daß ich nicht mehr abschirmen konnte, den hab ich dann am Halsband vom Bluey runter geholt. Als der Hund mich dann auch angeknurrt hat, hab ich das Halsband zugedreht und dem Besitzer (der mich übrigens beschimpfte und bedrohte) gesagt, er soll seinen Hund holen oder ich vergesse mich.

    Je größer das entgegenkommende Viech, desto überzeugender bin ich scheinbar. Ich habe dann auch keine Angst um mich. Ich sorge mich immer nur um meine Jungs. Und wenn nunmal ein großer Schäferhund von geschätzten 45-50 kg laut keifend und fletschend auf meinem schreienden 18 kg Bluey rumhackt, dann denke ich nicht groß nach. Dann muß das Viech von meinem Hund weg...

    Ich lasse auch keine Leine mehr los und lasse die machen oder gucken oder sonstwas... Die Leute sollen ihre Hunde von meinen fernhalten, sonst übernehme ich das. Das tue ich der Situation angepaßt, aber eben konsequent, weil meine Jungs sich auf mich verlassen.

    Oh, und ja, jetzt wo ich es lese: Wenn ich irgendwo unterwegs bin und schon Leute mehrfach rufen höre oder es schon von weitem ersichtlich ist: Da ist ein Hund out of control. Dann dreh ich um und gehe zurück... Ich tue uns den Streß nicht mehr an.

  • Zitat

    Nunja, abschirmen ist immer so eine Sache, in meinem Fall war es gestern eine Art American Bulldog / Rottweiler Mix und der wog sicherlich um die 45 Kg. Leider gibt es viele Leute die entweder nachlässig sind oder aus anderen Gründen ihre Hunde nicht im Griff haben.


    abschirmen kannst du auch 70kg Hund

    du wirfst dich ja nicht auf den Hund, sondern blockst ihn mit deiner Anwesenheit nur ab

  • Zitat

    abschirmen kannst du auch 70kg Hund

    du wirfst dich ja nicht auf den Hund, sondern blockst ihn mit deiner Anwesenheit nur ab

    Was machst du wenn der von hinten kommt oder dich einfach umschifft, ohne deine Anwesenheit zu respektieren?

    Es juckt nun mal nicht jeden Hund wenn man sich "groß" macht und eventuell noch schreit.

    LG Sabine

  • Zitat

    Was machst du wenn der von hinten kommt oder dich einfach umschifft, ohne deine Anwesenheit zu respektieren?

    Es juckt nun mal nicht jeden Hund wenn man sich "groß" macht und eventuell noch schreit.

    LG Sabine


    wieso sollte ich schreien, nur weil da ein Hund auf uns zu gerannt kommt? :???:

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