Ich fürchte mein Hund fühlt sich als Chef...

  • Ich habe seit heute ein Problem, dass ich am liebsten so schnell wie möglich lösen würde.
    Mein 2 jahre alter American Stafford Rüde ging heute grundlos (zumindest aus meiner Sicht, muss ja nicht zwingend auch die sichtweise meines Hundes sein) auf 3 kleinere 6 monate alte Welpen los.

    Ich war mit meinem hund baden und wir lagen da schon etwa zwei stunden, als die drei welpen inkl. ihrer besitzer um die ecke kamen. erst war alles ganz normal ( wir kannten die bande, hatten uns schön öfters getroffen und sie haben auch immer wieder miteinander gespielt) und auf einmal bekam mein hund irgendwie richtig stress und ist erst auf den einen losgegangen, er hat ihn ziemlich aggresiv runtergedeckelt, aber nicht gebissen. ist aber halb auf ihm gelegen.
    ich hab zügig reagiert und ihn runter gezogen. aber als ich das tat, ist er erst recht zornig geworden und begann vorne loszuschnappen. hab ihn dann auf seinen platz neben meiner decke verwiesen, wo er auch geblieben ist, bis ich trottel leider unachtsam war, und er meinte mein komando einfach mal zu ignorieren. da schnappte er sich den zweiten und den dritten welpen, mehr oder weniger in einem.

    kein welpe war verletzt, kein kratzer, aber das verhalten geht so auf keinen fall, denn bisher konnte ich immer mit meinem hund laufen gehen und egal ob mit oder ohne leine, er hat sich immer über die anderen hunde gefreut. und ich möchte auch gerne, dass ich ihn zum baden weiterhin ableinen kann. Er kommt ja auch hier und hört alles in allem sehr gut muss ich sagen!

    Daher fürchte ich, dass mein hund das gefühl hat, er ist der "chef" und muss mich beschützen. viel anders kann ich mir sein verhalten nicht erklären.
    die letzte zeit testet er immer mehr seine grenzen aus. bellt mich zum beispiel an, wenn er spielen will, was ich natürlich ignoriere...

    ich weiss nicht recht was ich tun soll, denn ich möchte auf keinen fall einen hund haben, der nicht mehr mit anderen hunden klar kommt, kann mir irgendwer vielleicht einen Rat dazu geben?? :???:

  • OK, du hast jetzt gelernt:
    - vorsicht bei anderen Hunden
    - eine Leine ist zum Benutzen da ;)

    Aus der Ferne ist es schwierig zu beurteilen a) warum der Hund so reagiert hat und b) ob es verhältnismäßig war und evtl vorher eine Aktion von Seiten der Welpen vorausging (da kann schon schnüffeln an deiner Badetasche reichen).

    Es ist nun mal so dass sich nicht alle Hunde verstehen - nicht jeder 20-jährige Singlemann will unbedingt ein sabberndes Baby auf den Arm nehmen ;)
    Wie sieht denn sonst euer Zusammenleben aus? Wie ist sein Gehorsam im Haus und wenn keine andere Hunde dabei sind?

    EDIT: Ooops, hatte 3 Monate alte Welpen im Kopf, sorry... Bei 6 Monate alten Hunden sieht es natürlich schon ein bisschen anders aus...

  • Danke für die Antwort!

    das zusammenleben mit meinen Hunden ist sonst wirklich super. Ehrlich, zuhause folgen sie brav und auch draussen, ich brauch wie gesagt eigentlich keine leine denn sie kommen wenn ich rufe. auch mit anderen hunden hatte ich niemals ein problem und zwar mit beiden hunden nicht.

    die junghunde waren schon sehr wild, es waren zwei geschwister von meiner 6 monatigen cara. aber wie gesagt, die haben wir schon sehr oft getroffen, war nie ein problem, darum bin ich natürlich auch nicht auf den gedanken gekommen meinen grossen hund zu mir zu rufen.

    was mich aber erschreckt hat, ist das er aus dem platz und auch aus dem bleib aufgestanden ist, weil er sich nicht abbringen lassen wollte, die junghunde "zurechtzuweisen"! und das wie gesagt ziemlich scharf!!

    was ich vergessen hatte zu schreiben ist, dass er seit etwa zwei monaten immer mal wieder bei den verschiedensten hunden versucht "aufzusitzen". Er ist aber kastriert, also ist das nur ein dominazverhalten, dass er so vorher nie an den tag gelegt hat.

    ich weiss wirklich nicht woher das kommt!

  • ach ja und nochmals wegen der leine.

    natürlich hab ich meinen hund an der leine, wenn wir irgendwo spazieren gehen.
    wir waren allerdings am hundebadestrand, und da hab ich ihn bis jetzt immer ohne leine gehabt, wenn ich ins wasser gehe oder dabeisitze. dann spielt er mit cara und das ist immer schön.

    Falls eine situation ist, in der ich mir nicht sicher wäre, rufe ich ihn her, und sie kommen auch beide zu mir, das ist wie gesagt nie ein problem gewesen. denn da unten sind auch oft pferde, und da ruf ich sie immer zu mir her!! als beispiel!

  • Dominanzverhalten?

    Ich nehme an, Cara ist der zweite Hund, der dabei war. Es ging ziemlich gut zur Sache, nehm ich an. Beim Toben der Junghunde.

    Öhm, wieso wurde Dein Rüde denn kastriert?

