Hund knurrt Halter an - ein NO-GO??
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Bin dabei. Alter Mann ist doch kein D-Zug
Das müsstest du dann bei deinem knurrenden Hund ganz schnell werden...
Zitat
Was würde denn der Hund daraus lernen, wenn er deine Kampfaufforderung mit einem sofortigen, knackigem Biss quittieren würde und du aufgrund dessen nicht weiterhin kampffähig wärest?
Denn das wäre genau das Gegenteil von deinem erwünschtem Ziel:
Hund hat gewonnen!
Du jammerst vor Schmerzen, ziehst logischerweise den Rückzug an, weil du deine Wunde versorgen oder sogar zum Arzt müsstest.Wer hat in so einem Fall was bitte gelernt?
ZitatDer Hund hat gelernt, dass er nur ernsthaft genug vorgehen muss, um zum Ziel zu kommen und ich habe gelernt, dass Leo Recht hatte, während ich mir den Fußboden des Wohnzimmers so gemütlich wie irgendwie möglich zurecht mache.
Nein, nein - du hast mich, glaube ich, falsch verstanden:
Der Hund beißt, weil du sein Knurren maßregelst, seine Warnung ignorierst.
Denn er hat vorher doch geknurrt, gewarnt!
Er lernt: Knurren wird ignoriert, bringt nix, also zubeißen.Frank, ich maße mir an, schlauer als der Hund zu sein.
Denkst du, ich würde einen knurrenden Hund nicht vom Sofa bekommen, ohne körperlich zu werden?
Und ich würde bestimmt nicht auf dem Boden sitzen und mein Hund auf dem Sofa.
Dafür riskiere ich aber mit Sicherheit nicht meine körpl. Unversehrtheit.ZitatIch denke bei dieser Diskussion an einen Hund, der einfach mal ausprobiert, was so geht oder aus Frust überzogen reagiert. Ich halte das – je nach Hund – offen gesagt auch für recht normal, dass es irgendwann im Zusammenleben mal zu einer solchen Situation kommt. Und für mich ist es einfach so, dass – ebenfalls abhängig vom Charakter des Hundes – an dieser Stelle viele Dinge für das künftige Miteinander »ausgehandelt« werden.
Ob das normal ist, in die Situation zu kommen (wenn der Hund als Welpe einzog und nicht als adulter Hund mit Vorgeschichte), weiß ich nicht.
Meine Hunde haben mich noch nie angeknurrt, dabei habe ich einen extrem futterneidischen Kandidaten, mit sehr niedriger Reizschwelle - irgendwie scheint er mir zu vertrauen bzw. hat ihn noch niemand in die Situation gebracht, drohen zu müssen. - Vor einem Moment
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Hallo,
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Also ich hab ja hier son Sensibelchen sitzen. Die knurrt keine Menschen an. Die kläfft mal, wenn ihr einer unheimlich ist....oki, einmal hat sie nen Besoffenen angeknurrt, der ihr zu nahe kam....aber so prinzipiell knurrt sie keine Menschen an. Egal was man mit ihr macht.
Bei anderen Tieren (Hunden, Katzen) schaut das schon wieder ganz anders aus. Da darf sie auch knurren, ich schaue dann immer warum sie das macht und entweder lasse ich sie dann machen (z.B. bei der Nervkröte meiner Mom) oder ich entferne den Grund (aus Sicherheitsgründen meine Katzen, die wieder mal nicht vom Futternapf wegwollen) bevor s Hundi sich genötigt fühlt zuzulangen.
So, würde das Hundekind mich nun anknurren, würde ich genauso reagieren...schauen warum sie das macht und ggf. den Grund entfernen. Ich verstehe auch die Intention einiger hier, wenn die Beispiele von: Hund läßt mich nicht ins Bett/Sofa usw. angebracht werden, aber Gewalt hilft in solche einem Fall nicht weiter. Der Hund würde sich irgendwann vielleicht genötigt fühlen, das Ganze etwas deutlicher durchzusetzen. Und dabei können nur alle verlieren. Und gerade ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz mit Vergangenheit muss Vertrauen erst lernen. Körperlich zu werden ist doch nur kontraproduktiv und gefährlich.
