Pro/Kontra Tauschgeschäfte bei Futteraggression

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    Und ich frage mich, warum mein Hund gleich zubeissen sollte? Die beiden ruhen in sich und kämen nicht auf die Idee, bei einen Konflikt gleich die Zähne in ein Kind zu hauen.

    Darum die Überschrift "bei Futteraggression" :smile: Ich hatte Labrador, weiss also was Du meinst! :D Aber es gibt eben auch andere "Kaliber"

  • Was willste da aendern? Der Hund ist absolut klar im Kopf, hat gute Nerven, aber eben rassetypisch auch ein gewisses Aggressionspotential. Er nimmt nur nicht jeden ernst, was ich unglaublich an diesem Hund mag und vollkommen in Ordnung finde! Und wenn ich als Nicht-Halter meine mich durchsetzen zu muessen, obwohl ich weiss, was passiert, dann bin ich 1. selber Schuld und 2. gehoert mir dann von den Haltern eine auf den Deckel (und zwar ordentlich).
    Eingeschlaefert/ins TH gebracht wird der wegen sowas nicht! Der Hund ist weder auffaellig, noch gefaehrlich oder sonst was!

    Eben Mo. Oder ich bleibe dabei und hab den Besuch im Auge (wenn der z.B. ueber Nacht bleibt). Auf's Klo kann ich danach!

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    Diese Einstellung verstehe ich heutzutage ehrlich gesagt nicht.... :???:
    MEINE Eltern haben mir seinerzeit beigebracht: Bleib von fremden Hunden weg. Wenn Du sie streicheln willst, frag den Besitzer zuerst und mach, was er Dir sagt. Wenn ein Hund knurrt, geh weg. Wenn ein Hund schläft, bleib weg. Wenn ein Hund ein Spielzeug oder Futter hat, dann bleib weg. Hätte mich jemals ein Hund gebissen, hätten meine Eltern erstmal gefragt, was ich gemacht habe, daß es soweit kam und dann wahrscheinlich MIR ne Ohrschelle gegeben, statt den Hund zu verurteilen.

    Das bringe ich meinen Kindern auch bei, aber leider gibt es das heutzutage immernoch zu selten! Viele Kinder wissen ÜBERHAUPT NICHT wie sich sich einem Hund gegenüber zu verhalten haben!

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    Eben Mo. Oder ich bleibe dabei und hab den Besuch im Auge (wenn der z.B. ueber Nacht bleibt). Auf's Klo kann ich danach!

    Jo. Wenn ich länger Besuch hätte und einen solchen Hund, würde der halt in der geschlossenen Küche/Bad fressen. Dauert 2 Minuten, Ende.

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    Und wenn ich einen Hund habe, der Futter gegen Menschen verteidigt, muss ich genau dann abwesend sein (egal ob Klo, Keller, mit den Gedanken wo anders, etc.), wenn er frisst und Besuch da ist, der sich u.U. nicht an meine Ansage haelt und daher dem Hund zu nahe kommem koennte? :irre3:

    Danke für diesen Beitrag (und vor allem den Smiley). Ich nannte ein Beispiel, bei dem das bei mir vorkam -ohne dass ich mir da einen Vorwurf machen könnte. Schön, dass Du das ausschliessen kannst, aber man kann nicht immer von sich auf andere schliessen.

    Neues Beispiel gefällig? Ich war krank, mein Mann auf Arbeit. Die Nachbarstochter ging kurz mit den Hunden raus, damit sie sich lösen konnten. Laila nimmt ne Maus auf -das Mädchen nimmt ihr die weg, weil Laila nunmal nicht bei jedem auf "Aus" hört. Laila liess es sich gefallen.
    Auch sowas ist bei Dir wahrscheinlich zu 100% ausgeschlossen -ich weiss-
    Was wäre passiert, wenn Laila Beuteaggressiv reagieren würde? Hätte sie gebissen? Wer weiss das schon -darum will ich so ein Verhalten ausschliessen.

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    Das Problem an der Sache ist doch auch...in bringe meinen Hunden bei, dass sie ihr Futter mir gegenüber nicht verteidigen müssen. Das heißt aber nun noch lange nicht, dass das auch bei allen anderen im speziellen Kindern klappt. Soll ich jetzt Kinder vor schicken, zum Testen und danach trainieren? Wie soll man so etwas jemals 100% ausschließen können. Heißt ja nicht, weils bei den ersten 10 Kindern geklappt hat, dass auch das 11 ungeschoren davon kommt. Die Hunde bekommen von mir oder meinem Freund ihr Futter und gut ist. Nicht von irgendwem und nicht irgendwo. Jemand anderer hat an den Hunden einfach nichts zu suchen, fertig aus.

