Hundeschule heutzutage "Pflicht"?
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Wenn ich sehe, wie manche Leute sich krampfhaft an die Anweisungen und Übungen der Hundeschulentrainer halten und hier ihre "Hausaufgaben" machen, dann find ich das manchmal sehr traurig. Sie sehen nicht, was ihr Hund ihnen gerade sagen will, sondern ziehen stur ihr Programm durch.
Ich sag mal so: Besser als nichts. Jeder fängt mal an und den Hundeschulen/Trainern wird da halt noch am meisten vertraut. Sie beschäftigen sich mit ihren Hunden und das ist gut. Dann noch ein paar Bücher, Diskussionen, Einsichten dass der Trainer/Rütter/Millan/usw. vielleicht doch nicht immer recht hat und die Natürlichkeit kommt von alleine.
Man kann nicht erwarten dass die Leute Gassibekanntschaften mehr vertrauen als ihren Trainern.Wenn das Interesse bleibt und man sich weiterentwickelt - super für den Hund.
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Hallo, ich empfinde es nicht als Pflicht eine Hundeschule zu besuchen, aber ich empfinde es als Pflicht, meinen Hund auszulasten und alltagstauglich zu machen!
Und das gelingt eben sehr gut über eine HuSchu/einen Verein zwecks Angebot!
Zudem kommt es immer auch auf den Hund und den Hundehalter an! Ich persönlich finde die regelmäßigen Trainingstreffen sehr nett und amüsant und möchte auf meine "Vereinsfreunde" nicht verzichten. Genauso wie Cheyenne, denn sie geht sehr gern auf den Platz!
Für mich ist das gemeinsame Trainieren genauso wichtig, wie gemeinsame Spatziergänge.
Letzendlich obligt es jedem selbst, ob er eine Hundeschule besucht oder nicht, ich persönlich finde es wichtig (vorausgesetzt, es ist eine gute Schule/ein guter Verein!).
Und ich bin schon ein wenig stolz, wenn die Leute sagen "oh, sie hat also die BH-Prüfung abgelegt!"

