Alles zum Thema "Jagen"?

  • Zitat

    Und zweitens, natürlich spielt die Rasse eine sogar grosse Rolle - auch unter den Jagdhunden! Jagdhund ist nicht gleich Jagdhund, da gibt es grosse Unterschiede, auch was die rassegerechte Beschäftigung betrifft. Die meisten Bücher sind am ehesten für Vorstehhunde geschrieben, aber ein Laufhund hat andere Anlagen und Bedürfnisse als beispielsweise ein Erdhund oder ein Retriever.


    Das ist der entscheidende Punkt …

    mit einem Jagdhund kannst du quasi jeden Sport ausüben … aber je nach Stärken und Spezialisierung interessiert es die Hunde nicht die Bohne

  • Ok, dann mal ganz deutlich:

    Zitat

    Wir wollen uns einen Jagdhund anschaffen. Nun suche ich gutes Lehrmaterial zum Thema Antijagdtraining,Beschäftigung von Jagdhunden usw.
    Mich intressieren vor allem Bücher sowie DVD´s, würde aber auch gerne wissen ob sich solche Antijagdkurse lohnen und welche da besonders gut sind.
    Ich habe bereits das Buch: Auf und davon.


    Was man für AJT macht und auch, wie man die Jagdhunde beschäftigenkann, was meiner Meinung nach zusammen gehört, kann man nicht pauschal sagen.
    Erst sollte man unterscheiden, ob man Hunde hat, die auf Spur oder Sicht jagen bzw. beides. Denn danach richtet sich auch, welche Sequenzen des AJT, was eigentlich kein Antijagdtraining ist, sondern Jagdhunde nur kontrollierbar machen soll, man sich zu nutze machen kann.

    Viele finden Pia Gröning ganz toll und auch ihre DVD und das Buch zum Antijagdtraining. Ich kenne Pia zwar durch andere Kurse, aber kann zu ihrem AJT speziell nur wenig sagen.

    Zitat

    Welche Bücher haben euch weitergeholfen? Welche Art der Beschäftignung bietet ihr euren Jägern?
    Ich weiß das man das jagen nicht abgewöhnen kann möchte aber wissen wie ich es in "ordentliche" Bahnen lenken kann.
    Ich habe bereits einen Jagdhund aber der ist eher Jäger light. Da man das beim Neuen ja nicht weiß, will ich mich schon mal bilden um mögliche Fehler meinerseitz von vornherein zu minimieren.
    Hoffe ihr lest auch sehr viel und habt viele Vorschläge für mich.

    Ich habe kein einziges Buch und habe mich dafür entschieden, mir eine Trainerin zu suchen, die selbst nen Jagdschein sowie Erfahrung mit verschiedensten Jagdhunden hat und mir so hilft.
    Wir überlegen, mit dem Longieren anzufangen, versuchen uns am Apportieren, wobei der Dummy nur in Bewegung spannend ist, mein Hund läuft am Rad, wir machen Zughundesport (Canicross und Bikejöring) und sonst darf sie rennen.

    Gerade da es um DEINEN neuen Hund geht, solltest du auch speziell nach der Rasse schauen und allgemeine Ratschläge zu Vorstehern etc. bringen dir wenig, da du auch da gegen die Veranlagung arbeiten würdest.

  • rebrun: Warum so unhöflich? Ich habe die Eingangsfrage gelesen und beantwortet! Geholfen hat mir eine möglichst umfassende Information über die Anlagen und Bedürfnisse meiner Hunderrasse, und ein für den individuellen Hund passendes Vorgehen und Beschäftigung. Die von mir verlinkte Seite. Und eine intensive Beschäftigung mit den Ansätzen von CumCane, gerade was Jagdverhalten betrifft.

    Was glaubst du denn, warum sofort nach der Rasse gefragt wurde? Weil sie keine Rolle spielt?

  • Wir haben einen Rhodesian Ridgeback und somit auch einen potentiellen Jäger.
    Bestell dir das Buch Antijagdtraining von der Pia Gröning. Sie selbst organisiert und leitet auch Seminare zum Thema Jagdtrieb. Die Pia hat genügend Wissen und sie kann dir jede deiner Fragen bzgl. jagen, beantworten. Also wenn du Probleme mit dem Jagdtrieb hast, wende dich an sie bzw. ihre Bücher und DVD'S ;)

    Lg

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    Wir haben einen Rhodesian Ridgeback und somit auch einen potentiellen Jäger.
    Bestell dir das Buch Antijagdtraining von der Pia Gröning. Sie selbst organisiert und leitet auch Seminare zum Thema Jagdtrieb. Die Pia hat genügend Wissen und sie kann dir jede deiner Fragen bzgl. jagen, beantworten. Also wenn du Probleme mit dem Jagdtrieb hast, wende dich an sie bzw. ihre Bücher und DVD'S ;)

    Lg

    An sich ein guter Tipp.
    Allerdings beschäftigt sich Pia doch eher weniger mit Windhunden ;)

    rebrun: Klar habe ich die Ausgangsfrage gelesen, aber wie die Anderen auch bin ich der Meinung, dass eben nicht Jagdhund gleich Jagdhund ist. Du kannst einen Windhund (ob Grey, Galgo, Whippet oder Podenco) nicht mit einer Bracke, einem Weimaraner, Vizsla vergleichen.

    Und ein Greyhound ist nun mal ein Windhund.
    Ich kenne zwar keinen Grey persönlich, sondern "nur" Whippets, Podencos-(Mixe), Galgo und Irish Wolfhound und von denen hat niemand Dummytraining gemacht, bzw. die Hunde hatten an sowas Null Interesse.

    Ein Jagdhund der Gattung Windhund hat halt andere Interessen, die auch sehr unterschiedlich sein können.

