Kleiner Vorfall... abwarten?
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Bluemeleinchen -
17. Oktober 2011 um 16:38
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Was ich nicht verstehe:
Wir gehen doch alle relativ D'accord, dass unsere Hunde und wir kein Rudel bilden, wir also auch nicht im Rang über ihnen stehen müssen und dass nen Hund, der auf dem Sofa liegt, nicht die Weltherrschaft will.
Warum also ist es so schlimm, dass ein Hund mal knurrt? Warum darf er nicht mal sagen, dass er das gerade nicht gut findet? Er übernimmt doch angeblich nicht die Weltherrschaft, will uns nichts, aber wir verbieten ihm trotzdem die Kommunikation.
Irgendwie ziemlich widersprüchlich.
Und wenn ich mir so überlege, ich liege meinem Freund z.b im Weg auf dem Sofa, hab mich da breit gemacht und er will sich auch hinsetzen, ich mach mich extra breiter und er motzt mich dann plötzlich an und zieht mich am Arm weg - der könnte sich den Rest des Tages allein unterhalten.
Würde er stattdessen freundlich bitten, bzw. mir sagen, dass er da auch sitzen will und ich doch nen Stückchen rücken soll, wäre das ganz anders.
Wer zieht denn bitte das Kind an den Haaren aus dem Bad, weil es anderthalb Stunden bereits die Toilette blockiert?
Und mit Gemecker erreicht man nur Geschrei und Unverständnis. - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Dort wird jeder fündig!-
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Was ich nicht verstehe:
Wir gehen doch alle relativ D'accord, dass unsere Hunde und wir kein Rudel bilden, wir also auch nicht im Rang über ihnen stehen müssen und dass nen Hund, der auf dem Sofa liegt, nicht die Weltherrschaft will.
Warum also ist es so schlimm, dass ein Hund mal knurrt? Warum darf er nicht mal sagen, dass er das gerade nicht gut findet? Er übernimmt doch angeblich nicht die Weltherrschaft, will uns nichts, aber wir verbieten ihm trotzdem die Kommunikation.
Irgendwie ziemlich widersprüchlich.
Und wenn ich mir so überlege, ich liege meinem Freund z.b im Weg auf dem Sofa, hab mich da breit gemacht und er will sich auch hinsetzen, ich mach mich extra breiter und er motzt mich dann plötzlich an und zieht mich am Arm weg - der könnte sich den Rest des Tages allein unterhalten.
Würde er stattdessen freundlich bitten, bzw. mir sagen, dass er da auch sitzen will und ich doch nen Stückchen rücken soll, wäre das ganz anders.
Wer zieht denn bitte das Kind an den Haaren aus dem Bad, weil es anderthalb Stunden bereits die Toilette blockiert?
Und mit Gemecker erreicht man nur Geschrei und Unverständnis.naja bei mir hängts davon ab wann und wieso der hund knurrt.
und verbieten tue ich es ihr nicht, aber ich versuche dann eben aus sowas zu lernen und solche situationen eben dann anders einzugehen oder zu lösen.aber grundsätzlich hängts vom knurren ab.
wenn kröte meint mich anknurren zu müssen weil sie aufs sofa will, dann darf sie aufm boden sitzen bleiben.
wenn kröte mich aber anknurrt weil ich ihr zu nahe komme, dann mache ich mir meine gedanken wieso und weshalb und wie löse ich das.einem hund gänzlich das knurren verbieten halte ich für falsch, da er bei der nächsten gelegenheit diesen schritt sein lässt und direkt beisst bzw. schnappt.
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Lustig finde ich bei ganzen Diskussion ehrlich gesagt vor allem, was hier teilweise einer "Seite" fuer rechte zugesprochen wird, waehren die andere "Seite" scheinbar garkeine hat.
Wir halten also mal fest - mein Hund darf meine Einrichtung zerstoeren und mir drohen wenn ich das nicht moechte, er darf drohen wenn ich an etwas will von dem er denkt es waere sein, er darf mir in jeglichen Situationen drohen wenn ihm etwas nicht passt.
Ich darf allerdings nicht aeussern wenn es mir z.B. nicht passt, dass meine Dinge leiden oder ich daran gehindert werde, meines Weges zu gehen.
Im allgemeinen praeferriere ich sowohl in zwischenmenschlichen Beziehungen, als auch in der Beziehung zu meinen Hunden eine Politik der Offenheit, die beinhaltet, sich nicht an irgendwelchen Konflikten generell vorbeizumogeln.
