Kleiner Vorfall... abwarten?

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    Wenn ich richtig gelesen habe, kam der Knurrer nicht wegen dem "Aus", sondern als die Mutter bedrohlich auf ihn zu ging. Das mache ich beim Junghund einfach nicht, folglich muß er nicht knurren. Ich sehe einfach den Sinn nicht, einen Junghund mit Bedrohung zu erziehen. Drohen hebe ich mir für den Zeitpunkt auf, an dem ich sicher bin mein Hund versteht was ich von ihm will und er ignoriert meine Zeichen.


    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs[/quote]

    Vielleicht wäre es manchmal besser, bei einem Junghund, etwas anders zu reagieren, dann bräuchten wir evtl. keine späteren Threads über Starkzwang, nämlich dann, wenns das Kind in den Brunnen gefallen ist. Und aus diesem Thread zitiere ich dich:
    Mein Hund soll wissen, wer von ihm gewisses Benehmen einfordert oder verbietet. Baut er Mist fällt ihm nicht der Himmel auf den Kopf, sondern ich.
    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Wer jungen Hund entsprechend maßregelt, kann sich das später eigentlich sparen.

  • Zitat

    Wenn ich mich das beim Junghund nicht mehr traue (der von Anfang an bei mir lebt und mich kennt und ich ihn; oder den ich regelmäßig sitte und daher kenne) - dann würde ich mich ernsthaft fragen, was ich mit so nem "Kalb" will, wenn der erst mal ausgewachsen ist......

    Tja dann möchte ich nicht dabei sein, wenn sich das Kalb mit 8 Monaten richtig wehrt und das obwohl er von Anfang an in der Familie war.
    Ich habe bereits 2 Familien kennen gelernt, die genau so mit ihrem Hund umgesprungen sind und dann Verletzungen hatten die ärztlich versorgt werden mussten und bei einem waren die Verletzungen bis auf den Knochen. Der Hund hat da im übrigen nicht das erste mal zugelangt.
    Wenn das dann passiert ist das Geschrei auch groß.

  • Zitat

    Für mich "testet" kein Hund aus wie weit er gehen kann.

    Um gleich bei diesem, dem Hund menschliches Verhalten anzudichten, zu bleiben, mich ärgert auch kein Hund. Ich kann mich höchstens über ihn ärgern :D

    Zweiteres sehe ich aus so.

    Bei Ersterem bin ich überzeugt, dass das Hundi tut. Täte er das nicht, wäre er nicht überlebensfähig. Wenn ein Hund in einen Zwinger eingesperrt wird, z.B., wird er alles absuchen, ob er einen Ausgang findet. Findet er diesen, wird er ihn nutzen. Würde man das Loch flicken und Hundi wieder einsperren, wäre sein erster Weg wieder zu dem Loch - nicht erst alles absuchen, sondern gleich zum Loch. Wäre dort dicht, würde er beginnen, alles abzusuchen, ob nicht noch irgendwo ein Loch wäre. Findet er keines, buddelt er sich eines :D .

    Er wird also austesten, wie weit er gehen kann. Und das ist ein natürliches, gesundes Verhalten, welches man als HH aber berücksichtigen muss, um Hundi im Rahmen zu halten.

    So wurde mir erklärt, warum Konsequenz so wichtig ist und man besonders auf die Löcher aufpassen soll, bei der Hundeerziehung. Fand ich ne super Erklärung.

    Aber wahrscheinlich hattest Du das eh nicht so gemeint oben, Gaby. Oder?

  • Testen...das klingt so unhündisch und wie ein Unwort in Punkto Hundeverhalten.