    Gerade wenn Du an einen erwachsenen Grey denkst, dann wird es ja wahrscheinlich ein ausgemusterter Jagdhund sein, der nicht mehr zur Jagd aus welchen Gründen auch immer eingesetzt wird, oder? :???:

  • Zitat

    Gerade wenn Du an einen erwachsenen Grey denkst, dann wird es ja wahrscheinlich ein ausgemusterter Jagdhund sein, der nicht mehr zur Jagd aus welchen Gründen auch immer eingesetzt wird, oder? :???:


    hätte nu gedacht, die meisten Greyhounds werden nicht für die Jagd, sondern Rennbahn gezüchtet
    und gehen weg, wenn sie zu langsam sind

  • Ich wollte eigentlich nicht hier schreiben, weil ich keinen wirklichen Buchtipps hab... aber da es jetzt eh auch um anderes geht...

    Erstmal:
    Das Buch von Pia Gröning hab ich gelesen, hab auch am Anfang meiner Schleppleinenzeit mit Lawrence mal ne Weile versucht danach zu arbeiten... der Ansatz taugt meiner Meinung nach nicht wirklich für Windhunde. Ich kenne auch jemanden mit einem Galgo, der bei der Autorin selber schon Seminare besucht hat und wesentlich gründlicher danach arbeitet als ich... und der Erfolg lässt auf sich warten.

    Die Seite von Sabine Middelhaufen mag ich sehr, die Porträits der verschiedenen (grade der südländischen) Jagdhunderassen sind toll. Für mich persönlich hab ich eher weniger daraus mitgenommen.
    Das Buch "Jagdhund ohne Jagdschein" soll gut sein, ich kenne es selber nicht.

    Ansonsten bin ich eher ein Freund von allgemeinen Hundeverhaltensbüchern, mein Favorit ist da Feddersen-Petersen, immer noch gerne (wenn auch teilweise überholt, aber ich mag sie einfach) Konrad Lorenz, Trumler...


    Für Greyhoundbesitzer DAS Buch der Bücher, das umbedingt ins Regal gehört ist: "Care of the racing and retired greyhound". Wenn du nur ein Buch kaufen kannst und das noch nicht hast - nimm dieses!!!
    Es wird teilweise gebraucht zu ziemlich horrenden Preisen verkauft, oft auch noch die alte Auflage. Bei dem untenstehenden Link versenden sie wohl auf Anfrage auch auf den Kontinent...
    http://www.greyhoundstar.net/page5/subscriptions.html


    So viel zum Thema Bücher.


    Zitat


    dann würde ich mir etwas in Richtung Schleppleinentraining kaufen, falls noch nicht vorhanden. Denke ein Greyster wird je nach "Intensität" meistens an der Schleppe unterwegs sein. Da wäre es von Vorteil dass alle Betroffenen das Handling intus haben ;)


    Jein... ich hab mit Lawrence auch SL-Training gemacht, allerding weniger wegen jagen sondern wegen nicht jagdlich motivierten Rumstreuntendenzen... bei ihm ging das gut. Ich hab die meiste Zeit mit "nur" 10 m gearbeitet und er war nicht so der Typ der völlig unkontrolliert in die Leine geknallt ist - der wusste immer ob Leine dran ist oder nicht. Und da wir ja eh nicht wegen Wild und auch nur wenige in Wildgebieten geübt haben, war die Gafahr von Blitzstarts eh nicht so hoch. Da ging es mehr um Bindungsaufbau und Radiuskontrolle.
    An meinen Robin wiederum wäre jedes SL-Training eh verschwendete Liebesmüh - der entfernt sich eh nicht weiter als 5-10 m (es sei denn er dreht mal ne schnelle Runde) und er ist damit unter den älteren Rennbahngreys auch keinen ganz große Ausnahme, ich kennen ne Menge die so sind: Bei Besitzer in die Kniekehle tackern, ihm fast die Flip-Flops weglatschen, ab und zu markieren oder ein bisschen Gras fressen und dann schnell wieder auf Marschposition.
    Kenne eine Dame die hat 6 Ex-Racer, das sieht aus wie ein Kometenschweif. :D

    Ich kenne aber auch ne Menge Leute die von Schleppleine und Windhund energisch abraten und je nach Hund kann ich das auch gut nachvollziehen.
    Wenn man da ne 10 m Leine nimmt und der Hund hinter einem steht wenn vor einem Wild auftaucht... und es ist ein triebiger, fitter, junger Hund mit normalem Greyrüdengewicht (so um die 30 kg) .... dann kugelt der einem mit 20 m Anlauf wahlweise den Arm aus, reißt einen von den Füßen, verletzt sich selber (auch mit gut sitzendem Geschirr kommen da mindestens ein paar böse Blutergüsse und vielleicht auch die ein oder andere angeknackste Rippe bei rum) oder die Leine reißt.
    Wenn es irgendeinen Hunderasse gibt, die für einen Mörderantritt gezüchtet wurde dann Greyhounds. Wer schonmal auf der Rennbahn gesehn hat, wie die aus den Startboxen förmlich rausexplodieren der will das NICHT halten.
    Ich habe auch schon bei Hunden sehr böse Verletzungen gsehen (Verbrennungen und Schnittwunden), weil sie die Leine bei so einer Aktion zwischen die Beine bekommen haben.

    Also ja, wenn Erfahrung mit der Schleppleine da ist ist das nicht schlecht und bei manchen Hunden würde ich unter bestimmten Umständen auch durchaus damit arbeiten.
    Aber halt nicht bei allen... je lebhafter und jagdtriebiger der Hund desto eher würde ich davon absehen, so seltsam das klingt.

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