Wir hatten alles falsch gemacht.......

  • Hui...wieso lässt die Oma auch ihren fetten Dackel frei rumlaufen, wenn der nicht aufs Wort hört? Bei sowas könnt ich kotzen...sorry für den Ausdruck. Aber ich raste schon immer beim Joggen fast aus, wenn die Leute ihre Hunde nicht zu sich holen können, selbst wenn sie mich angelaufen kommen sehen und wissen, wie ihr Hund reagiert. Ey...unglaublich.

    Ist vielleicht ne blöde Frage, aber euer Dackel hatte also aufgrund der Eltern schon einen 'aggressiven' Charakter, was durch Lumpi provoziert wurde? Ich kenne mich mit Hunden noch nicht so gut aus, daher diese Frage zum besseren Verständnis für mich. Danke aber schon mal, dass du dir die Mühe machst, diese Geschichte zu schreiben.

  • Zitat

    Ist vielleicht ne blöde Frage, aber euer Dackel hatte also aufgrund der Eltern schon einen 'aggressiven' Charakter, was durch Lumpi provoziert wurde?

    Es gibt keine blöden Fragen, nur blöde Antworten ;)

    Die Problemliste bei dem Hund ist noch nicht zu Ende, das ist er der "harmlose" Anfang.

    Ich denke die Hundeprobleme hatten damit nicht sooo viel zu tun mit seinem gen. Hintergrund, eher die Probleme die sich später in der Wohnung gezeigt haben (darauf werde ich noch ganz ausführlich kommen).

    Aber das er draußen so Rüdenunveträglich war, damit sind wir in einer Spirale gelandet die aus Rüdenunveträglichkeit --> kaum körperliche und geistige Auslastung --> Probleme in der Wohnung wurden noch schlimmer bestand.

    Bei dem Hund wurden eigentlich alle Punkte falsch gemacht, die man falsch machen kann:

    - Herkunft und Eignung (wie sind die Eltern, wie ist die Aufzucht, passt die Rasse?)

    - fehlende körperliche und geistige Auslastung (durch die extreme Rüdenunverträglichkeit sehr eingeschränkt, geistige Auslastung war damals noch nicht so weit verbreitet)

    - falsche Handhabung in Erziehung, Sozialisation, Auslastung (dazu komm ich noch ;) )

  • Zitat

    Ha! Jetzt weiß ich, wofür die grünen Pfoten sind :lol:

    Ah ich jetzt auch :D


    So, nun gehts weiter, dann ist aber erstmal für zwei Wochen Sendepause, der Urlaub ruft ;)

    Max wurde ja von einer "Züchterin" mit Papieren und allem drum und dran gekauft. Damals war es noch üblich die Tiere durch eine Tätowierung im Ohr (bei manchen Tieren am Bauch) zu kennzeichnen. Genau das gleich wurde mit dem kleinen Krümel gemacht, bevor wir ihn zu uns geholt haben. Wie auch immer das passieren kann, leider war die TätoNr. in seinem Ohr nicht korrekt und die "Züchterin"/der Verband bestand darauf, dass der Hund im anderen Ohr die korrekte Nummer tätowiert bekommt.

    Für alle die nicht wissen, wie so etwas gemacht wurde/wird (hier bei Kaninchen):

    "Es werden Deckscheine erstellt, nach denen der Tätowiermeister des Vereins die jeweiligen Nummern für beide Kaninchenohren in der Tätowierzange zusammenstellt. Das Ohr des jungen Tieres wird dann mit Tusche eingerieben und die Zahlen mit einer Tätowierzange in den gefäßarmen Teil der Kaninchenohren gedrückt, dabei entstehen sehr feine Löcher. Danach wird nochmals Tätowiertusche aufgetragen und in das Ohr eingerieben. Die Tusche, die in das Gewebe der Ohren gedrungen ist, wächst hier ein und bleibt dann, wie eine Tätowierung beim Menschen, sichtbar in der Haut erhalten."

    So sieht eine Tätowierzange aus:

    http://kmtshop.de/images/19101.jpg


    Und so sehen die Nummern- und Buchstabenplättchen aus, die da reinkommen:

    http://www.schulzebremer.com/images/product…mages/436_0.jpg

  • Ich weiß nicht mehr wer die erneute Tätowierung gemacht hat (ich denke jemand vom Verband/Club), es war auf jeden Fall eine Frau die mit dem ganzen Zeug zu uns nach Hause gekommen ist. Damals war Max älter als 6 Monate und hatte seinen Zahnwechsel schon hinter sich....

    Hund wurde auf den Esstisch gesetz, mein Vater hat ihn festgehalten, alle haben zu geguckt, Ohr wurde mit Tusche eingerieben, Ohr in Zange gelegt und zugedrückt. Der Hund schrie auf, drehte sich um (mein Vater wusste ja gar nicht so genau was auf den Hund da zu kommt und hat ihn nicht stark festgehalten) und biss der Frau in die Hand. Die Frau wurde von uns erstmal med. versorgt (der Hund hatte richtig zugebissen, dass blutige Zahnabdrücke zu sehen waren) und tat uns schon etwas Leid, aber im allgemeinen dachten wir aus Sicht des Hundes: wie es im Wald reinschallt, so schallt es auch wieder raus!

    Das dort der Anfang gemacht wurde, dass man den Hund nur noch mit Maulkorb und zwei Leuten behandeln konnte (auch wenn es nur eine Zecke zum rausziehen war) und der Hund teilweise sehr misstrauisch und empfindlich wurde, hat noch keiner geahnt.

  • :/

    Bis auf die Tätowiergeschichte könnte die Geschichte von heute sein. Und da ist sie tatsächlich noch harmlos, wenn ich mich so umgucke.
    Tätoos dürfen, soweit ich weiß, heute nur noch unter Vollnarkose gemacht werden. Deshalb hab ich chippen lassen.

    Tja, ist schon übel, was wir teilweise den Tieren antun!

    Aber schön, daß du die Geschichte als Warnung reinstellst :smile:

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