Hund knurrt Halter an - ein NO-GO??
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Und das ist der springende Punkt - wenn ich einen Welpen habe oder einen Hund aus dem Auslandstierschutz (die grösstenteils durchaus schon gelernt haben, vor Menschen zurückzuweichen) oder einen lieben netten braven Hund, der von sich aus zurückweicht oder ein kleiner Hund, der bereits begriffen hat, dass er dem Menschen körperlich unterlegen ist - das ist nicht zu vergleichen mit einem ausgewachsenen Hund, der wirklich weiss, dass er dem Menschen körperlich nicht nur gewachsen, sondern überlegen ist, wenn es drauf an kommt.
Versucht mal, einen ausgewachsenen DSH vom Sofa runterzubefördern, der 4 Jahre alt ist und durch seinen Vorbesitzer im wahrsten Sinne des Wortes "scharf" gemacht wurde .......... ruft aber vorher bitte schon den Notarzt an.
Oder versucht mal, euch rein körperlich gegen einen 50 kg Hund durchzusetzen, der euch köperlich über ist und KEINE Hemmungen hat, nach vorn zu gehen ....... Viel Spass.Och dat geht schon, alles eine Sache der Technik, nur isses völlig unangebracht in dem Falle
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DAS frage ich mich eben oft: Spürt ein Hund, die klare innere Entschlossenheit des Besitzers, und macht deshalb mit???? Weil er die Stärke und das Selbstbewusstsein des Menschen spürt, der sein Vorhaben durchsetzen wird (natürlich immer gepaart mit totalem gegenseitigen Vertrauen)?
So wie draußen ein echter "Alpha" nicht mal mit der Wimper zu zucken braucht, und jeder andere Hund ordnet sich automatisch unter?Meiner Meinung nach ganz klares JA!!!!
ZitatIch habe z.B. im Umgang mit meinen Hunden absolut NULL Angst. Ich bin da absolut selbstbewusst (vielleicht auch größenwahnsinnig) ... Ich bin der inneren Überzeugung, dass meine Hunde im Ernstfall den Kürzeren ziehen würde (falls es zu einem echten Kampf kommen würde.) Ob das wirklich so wäre, das sei dahin gestellt ... Aber ich GLAUBE das zumindest .... und strahle diese Sicherheit auch aus.
Und ich frage mich schon manchmal, ob das mit ein Grund dafür ist, dass meine Hunde gar nicht auf die Idee kämen, zu protestieren.Meine Hunde protestieren auch nicht mir gegenüber - obwohl ich auch keine Probleme damit hätte, wenn sie mich anknurren. Haben sie nicht nötig, weil ich sie nicht in die Situation zwinge, wo sie es nötig haben würden. Bis wir mal in so eine Situation kommen würden, sind Vertrauen und Training soweit gefestigt, dass meine Hunde wissen, dass ich ihnen nichts tue.
Und andere Situationen .... siehe Kiddis ..... warum sollten sie nicht knurren? Genau das ist auch ein Punkt - meine Hunde wissen, dass sie warnen dürfen und ICH dann für sie die Situation regle. Aber zunächst müssen sie mir ja auch sagen können "hey, das stört mich gerade massiv", damit ich dann einschreiten und ihnen aus der Situation helfen kann. Denn warum sollten bsp. meine Hunde von ihrem Futternapf weggehen, weil eine kleine freche Göre, die gar nicht zum Rudel gehört, an ihren Napf rangeht und reinfasst?
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Versucht mal, einen ausgewachsenen DSH vom Sofa runterzubefördern, der 4 Jahre alt ist und durch seinen Vorbesitzer im wahrsten Sinne des Wortes "scharf" gemacht wurde .......... ruft aber vorher bitte schon den Notarzt an.
Oder versucht mal, euch rein körperlich gegen einen 50 kg Hund durchzusetzen, der euch köperlich über ist und KEINE Hemmungen hat, nach vorn zu gehen ....... Viel Spass.Diese Erfahrungen durfte mein Mann schon machen....wobei Pits da ja noch eher zu beeindrucken sind und eine weitaus groessere genetische Hemmung haben einen Menschen anzugehen als die ganzen Arbeitsrassen. Das, was selbst den auf Konfrontation gepeilten Pit beeindruckt nehmen die meisten Arbeitsrassen als Kampfansage mit einem Grinsen hin.
