Pro/Kontra Tauschgeschäfte bei Futteraggression

  • Ich uebe sowas nicht, weil es hier vollkommen klar ist, dass ich alles bekomme, wenn ich es will. Neue Hunde (auch Welpen) beobachte ich Umgang mit Beute/Futter und Menschen (ich kenne nur 3 Menschen in meinem Freundeskreis, bei denen ich es nicht beobachten wuerde) bzw. bei Juri war Beute fuer alle Menschen (ausser die 3 o.g.) verboten!

    Habe ich nun einen futteraggressiven Hund Menschen gegenueber, gebe ich diesen Hund nicht aus der Hand und zwar so lange, bis das Thema fuer ihn endgueltig durch ist. Danach gebe ich ihn ggf. aus der Hand, mit Anweisungen die zu befolgen sind.

    Ich gebe meine Hunde zu keinen fremden Menschen und Bekannte bekommen sie nur, wenn ich mir zu 100% sicher bin, dass meine Anweisungen befolgt werden.
    Ich weiss nicht, wie manche mit ihren Hunden unterwegs sind. Meine Hunde sind lediglich in der S-Bahn fuer andere Menschen antatschbar. Da traegt Juri nen MK, Lee sitzt zw. meinen Beinen und Pan wird erstmal auf dem Arm sein.
    Ansonsten ist genug Abstand da und ich traeume nicht (kann ich mir bei den Spitzohren ohnehin nicht erlauben). Selbst bei Pepper, die absolut kein Problem mit Menschen und Hunden hatte, hat es niemals ein fremder Mensch geschafft sie unerlaubt anzufassen (zumindest erinnere ich mich nicht dran) und die war tausendmal mit mir in der Stadt etc. :nixweiss:
    Selbst als Lee mit in Stuttgart, als ein WM-Spiel dort stattgefunden hat, wurde sie von keinem Menschen angefasst..

  • Ich versteh' gerade die Diskussion nicht :???: (bzw. bin zu faul mir wirklich jeden einzelnen Beitrag der letzten 15 Seiten durchzulesen)....was macht die TS denn falsch, bzw. zu was versucht man sie zu bekehren??

  • bekehren will sie niemand - ich glaub, eher umgekehrt ;)

    es ging um pro und kontra - und die "pros" die kamen, sind irgendwie nicht wirklich "fassbar" für die TE - zumindest hab ich das so verstanden.

    und dann kamen einige beispiele, die irgendwie nicht wirklich zum thema passten - wie und warum sich ein hund was von wem gefallen lassn muss oder nicht usw - und dann nimmt so ein fred eben seinen lauf.........

  • wenn ich alle situation und möglichkeiten bedenken würde die passieren könnten, da würd ich mir keinen hund halten, kein auto fahren, keine kinder kriegen usw.

    was wäre wenn...ehrlich worum gehts hier überhaupt?! :???:

    ich hab jetzt 4 hunde aus schlechter haltung hier gehabt, keiner dieser hunde hat mich angeknurrt noch sonst irgendwas gesagt als ich denen mal was aus der schnüüss gefischt habe oder den napf - weil z.b es der napf des anderes hundes war - weggenommen habe.
    haben hunde gefressen, wurden sie in ruhe gelassen.

    ich denke auch das hunde sehr gut unterscheiden können zwischen draussen was wegnehmen weil fressen wollen weil man es nicht darf und zwischen ich hab knochen bekommen und frauchen nimmt den mir jetzt weg.
    zweites tue ich einfach nicht, wieso muss ich das wenn ich es doch paar minuten vorher erst meinem hund gegeben hab :???:
    und im zweiten fall find ich tauschgeschäfte nicht verkehrt.

    wobei ich mir einfach denke das man eh den hund beobachten müsste um zu entscheiden, bringt tauschen jetzt nu was und vor allem den richten erfolg oder gehts das eher nach hinten los.

