Pro/Kontra Tauschgeschäfte bei Futteraggression

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    Natürlich kann man das üben und somit die Gefahr, dass der Hund beisst minimieren. Und nein, auch bei mir soll niemand zu meinen Hunden gehen, wenn sie fressen. Ausschliessen kann man nie etwas zu 100% -weder, dass sie mal beim Fressen gestört werden, noch dass sie in einem solchen Fall "falsch" reagieren, aber man kann trainieren :-)

    Wie soll man das üben? Soll ich jetzt wirklich Kinder einladen, die probieren meinem Hund das Futter zu klauen?


    Zitat

    Ich hab irgendwie mittlerweile eher das Gefühl, dass es um die Erwartungshaltung an Hunde mit normalen Aggressionsniveau geht...

    Ja schaut so aus. Nur was du oder ich als normal erachten, ist für andere schon ein schlimmes Problem, dass man austreiben muss.

  • komm an mein Herz :D

  • Zitat

    [

    Ja schaut so aus. Nur was du oder ich als normal erachten, ist für andere schon ein schlimmes Problem, dass man austreiben muss.

    jup.

    ich glaub auch dass hier einiges vermischt wird...

    vorallem, wenn die frage ist: pro/kontra tauschgeschäft...

    wenn dann das beispiel kommt, mit eben mal aufs klo und hund frisst kind - dann muss ich ehrlich gesagt sagen, ich seh da wieder ein kontra noch ein pro fürs / gegen das tauschgeschäft...da seh ich eher ein definzit in der grunderziehung und im richtigen management...(normalerweise frisst auch ein futteragressiver hund nicht einfach so kinder - und einen futteragressiven hund wird niemand ausgerechnet dann füttern, wenn kleine kinder unbeaufsichtigt drumrumtoben...dachte ich jedenfalls)

  • Zitat

    Ich war krank, mein Mann auf Arbeit. Die Nachbarstochter ging kurz mit den Hunden raus, damit sie sich lösen konnten. Laila nimmt ne Maus auf -das Mädchen nimmt ihr die weg, weil Laila nunmal nicht bei jedem auf "Aus" hört. Laila liess es sich gefallen.
    Auch sowas ist bei Dir wahrscheinlich zu 100% ausgeschlossen -ich weiss-
    Was wäre passiert, wenn Laila Beuteaggressiv reagieren würde? Hätte sie gebissen? Wer weiss das schon -darum will ich so ein Verhalten ausschliessen.

    Ehrlich, 100%ig ausschließen kannst du es weder durch deine noch durch meine Vorgehensweise, dass ein Hund genau in so einer Situation nicht beuteaggressiv reagiert.
    In so einem Fall (bei mir) hätte jedes Nachbarkind die Anweisung, dem Hund niemals Beute zu entreißen.
    Dann besser den Hund die Maus schlucken lassen, als ein gebissenes Kind.
    Unabhängig davon, dass ich nie, nicht mal meine Tochter, mit meinen nicht beuteaggressiven Hunden, vor die Tür schicke.
    In der Not beauftrage ich nur hundeerfahrene, meinen Hunden bekannte, erwachsene Personen damit.

