Hundebegegnungen ohne Leine

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    Jaa, das kenn ich auch. Belli war von Anfang an der "Bevor du mir aufs Maul haust, mach ich vorsorglich ordentlich Terror"-Hund :roll:
    Was ich noch versuche/versucht habe, ist, zwischen die Hunde kommen und den Anderen blocken, wegschicken. Funktioniert prinzipiell ganz gut, aber setzt voraus, dass die Hunde bei dir sind...wenn deine Kleine schon über die Wiese gejagt wird, wirst du dich schwertun, nachzukommen ;)
    Hmmm, vielleicht müsstet ihr irgendwie an der Bindung arbeiten, damit sie bei dir Schutz sucht, quasi? Aber frag mich net, wie...ist nur so ne Idee...

    Was ich schon auch prinzipiell festgestellt habe: Je sicherer ich bin, desto sicherer ist Belli. Das "an mir arbeiten" hat uns bei Hundebegegenungen viel gebracht.

    Sie hat leider noch NIE wirklich Schutz bei mir gesucht, schon im Welpenalter, in der Welpengruppe ist sie lieber unter Gegenstände gerannt als zu mir :/ Wobei wir wirklich ne gute Bindung haben müßten, ... das behauptet zwar wohl so ziemlich jeder von seinem Hund und sich, aber ich denke schon, dass unsere Bindung recht gut ist.
    Ich mach mir halt momentan Gedanken dazu, wie ich es genau hinbekomme, dass Sie auf mich Vertraut in solchen Situationen.
    Sie rennt nicht einfach so weg, ich kann Sie vorher noch irgendwie führen. Meist las ich Sie dann neben mir oder hinter mir weiterlaufen, aber das funtioniert leider nicht immer. Sollte Sie doch mal losrennen, kommt Sie schnellstmöglich, also wenn die Gefahr weg ist, SOFORT zu mir zurück.

    Gerstern war auch ne Situation, ich weiß nicht, wie ichs hätte machen sollen.
    Also:
    Naeli und ich kamen um ne Ecke, Naeli nen Meter vor mir, von der anderen Seite uns entgegen kam ungesehen von uns auch eine Dame mit Hündin. Eine alte neutrale Hündin, wie sich herausstellte. Aber meine hat gleich gezögert, sich seitlich gezeigt, also ja quasi "von mir kommt keine Gefahr" hat aber geknurrt. Nicht wirklich böse geknurrt sondern eher so HILFE GEH WEG-mäßig. Hat dann auch sofort aufgehört damit und ist nen Bogen um die Fremde herum gelaufen. Die andere Hündin hat noch am Boden geschnüffelt und Naeli war dann doch neugierig und hat mit bissi Abstand in Ihre richtung geschnüffelt.
    Wie verhält man sich in diesem Fall am besten, das Naeli mehr Sicherheit bekommt??? :/ :/

  • Ich ruf sie zu mir und lein sie erstmal an. Amy zickt in letzter Zeit manchmal etwas. Das sag ich dann auch dem Halter des Hundes. Ich denke die können dann am besten einschätzen wie ihre Hunde oder eben sie selbst damit klar kommen. Amy hat noch nie gebissen, aber wenn es ihr zu viel oder zu wild wird knurrt sie mal oder schnappt in die Luft. Ich denke wenn jemand da einen ohnehin ängstlichen oder leicht reizbaren Hund hat muss das nicht sein. In der Regel laufen Hundebegegnungen aber entspannt ab. Ohne das vorher mit den Haltern abzuklären hab ich Amy aber noch nie auf andere Hunde zulaufen lassen. Allein schon aus Sorge IHR könnte was passieren als sie noch so klein war. Das hab ich so beibehalten.

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    Gerstern war auch ne Situation, ich weiß nicht, wie ichs hätte machen sollen.
    Also:
    Naeli und ich kamen um ne Ecke, Naeli nen Meter vor mir, von der anderen Seite uns entgegen kam ungesehen von uns auch eine Dame mit Hündin. Eine alte neutrale Hündin, wie sich herausstellte. Aber meine hat gleich gezögert, sich seitlich gezeigt, also ja quasi "von mir kommt keine Gefahr" hat aber geknurrt. Nicht wirklich böse geknurrt sondern eher so HILFE GEH WEG-mäßig. Hat dann auch sofort aufgehört damit und ist nen Bogen um die Fremde herum gelaufen. Die andere Hündin hat noch am Boden geschnüffelt und Naeli war dann doch neugierig und hat mit bissi Abstand in Ihre richtung geschnüffelt.
    Wie verhält man sich in diesem Fall am besten, das Naeli mehr Sicherheit bekommt??? :/ :/

