• Zitat

    Die beste Auslastung vermittelt keine soziale Kompabilitaet...es sei denn man lastet Hund dermassen aus das er zu Hause nur noch komplett schachmatt ist und nicht mehr auf die Beine kommt. :roll:


    Was sich dann Auftrainieren nennen würde. Grad der Jack ist da sehr anpassungsfähig und kriegt nur eines: Eine bessere Kondition, was wohl nicht der sinn der Übung sein sollte.

    Trotzdem habe ich den Eindruck, Anna hat nicht Unrecht. Vom Jack, seinen Bedürfnissen, seinen Ansprüchen als auch seinem Charakter scheint hier wenig wissen vorhanden zu sein und auch Leo`s Formulierungen kann ich mich nicht verschliessen.

  • Zitat

    Was sich dann Auftrainieren nennen würde. Grad der Jack ist da sehr anpassungsfähig und kriegt nur eines: Eine bessere Kondition, was wohl nicht der sinn der Übung sein sollte.

    Trotzdem habe ich den Eindruck, Anna hat nicht Unrecht. Vom Jack, seinen Bedürfnissen, seinen Ansprüchen als auch seinem Charakter scheint hier wenig wissen vorhanden zu sein und auch Leo`s Formulierungen kann ich mich nicht verschliessen.

    Klar braucht der Hund Auslastung...aber das wird nichts grundlegend an seiner Haltung gegenueber dem anderen Hund im Haus aendern...und genau das war/ist ja das Hauptproblem des TS...der Zickenkrieg der Weiber.

  • Zitat

    auch Leo`s Formulierungen kann ich mich nicht verschliessen.


    Ich auch nicht....ich bekomm' nur hektische Flecken wenn ein unwissender HH eine Frage in den Raum stellt und es von allen Seiten lediglich unkonstruktive Kritik hagelt.

    Und ich kenne keinen TA der bei solch einer Frage rot sehen wuerde und sich wie ein tollwuetiger Hund auf den planlosen Halter stuerzt......jeder TA der sein Geld wert ist wird den Halter aufklaeren das ein Beruhigungsmittel in solch einem Fall absolut unangebracht ist weil es lediglich sein Symptom maskieren wuerde (wenn ueberhaupt), nicht aber an der Wurzel arbeitet.

    Da kommt dann die Forumsmeute angeprescht und benimmt sich selbst wie Hunde die kein Sozialverhalten erlernt haben und pruegeln verbal auf das arme Omega-Maennchen ein.....seeeeehr souveraen und hilfreich...aber hauptsache mal in der Meute gemeinschaftlich gepoebelt.

  • Es erschliesst sich mir auch nicht ganz wie man sich 2 Hündinnen im selben Alter zulegen kann :???:

    Es ist ja nichts neues, dass 2 Mädels sich an die Köppe kriegen. Alanna findet gleichaltrige Mädels ziemlich Schei..e, während ganz junge oder eben ältere Mädels akzeptiert werden.

    Das jetzt 2 Hunde erzogen werden müssen, sollte auch klar sein.

    Habt ihr denn einen guten Trainer bei euch, der euch helfen kann?

    zu den Tabletten schreib ich mal nichts, denn man kann doch den aktiven Hund nicht zudröhnen, weil man lieber was ruhiges möchte...dann hättet ihr eben rassetechnisch was anderes wählen müssen. :mute:

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    zu den Tabletten schreib ich mal nichts, denn man kann doch den aktiven Hund nicht zudröhnen, weil man lieber was ruhiges möchte...dann hättet ihr eben rassetechnisch was anderes wählen müssen. :mute:

    Es ging dem TS doch gar nicht darum den JRT ruhig zu stellen um ihn nicht auslasten zu muessen....er hatte sich erhofft das ein Sedativum an der interspezifischen Aggression dem Mops gegenueber etwas aendern koennte.

  • Hallo,

    so ein massives Verhalten würde ich nicht auf die Läufigkeit schieben und versuchen, es weg zu shampoonieren.
    Ihr habt da einen Terrier sitzen - ein Tierchen, was beim Ansatz von Führungslosigkeit eben selber die Führung übernimmt, weil er euch für zu imkompetent hält, es selber auf die Reihe zu bekommen. Und das geht je nach Individuum ziemlich schnell.
    Nur leider sind die Lösungsstrategien eines kleinen Jackies nicht wirklich sozialkompatibel mit... naja... mit irgendetwas.

    Schon nach den paar Zeilen, die ihr schreibt, bin ich mir zu knapp 90% sicher, dass sich das Verhalten eures Jackies nach der Läufigkeit des Mops nicht einfach verflüchtigen wird (schließlich hatte er ja bedingt Erfolg damit) und dass jedes noch so duftige Spray aus dem Zwerg kein harmoniesüchtiges Kuscheltier macht.