    Natürlich kann man das üben und somit die Gefahr, dass der Hund beisst minimieren. Und nein, auch bei mir soll niemand zu meinen Hunden gehen, wenn sie fressen. Ausschliessen kann man nie etwas zu 100% -weder, dass sie mal beim Fressen gestört werden, noch dass sie in einem solchen Fall "falsch" reagieren, aber man kann trainieren :-)

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    Von Tauschgeschäften halte ich nichts. Im Wolfsrudel (das es ja, wie wir alle nach "neuesten Erkenntnissen" wissen, genausowenig gibt wie eine hierarchische Struktur mit unterschiedlichen Privilegien) kommt das auch nicht vor.

    im wolfsrudel darf jeder das behalten, was er sich erbeutet hat. und selbst der letzte arsch darf da sein futter verteidigen. so ist das bei wölfen, auch wenn es da eine klare hirarchische ordnung gibt. die chefs kommen dort nicht im ansatz auf die idee ihrem nachwuchs etwas entreißen zu wollen.

    schaut euch mal wölfe beim fressen an: da wird geknurrt und gefletscht bis zum abwinken. und keiner geht an das zeugs des anderen.

    an alle, die nem hund einfach das futter aus der schnüss ziehen wollen: hätte ich das bei meinem rüden damals getan, als er mich wegen eines rinderohrs anknurrte, hätte ich wohl einige plastische eingriffe für mein gesicht gebraucht ;)

    ich hatte ihn damals nur kurze zeit, vielleicht ein paar wochen. er war 1,5 jahre alt und knurrte mich an, weil ich an ihm vorbeilief, während er fraß.
    ich habe es nicht konkret durch tauschen, sondern über den gehorsam gelöst: damals hab ich ein "aus" verlangt, ihn herangerufen, das ohr ruhig genommen und ihm lobend überreicht.

    das habe ich einige male wiederholt und es stellt heute kein problem mehr dar.

    hätte das nicht so funktioniert, hätte ich wohl in dem fall deeskaliert und gezielt geübt.

    was ich nicht gemacht hätte:

    1. einfach wegnehmen...nee, ich möchte nicht aussehen wie das phantom der oper

    2. ihm etwas anzubieten in dem moment, in dem er gerade droht - kann gerade beim ihm schnell zu einer lustigen verhaltenskette führen und ist meiner meinung nach auch das gegenteil von souveränem handeln

    ich hätte es so geübt, dass ich rinderohren und co beim kauen in der hand behalten hätte, immer mal wieder uterbrochen hätte und ihm das fressen erlaubt hätte, solange er freundlich und souverän bleibt.

    dann hätte ich angefangen, ihn von kausachen abzurufen und ihn mit besseren sachen zu belohnen. also schon eine art des tauschs, nur ist es mir wichtig, den hund nicht zu bestechen, sondern zu belohnen.

    er lässt sich alles, komplett alles abnehmen, aber ich greif ihm auch heute nicht einfach sinnlos in die schnute, wenn er gerade seit zehn minuten an ner knabberei hängt.

    dafür gibt es das signal "aus".

    wenn er gerade nen knochen findet und nehmen will greif ich schon beherzt zu.

    das ist kein problem, weil diese dinge zwei verschiedene paar schuhe für ihn darstellen.
    es ist ein unterschied, ob ich etwas habe und daran schon ne weile herumkaue oder ob ich gerade etwas finde und die chefin das für sich beansprucht.

  • So ne Aggression verschwindet ja auch innerhalb von einem Tag, gelle?
    Was fuehlste dich denn angegriffen?
    Und ja! Wenn mein Hund in der Situation xyz eine Gefahr darstellt, habe ich als Halter diese Situation zu kontrollieren!
    Wer sich erlaubt einem futteraggressiven Hund gezielt Futter zu geben und dann auf's Klo zu gehen, obwohl Besuch da ist, der sich nicht an Regeln halten will/kann, der hat mMn nen Vollschuss!! Der geht naemlich wissentlich und vollkommen bewusst ein extremes Risiko ein!
    Ich rede nicht von Hund hat Kauzeug - ich geh kurz weg - Besuch (Kind) kommt!

    Meine Toelen kennen das Kommando 'aus' (ausser der Zwerg). Ausserdem werden Maeuse sofort geschluckt. Wie soll ein Kind da hinfassen?
    Meine (!) Hunde haben eh nur zu 4 Kindern wirklich engen Kontakt. 2 davon wissen wie man sich verhaelt, die anderen beiden sind dafuer noch zu klein und daher immer unter Beobachtung beim Kontakt mit meinen Hunden.
    Ich bin eh sehr eigen mit den Viechern und kein Kind/Jugendliche der Welt wird jemals ohne mich mit meinen Hunden vor die Tuer..

    Und dann zum x-ten mal: Meine Hunde haben kein Problem mit Menschen an der Beute. Ok, mein Maliruede hat nen Konflikt mit Mensch an Spielzeug, aber der geht nach hinten.

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