  • Unser Opi ist da ein etwas anderer Fall, der JEDES Essen/Futter verteidigen möchte. Dumm nur dass er nicht genau weiss was beissen ist. Er gibt Töne von sich, da würde jeder Wolf vor Neid erblassen, aber beissen würde er eher nicht. Das weiss nur nicht jeder. Am Anfang hat er immer fürchterlich rumgebrummt wenn ich, seiner Meinung nach, nicht schnell genug die Hände von seinem Napf genommen hab. Inzwischen fliegt er ausm Zimmer und pienzt entweder im Hof oder im Nachbarraum rum wenn das Futter vorbereitet wird. Wenn mein Freund und ich gegessen haben hat er versucht unser Essen gegen meinen Dackel und die Katze zu verteidigen. Die Katze war das gewohnt und ist halt mit Opi im Genick weitergelaufen. Mein Dackel fand das nicht so lustig wenn der Große ihm von hinten ins Genick gepustet hat. Anfangs durfte man sich auch nicht bewegen wenn der Große einen Kauknochen hatte, ohne die horrorähnliche Geräuschkulisse anzustellen. Heute brummt er noch wenn man zu lange hinsieht. Wenn ich merke, er will den Knochen nur zum rumstänkern nehm ich ihm das Ding auch wieder weg. Wenn ich etwas in den Napf dazutun will schick ich ihn zur Seite. Solang ich was reinschütte kommt kein Mucks, aber wenn ich mich nicht sofort in Luft auflöse sobald das Zeug im Napf ist wird er wieder laut. Also muss er weg bis ich wieder weg bin. Er hat es auch schon gebracht sich beim Grillen auf den Stuhl neben meiner Mutter zu schleimen und sie dann anzuknurren als sie an ihren Teller wollte. Nun ist meine Mutter bei sowas auch gut beeindruckt. Noch mehr war sie es, als ich den alten Brummknochen vom Stuhl gepflückt hab und ins Haus verfrachtet habe. Mit Tauschgeschäften komme ich bei ihm nicht weit, er will das was er hat um keinen Preis loslassen, weil er Angst hat dass er dann beides nicht kriegt. Er war auch schon 10 Jahre alt als mein Freund ihn übernommen hat (und ich ihn kennenlernte), wurde auch vom Tisch gefüttert, also genug Zeit um solche Marotten zu festigen. Mit Ignorieren fährt man bei ihm am allerbesten. Solang man nicht soo genau hinsieht kann man inzwischen auch an ihm vorbeilaufen wenn er was zu futtern hat.

    Was Spielzeug angeht ist er genauso. Er springt einem ins Gesicht um es zu kriegen, koste es was es wolle. Und wenn ers hat rückt er es um keinen Preis wieder raus. Ich hab mal versucht seinen Ball gegen ein Stück Wurst zu tauschen. Keine Chance. Er hat dann versucht mit dem Ball im Maul die Wurst noch reinzuwürgen. Hat nicht geklappt, also hat er lieber seinen Ball behalten. Inzwischen lässt er nach einigem Zögern auf Kommando das Spielzeug fallen, damit wir es ihm wieder werfen können. Festhalten müssen wir jetzt dafür unsern Junior, sonst hängt der am Spielie *kopfschüttel* Ich weiss beim besten Willen nicht was der Vorbesitzer mit diesem Hund angestellt hat. Ich fotografiere recht gerne. Und im Sommer gibts ja in Feld und Wiese den ein oder andern Käfer oder Hüpfer. Wenn ich also ein bisschen gebeugt etwas genauer in die Wiese schaue kommt der Hund von hinten angefegt und trampelt dieses Stück Wiese nieder auf der Suche nach was-weiss-ich. Pflücke ich einen Grashalm will er den unbedingt haben und weicht mir nicht mehr von der Seite bis ich ihn fallenlasse. Er hat auch schon einem Bekannten die Finger getackert weil der partout mit einem Grashalm spielen wollte und meine Warnung nicht ernst nahm. Da spielt aber wahrscheinlich auch langsam das Alter mit, er sieht nicht mehr soo gut.

    Alles in allem ist er inzwischen recht gut zu händeln. Sind andere Hunde dabei gibts kein Spielzeug, kein Stock, kein Grashalm, nichts was er irgendwie für sich beanspruchen könnte. Da hats auch schon geknallt, als er einen Stock liegen lies und ein anderer Hund ihn dann mitnehmen wollte. Schon hatten wir die schönste Keilerei. Jetzt hat auch der Letzte begriffen dass Stöckchen spielen keine gute Idee ist wenn unserer (unangeleint) dabei ist. Futter gibts sowieso nur aus der Hand an den Hund der es auch kriegen soll. Dann gibts auch keinen Streit. Und mit dem Alter scheinen einige Sachen auch unwichtiger zu werden.