    Ihr braucht ein ausgewogenes Programm aus Auslastung, Konsequenz, Regeln und Ruhe. Und eines kann ich euch sagen - versucht es nicht mit übermäßiger Härte, sonst habt ihr bald einen Hund, der aus multiplen Gründen nach vorne geht.
    Das wird viel Zeit, Geld und Geduld brauchen und das werdet ihr wohl nicht alleine in den Griff bekommen. Überlegt euch wirklich, ob ihr bereit seid, das aufzubringen, wenn ihr als erste Lösung eine Ruhigstellung des Tieres in Betracht zieht.

    Es ist kein Armutszeugnis, sich einzugestehen, dass man Mist gebaut hat und nun haltlos überfordert ist. Es wäre nur eines, dem Hund durch Medikamente sein Wesen zu nehmen.

    Seid also ehrlich zu euch und zieht auch in Betracht, eine geeignete, kompetente Stelle für den Hund zu suchen. Nur bitte, schiebt ihn nicht einfach ins Tierheim ab, ein beißender, unerzogener Jackie hat dort nicht die besten Chancen. Und noch ein viel größeres "Bitte": Kommt von der Idee weg, es gäbe eine Pille, ein Spray, ein Shampoo oder Tropfen, die alle eure Probleme einfach verflüchtigen.
    Das wird nicht passieren, es sei denn, ihr knockt den Hund total aus. Und das wäre unfair.

    Einen Maulkorb als Präventivmaßnahme halte ich für gut, doch gewöhnt euren Hund ordentlich daran und nehmt einen ordentlichen, in dem er auch hecheln und trinken kann und der bequem sitzt. Sonst versaut ihr euren Hund am Ende noch für Maulkörbe.

    Liebe Grüße

  • Tanja, keiner meiner TAe wuerde rot sehen und flippen. Dann haetten sie auch den falschen Job. Aber sie wuerden sehr, sehr deutlich werden (ohne unverschaemt zu sein) und die uebliche Freundlichkeit mal eben kurz weglegen ;)

    Ich glaube uebrigens, dass sie das DAP meinen. Das werd ich hier demnaechst wohl einsetzen und da hab ich auch echt kein Bauchweh. Wuerde der Hund nun wirklich ruhig gestellt werden, wuerde das anders aussehen..

  • Hallo,
    wenn man nicht gerade besonders "harmoniesüchtige" oder sehr souveräne Hunde erwischt hat, wird man in der Mehrhundehaltung fast immer an den Punkt kommen, an dem man feststellt, dass es mit "wir lassen die Hundis einfach machen" überhaupt nicht klappt.

    Auf der einen Seite sind Hunde hochsoziale Lebewesen, die geradezu für ein Leben in einem Sozialverband geschaffen sind, auf der anderen Seite sind Hunde kleine Egomanen, die gern versuchen, für sich das beste überall herauszuholen.
    Alles, was für einen Hund irgendwie besonders toll ist, läuft unter der Begrifflichkeit "Ressource" - für den einen Hund ist der Mensch und dessen Zuwendung besonders wichtig, ein anderer würde für sein Spieli "töten", der dritte wird komisch, wenns ums Futter oder Leckerlis geht...für einen Hund ist es grundsätzlich völlig normal, seine Lieblingsressourcen vor anderen Hunden zu verteidigen - nur, dieses Verhalten in all seinen Konsequenzen, ist bei uns Mehrhundehaltern über einen bestimmten Punkt hinaus (spätestens, wenns in Prügeleien ausartet) unerwünscht...

    Was kann man also tun, um diese Ressourcen-Verteidigung (nichts anderes tut der knurrende Jacky bei Euch auf der Couch - er verteidigt die Ressource menschliche Zuwendung gegenüber dem Mops) wieder in geordnete Bahnen zu lenken?

    So schwer ist das gar nicht, man muss nur ein wenig umdenken.
    Man muss ein paar Regeln aufstellen - und die wichtigste Regel überhaupt ist die, dass die Hunde des Hauses herzlich wenig Entscheidungsfreiheit haben, denn schliesslich gehören Haus und alles, was dort drin ist, dem Menschen.
    Wenn also z. B. der Jacky sich das nächste Mal als der "Bestimmer" aufspielt, sobald der Mops dazukommt, fliegt der Jacky von der Couch. Wer stänkert - fliegt raus.

    Gleichzeitig trainiert man allmählich mit beiden Hunden, dass sie abwarten lernen, dass sie lernen, dass Ihr Menschen entscheidet, wann wer gestreichelt, gefüttert, bespielt wird...das macht man nicht mit besonderer Strenge, sondern mit viel Verständnis...so wie ein kleines Kind lernen kann und muss, dass sich die Welt nicht nur um es allein dreht, so muss auch ein Hund in der Mehrhundehaltung das lernen dürfen...
    Beispielsweise wollt Ihr mit dem Jacky üben, dass er es aushalten lernt, wenn grad mal der Mops dran ist.
    Dazu darf sich der Jacky ein, zwei Meter von Euch und dem Mops ins Sitz oder Platz begeben, während Ihr Euch mit dem Mops beschäftigt - am Anfang aber steht dabei dennoch der Jacky im Mittelpunkt Eurer Aufmerksamkeit, indem Ihr zwar den Mops durchknuddelt, aber Eure Aufmerksamkeit auf den Jacky richtet - und ihm auf die kurze Distanz zeigt, was er für ein toller Hund ist, dass er so prima abwarten kann...

