Katastrophe! 1000 Probleme!

  • Hallo!

    Mein Name ist Mia. Seit knapp 2 Wochen lebt Gina, eine 2,5 jährige Rehpinscher-Chiwawa-Hündin bei mir.
    Die Kurze ist von der Vorbesitzerin offensichtlich völlig verkorkst worden und Gina und mir liegt jetzt ein gewaltiges Stück Arbeit! Ich werd mal auflisten, wo unsere grössten Probleme liegen, vielleicht hat jemand ein paar Tips für mich...

    1. Fahrräder, Mofas, Autos, Busse, Menschen, andere Hunde, alles wird angekläfft.
    2. Sie springt jeden an. (Sieht wie ein hyperaktiver Gummiball dabei aus). :headbash:
    3. Zieht beim Spaziergang an der Leine.
    4. Bellt sobald ich die Wohnung verlasse OHNE Unterbrechung.
    5. Folgt mir auf Schritt und Tritt.
    6. Quietscht und jault während der Autofahrt.
    7. Uriniert, makiert und kotet in die Wohnung!!!! :hilfe:

    So, jetzt zu den den Fortschritten die wir in der kurzen Zeit bereits gemacht haben:

    Bei der Vorbesitzerin war es üblich unter der Bettdecke zu schlafen. Gibt´s bei mir ebenso wenig wie auf der Couch liegen! Sie hüpft auch nicht mehr im Auto hin und her, sondern bleibt inzwischen im Fußraum liegen. Gequietscht und gejault wird auch immer weniger dabei.
    Anfangs hab ich versucht mit Leckerli zu belohnen, doch ohne jedes Ergebnis. Seit 2 Tagen hab ich ne Wasserspritzflasche, die scheinbar sehr imponiert... Jedes Mal wenn sie was falsch macht gibt´s ne Ladung Wasser.

    Am schlimmsten ist dass sie in dieWohnung macht. Auslauf hat sie wirklich genug, daran kanns also nicht liegen. Als ich heute vom Einkaufen zurück kam bellte sie wieder wie verrückt (wir üben das täglich), also kam die Wasserflasche direkt zum Einsatz. Aber das Verhalten was sie daraufhin an den Tag legte war ziemlich schräg! Sie hat sich unterworfen und dabei bepinkelt! Das ganze dauerte knapp 5 Minuten. Gina scheint völlig verstört zu sein und ich bin leider nicht erfahren genug um mir einen Reim darauf zu machen. Bin wirklich dankbar für jeden Ratschlag!!

    Gruß

    Mia

  • Hi,
    wenn Dein Hund sich vor Angst einuriniert, machst Dir keinen Kopf darüber, daß Deine "Erziehungsmethoden" vielleicht für ihn nicht geeignet sind?

    Ich lese heraus, daß Dein Hund offensichtlich nichts kann (weil es ihm in seinem bisherigen Leben nicht beigebracht wurde) und für sein daraus resultierenden Verhalten auch noch von Dir eine ordentliche, angsteinflössende Ladung draufbekommt. Wie soll er denn so vernünftig und angstfrei lernen?

    Ich würde Dir zuliebe Deines armen Hündchens DRINGEND raten, Dir einen GUTEN Trainer zu suchen, der sich das Ganze vor Ort anschaut und Dir beibringt, wie Du Deinem Hund in fairer, gewaltfreier und vernünftiger Weise erwünschtes Verhalten beibringst!
    LG von julie
    PS: Die Rasse schreibt sich CHIHUAHUA!!!!

  • Aus dem Verhalten der Hündin spricht sehr viel Stress, Unsicherheit und Angst.

    Bitte such Dir einen guten Trainer, der ins Haus kommt und mir sdir erarbeitet, wie man Deinen Chihuahua händelt und ihm Sicherheit gibt!

    Und unterlass den Unsinnn mit der Wasserflasche, denn das ängstigt Deine Hündin nur noch mehr. Wie Ihr Verhalten nach der letzten Aktion Deinerseits mehr als deutlich gezeigt hat.

  • Hallo Mia,

    ein guter und einfühlsamer Hundetrainer ist auf jeden Fall anzuraten, außerdem würde ich als Sofortmaßnahme zu allererst die Wasserpistole in den Müll schmeißen. Wenn sie unter sich Pinkelt, wenn du spritzt, dann hat sie höchstwahrscheinlich große Angst vor dir und da ist was ganz andres gefragt als Strafen.

    Erzähl doch erstmal ein bisschen mehr von euch. Wie kam es, dass du das Mäuschen übernommen hast? Warum wollte die Vorbesitzerin sie loswerden? Wie sieht euer Tagesablauf aus, was machst du mit ihr, wielang geht ihr Gassi, wann gehst du arbeiten und wielang ist sie allein?

    Dass sie dir auf Schritt und Tritt hinterher tappt, würde ich nach der kurzen Zeit, die sie erst bei dir ist, für ganz normal halten. Happy hat das auch einige Wochen gemacht. Ist doch alles neu für sie und sie will schauen, was du so tust und was zu ihrem neuen Leben alles gehört.