  • Hallo!
    Das dein Hund dir ansonsten sehr gut gehorcht heisst nicht das er dich auch als Rudelführer akzeptiert hat.
    Das er gut hört ist angelerntes verhalten.
    Eine bekannte hat z.B. einen Jack Russel,der Ihr wirklich 1A+ gehorcht ,dennoch verteidigt
    er sie bis aufs Blut,er würde keinen anderen Menschen näher als 1 M an Sie heranlassen.
    Denk mal drüber nach.
    Gerade bei deinen Staffi ist äusserste Vorsicht geboten da er sehr viel Kraft hat und andere Hunde
    stark verletzen könnte.
    Eine leine sollte Pflicht sein,gerade wenn du dich in Situationen bewegst wo jederzeit auch andere hunde kommen könnten und du nicht den Überblick hast was wann passieren könnte.
    Die Situation sollte dir eine Warnung sein.
    Wenn ein Satffi meinen 6 Monate alten Hund (Deutscher Pinscher) attackieren würde würde ich sofort eingreifen,
    und glaub mir das würde nicht gut für deinen Hund enden...

  • Also erstmal: Aufreiten ist NICHT zwingend ein "Dominanzverhalten"! Es dient auch dem Stressabbau, ergo wenn der hund rammelt kann man erstmal Stress voraussetzen.

    Der Rüde ist jetzt 2, da wird er grad mal langsam richtig erwachsen, kann gut sein, dass du da erziehungsmäßig nochmal nachschleifen musst. Außerdem ändert sich mit dem Erwachsenwerden natürlich auch der Umgang mit anderen Hunden.
    Die Zurechtweisung von wild tobenden Welpen finde ich jetzt nicht so dramatisch, für uns sieht sowas oft sehr hart aus aber wenn kein Welpe auch nur nen Kratzer hat, dann war es mit Sicherheit eine Zurechtweisung, sonst sähe das anders aus. Das er das nicht gut findet wenn du ihn da rausholst ist klar... auch wenn du es können musst und solltest.
    Ich würde da vor allem nochmal den Gehorsam angehen und in dieser "richtig Erwachsenwerden" Phase vertiefen und optimieren. So dass du ihn wirklich sicher in allen Situationen kontrollieren kannst (das konntest du viellt. letzte Woche noch, jetzt siehts anders aus, Hund nicht liegen geblieben, nur schwer aus der Situation zu nehmen...klassischer Fall von "Eigentlich hört der" oder "das hat er ja noch nie gemacht" ;) nimm die Situation JETZT an, den eigentlich ist nicht genug, schon gar nicht mit einem Am.Staff in D).
    Zuletzt möchte ich aber noch sagen, dass ich es durchaus schon öfter erlebt habe, dass sich bei der Rasse im Alter von 2-3 Jahren eine eingeschränkte Verträglichkeit mit Artgenossen entwickelt, und zwar sowohl mit Hündinnen als auch mit Rüden und bei Hunden die vorher absolut vollverträglich waren und keine miese Erfahrung oder so gemacht hätten. Da gehen dann plötzlich nur noch gegengeschlechtliche Hunde oder sehr ausgewählte Hunde etc. Muss aber natürlich nicht sein, kann aber kommen.
    Aber auch das lässt sich über Gehorsam kontrollieren und man kann gut damit leben. Darauf achten würde ich aber schon.

    @ DPaction

    Auch andere Rassen können andere Hunde stark verletzen...und ich hab in der Tierarztpraxis schon einige Hunde gesehen die auch von Kleinhunden übel verbissen wurden, mit viel Blut, großen Rissen, Löchern und Narben.
    Abgesehen davon würdest du deinen Hund wohl kaum auf einen fremden Staff loslassen...ansonsten: Wenn es sich so wie hier entwickelt, alle Hunde sind frei, dann ist der Staff der Böse obwohl deiner genauso frei rumrennt und viellt. sogar ne Zurechtweisung verdient hat?

  • @ DPaction

    Auch andere Rassen können andere Hunde stark verletzen...und ich hab in der Tierarztpraxis schon einige Hunde gesehen die auch von Kleinhunden übel verbissen wurden, mit viel Blut, großen Rissen, Löchern und Narben.
    Abgesehen davon würdest du deinen Hund wohl kaum auf einen fremden Staff loslassen...ansonsten: Wenn es sich so wie hier entwickelt, alle Hunde sind frei, dann ist der Staff der Böse obwohl deiner genauso frei rumrennt und viellt. sogar ne Zurechtweisung verdient hat?
    Tucker
    Da hast du etwas falsch verstanden.
    Ich würde niemals meinen Hund auf einen fremden "loslassen".Das bezog sich lediglich darauf das ich meinen
    Hund mit allen Mitteln schützen würde
    ,darum würde es nicht gut für den Staff enden.
    Natürlich will ich den Staffi nicht irgendeine Ecke drängen!
    Ja,andere Hunde können auch schwere verletzungen zufügen,allerdings wird der
    Staff z.B. in der Schleswig-Holsteinischen Hundeverordnung als eine der gefährlichen Hunderassen geführt.
    Warum das so ist brauche ich wohl nicht extra erklären...
    Nichts desto trotz hat ein Staffi mehr Kraft und auch einen Kräftigeren Biss als so einige andere Hunderassen.
    Generell ist jeder Hund gleich,allerdings gibt es Rassespezifische merkmale und genetisch bedingte Auffäligkeiten bei bestimmten Hunderassen...
    Viels ist natürlich auch erziehungssache,oft ist nur so das gerade bei einigen Hunderassen schwierigkeiten in der erziehung auftreten,was hier evtl. auch der Fall sein könnte.
    Viele grüße

  • Ähm ja, der Staff wird nicht nur in S-H als gefährlicher Hund geführt- ja und? Er ist ein Hund wie jeder andere auch!

    Und ehrlich? Ich kenn eine ganze Reihe von Labbis, Jacks, Parsons, Dackeln, die würd ich als gefährlicher einstufen als die Staffs, die ich so kenne.

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