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Aber nein, der Mensch hat Angst, seine Macht zu verlieren, wenn sein Hund knurrt.
Nein nicht Macht!
Der Mensch steht immer noch über dem Tier! -
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Nein nicht Macht!
Der Mensch steht immer noch über dem Tier!
Und wie bitte, soll ein Hund einem Menschen zeigen, ob er sich unwohl fühlt oder sogar Angst hat?
Gleich zubeissen?
Oder sich gefälligst alles gefallen lassen, da er ja nur ein Tier ist! :/ -
Abessinierin,
besagter Terrier ist längst an Altersschwäche gestorben, Friede seiner Asche - also kein Fall mehr für den HT, und Hundeschule & Co gab's damals auch noch nicht.
Die Besitzer waren Nachbarn und Freunde meiner Eltern, und insofern kann ich dir ganz genau sagen, wie sie generell mit dem Terrier umgingen: gren-zen-los nachgiebig. Die hatten vorher einen sehr lieben Welsh gehabt, dachten, die seien automatisch alle so, und haben dann beim folgenden Welpen irgendwie die Zeichen an der Wand übersehen. Der putzige kleine Kerl hat wohl schon ganz früh angefangen, seine Interessen, sagen wir mal: energisch durchzusetzen, und da dann bei jedem kleinsten Knurrer und Vorstoß erschrocken nachgegeben wurde, auch blitzschnell gelernt, wie erfolgreich diese Taktik war. Er war ja nicht blöd!
Und so kam dann eins zum anderen - irgendwann hat er, wenn's ihm nicht schnell genug ging, nicht nur geknurrt, sondern auch gezwickt, und irgendwann nicht mehr gezwickt, sondern richtig gebissen. Die Familie hatte zwar einen Heidenschiß vor dem Hund, den sie lustigerweise als völlig unberechenbar empfanden (dabei war es ganz simpel: entweder er kriegte, was er wollte, oder...) liebte ihn aber trotzdem total, und insofern hatte er eigentlich ein sehr angenehmes Leben.
Nur für seine an sich ja sehr gut trainierten Menschen konnte es eben unangenehm werden, wenn sie nicht fix genug spurten...
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Normales Terrierverhalten

Natürlich geht das so nicht. Aber einen offenen Kapf wegen einer Fleischschüssel anzuzetteln( und wenn ein Welsh das so meint, hat das hässlige Folgen), würde ich nicht machen. Die kleine Made würde erst einmal alles entzogen bekommen, was ihm wichtig ist. Dann könnten wir uns weiter unterhalten, so von Terrier zu Terrier

Einen offenen Kampf würde ich nur "annehmen", wenn der Hund sich oder andere in große Gefahr bringt.
Meine dürfen knurren und sich verbal äußern wenn ihnen was nicht passt.
Aber dem Terrier hätte ich Beine gemacht, bei sowas werde ich zum Kampfterrier und das sehr überzeugend und beeindruckend dazu muss ich den nicht anfassen.
Da krieg ich einen Sturschädel, aber sicherlich nicht für jeden zu empfehlen... -
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Das müsstest du dann bei deinem knurrenden Hund ganz schnell werden...

Sie verlangt Gott sei Dank noch nicht von mir, dass ich ihr Briefe schreibe
ZitatNein, nein - du hast mich, glaube ich, falsch verstanden:
Der Hund beißt, weil du sein Knurren maßregelst, seine Warnung ignorierst.
Denn er hat vorher doch geknurrt, gewarnt!
Er lernt: Knurren wird ignoriert, bringt nix, also zubeißen.Ok. Dann habe ich es falsch verstanden.
ZitatDenkst du, ich würde einen knurrenden Hund nicht vom Sofa bekommen, ohne körperlich zu werden?