    Ich finde, diese Begegnung ist doch ganz gut gelaufen. Gut, deine Naeli hat geknurrt, aber ich finde, sie darf ja auch sagen "ich möchte nicht, dass du herkommst", solange es eben im Rahmen ist. Super, dass die andere Hündin drauf gehört hat und nicht aufdringlich war! Genau solche Begegnungen/souveränen Hunde brauchts, wenn du nur solche hättest, wär das Problem sicher schnell gelöst. Und dass sie dann doch neugierig war und nachgeschnüffelt hat, deute ich mal als gutes Zeichen.
    Belli macht das auch hin und wieder, dass er stehen bleibt, wenn ein anderer Hund entgegen kommt, so wie deine. Ich guck dann immer, dass ich zwischen die beiden Hunde komme und gehe gaaaanz cool weiter - das funktioniert eigentlich immer recht gut, Belli kommt dann immer recht gelassen mit.

  • Ja eigentlich ist ganz gut gelaufen, hab halt nur überlegt, was ich hätte besser machen können :???:

    Wenn uns sonst einer entgegen kommt, stopt Naela meist, ich fordere Sie dann auf weiter zu kommen, was teils/teils funktioniert und gehe auch zwischen die beiden Hunde und lauf weiter.
    Also ist das schon ein richtiger Weg!?
    Ist halt immer doof, wenn dann der andere Hund angeschossen kommt, ....

  • Zitat

    Naeli und ich kamen um ne Ecke, Naeli nen Meter vor mir, von der anderen Seite uns entgegen kam ungesehen von uns auch eine Dame mit Hündin. Aber meine hat gleich gezögert, sich seitlich gezeigt, also ja quasi "von mir kommt keine Gefahr" hat aber geknurrt. Nicht wirklich böse geknurrt sondern eher so HILFE GEH WEG-mäßig. Hat dann auch sofort aufgehört damit und ist nen Bogen um die Fremde herum gelaufen. Die andere Hündin hat noch am Boden geschnüffelt und Naeli war dann doch neugierig und hat mit bissi Abstand in Ihre richtung geschnüffelt.


    Mal eine etwas andere Interpretation (ohne es gesehen zu haben, schwierig einzuschätzen): das seitlich stellen ist eher eine Art Begrenzung (Grenze setzen, sich präsentieren), "T-Stellung". Wie war denn ihre Rutenstellung dabei? Es liest sich für mich wie ein deutliches auf Abstand halten. Erst den anderen Hund auf Abstand bremsen/blocken, unterstützt durch knurren, um die Ernsthaftigkeit zu unterstreichen, dann im selbst gewählten Abstand vorbei gehen.

    edit: Lucy kann das auch gut und ich schwanke selbst, wie viel Unsicherheit dabei ist :???:

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    wenn ihr mit Eurem Hund unterwegs seid wo er ohne Leine läuft (Felder, Wiese, Wald) und ihr auf fremde Hunde trefft, wie läuft das bei Euch ab?


    Sind die ebenfalls ohne Leine unterwegs, darf Bokey frei entscheiden, ob er Kontakt aufnehmen will. Ist der andere Hund offensichtlich nicht an Kontakt interessiert, lasse ich Bokey nicht hin.

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    Dürfen Eure Hunde zu allen anderen Kontakt haben, einfach hinlaufen zu dem anderen, oder erst mal bei euch bleiben bis ihr sie freigebt? Wenn ja wie habt ihr das trainiert?


    Grundsätzlich ja. Nur wenn ich ICH nicht will, dass Bokey zu einem anderen Hund geht, unterbinde ich es. Ein extra Freigabe-Kommando hab ich nicht.


    Zitat

    Wann leint ihr an, wann geht ihr anderen aus dem Weg?


    Anleinen tue ich, wenn mir die jeweilige Situation zu unübersichtlich oder zu wenig Platz zum Ausweichen ist. Ausweichen tue ich wenn der andere Hund angeleint ist, keinen Kontakt möchte oder auf Krawall gebürstet ist (gilt auch für den Halter). Außerdem entscheide ich peu a peu, dieser Hund ja, dieser Hund nein.