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Je länger ich in diesem Thread lese, desto mehr macht sich die Erkenntnis in mir breit, dass es nicht selbstverständlich zu sein scheint, dass Hunde weder Knurren noch Beißen. Und ich danke Gott für die beiden wunderbaren Hunde, mit denen ich beschenkt wurde.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich noch nie einen Hund kennen gelernt habe, der -aus welchem Grund auch immer - seinen Halter angeknurrt oder nach ihm geschnapp hat ..., scheint es hier im Forum ja geradezu von HH mit beißenden, schnappenden, knurrenden Hunden.
Heute Nachmittag hatten wir 2 Gastkinder (8 und 10) da. Die Kinder haben laut kreischend (es hörte sich an, als seien 10 Kinder im Pool) im Pool getobt, wir Erwachsenen haben Rasen gemäht und Hecke geschnitten, die Hunde sind irgendwo dazwischen herum geflitzt, und ich hatte ständig ein Auge auf Hunde und Kinder.
Meine Große bekam eine riesige Rindersehne ... einer ihrer Lieblingskausnacks ... Liegt damit im Gras ... der Junge (8) ruft unentwegt nach meinem Hund, und als sie nicht kam, ist er zu ihr hingelaufen, ich hinterher ... Mia kaut in aller Ruhe weiter. (Ich habe den Jungen zurückgerufen. Ich weiß aber, selbst wenn er bei Mia geblieben wäre, hätte sie nicht reagiert.)
Dann haben die Gastkinder mit den Hunden Kommandos geübt. Beide Hunde haben sich eine halbe Stunde lang für kleine Stücke TroFu brav in alle möglichen Kommandos kommandieren lassen ....
Dann saß der Junge auf dem Boden, meine Große lag davor ... Der Junge hat sie ausgiebig "untersucht" und nach einander alle möglichen Körperteile meiner Großen in die Hand genommen. "Der Hund hat ja Zitzen, ist der eine Frau?" "Die Ohren sehen aber komisch aus". "Das hier (Ballen, Pfotenunterseite) haben die Hunde, damit sie sich nicht wehtun beim Laufen, gell ...?" Dann folgte noch eine Schwitzkastenumarmung. Und Mia hat es sichtlich genossen, dass sie von dem Kleinen so ausgiebig bekrabbelt wurde.Dann haben die Hunde noch im Garten getobt. Der Junge nimmt ihr Spielzeug (Ball mit Kordel dran) und will mit den Hunden "spielen". Mia, die einen starken Jagdtrieb hat und diesem Spielzeug sonst sehr wild nachjagt, schaut mich an "Frauchen, darf ich? Das ist ja ein Kind." Ich habe das "Spiel" gleich abgebrochen, bevor es anfing.
Wirklich, ich danke Gott für diesen Hund, bzw natürlich für beide. Mit meiner Kleinen hat der Junge "Fangen" gespielt, sie herum getragen (habe ich jedoch verboten, er hielt sich aber nicht dran und hat es immer wieder versucht) ....Und meine Hunde waren ...begeistert ... ihnen hat es super gefallen. Als die Kinder gegangen sind, ist meine Große hinterher gelaufen ...
Und ich frage mich: Ist das wirklich so abnormal??? Gibt es da draußen nur lauter futterneidische, von Menschen und Kindern genervte, ängstliche oder aggressive knurrende Hunde?
Und ... meine Große kommt aus dem Auslandstierschutz, ist erst seit einem Jahr hier, und ich habe ihr diese Vorsicht im Umgang mit Kindern/ Menschen nie beibringen müssen.
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Mal ganz abgesehen davon, dass ich noch nie einen Hund kennen gelernt habe, der -aus welchem Grund auch immer - seinen Halter angeknurrt oder nach ihm geschnapp hat ..., scheint es hier im Forum ja geradezu von HH mit beißenden, schnappenden, knurrenden Hunden.
Bei mir waren's immer nur die Pflegehunde die Anfangs so tickten.....meine eigenen Hunde sind auch absolut problemlos, und ja, da duerfte meine kleine Tochter auch in die Futterschuessel langen ohne einen Arm zu verlieren oder mal das Spielzeug klauen etc.
