Kleiner Vorfall... abwarten?
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Bluemeleinchen -
17. Oktober 2011 um 16:38
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Und ich glaube nicht, das ich wertvolle Gelegenheiten verspiele, wenn ich meinen Hunden von Anfang an zeige, das sie sich auf mich verlassen können.
Mag sein, dass ich da zu menschlich denke. Aber ich kann mich am ehesten auf jemanden verlassen, von dem ich weiß, dass er auch in der Lage ist Konflikte zu lösen und sich nicht immer daran »vorbeimogelt«.
ZitatIhr wollte doch immer alle so hündisch denken, ist euch schon mal aufgefallen, wie eine Hundemutter ihre Welpen maßregelt oder wie ein Alphapaar das macht - vorausgesetzt es war ein gewachsenes Familienrudel, denn nur dort kann man es beobachten. Da gibt es keine offene Konfrontation von oben, das haben die gar nicht nötig. Die offene Konfrontation gehen in der Regel nur "gleichrangige" Tiere in der Betagruppe ein. Ernsthaft wird es in der Regel nur in solchen gewachsenen Familiengruppen zur Reproduktionszeit, sprich wer darf Welpen bekommen und wer nicht.
Mmmh. Aber mit Schweineohren winkt da auch keiner
Im Ernst: auch dort ist es so, dass Dinge einfach geklärt und offen »angesprochen« werden. Das ist für mich weder grob, böse, machtgeil oder sonst was. Das ist einfach normal. Sowohl bei Hunden, als auch bei Menschen. Warum also nicht auch zwischen diesen beiden Gattungen?Viele Grüße
Frank - Vor einem Moment
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Hi,
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Ihr wollte doch immer alle so hündisch denken, ist euch schon mal aufgefallen, wie eine Hundemutter ihre Welpen maßregelt oder wie ein Alphapaar das macht - vorausgesetzt es war ein gewachsenes Familienrudel, denn nur dort kann man es beobachten. Da gibt es keine offene Konfrontation von oben, das haben die gar nicht nötig. Die offene Konfrontation gehen in der Regel nur "gleichrangige" Tiere in der Betagruppe ein. Ernsthaft wird es in der Regel nur in solchen gewachsenen Familiengruppen zur Reproduktionszeit, sprich wer darf Welpen bekommen und wer nicht.
Also ich für meinen Teil finde das mit den Wölfen zwar hochinteressant, richte mich aber im Umgang mit meinem Flauschteil gar nicht nach dem Wolfsrudelgedanken. Ich richte mich nur und aussschliesslich nach der nonverbalen Kommunikation, die mein Hund und ich miteinander aufgebaut haben und nach dem Wissen, was ich mir ansammle. Die Kommunikation ist meistenteils sehr freundlich, manchmal auch freundlich körperlich, manchmal nicht. Ich merke, was meinem Hund gut tut und was nicht.
"Ernsthaft körperlich" - also brutal, wie ich es verstehe - wird es nie!
ZitatWarum sollte mein Hund Grenzen klären, die ich ihm vorgebe und zwar freundlich, respektvoll und dennoch bestimmt?
Grenze ist Grenze, da gibt es nichts zu klären, aber es ist die Frage, wie ich die Grenze setze.Mein Hund tut das - ist ein Pudel
- mit wenig "willtoplease". Wenn er es mal irgendwann nicht mehr tut, mach ich mir ernsthaft Sorgen. Trotzdem ist der Umgang und das Zusammenleben mit ihm mehr als schön und auch nicht anstrengend - ist ein angenehmes Hundchen, das eben manchmal probiert und studiert, wo man vielleicht ein Erziehungslöchlein findet....
