Die Lebensabschnitte eines Hundes

  • Zitat


    Aus nem Beagle wird kein Schäferhund, egal wie konsequent man ist. Was genau ist ein unnormaler Hausgenosse?


    Was haben denn rassespezifische Unterschiede mit irgendwelchen Phasen zu tun?


    Sicher legt ein Hund ab einem gewissen Alter sehr Welpenhaftes Verhalten ab und wird erwachsen - das hat aber nichts mit den hier immer gern für alles herangezogenen Phasen wie "Welpenwahnsinn" "Pubertät" "Junghundewahnsinn", "2. Pubertät" und was es alles für nette Scherze gibt, um einfache erzieherische Mängel zu umschreiben, zu tun.

    Die häufigste Erklärung für das, was hier immer gern als Pubertät bezeichnet wird ist übrigens folgende: Am Anfang tappt der kleine Welpe einem eh brav hinterher, man kümmert sich also entweder garnicht um einen Abruf oder ist ganz übermotiviert, was man alles trainieren und können muss. Das klappt dann alles auch ganz gut, nur dummerweise bleibt man dann nicht dran oder überfordert den jungen Hund und zack, erntet man dann "plötzlich" eben die Früchte mit 10-11 Monaten.

  • Also, dass es zumindest die Phasen "Welpe" und "Pubertät" gibt, kann ich anhand meines derzeit pubertierenden Junghundes bestätigen.

    Moses ist jetzt 8 Monate alt und hat so kritische Anwandlungen, die es vorher nicht gab, obwohl sich in unserem Alltag nichts verändert hat. In der Bahn meckert er vermehrt, er kommt öfter an und fordert meine Aufmerksamkeit, er kennt Kommandos nicht mehr (auch so ein Kommando wie "Okay", wenn er vor dem vollen Futternapf sitzt und auf "Okay" fressen darf, das hat er vergessen, er bleibt dann einfach weiter da sitzen).

    Freue mich schon auf die Phase "Erwachsen" bzw. "Aus der Pubertät raus".

  • Zitat

    Sicher legt ein Hund ab einem gewissen Alter sehr Welpenhaftes Verhalten ab und wird erwachsen - das hat aber nichts mit den hier immer gern für alles herangezogenen Phasen wie "Welpenwahnsinn" "Pubertät" "Junghundewahnsinn", "2. Pubertät" und was es alles für nette Scherze gibt, um einfache erzieherische Mängel zu umschreiben, zu tun.


    Ganz so lapidar würde ich das nicht als erzieherische Mängel abtun.

    Es kommt die Phase "Pubertät" in der der Junghund das andere Geschlecht entdeckt und es auch - trotz konsequenter Erziehung - sehr interessant und oftmals reizvoller als Herrchen/Frauchen empfindet.

    Da gilt es die Konsequenz nochmals zu steigern.

    Und dann, daß mag rassespezifisch sein, kommt jedenfalls beim Neufundländer die Phase, wo der Rüde gerne "Chef" sein möchte.

    Auch hier wird dann wieder konsequenter gearbeitet.

    Der Begriff "Welpenwahnsinn" umschreibt für mich weniger das Verhalten des Welpen, sondern das ständige Laufen mit der Zewarolle unter´m Arm, das Aufsammeln von hunderten Papp- und Papierschnipseln und die kurzen Schlafintervalle :D

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Zitat

    Sicher legt ein Hund ab einem gewissen Alter sehr Welpenhaftes Verhalten ab und wird erwachsen - das hat aber nichts mit den hier immer gern für alles herangezogenen Phasen wie "Welpenwahnsinn" "Pubertät" "Junghundewahnsinn", "2. Pubertät" und was es alles für nette Scherze gibt, um einfache erzieherische Mängel zu umschreiben, zu tun.