Ich bin nun nicht gerade der hellste Stern am Abendhimmel und vielleicht liegt es daran, aber mir würde ehrlich gesagt keine andere Lösung einfallen, als meinen Hund runterzulocken. Und vielleicht bin ich auch da etwas einfach gestrickt, aber das würde ich in der Situation sicherlich nicht machen.
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Ob das normal ist, in die Situation zu kommen (wenn der Hund als Welpe einzog und nicht als adulter Hund mit Vorgeschichte), weiß ich nicht.
Meine Hunde haben mich noch nie angeknurrt, dabei habe ich einen extrem futterneidischen Kandidaten, mit sehr niedriger Reizschwelle - irgendwie scheint er mir zu vertrauen bzw. hat ihn noch niemand in die Situation gebracht, drohen zu müssen.Dann hast du wohl vieles richtig gemacht.
Bei mir kam die Situation mit dem Sofa eben schon mal vor. Auch wenn ich kein Knurren gehört habe, sondern »nur« eine krause Nase gesehen habe, interpretiere ich das mal als Drohung. Und so wie ich meinem Hund zugestehe, dass er seine Ressourcen behalten darf, bestehe ich nun mal darauf, dass ich meine behalten darf. Mag sein, dass davor Fehler bei mir lagen und das die Ursache im gesamten Umgang mit dem Hund zu suchen ist. Aber zumindest ich sehe die Ursache nicht und werte es als einmaligen »Ausrutscher«.
Viele Grüße
Frank -
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Und wie bitte, soll ein Hund einem Menschen zeigen, ob er sich unwohl fühlt oder sogar Angst hat?
Gleich zubeissen?
Oder sich gefälligst alles gefallen lassen, da er ja nur ein Tier ist! :/Solange es im Rahmen ist (also dem Hund nicht mutwillig Schmerzen zugefügt wird) sollte er sich vieles gefallen lassen, ja!
Das gehört in meinen Augen zu einem gesellschaftstauglichen Hund dazu!Wo kommen wir denn hin das sobald Hundsi was nicht in den Kram passt geknurrt wird, also wirklich!
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Dieser Tyrannenterrier war übrigens auch ein gutes Beispiel dafür, daß von einer gewissen Eskalationsstufe an irgendwelche Auseinandersetzungen nicht mehr wirklich sinnvoll sind: Der Freund der Tochter, der die knurrend angepeilte Sofaecke nicht fix genug räumte, durfte anschließend zum Oberschenkel-Nähen ins Krankenhaus, und Herrchen hat einen Versuch, den Hund gegen seinen Willen anzuleinen, mit einer durchgeknipsten Hand bezahlt.
Ansonsten war das übrigens ein sehr freundlicher, lustiger, verschmuster Rüde, deswegen hing seine (hier kann man wirklich "seine" sagen!) Familie ja auch so an ihm. Er spazierte also keineswegs ständig drohend durch die Gegend - dafür handelte er aber um so energischer, wenn irgendwas nicht nach seinen Vorstellungen ging. Und, um wieder aufs Thema Knurren zurückzukommen: Er hatte eben wirklich gelernt, genau das gezielt für seine Zwecke einzusetzen. Also eigentlich ein - wenn auch unfreiwillig - sehr gelungenes Training!
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Solange es im Rahmen ist (also dem Hund nicht mutwillig Schmerzen zugefügt wird) sollte er sich vieles gefallen lassen, ja!
Das gehört in meinen Augen zu einem gesellschaftstauglichen Hund dazu!Wo kommen wir denn hin das sobald Hundsi was nicht in den Kram passt geknurrt wird, also wirklich!
Och, das kann ich Dir sagen: Bei den ganzen Beißvorfaällen der letzten Zeit, wo der ach so liebe Hund plötzlich und so ganz ohne Vorwarnung zubiss.
Terriers, ja nu... Terriertypisch wenn man ihn denn nicht erzieht!
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