***Mamastolz***
VG, aussiemausi!
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Hallo!
Ich finde das Thema sehr interessant und will mal als nahezu Unbeteiligter (da noch ohne Hund) meinen Senf dazu geben.
Wie einige vllt. wissen habe ich- wie schon eben erwähnt- noch keinen Hund und es wird auch noch etwas über ein Jahr dauern bis der "Perfekte" Zeitpunkt, auf den ich schon so lange warte gekommen ist. Aber ich warte gerne darauf- auch wenn es wirklich lästig ist- es ist für den Hund besser.
Ich habe Gassihunde und beschäftige mich viel mit Hundeerziehung und Allgemeinen Dingen wie Pflege, Ernährung etc. Ich lese viele Bücher und bin nun auch seit längerer Zeit hier im Forum (was mir auch schon sehr viel Wissen vermitteln konnte)
Nun ist es so, ich gehe mit vielen Hunden spazieren und mit zweien eine ganze Zeit jeden Tag, seit sie Welpen waren. Und mit den beiden war ich auch in der Hundeschule- mit der Besitzerin. Und insgesamt auch in die Erziehung der beiden eingebunden.
Ehrlich gesagt, habe ich seither nicht wirlich darüber reflektiert was es bedeutet in die Hundeschule zu gehen oder eher nicht- ich hatte irgendwie in meine Vorstellung immer einen Besuch der Hundeschule eingebunden. Hund (Welpe) kommt- Welpen(spiel-)stunde (wie sich das ganze schimpft.) Immerhin ist es mein erster ganz eigener Hund und ich werde aus diesem Grund von Hundehaltern belächelt wenn ich Ratschläge gebe- schließlich habe ich keinen Hund sondern nur Bücher gelesen, mich bei anderen haltern schlau gemacht, hier im forum und im Internet gelesen etc.Jetzt durch den Thread wurd' ich zum Denken angeregt. Ist sowas überhaupt von Nöten? MUSS der Hund per se in die Hundeschule, da ich Ersthundehalter sein werde? Ist eine Welpenspielstunde Pflichtprogramm?- Oder könnte ich das auch ohne Hundeschule- vielleicht sogar besser? (je nach dem an welche hundeschule man gerät- immerhin habe ich im Umkreis von 50 km nur eine gefunden die einigermaßen auf meine Erziehungvorstellugnen passt- und das wirklich nur einigermaßen. )
Wenn ich lese an was für Hundeschulen manche User geraten sind hier- was für Methoden teilweise angewendet werden, was für veraltetes Wissen vermittelt werden will- habe ich ehrlich gesagt wenig Lust mir von einem selbsterklärten "Meister"-trainer, der sich selbst seine Fachkundigkeit bescheinigt hat reinreden zu lassen.- Ich weiß es nicht- Gibt es unter euch Ersthundehalter die nicht in der Hundeschule waren? (seitdem diese so populär sind- früher gab es sie ja gar nicht) Ist es Schwachsinn, dass ich mir darüber Gedanken mache und ich sollte lieber gehen?
Nachdenkliche Grüße,
Jackie
(Tut mir wirklich Leid, dass es so lang geworden ist)
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Ich fänd's einfach schön, wenn mehr Leute (zumindest hier in meiner Umgebung, pauschal kann ich das ja nichr beurteilen) einfach natürlicher mit ihren Hunden umgehen würden und auf ihren gesunden Menschenverstand, ihre Beobachtungsgabe und ihr Bauchgefühl vertrauen würden.
Wenn ich sehe, wie manche Leute sich krampfhaft an die Anweisungen und Übungen der Hundeschulentrainer halten und hier ihre "Hausaufgaben" machen, dann find ich das manchmal sehr traurig. Sie sehen nicht, was ihr Hund ihnen gerade sagen will, sondern ziehen stur ihr Programm durch.
Das sehe ich ein Stück weit schon auch so. Und jeder Hundetrainer hat einfach seine persönliche MEINUNG darüber, was am besten für "einen" Hund ist (ohne manchmal auf den jeweiligen Hund einzugehen).
Ich habe am Anfang mit meinen Hund (vor allem mit meiner Großen) versucht, mich an die "Ratschläge" von unterschiedlichen "Hundeexperten" zu halten .... Da gibt es immer noch die Experten vom "alten Schlag", die der Meinung sind, man müsse dem Hund eindeutig zeigen, wer der Chef im Rudel ist ... Dann gibt es die Wattebauschwerfer, die Auslastungsfanatiker, und und und ...
Mit all dem habe ich mich (und meinen Hund!) nur unnötig gestresst. Bis ich anfing, auf MEINE Intuition zu vertrauen. Seitdem läuft alles viel besser. Ich mache nicht wirklich viel mit meinen Hunden. 1,5-2 Stunden Gassi pro Tag müssen reichen. Aber sie sind immer (bzw. wann immer es möglich ist) dabei ... Wir spielen und toben im Garten, kuscheln viel und ... ja, auch wenn viele hier entsetzt aufschreien würden, meine Hunde gehören zu der seltenen Gattung Hund, die mit "nur" Gassigehen absolut zufrieden sind. Sie lieben es, draussen zu schnüffeln, meine Große markiert ihr Revier, buddelt, jagt Mäuschen, planscht im Bach ... und ... ist ... HAPPY.
Weniger ist manchmal auch mehr. Vor allem bin ich viel entspannter. Das überträgt sich auf die Hunde ... Und viele Baustellen haben sich ganz von selbst und ohne Training aufgelöst, einfach weil meine Große zur Ruhe gekommen und angekommen ist.