    Die häufigste Erklärung für das, was hier immer gern als Pubertät bezeichnet wird ist übrigens folgende: Am Anfang tappt der kleine Welpe einem eh brav hinterher, man kümmert sich also entweder garnicht um einen Abruf oder ist ganz übermotiviert, was man alles trainieren und können muss. Das klappt dann alles auch ganz gut, nur dummerweise bleibt man dann nicht dran oder überfordert den jungen Hund und zack, erntet man dann "plötzlich" eben die Früchte mit 10-11 Monaten.

    naja - weisste...

    mir sind die "phasen" mehr oder weniger auch nicht wichtig - sie kommen und sie gehen sowieso und jeder hund ist anderes.

    aber so ein klein wenig wissen drumrum kann auch nicht schaden.

    denn eigentlich ist das gegenteil von dem was du schreibst richtig: wenn ich um die (grob umschrieben) "welpenphase" weiss und weiss, dass daran anschliessend irgendwann die pubertät kommt - dann kann ich mich drauf einstellen und entsprechend vorbauen.

    ich - als nicht perfekter hundehalter - war schon froh, ein klein wenig über die entwicklungsphasen zu wissen - einfach schon wegen "adlerauge sei wachsam" - bei all den läufigen mädels hier in der gegend hätte ich sonst wohl alt ausgesehen als meine jungs in die pubertät - sprich geschlechtsreife - kamen.

    genauso hat meinem jungspundrocker mein wissen, dass herdis langsamer "reifen" auch nix geschadet - im gegenteil.

    nicht jeder, der sagt "der jungrocker ist grad in der flegelphase" nimmt das als ausrede für seine eigene unfähigkeit - sondern manchmal erleichtert einem das wissen um die entwicklungsphasen schlicht die erziehung. und wenns nur darum geht, den pubertären flegel lieber ein paarmal öfter an die leine zu hängen. nicht jeder erzieht schon den welpen von anfang an perfekt - und nicht jeder hund bleibt in jeder phase gleichmäßig auf sendung.

    das kann dir im übrigen auch jeder reiter bestätigen: denn auch bei pferden haste als rahmen eine kleine einteilung an der sich die ausbildungsskala grob orientiert. nen 5 jährigen reite ich ganz anders, arbeite ich ganz anders als den 15jährigen alten turnierhasen. und da ist das dann auch keine "ausrede" sondern schlicht wissen um die entwicklung des pferdes. ein 5 jähriger auf seinen ersten turnieren (ersetze turnier mit ausritt, umgang ect.) darf einfach noch ein bissi juxiger sein, als der abgeklärte alte. deswegen ist der reiter, der den jungen vorstellt noch lange kein versager.

  • Bisher hat bis auf meine Retrieverhündin hier fast jeder Hund sehr gerne Dinge hinterfragt, wollte bis heute immer ganz gerne Chef sein und wir können wenige Dinge schleifen lassen, sonst gibt es Chaos.. das rechne ich wirklich unter je nach Hund einfach normales Verhalten ;)


    Worum es mir eher geht und was mir extrem sauer aufstößt, sind wirklich diese Ausreden die irgendwie gerade schwer in Mode zu sein scheinen.
    Da wird der Hund stets zu anderen rennen gelassen, weil Welpe muss ja spielen und auf einmal kommt das böse erwachen und Hund haut dann eben mit 10-11 Monaten mal selber ab, bzw macht Terz an der Leine. Pubertät? nein, logische Folge aus dem eigenen Verhalten.
    Da wird das Ablegen halbherzig geübt, mit 3 mal bitten und wenn er dann nach 5 Minuten wieder aufsteht, was solls, ist ja erstmal liegen geblieben. Irgendwann steht Hundchen dann eben nicht mehr erst nach 5 Minuten auf,sondern direkt nach 10 Sekunden. Selbige Begründung wie oben.
    Alternativ dazu gibt es dann noch die Möglichkeit, einfach total übertriebenes von einem Junghund zu fordern (der 10 Monate alte Hund soll dann eine Stunde in der Fußgängerzone FUß gehen und ständig konzentriert sein z.B.) und dann irgendwann einen einfach total überforderten Jüngling zu haben.

    Nebenher dauert die angebliche Pubertät dann flexibel bis zum 3. Lebensjahr an, um dann in diverse andere Phasen (deren Name mir gerade entfallen ist, aber fällt mir schon wieder ein) überzugehen und letztendlich im Altersstarrsinn zu enden.


    Übrigens: auch wenn mir das gerade wieder so auszulegen versucht wird - lest doch einfach nochmal nach, ich habe nirgends behauptet, dass ein Hund von klein Auf perfekt abrufbar sein muss und generell keine Fehler passieren. Was mir nur wirklich gegen den Strich geht, sind irgendwelche Phasen als Ausreden für lapidare Trainingsfehler.