Sie beinhaltet auch, dass auch ich das Recht habe Dinge zu aeussern die mir nicht passen und nicht nur mein Hund.
Gluecklicherweise ist bisher noch jeder Hund mit diesem Umgang gut gefahren und war je nach Vorgeschichte eher dankbar, klare Bilder zu bekommen. -
ich hoffe doch du meinst nicht mich damit bordy.
und wie ich schonmal geschrieben habe, ich kenne solche situationen leider (oder auch nicht leider) nicht von meinem hund. hab damit keine erfahrungen gemacht.
das einzige - und in dem fall auch gerechtfertig - mal wurde ich eben vom sitterhund angeknurrt als ich vorm tor stand. aber er darf und soll das grundstück ja bewachen, von daher war an seinem verhalten nix was man verbieten hätte sollen. -
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Lustig finde ich bei ganzen Diskussion ehrlich gesagt vor allem, was hier teilweise einer "Seite" fuer rechte zugesprochen wird, waehren die andere "Seite" scheinbar garkeine hat.
Wir halten also mal fest - mein Hund darf meine Einrichtung zerstoeren und mir drohen wenn ich das nicht moechte, er darf drohen wenn ich an etwas will von dem er denkt es waere sein, er darf mir in jeglichen Situationen drohen wenn ihm etwas nicht passt.
Ich darf allerdings nicht aeussern wenn es mir z.B. nicht passt, dass meine Dinge leiden oder ich daran gehindert werde, meines Weges zu gehen.
Im allgemeinen praeferriere ich sowohl in zwischenmenschlichen Beziehungen, als auch in der Beziehung zu meinen Hunden eine Politik der Offenheit, die beinhaltet, sich nicht an irgendwelchen Konflikten generell vorbeizumogeln.
Sie beinhaltet auch, dass auch ich das Recht habe Dinge zu aeussern die mir nicht passen und nicht nur mein Hund.
Gluecklicherweise ist bisher noch jeder Hund mit diesem Umgang gut gefahren und war je nach Vorgeschichte eher dankbar, klare Bilder zu bekommen.Kannst Du mir mal zeigen, wer das so formuliert hat.
Ich konnte das nirgendwo finden.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
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Zitat
Kannst Du mir mal zeigen, wer das so formuliert hat.
Ich konnte das nirgendwo finden.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
Schau doch einfach mal auf die ersten Seiten. Dort wird immer wieder klar gemacht, dass die Mutter der TS falsch gehandelt hätte, weil sie den HUnd nach der beschriebenen Aktion nicht mit irgendwas bestochen hätte, sondern schlicht und einfach klar gemacht hat, dass ihr das nicht gefällt.
Teils wird sogar ein Zusammenhang zu baldigen Beisvorfällen die angeblich in diesem Vorgehen begründet wären, konstruiert.
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Ein Kleinkind, welches selbständiges Essen lernt würde ich auch nicht maßregeln, es tut ja etwas was es soll, aber halt noch nicht perfekt.
Einem Kleinkind welches Dinge nimmt, welche es nicht nehmen soll oder Einrichtungsgegenstände kaputt macht, nehme ich dort weg und sage "Nein", auch wenn es dann quengelt - danach lenke ich es gerne mit anderen Dingen ab. Ich locke es aber nicht mit Bonbons. -
Also ich muß ehrlich sagen, daß ich am Verhalten der Mutter nichts Falsches entdecken kann. Mozart hat etwas getan was er nicht sollte und auf das darauf folgende Abbruchsignal nicht gehört, Das kommt bei einem Junghund einfach noch einmal vor. Die Mutter besteht darauf hin, in meinen Augen vollkommen zu Recht, auf die Einhaltung des Komandos und schubst ihm vom Teppich um ihn davon abzuhalten das unerwünschte Verhalten weiter zu zeigen. In meinen Augen auch vollkommen richtig. Mozart hat seine Resource "Teppichfransen an denen man so schön kauen kann" verteigt in dem er geknurrt und geschnappt hat, wenn auch eventuell nur im Spiel und nicht mit vollem Ernst. Aber trotz allem ist das in meinen Augen ein Verhalten, daß man nicht dulden darf und das die Mutter zu recht energisch unterbunden hat! Es ist in Ordnung wenn ein Hund sich wehrt wenn man ihm Schmerzen zufügt seine elementaren Bedürfnise nicht respektiert, oder ihn andauernd heftig provoziert, aber nicht wenn ein Hund irgend eine Resource gegenüber seinen Menschen verteidigt. In meinen Augen muß ein Hund akzeptieren, daß ich als Halterin die Ressourcen verwalte und darüber verfüge, egal wie gerne er sie haben möchte. Das ein Junghund das mal in Frage stellt ist nichts außergewöhnliches, aber er muß dann eben zurechtgewieseb werden. Ich würde an diesem Punkt mit Mozart arbeiten und Übungen machen die gezielt darauf hinarbeiten ihm beizubringen, daß die Menschen die Ressourcen verwalten.