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Mag sein, dass ich da zu menschlich denke. Aber ich kann mich am ehesten auf jemanden verlassen, von dem ich weiß, dass er auch in der Lage ist Konflikte zu lösen und sich nicht immer daran »vorbeimogelt«.
lesen kann helfen: an der eigentlichen Situation mogelt sich auch keiner vorbei. Allen ist klar, dass das knabbern an Einrichtungsgegenständen nicht geht. Aber die Lösung ist, dem Hund eine andere Strategie beizubringen und eine Alternative zu bieten, anstelle in die Konfrontation zu gehen. In dem Fall hätte man eine super Möglichkeit den Abruf unter Ablenkung zu üben, wobei der Teppich der ablenkende Reiz ist. Die Motivation in dem Verhalten des Hundes ist eindeutig kauen, also wird man das kommen und vielleicht auch noch das Sitzen belohnen, in dem der Hund etwas bekommt an dem er kauen kann.
Hund kaut - Nein - hier/komm - (sitz) - Kaustange.Hund kommt nicht in die Verlegenheit mich anknurren zu müssen. Denn wenn ein Hund seinen Besitzer anknurrt, dann muss da schon einiges schief laufen und wenn ich das knurren verbiete, verbiete ich ihm die Kommunikation.
Ich habe einen Terrier, der hat auch viel Quatsch im Kopp und nix mit willto und trotzdem ist Grenze fest.
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Mensch, das sind ja zwei Extreme, die hier aufeinandertreffen, das hätt ich gar nicht so gedacht...
Da sind die einen die es "nicht nötig haben" ihren Hund sprachlich oder körperlich mal Grenzen zu setzen, weil Hundi mit 21 Wochen anscheinend nach einemmal NEIN sofort gehorcht... *neid* Noch dazu das Hundi auch nienieniemals austestet, was geht und was nicht...
Und da sind die, die (meiner bescheidenen Meinung nach) etwas realistischer sind. Mozart ist 21 Wochen alt, vermutlich wird in naher Zukunft die Pupertät beginnen. Man merkt ganz genau, wenn ein Hund WEIß was er nicht darf, aber dennoch zu gerne wissen möchte, ob nicht vielleicht doch...?? Und ehrlich gesagt... genauso möchte ich meinen Hund auch haben... Nicht als Maschine.
Manche hören sich grad so an, als wäre Mozart massiv in die Ecke gedrängt oder gar geschlagen worden wäre... Er wurde aus dem Schlafzimmer befördert und damit war die Sache gegessen. Nein heißt nein. Fertig. -
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Da sind die einen die es "nicht nötig haben" ihren Hund sprachlich oder körperlich mal Grenzen zu setzen, weil Hundi mit 21 Wochen anscheinend nach einemmal NEIN sofort gehorcht... *neid* Noch dazu das Hundi auch nienieniemals austestet, was geht und was nicht...Das hat keiner gesagt, das interpretierst du...
Es ging darum, ob man die Situation hätte anders lösen können, ohne das der Hund hätte knurren und schnappen müssen.
Wenn du aber das: "der Hund hat nicht zu knurren und bekommt dann eine Ansage" so weiter machen möchtest, dann wirst du über kurz oder lang eine Maschine bekommen und vielleicht zum denkbar falschesten Augenblick eine Katastrophe...
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lesen kann helfen
Ich bin ernsthaft an dieser Diskussion und auch an Gegenargumenten interessiert. Also können wir ruhig und höflich bleiben ...
Zitatan der eigentlichen Situation mogelt sich auch keiner vorbei. Allen ist klar, dass das knabbern an Einrichtungsgegenständen nicht geht. Aber die Lösung ist, dem Hund eine andere Strategie beizubringen und eine Alternative zu bieten, anstelle in die Konfrontation zu gehen. In dem Fall hätte man eine super Möglichkeit den Abruf unter Ablenkung zu üben, wobei der Teppich der ablenkende Reiz ist. Die Motivation in dem Verhalten des Hundes ist eindeutig kauen, also wird man das kommen und vielleicht auch noch das Sitzen belohnen, in dem der Hund etwas bekommt an dem er kauen kann.