    LG Lily und Happy

  • ich denke dein hund muss vor allem lernen gelassener zu werden! und das kann er nur indem er eine bindung zu dir aufbaut und auch von dir gelassenheit vermittelt bekommt. ich würde auch einen hund, der anscheinend nicht nur gute erfahrungen gemacht hat und den du vor allem erst 2 wochen (!) hast noch nicht alleine lassen. ihr fehlt noch jegliches vertrauen zu dir. Gib ihr noch etwas zeit bevor du so viel von ihr erwartest!

  • Hallo,

    die Kleine ist seit 2 Wochen bei Dir...
    Was erwartest Du von ihr?

    Sie braucht einfach Zeit und liebevollen Umgang.

    Das Verhalten von ihr ist nicht schräg, sondern nachvollziehbar.
    Sie hat sich gefreut dass Du endlich da bist und Du machst sie nass.
    Sie bekommt Angst vor Dir weil sie überhaupt nicht weiss was Du von ihr willst und uriniert sich dabei schon ein.
    Bitte mach so Sachen nicht mehr, sondern zeige ihr auf was Du von ihr erwartest.
    Bring es ihr bei... Durch verbieten und bestrafen lernt sie nur was sie nicht darf, aber nicht was sie darf und soll. Du lässt sie quasi in der Luft hängen und wirst für Deinen Hund immer weniger einschätzbar.

    Ich habe nicht generell etwas gegen Wasserspritzpistolen, aber hier ist sie völlig fehl am Platze.
    So etwas setzt man ein wenn ein Hund dermaßen auf Durchzug schaltet und nicht ansprechbar ist. Und dann auch nur wenn man zig andere Maßnahmen probiert hat und diese nicht gefruchtet haben. Bei Deinen Problemen und der Zeit eures Zusammenseins seh ich absolut keine Notwendigkeit dafür.
    Auch sollte einem so ein Umgang mit der Spritzpistole gezeigt werden, denn wenn Du zur falschen Zeit damit spritzt, dann kann Dein Hund nicht nur eingeschüchtert werden sondern eine Fehlverknüpfung herstellen.

    In Deinem Beispiel kann Deine Hündin das Wasser mit Dir in Verbindung bringen und sich deshalb vor Dir so dermaßen fürchten, dass sie sich unterwirft um Schlimmeres zu vermeiden.
    Mir tut die Kleine echt leid... (ist nicht böse gemeint und es war Dir mit Sicherheit nicht bewusst)

    Bitte such Dir jemand der Dir zeigt wie Du Deiner Hündin auch ohne ihr Angst einzujagen, etwas beibringen kannst.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • In Ergänzung zu dem, was die Vorposten hier schon angemerkt haben, meine ich, du musst dir folgendes dringend klar machen:

    DU must deine Perspektive ändern, DU musst lernen.

    Der Hund macht in diesem Falle gar nichts falsch. DU verstehst nicht, was mit deinem Hund los ist, DU kannst Deinen Hund nicht lesen. DU kommunizierst nicht so mit ihm, dass er Dich versteht. DU gibst ihm nicht die Sicherheit die er braucht. DU machst ihm Angst.DU weisst nicht, wie Hunde lernen.

    Und deshalb brauchst DU einen Trainer.

    Und wenn DU gelernt hast, dann wird der Hund auch lernen. Der Hund ist in diesem Fall nicht das Problem.

    Erkenne das, und dein Hund wird es Dir danken.

  • Meine Meinung: ich würde den kleinen Hund erstmal ankommen lassen. Ihm Geborgenheit und Sicherheit durch die Routine im Alltag geben. Sofort mit einem Trainer zu beginnen finde ich verfrüht. Vielleicht in ein paar Wochen. Aber erstmal sollte der Hund zur Ruhe kommen dürfen und sich zuhause zurecht finden. Das eine oder andere Problem gibt sich dann eventuell von selbst.
    Auf jeden Fall würde ich alles aber auch wirklich alles unterlassen was dem Kleinen Angst einjagen kann.

    edit: ein Trainer für den Hundehalter wäre empfehlenswert! Aber der Hund soll erstmal ankommen dürfen.

  • Hallo.
    Hat deine Hündin vielleicht bei der Vorbesitzerin gelernt aufs Katzenklo zu gehen? Ich würde wie bei einem Welpen die Stubenreinheit üben, raus nach dem Schlafen, Spielen und Fressen. Laß sie sich erstmal bei dir einleben und gib ihr Sicherheit, das wird schon.

  • Uebrigens...wenn man klar macht, was unerwuenscht ist, muss man nun mal auch zeigen, was erwuenscht, gut und richtig ist.
    Ich verstehe es wahrlich nicht, wieso man meint, wenn sinnlos und ziellos Leckerchen reinstecken nicht hilft, dann halt eben ne Wasserladung.
    Arbeiten und erziehen auf Angstbasis wird nicht gut gehen. Ich wuerd den Hund mal ankommen lassen und schauen, dass ich berechenbar fuer den Hund werde und ihm Alternativverhalten anbieten!

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