    Für mich ist es einfach "ausprobieren, versuchen...um das beste für sich selbst rauszuschlagen".
    Ich hab hier einen fast gar nicht testenden Hund, der viele Kommandos einfach nicht verinnerlicht hat (durch mich).
    Dann habe ich einen, der 4 Jahre lang gewisse Regeln befolgt. Er darf zB nicht in ein bestimmtes Stück im Garten, da dort lecker Katzenkacke vergraben ist und Beeren herumliegen. Lief immer super.
    Vor ein paar Tagen stand er im Garten, schaute mich an und flitzte mit angelegten Ohren und eingezogenem Schwanz (seine Rennrute) und Grinsen im Gesicht in den verbotenen Teil.
    Ich war gar nicht drauf gefasst, weil ich es nicht vermutet hätte.
    Mein HALT kam zu spät und im verbotenen Teil machte Corey ne Spielaufforderung, um mich wieder zu besänftigen :D

    Ich rief ihn und wir gingen rein.

    Für mich ist das testen, ausprobieren, einfach mal versuchen.
    Durch Ausprobieren lernen Hunde (und Menschen) unter anderem, der Drang zu versuchen ist vorhanden, wenn nicht aberzogen oder unterdrückt.

    Nur meine 5 Cent zum Thema testen :D

  • Hunde testen nicht, weil es dazu einen Plan braucht und Hunde können viel, aber sich keinen Plan erstellen, frei nach dem Motto wenn die jetzt Nein sagt knurre ich und wenn die mich dann schubst, dann schnappe ich ab.
    Hunde lernen nach dem Try and Error Prinzip. Hatten sie mit etwas Erfolg, werden sie es wieder versuchen. Gab es keinen Erfolg, dann wird diese nicht noch mal probiert.

    Ich gehe durch aus in die Kommunikation mit meinen Hunden und wenn es sein muss auch in einen Konflikt, aber definitiv nicht körperlich. Warum? Weil ich möchte das mir der Hund traut und das er mir freiwillig folgt und mir die Entscheidungen überlässt. Das beginnt schon von dem Moment an, wenn der Hund mein Haus betritt und da ist es mir egal ob es ein Hund ist, der bei mir Leben wird oder ein Gasthund ist. In meinem Haus und in meiner Aufsicht hat mich noch nicht ein Hund angeknurrt. Warum, weil es keinen Grund gibt. Klar wurde von so manchem Jungspund oder auch Gasthund mal ein Signal überhört oder es war was interessanter. Na und ich hatte bis her immer den längeren Atem und ich brauchte noch keine neuen Einrichtung.

    Fakt ist doch, ich möchte einen Hund der mir und meiner Familie bedingungslos vertraut und sich mir anschließt und mir die "Führung" und "Entscheidung" überlässt. Das schaffe ich aber nur durch soziale und elternähnliche Präsenz und nicht mit Konfrontation oder körperlich deckelnde Konflikte. Wenn ich das geschafft habe, dann vertraut mir der Hund und zwar immer und überall, egal was um ihn herum passiert oder wer an dem Hund herum manipuliert.

  • Zitat

    Das schaffe ich aber nur durch soziale und elternähnliche Präsenz und nicht mit Konfrontation oder körperlich deckelnde Konflikte.

    Ich bin mir sogar sicher, dass Konfrontation zur Bestimmung und Klärung der Grenzen gehört - nur Friede, Freude, Eierkuchen .... hm, halte ich nicht für konstruktiv. Es gibt wohl nicht viel Hunde, die nie testen.

    Ich weiss echt nicht, was so schlimm ist, den Hund anzufassen? Keiner ist hier für verprügeln oder Schmerz zufügen, aber warum nur sind immer ein paar so empfindlich, wenn es um's Körperliche geht?

    Mein Hund zumindest lässt sich, ohne dass er ein Trauma davon bekommt, anfassen - auch korrigierend. Der findet eine Hand, die ihn wegschiebt, wenn er nervt, genauso gut (oder eben auch nicht) wie "Ab!" und besser als Anschreien. Und das ist auch "deckelnde Körperlichkeit".