Hund kaut - Nein - hier/komm - (sitz) - Kaustange.Für mich ist das »vorbeimogeln«. Der Hund liegt auf dem Teppich und kaut daran. Da ich das nicht möchte gibt es ein Nein. Hund sagt »leck mich« und ich erkläre ihm, dass ich ein Nein ernst meine und darüber nicht diskutiere. Ich sehe da einfach das Problem nicht. Bei einem Kind würde ich kein bisschen anders handeln.
Außerdem kenne ich mindestens einen Hund, der mir auch beim Abruf-Versuch fröhlich grinsend den Stinkefinger zeigen würde. Er hat vorher schon gesagt, dass er auf ein Nein keine große Lust hat. Warum dann auf einen Abruf und ein Sitz?
ZitatHund kommt nicht in die Verlegenheit mich anknurren zu müssen. Denn wenn ein Hund seinen Besitzer anknurrt, dann muss da schon einiges schief laufen und wenn ich das knurren verbiete, verbiete ich ihm die Kommunikation.
Da Knurren normale Kommunikation ist, finde ich es nicht weiter schlimm, wenn ein Hund auch mal seinen Halter anknurrt. Es kommt auf die Situation, die Beziehung und die Intensität der Drohung an. Aufgrund jeder Unmutsbekundung gleich die Beziehung in Frage zu stellen halte ich für überdosiert.
Viele Grüße
Frank -
Knurren ist normale Kommunikation ja und sie hat eine Aussage und auf die sollte ich schon adäquat reagieren. Aber es ist nicht unbedingt adäquat, wenn man den Hund dann mit seiner Handlung dazu bringt schnappen zu müssen.
Ich als Mensch und Besitzer sollte - meiner Meinung nach in dem Alter - deeskalierend wirken, später im übrigen auch, auch wenn man dann vielleicht schon eine anderen Signalebene hat und die Situation wieder anders löst.Man sollte vielleicht als Besitzer eines Hundes auch mal direkt an die Zukunft denken. Was wenn der Hund dann älter ist, der Halter wieder in eine Situation kommt, wo der Hund klar sagt "Stopp" und der weiter geht? Ist der Halter dann auch noch gewachsen dem Hund abzufangen, wenn der schnappen will oder gibt es dann ein kleines Kämpfchen das im Zweifel der Hund gewinnt?
Will ich mich als Halter in so eine Situation bringen?
Will ich als Halter meine Umwelt in eine solche Situation bringen?Dem Hund ist es vielleicht in dem Zusammenhang Teppich im Moment egal und er hat das nun mit dem Teppich verknüpft, aber die nächste Situation kommt bestimmt.
Noch einmal der Hund ist 21 Wochen, da gehe ich noch nicht davon aus, das alle Signale mit allen Mitbewohner in allen Motivationslagen generalisiert sind
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Ich glaube - vielleicht überbewerte ich ihn ja auch - mein Hund weiß, aber nicht durch die Einübung des Kommandos, sondern durch unsere gute Kommunikation und Bindung, wann das Ende der Fahnenstange erreicht ist. D.h., er probiert zwar immer wieder, manches zu "hinterfragen", würde es aber in Extremsituationen nicht tun, weil er dadurch, dass er mich gut lesen kann, für so eine Situation eine hohe "Brenzligkeits-Sensibilität" entwickelt hat.
Nu haltet mich für bekloppt, weil ich mein Tölchen für so gescheit halte.....

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Vielleicht wäre es manchmal besser, bei einem Junghund, etwas anders zu reagieren, dann bräuchten wir evtl. keine späteren Threads über Starkzwang, nämlich dann, wennns das Kind in den Brunnen gefalle ist. Und aus diesem Thread zitiere ich dich:
Mein Hund soll wissen, wer von ihm gewisses Benehmen einfordert oder verbietet. Baut er Mist fällt ihm nicht der Himmel auf den Kopf, sondern ich.