  • Führt ihr wirklich so ein ganz anderes Leben als ich? Geburtstag bei einem Hundehalter. Drei Hunde, ca. 25 Personen, auch Kinder.
    "Geburtstagskind": "Darf ich den Hunden einen Ochsenziemer geben?"
    "Klar darfst du!"
    So...jetzt liegen die da...Kinder toben drum herum, Leute steigen über sie drüber...etc.
    Da sollen die doch einfach ruhig sein und ihren Ochsenziemer mümmeln!
    Passiert sowas bei euch nie?
    Will man in so einer Situation keinen Hund, den das alles völlig unbeeindruckt lässt, den man nicht jede Milisekunde im Auge haben muss, denn es könnte ja sein, dass ein Kind ihn anstößt und er sich provoziert fühlt...es könnte sein, dass ein anderer Hund zu nah an seinem Ochsenziemer vorbeiläuft und es kommt gleich zur Prügelei???
    Nee...so einen Hund würde ich nicht haben wollen! und ich finde immer noch, dass ein Hund der das nicht ab kann einfach nur gestört ist!

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    Nee...so einen Hund würde ich nicht haben wollen! und ich finde immer noch, dass ein Hund der das nicht ab kann einfach nur gestört ist!

    Wenn dein Hund aber so wäre, was schließlich, wenn man so in Foren liest, kein Seltenheitsfall ist, wäre sein Verhalten also ein Abgabegrund?

    Diese "Störung" gehört eigentlich zum Verhaltensrepertoire eines jeden Raubtieres.
    Haushunde wurden domestiziert und nein, das Verteidigen von Beute ist kein wünschenswertes Verhalten, aber es ist therapierbar, hat eine Ursache und kann gemanaged werden.

  • Sorry, wenn ich bei manchen Usern kein Hund sein möchte.....

    der Hund soll sich von jedem dahergelaufenen Menschen ins Fressen greifen lassen, er darf höchstens mal jaulen, wenn ihm jemand auf die Pfoten latscht....

    und das alles wird als Erziehung verpackt !?

    Da hat mein Hund das gemütlichere Leben und ich auch. Diese Art von Erziehung schenke ich mir und erspare es ihr.

    Wie bekloppt müsste ich denn sein, mich am besten mitten in nen Menschenauflauf zu setzen und meinen Hund zu füttern, in der Hoffnung einer langt dann hin und ich kann loserziehen.

    Oder ich leg sie mitten in der Münchener Fußgängerzone im Weihnachtstrubel ab, in der Hoffnung, dass einer drauflatscht, dann kann ich erneut loslegen.

    Sowas finde ich richtig doof und an der Stelle die Frage an die, die es betrifft: "Ist Euch langweilig??????"

    Wenn Ihr Eure Übungen fertig trainiert habt, was kommt denn dann als Nächstes? Kind muss Hund in die Augen fassen oder in der Nase rumbohren können - weil das könnte ja mal passieren.....

    oder heute stell ich mal das Stuhlbein auf die Hundepfote. Könnte ja mal vorkommen, dass mein Besuch seinen Stuhl unvorsichtig verrückt, könnte ja mal passieren oder nicht???

    Manchmal denke ich: wenn man keine Probleme hat, macht man sich welche. Doch, das trifft es ziemlich gut.

    (So, und jetzt pack ich meinen Hund an den Endloswürger, zieh ihr nen Mauli an und lass andere Kinder sie streicheln. Das muss sie lernen, denn kann ja mal passieren.......)

    oder ne, hab doch keine Lust und mach es wie immer, "umfahre" kleine Kinder "großräumig"


    Sleipnir
    meine Hündin kennt keine kleinen Kinder, sie kannte gar nichts als sie kam. In meinem Umfeld gibt es keine - wer leiht mir denn ein "Übungskind"??

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