    Im Körbchen zu bleiben, hat er sogar mit "Körperlichkeit" beigebracht bekommen, indem ich ihn immer wieder in dasselbe reingehoben habe, ebenso wie es körperlich wurde, damit er lernt, nicht an der Haustür zu pföteln.

    Was ist daran schlimm? :???: Ich glaube sogar, dass ein guter Teil der Bindung, wenn nicht überhaupt der Allergrösste, durch Körperlichkeit erst entsteht.

  • Falbala :gut:

    Ich empfinde die kleinen Konflikte, die im Zusammenleben entstehen, sogar als sehr wichtig. Hier kann ich sehr schön und ohne allzugroßen Stress, Dinge klären, die die Basis für das Handling in Situationen mit höherer Erregung bilden. Klar kann ich auch versuchen die Situation zu umgehen, aber meiner Meinung nach verspielt man sich damit wertvolle Gelegenheiten.

    Viele Grüße
    Frank

  • Hm n kleines Spritzerchen fehlt mir hier grad noch

    Son bisschen der Zusammenhang der Situation + vorhandene Bindung + Gemüt des Hundes


    Würde mein Schwiegervater eine meiner Hündinnen vom Teppich jagen, würden die ihn in jenen welchen einrollen, Steine dranbinden und ihn im Meer versenken
    Bei mir reicht ne gehobene Augenbraue um die Damen ins Körbchen zu jagen

    Ich habs immer so gehalten> Junger Hund lernt "Nein" bzw bei uns "BAH"
    Das haben die schnell drin, bei Welpen holt man sich ja Mundfusseln bei dem Kommando :roll:
    Nehmen wir mal an mein Hund würde Teppich ankauen, Bindung steht Hund is kein gedeckelter sondern n Rotzlöffel
    Er bekommt ein "BAH" mit passender Körperhaltung ... Junghund nciht doof > guckt ( oah was geht..) dann ablenken
    Knurrt son Rotzlöffel zeig ich dann schon meinen Unmut
    Isset dann wieder gut bin ich auch wieder neutral

    Nur sollte man den Unterschied zum korregieren und zum Maßregeln mal ganz klar machen
    Das eine ist was eigenständiges ( neutral in en Korb setzen fällt für mich unter korregieren) genau wie das andere ( Ey pass uff mach dich innen Korb *böseguckssteifmach* )
    Beides ist körperlich aber kommt anders beim Hund an

  • Zitat

    Ich bin mir sogar sicher, dass Konfrontation zur Bestimmung und Klärung der Grenzen gehört - nur Friede, Freude, Eierkuchen .... hm, halte ich nicht für konstruktiv. Es gibt wohl nicht viel Hunde, die nie testen.

    Warum sollte mein Hund Grenzen klären, die ich ihm vorgebe und zwar freundlich, respektvoll und dennoch bestimmt?
    Grenze ist Grenze, da gibt es nichts zu klären, aber es ist die Frage, wie ich die Grenze setze.
    Ich habe bis her noch keinen Hund in eine Situation gebracht, das er mich angeknurrt hat oder gar nach mir geschnappt und wir haben trotzdem Grenzen und Regeln.
    Und ich glaube nicht, das ich wertvolle Gelegenheiten verspiele, wenn ich meinen Hunden von Anfang an zeige, das sie sich auf mich verlassen können.

    Ihr wollte doch immer alle so hündisch denken, ist euch schon mal aufgefallen, wie eine Hundemutter ihre Welpen maßregelt oder wie ein Alphapaar das macht - vorausgesetzt es war ein gewachsenes Familienrudel, denn nur dort kann man es beobachten. Da gibt es keine offene Konfrontation von oben, das haben die gar nicht nötig. Die offene Konfrontation gehen in der Regel nur "gleichrangige" Tiere in der Betagruppe ein. Ernsthaft wird es in der Regel nur in solchen gewachsenen Familiengruppen zur Reproduktionszeit, sprich wer darf Welpen bekommen und wer nicht.

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