Also, es geht auch ohne Stress, und ohne viel Geld in eine HuSchu zu stecken.
Ich denke, dieser HuSchu-Wahn ist genauso wie die Auslastungsmanie einfach eine Modeerscheinung unter vielen HH ... Und letztlich lebt inzwischen eine ganze Industrie vom "Kunden Hund". -
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- Ich weiß es nicht- Gibt es unter euch Ersthundehalter die nicht in der Hundeschule waren? (seitdem diese so populär sind- früher gab es sie ja gar nicht) Ist es Schwachsinn, dass ich mir darüber Gedanken mache und ich sollte lieber gehen?Ja, ich war Ersthundehalter, und bekam einen unerzogenen spanischen Straßenhund mit Megajagdtrieb und einen Mopswelpen, der nicht stubenrein war gleichzeitig (im Abstand von 3 Tagen).
Und es ging auch ohne HuSchu. -
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Ich muss sagen, vor einigen Jahren gab es ja "nur" die Vereine und bei den Erziehungsmethoden vor einigen Jahren wäre ich auch lieber nicht in einen Verein gegangen!
Heute aber (vielleicht sind das aber auch nur wir!) ist es ein wenig anders und ich persönlich finde einen guten Verein (wir sind im SV) ganz ok (immerhin müssen die Trainer Trainerscheine machen, d.h. Prüfungen ablegen und Parxiserfahrung sammeln, bevor sie Trainingsstunden geben dürfen!).
Aber ja es stimmt, man muss schon ein wenig "Vereinsmensch" sein (wobei ich selbst entscheide, ob und wann ich ins Training gehe und wie lange ich bleibe und was ich im Verein helfe oder auch nicht!) und es gibt auch wirklich viele schlechte Methoden, aber eine gewisse Anleitung finde ich schon nicht schlecht.
Das man sich natürlich nicht alles als super verkaufen lassen muss ist wohl klar! Aber es hilft auch, wenn man sich ab und an mal etwas sagen lässt!
Solche Dinge wie "große Menschenmassen" habe ich unabhängig vom Training für die BH (Verkehrsteiltraining im Ort) auch allein trainiert. Busfahren, Bahnfahren, Uni etc., das war also geteilte Arbeit!
Für mich ist wichtig, dass mein Hund alltagstauglich ist und dazu gehören Grundregeln, die ich dann beliebig ausweiten und verändern kann!
Das noch zusätzlich zu meinem "Vereinsleben", das ich wirklich mag!
Ich bin ein Freak, ich gehe regelmäßig bei Wind und Wetter 2x in der Woche auf den Platz!
Es macht mir einfach Spaß!
VG, aussiemausi!
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Yara ist mein erster Hund :)
Ich hatte vorher zwar immer mal Pflegehunde und von kleinauf "Gassihunde" in der Nachbarschaft, Ehrenamt im Tierheim und sowas. Also der Umgang mit Hunden war für mich einfach normal und nichts Unbekanntes. Aber das ist alles nicht zu vergleichen damit, dass ein Hund wirklich für immer zu einem gehört und zieht :)
Entscheiden musst du letztlich selbst, was zu dir passt. Fühlst du dich sicher genug es ohne Hundeschule zu machen und überwiegen für dich die Vorteile, dann spricht überhaupt nichts dagegen. Für mich passt das super so und wir kommen, obwohl Yara aus dem spanischen Tierschutz kommt und ein paar Probleme mitgebracht hat, bisher sehr gut zurecht.
Bist du unsicher und wünscht dir regelmäßig jemanden, der dir sagt "wie's geht" oder dir Rückmeldungen gibt, dann spricht auch nix gegen eine gute Hundeschule. Vorausgesetzt die Trainsmethoden und die Einstellung passen zu dir und deinem Hund und du triffst dennoch in jeder Situation deine eigenen Entscheidungen.
Meine 2 Cent

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Nein, es ist keine Pflicht und ich hasse es darauf angesprochen zu werden. Rot sehe ich gerade zu, wenn es heißt, du mußt zu dem/der Trainer/Trainerin.
Dieses Guruhafte verehren löst bei mir gerade zu Schaudern aus

Ich war vor 29 Jahren für eine Stunde in einem Hundesportverein.
Danach sagte ich mir, meine Hunde versau ich mir alleine

Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
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Ich hab Monty Roberts und Fred Rai beim reiten überlebt jetzt schaff ich auch Milan und Rütter

Mir geht dieses Gurutum auch komplett auf den Zeiger und wenn das weiter in den Sportbereich rutscht, fang ich an zu kreischen
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Eine HuSchu schult ja in erster Linie die Besitzer. Wenn Du da kein Manko oder Beratungsbedarf spürst solltest Du auch nicht hingehen. Wenn ja, dann kann auch ein Trainer vor Ort sehr hilfreich sein. Ich hatte anfangs einige Einzelstunden mit Woody, die ich als extrem wichtig empfunden habe. Die Trainerin hat viele Kleinigkeiten bemerkt, die mir nie aufgefallen wären.
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