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Und ich frage mich: Ist das wirklich so abnormal??? Gibt es da draußen nur lauter futterneidische, von Menschen und Kindern genervte, ängstliche oder aggressive knurrende Hunde?
Noe...ich denke das kommt Dir in diesem Thread nur so vor...hier geht's eben um huendische Kommunikation, Aggression, Angst etc...
Ich kenne auch viele, viele Hunde die einfach eine angeborene extrem hohe Reizschwelle haben, die nichts so schnell aus der Ruhe bringt, die so einiges tolerieren ohne ungemuetlich zu werden.
Wie alt sind deine beiden Hunde?
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@ la bella:
eine frage...und sind zb meine hunde nun abnormal,weil sie das evtl alles nicht zulassen würden? ..zumindest bei louise bin ich mir sicher,das er sich von dir geschildertes niemals nie gefallen lassen würde..und bei rüdiger,der ansonsten eine lammfrome seele erwachsenen und auch kindern gegenüber ist,würde ich bei seinem hochheiligen knochen nicht die hand ins feuer legen..aber sind sie deshalb in deinen augen "nicht normal" ? -
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...Ich kenne auch viele, viele Hunde die einfach eine angeborene extrem hohe Reizschwelle haben, die nichts so schnell aus der Ruhe bringt, die so einiges tolerieren ohne ungemuetlich zu werden.
Wie alt sind deine beiden Hunde?
Meine Große wird auf ca. 3-4 geschätzt, meine Kleine ist 1,5.
Es ist ja nicht nur so, dass meine Hunde das "tolerieren", sondern sie haben die "Zuwendung" der Kinder heute sichtlich genossen, auch wenn diese zT. sehr wild waren und nicht ganz so vorsichtig mit den Hunden umgegangen sind (die Kinder waren erst das 2. oder 3. Mal da).
Aber was die anderen Dinge angeht (TA, Pflege, Krallen schneiden etc.) sind sie auch auch seeeehr umgänglich.
Wenn meine Große was gefressen hat draußen, was sie nicht soll (und ich nicht weiß, was es war), dann fasse ich mit meiner kompletten Hand in ihr Maul und angel hinten am Rachen nach besagter "Speise" bis ich sie habe.
Sie würde nicht im Traum dran denken, dabei zuzubeißen, auch wenn ihr diese Prozedur sichtlich unangenehm ist.Vielleicht habe ich einfach nur Glück gehabt.

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@ la bella:
eine frage...und sind zb meine hunde nun abnormal,weil sie das evtl alles nicht zulassen würden? ..zumindest bei louise bin ich mir sicher,das er sich von dir geschildertes niemals nie gefallen lassen würde..und bei rüdiger,der ansonsten eine lammfrome seele erwachsenen und auch kindern gegenüber ist,würde ich bei seinem hochheiligen knochen nicht die hand ins feuer legen..aber sind sie deshalb in deinen augen "nicht normal" ?Na ja, das frage ich mich eben gerade, was denn nu normal ist.
Ist vielleicht wie bei uns Menschen auch ... Da gibt es ja auch offene, "umgängliche" und tolerante, und eher "bissige", die sich an fast allem stören.
Ich bin meinen Hunden da sehr ähnlich. Ich mag auch jeden Menschen, es gibt kaum etwas, was mich nervt, streßt oder worüber ich mich aufrege, und bin allen Wesen gegenüber sehr offen und freundlich.Vielleicht bekommt doch jeder den Hund, der zu einem passt.

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Ich mag auch jeden Menschen, es gibt kaum etwas, was mich nervt, streßt oder worüber ich mich aufrege, und bin allen Wesen gegenüber sehr offen und freundlich.
Vielleicht bekommt doch jeder den Hund, der zu einem passt.

Hier dito (außer dass ich nicht jeden Menschen mag, aber ich bringe das klar rüber und versuche alles, so ruhig wie es geht aus der Welt zu schaffen), aber meine Hunde interessiert das herzlich wenig, wenn gewisse Grenzen für sie überschritten wurden, sagen sie klar: STOP. Im Endeffekt mache ich selbst nichts anderes.
Meine Hunde passen dennoch zu mir, eben weil ich geduldig bin
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