Gaby, Idefix und ihre schweren JungsWer jungen Hund entsprechend maßregelt, kann sich das später eigentlich sparen.
Eigentlich wollte ich hier nichts mehr schreiben, denn ich habe meine Meinung gesagt und die Art, wie ich mit einem Junghund umgehe, erklärt.
Aber das laße ich ohne Kommentar nicht stehen.
Das Zitierte ist zwar aus dem Starkzwang-Thread bezieht sich aber auf Erziehungsmaßnahmen mit Wasserspritze, Rütteldose, Teletakt und drgl. Erziehungs- oder Strafmaßnahmen am Hund, die aus der Ferne ohne für den Hund sichtbaren Bezug zum HH, stehen.
Cerri schrieb von "elternähnlicher" Erziehung und so sehe ich das auch.
Maßregel ich ein Kleinkind, weil es noch nicht ohne zu kleckern essen kann? Nein, ich zeige ihm wie es geht.
Genauso handele ich beim Junghund. Da wird nichts gemaßregelt, da wird zu mir gelockt, abgelenkt und eine Alternative angeboten. In der Welpen- und Junghundzeit lege ich die Basis für Vertrauen in mich. Meine Hunde lernen, daß ich ein verläßlicher Partner in unserer Beziehung bin. Und sie lernen mit dem Älterwerden das "Nein" auch nein bedeutet und einzuhalten ist. Und ja, ignoriert der erwachsene Hund das Nein, komme ich über ihn und nicht der Himmel.Zitatwennns das Kind in den Brunnen gefallen ist
Ja, und weil das so schief geht, führe ich Neufundländer Rüden. Nicht einen, meist drei, z. Zt. zwei

Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
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"Ihr wollte doch immer alle so hündisch denken, ist euch schon mal aufgefallen, wie eine Hundemutter ihre Welpen maßregelt oder wie ein Alphapaar das macht - vorausgesetzt es war ein gewachsenes Familienrudel, denn nur dort kann man es beobachten. Da gibt es keine offene Konfrontation von oben, das haben die gar nicht nötig. "
Nötig haben sie es vielleicht nicht, aber sie setzen Grenzen ind "Abbruchkommandos", und zwar nachdrücklich. Ich habe das bei mehreren Würfen beobachtet, die mit einem "Eltern"paar aufwuchsen. Da wurde zeitweise ganz systematisch gemaßregelt, teilweise so laut, daß es wirklich bedrohlich klang - allerdings wurde das Ganze immer in ein Spiel verpackt.
Es war immer dasselbe: Rüde schleppte einen Knochen oder Stock an, und das Jungzeug wollte drangehen. Vater verbat sich das per Steifwerden - und jeder der Zwerge, der das ignorierte, wurde kurz mit Gebrüll am Boden festgepinnt. Sprich: Vater brüllte, Welpe schmiß sich hin, der Alte ging kurz mit offenem Fang über dessen Kopf.
Sobald da alles klar war und der Nachwuchs per Lefzenlecken und Kriechen zu verstehen gab, daß sie kapiert hatten, durften sie dann an das Tabu-Objekt und zum Schluß wurde gemeinsam nett gespielt, also an dem Ding rumgezerrt.
Die Zwerge haben dabei so nachdrücklich Manieren gelernt, daß dem Rüden später im Ernstfall ein Blick reichte, um sie zum Zurückweichen oder Loslassen zu bekommen.
Läßt sich hier auch an einem Fünfmonats-Youngster und dem erwachsenen "Ersatzvater" gut beobachten: Rüde hat den Stock geholt und das Spiel angeboten. Sobald die Kleine zu dreist wird, gibt's diesen "Laß das!-Blick, und der Zwerg reagiert prompt. Wäre das nicht so, würde er sie maßregeln - und das weiß sie.
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