  • Ja, das eigentliche Thema ist irgendwo unterwegs verloren gegangen... :smile:

    Es stimmt wohl irgendwie schon -die Pros wollen mir nicht so ganz eingehen. Ich will ja garnicht sagen, das Tauschen nicht funktionieren kann! Ich sehe darin nur viele Möglichkeiten für Fehlverknüpfungen und Fehler.

    Und das es hier viele verschiedene Ansichten gibt, was die Rechte der Hunde angeht, ist nur natürlich denke ich.

    Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung, dass ein Hund Menschen gegenüber nicht aggressiv reagieren sollte und darum erziehe ich ihn auch in dieser Richtung -einfach um die Möglichkeit auf "Zwischenfälle" zu minimieren. Das ist für mich eigentlich nur selbstverständlich...

  • Ausschliessen kann man es natürlich nie. Aber ich lasse -wenn sie bisher nie eine Aggression gezeigt haben meine Kinder in die Nähe -oder auch mal nen Kumpel und beobachte ihre Reaktion. Ich hab auch nen Kumpel, der sie hin und wieder mal "untersucht" oder mal direkt an nen Knochen geht -nur damit ich sehen kann ob bzw wie sie reagieren. Oder ich nehme ihnen einfach nicht ein Leckerchen weg, sobald jemand das Haus betritt -egal ob Kind oder nicht und beobachte die Hunde. Es muss nicht zwangsläufig jemand direkt hingehen -bei wirklich Beuteaggressiven Hunden merk man schon sehr früh eine Reaktion. Spike hatte ich ja schon mit 8-9 Wochen und dadurch hat er gleich gelernt, dass es völlig normal ist wenn sich ihm jemand nähert oder auch mal direkt ans Leckerli geht. Laila hatte leichte Anflüge von Aggression -die aber mittlerweile komplett weg sind.

    Ich verbiete meinen Hunden ja nicht ihr Futter zu verteidigen -ich zeige ihnen nur, dass es unnötig ist.

  • Zitat

    Ja, das eigentliche Thema ist irgendwo unterwegs verloren gegangen... :smile:

    Es stimmt wohl irgendwie schon -die Pros wollen mir nicht so ganz eingehen. Ich will ja garnicht sagen, das Tauschen nicht funktionieren kann! Ich sehe darin nur viele Möglichkeiten für Fehlverknüpfungen und Fehler.


    Ich seh's genau umgekehrt - die Möglichkeiten der Fehlverknüpfung scheinen mir beim einfach aus dem Fang nehmen grösser, die Folgen von Fehlern schwerwiegender. Zumindest bei unsicheren Kandidaten, um die es hier ja wohl geht. Ich habe nie einen futteraggressiven Hund gehabt, überhaupt nie einen aggressiven. Einem vertrauen "Normalhund" kann man notfalls die unerlaubten Dinge auch einfach aus dem Maul pulen, habe ich mit meinen Welpen auch so gemacht ohne grosse Strategien. Mit dem einen Dalmatiner meiner Schwester hätte ich das aber nie gemacht, der hätte mich wohl getackert. Und meine Hunde lernen, dass es keinen Grund gibt, Futter vor mir zu verteidigen, natürlich nicht über wegnehmen, sondern über dazugeben. Und das zuverlässige Ausgeben lernen sie wie jedes andere Kommando über positive Bestärkung - anfangs durch tauschen.

    Zitat

    Dennoch bleibe ich bei meiner Meinung, dass ein Hund Menschen gegenüber nicht aggressiv reagieren sollte und darum erziehe ich ihn auch in dieser Richtung -einfach um die Möglichkeit auf "Zwischenfälle" zu minimieren. Das ist für mich eigentlich nur selbstverständlich...


    Dieser Meinung bin ich auch, und ich wirke in der Erziehung auch daraufhin ein. Aber nicht durch Knurrverbote o.ä., sondern durch positive Belegung fremder Menschen, gute Erfahrungen, die das vorhandene Grundvertrauen stärken. Auf das Grundvertrauen habe ich als Halter kaum Einfluss, das ist, wie grundsätzliche Nicht-aggressivität gegenüber Menschen einerseits genetisch bedingt, andererseits durch eine gute Kinderstube beim Züchter entstanden.

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