  • Zitat

    Was mir nur wirklich gegen den Strich geht, sind irgendwelche Phasen als Ausreden für lapidare Trainingsfehler.

    Das kann ich absolut nachvollziehen (und ja, auch mir stößt das sauer auf), aber trotzdem kam es für mich so rüber, als wären in deinen Augen diese Phasen quasi nicht existent.
    Und das stimmt schlcht weg nicht. Ob es nun 3, 5, 7 oder sonst wieviele Phasen sind, und bei welchen Rassen welche Phase eventuell besonders ausgeprägt ist, ist letztendlich wuscht. Fest steht, dass ein Hund im Laufe seines Lebens (besonders in den ersten Jahren) u.a. hormonellen Veränderungen ausetzt ist, die sich auch im Verhalten bemerkbar machen (können) und man das durchaus wissen und in der Erziehung beachten sollte.

  • bis zur 16 Lebnswoche: Prägephase
    Ab einem Jahr - ca 2 Jahre: Pubertät oder wie wir sagen Sturm und Drang Phase
    Je nach Hund irgendwann ziwschen 8 und 13tem Lebensjahr: Seniorenphase mit Altersturheit und EInfordern bestimmter Privilegien.

    Bordy hat natürlich Recht: Vieles hat auch mit dem Umgang mit dem Hund zutun und im Normalfall sollte es bei richtiger Behandlung und Erziehung in keiner Phase unlösbare Probleme geben der Hund also immer ein *normaler Hausgenosse bleiben aber ich bin sicher bei fast jedem HH kommt bei einem Hund in der Pubertät mind einmal die Woche der Wunsch auf das sonst so geliebte Hundetier einfach an die Wand zu schmieren ;)

  • Ich wollte mit meinem Thread keinen freifahrtschrin haben um sagen zu können das läge nicht an mir sondern an der (wahlweise) Pubertät =)

    Habe heute beim ta eine Tabelle gesehen "hundejahre in menschenjahren" hier wurde ein Unterschied zwischen den größen gemacht, je kleiner der Hund desto früher war er erwachsen...
    Stimmt das? Sind kleine Hunde schneller? In menschenjahren: kleiner hund mit 12 Monaten war dort dann 20 Jahre, grosser Hund 14, mittelgroß weis i nimma ;)
    Sind kleine Hunde also schneller erwachsen? Und stimmt es das kleine Hunde älter werden?denn wäre das nicht das ein Widerspruch zu der Tabelle?

  • Lach, naja....

    Warte mal bordy und lass mich mal zurückdenken. Bekommen hab ich mein Köterchen ja als Junghund ( 6 Monaten) und hab die Welpenphase also glatt übersprungen. Netterweise hatte ich ihn noch nicht lange, da hatten wir ein Prob in der Dunkelnheit, Müllcontainer fraßen plötzlich kleine Parson Terrier ... und ich stand vor einem Rätsel, weil vor einer Woche war das doch noch kein Prob!

    Und dann kam mit gut einem Jahr die Zeit, wo aus meinem bis dahin sehr netten und naiven Junghund ein Jungrocker wurde und ich dachte, der sei über Nacht ausgetauscht worden.


    Einige User werden sich wohl noch lebhaft an meine" Hilfe, der Hund macht oder der Hund hat Hilfrufe" erinnern.

    Heute, nun ja, lass ich es schleifen, dann hab ich Problem. Denn Hundi merkt das ganz genau und macht, natürlich, sein eigenes Ding.

    Trotzdem gibt es Dinge, die tauchen plötzlich auf. Hundi hat mich bis letztes Jahr niemals bewusst angespielt- Heute kommt er durchaus mit einem Spielzeug an und fordert mich zum Spielen auf.

    Früher ist er nicht so bewusst durch die Gegend gelaufen wie heut und hat auch nicht so interessiert geschaut, was da fliegt oder was sich wo bewegt.

    Er ist ganz reifer geworden, ein bißchen auch weiser. Hat sich weiterentwickelt.

    Ich weiß nicht, ob ich es Phasen, Entwicklungsschritte oder was auch immer nennen soll... Nur nach jedem dieser Schritte war mein Hund ein Stück weit anders.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!