    Im Grunde werden Probleme in der Mehrhundehaltung nicht dadurch gelöst, dass man diese Probleme nur im Konfliktfall direkt angeht, sondern man schleicht sich schräg von hinten links ums Eck an die Problematik ran, indem man ganz betont alles an guten Verhaltensweisen ausserhalb der Konflikte lobt und bestätigt wie wild...

    Wenn der Jacky sich gut benimmt - wird er bestätigt. Ein prima, ein fein im rechten Moment, wenn er mal kurz wartet, wenn er es kurz aushält, dass grad der Mops dran ist. Das bringt Euch schneller und weiter, als es immer erst bis zum Knurren/Konflikt kommen zu lassen. Auch sollten unerwünschte Verhaltensweisen rechtzeitig unterbunden werden - Ihr sitzt auf der Couch mit dem Jacky, der Mops kommt ins Zimmer. Jacky starrt den Mops an - Ihr sagt "Jacky, lass das". Schaut Jacky dann zur Seite - wird er dafür gelobt...man muss im Nano-Sekundentakt umschalten können - von einer milden Verwarnung über Bestätigung bis hin zu Lob oder auch mal verbal-energischem Korrigieren...
    Wie beim Topfschlagen (heiis, lauwarm, kühl, eiskalt...) - in solchen Verhaltenstrainings bekommt der Hund IMMER einen Hinweis von Euch, ob er sich gerade gut oder schlecht benimmt - auch neutrales Verhalten wird dabei i. d. R. für gut empfunden und bestätigt. Dazu genügt durchaus ein gemurmeltes "prima", es muss nicht immer gleich die absolute Party sein.

    Das ist - eigentlich - einfach.
    Wenn man weiss, was man da tut.
    Und wenn man weiss, was die Hunde da grad tun.

    Und genau DAS ist derzeit Eurer Problem - Ihr reagiert zu spät und nicht so, dass die Hunde verstehen, was Ihr denn nun von ihnen wollt. Schlicht aus dem Grund, weil Ihr noch nicht so recht wisst, worauf es ankommt.

    Um das hinzubekommen, solltet Ihr Euch an einen Trainer wenden, der sich mit Mehrhundehaltung auskennt.
    Der zu Euch nach Hause kommt und Euch alle miteinander mal beobachtet, der Euch die Kommunikation der Hunde untereinander erklärt und Euch zeigt, WANN (Timing ist beim Hund das A & O) Ihr WIE reagieren müßt...
    Möglicherweise ist auch die Grunderziehung der Hundis noch verbesserungswürdig - nichts ist schöner, als wenn man Hunde mit ein paar leisen Worten im Miteinander lenken kann - allein dafür lohnt sich das Training.

    Hunde brauchen Regeln, wie jedes andere soziale Lebewesen auch. Das ist für einen Hund überhaupt nix schlimmes, im Gegenteil. Ein Hund, der ganz genau weiss, in welchem Rahmen er sich frei entfalten kann, ist ein zufriedener und glücklicher Hund. Ständig Entscheidungen treffen zu müssen, oder andere Hunde zurechtweisen zu müssen, ist ein ziemlich anstrengender Job - den fast jeder Hund nur zu gerne an uns Zweibeiner abgibt.

    Die Läufigkeit mag derzeit ihren Teil dazu beitragen, dass das Ganze noch einen Hauch mehr eskaliert, aber die grundlegende Ursache liegt in dem mangelnden Rahmen, den die Hunde haben.
    Ein Beruhigungsmittel würde das Problem möglicherweise vorübergehend ein wenig kaschieren - könnte in Form des DAP-Halsbandes sicher sogar in der Anfangsphase ein prima Helferlein sein - aber ohne verhaltensformende Maßnahmen, nützt es auch nichts. Ein dämpfendes Beruhigungsmittel macht aus den Hunden lediglich lern-blockierte Zombies, das würde Euch überhaupt nichts bringen.

    Holt Euch baldmöglichst Hilfe von einem richtig guten Trainer, der zu Euch nach Hause kommt.

    LG,Chris

  • Naja, aber sind wir mal ehrlich, ich glaube kaum, das die Auslastung eines Mopses mit der eines Jack Russels zu vergleichen ist. Mir ist durchaus klar, dass man mit zuviel unnötig hochpusht, aber irgendwie muss man trotzdem auslasten, am besten mit der "perfekten" Mischung von Kopf- und "Bewegungssarbeit".

    Soziale Probleme können auch von falscher oder nicht vorhandener Auslastung kommen. Da wir nicht wissen wie die Situation aussieht, würde ich diese Möglichkeit nicht ausschließen.

    Genauso wie ich durchaus finde, das Erziehung dazu nötig ist, wenn man zwei Hunde hält. Klar Regeln eben.

    Ich konnte auch kein Mobbing in meinem Beitrag feststellen. Konstruktive Kritik bei dem Ausgangspost zu geben finde ich schwierig. Deshalb meine Hinweise...

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