Um noch mal auf das Beispiel mit dem Kleinkind zurück zu kommen dem man etwas weggnimmt, was es nicht haben soll: Ich würde es ja auch keines Falls dulden, wenn mein Kind, im Zorn, weil ich ihm etwas weggenommen habe, mit Füßen nach mir tritt. Da würde das Kind bei mir auch umgehend "rausfliegen" und des Raumes verwiesen werden.LG Franziska mit Till
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Zitat
Man sollte vielleicht als Besitzer eines Hundes auch mal direkt an die Zukunft denken.
Das finde ich ein gutes Stichwort. Die Situation »Teppich zerlegen« ist ein Ding, dass ich auf viele Arten lösen kann. Aber was will ich eigentlich erreichen? Ziel ist doch, dass Hundi lernt sich künftig nicht mehr an der Einrichtung zu vergehen. Jetzt frage ich mich, wie der Hund das lernen soll, wenn ich mein wirkungsloses Nein einfach stehen lasse und ihn stattdessen mit Schweineohr vom Teppich locke. Mir fällt es schwer zu glauben, dass ein Hund diese Schlüsse nachvollziehen kann.
ZitatWas wenn der Hund dann älter ist, der Halter wieder in eine Situation kommt, wo der Hund klar sagt "Stopp" und der weiter geht? Ist der Halter dann auch noch gewachsen dem Hund abzufangen, wenn der schnappen will oder gibt es dann ein kleines Kämpfchen das im Zweifel der Hund gewinnt?
Und diese Angst vor einer möglichen Zukunft bringt mich dazu, meinem Hund nie zu sagen, dass jetzt einfach mal Feierabend ist? Ohne wenn und aber? Ich will nicht sagen, dass man kopflos durch die Welt rennen soll und sich alles erlauben kann, weil die Zukunft ja noch fern und unvorhersehbar ist. Aber genauso wie hier gesagt wird, dass diese Situation der Grundstein für künftige Beißvorfälle ist, könnte ich behaupten, dass diese eine Situation wichtig für den Hund war und er in den wenigen Sekunden mehr gelernt hat, als in unzähligen Sitz-Platz-Fuß-Übungen.
ZitatNoch einmal der Hund ist 21 Wochen, da gehe ich noch nicht davon aus, das alle Signale mit allen Mitbewohner in allen Motivationslagen generalisiert sind
Nein. Ich auch nicht. Und genau darum verdeutliche ich das ignorierte Nein dann eben körperlich, anstatt dem Hund noch weitere Kommandos wie Hier und Sitz an den Kopf zu werfen.
Viele Grüße
Frank -
Zitat
Wer zieht denn bitte das Kind an den Haaren aus dem Bad, weil es anderthalb Stunden bereits die Toilette blockiert?
Und mit Gemecker erreicht man nur Geschrei und Unverständnis.Ich finde der Vergleich hinkt etwas
Besser passen würde aus meiner Sicht: Klein Sören sitzt mit der Schere auf dem Teppich und kürzt fröhlich alles was übersteht. Ich sehe das und es gibt ein Nein. Sören, denkt nicht daran aufzuhören (vielleicht versteht er auch analog zum Hund nicht, was ich meine oder er hat analog zum Hund keinen Bock. Ist aber auch egal) und streckt mir die Zunge raus. Ich gehe hin, sage »Ey« und nehme ihm die Schere aus der Hand. Sören spuckt mir auf den Fuß. Ich hebe den kleinen Punk hoch und setze ihn vor die Tür. Fertig.Da kommt kein Geschrei und Gemecker vor. Und danach scheint auch wieder die Sonne.
Viele Grüße
Frank - Vor einem Moment
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