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    Würde gerne das Benny bei mir bleibt bis ich ihm erlaube zu dem anderen Hund zu gehen, aber er läuft manchmal plötzlich los. Ich denke das er das auch macht weil hier auch fast jeder Hund auf uns zugestürmt kommt und die meisten HH das absolut nicht interessiert. Im Gegenteil die gehen zwar mit ihren Hunden spazieren telefonieren aber lieber mit dem Handy anstatt sich um ihre Hunde zu kümmern. Wie blockt ihr solche Hunde ab?


    Ich fixiere, gehe direkt auf den herankommenden Hund zu und blocke ihn indem ich mich größer und "gefährlicher" mache. Nimmt der mich gar nicht wahr und rennt ungebremst in Bokey rein, haut der ihm angemessen auf's Maul. Beide Methoden funktionieren bisher sehr gut. Außerdem glaubt man gar nicht, wie schnell so ein Handygespräch beendet werden kann, wenn einer der Hunde knurrt :roll:

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    Leint ihr an wenn Euch ein fremdes Hunderudel entgegenkommt? Ich schon, bloss dann kommt halt das Rudel auf uns zugestürmt und das ist auch nicht besser :sad2:.


    Anleinen tue ich nicht. Bei mehr als 2 Hunden laufe ich demonstrativ einen großen Bogen und lasse Bokey ggf. absitzen oder wir bleiben stehen, um seiner "Fluchttendenz" vorzubeugen. Er kann sich dann in Ruhe an Ort und Stelle mit allen Hunden auseinandersetzen. Kann ich nicht ausweichen und die fremden Hunde stänkern, splitte ich den Anstifter ab oder ich treibe Bokey ruhig aber bestimmt weiter.

  • Zitat


    Mal eine etwas andere Interpretation (ohne es gesehen zu haben, schwierig einzuschätzen): das seitlich stellen ist eher eine Art Begrenzung (Grenze setzen, sich präsentieren), "T-Stellung". Wie war denn ihre Rutenstellung dabei? Es liest sich für mich wie ein deutliches auf Abstand halten. Erst den anderen Hund auf Abstand bremsen/blocken, unterstützt durch knurren, um die Ernsthaftigkeit zu unterstreichen, dann im selbst gewählten Abstand vorbei gehen.


    Daran hab ich jetzt noch gar nicht gedacht.
    Hmm, ... die Rute war unter waagerecht, aber nicht zwischen den Beinen eingeklemmt, ... kann man sich das vorstellen :???:
    Sie sah eher so aus, als ob Sie sich den Fluchtweg offen lassen will ... also wieder in Richtung Auto gedreht, ... aber das Knurren war nicht so ein sattes "verp.. Dich" sondern eher so eins an "quietschen" angelehntes Knurren, war auch ganz kurz, die Ohren waren eindeutig angelehnt, also nach hinten gerichtet, .... oh je ich kann das so schwer beschreiben :verzweifelt:

  • Hallo,

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    Mini_monster: hilfts du deinem Hund denn nicht, wenn er so Angst hat? (kann leider nichts aus deinem Post rauslesen)

    Ich würde die anderen abblocken und meinem Hund zeigen dass ich für ihn da bin und ihm helfe wenn er überfordert ist. Andere HH kann man leider nicht erziehen, deswegen muss man selbst tätig werden wenn jemand seine ungestümen Hunde loslässt

    Ich blocke den anderen Hund auch oder sage schon vorher, dass die anleinen sollen, aber leider klappt das dann meistens mit dem Rückruf nicht.
    Ich kann meinen Knirps daher kaum noch ableinen, weil er schon wenn er einen unangeleinten Hund sieht nicht mehr in die Richtung möchte und erst mal zurück läuft, rot sieht und überhaupt nicht mehr hört.
    Es kommt auch vor, dass ich ihn hochnehmen muss und den anderen Hund mit dem Knie abwehre. Die Leute glotzen dann nur blöde und können das gar nicht verstehen, dass ich den Kleinen vor den anderen schützen muss. Meistens kommen dann noch irgendwelche bescheuerten Sprüche, da könnt ich manchmal ausrasten. Nur weil die ihre Viecher nicht zurückrufen können, zu faul oder zu dumm sind :censored:
    Uns passieren echt immer koriose Sachen, letztens waren es zwei Schäferhunde, Frauchen war noch nicht um die Ecke. Beide stürzen sich im Gallopp auf meinen Kleinen und wollen schnüffeln (kann man ja vorher aber auch nie wissen). Der Kleine hängt sich voll in die Leine und will abhauen, knurrt und schreit. Ich hab den einen am Halsband gepackt und versucht den anderen loszuwerden.
    Aber ein Hund an der Leine und zwei freilaufende aufdringliche Viecher, das klappt irgendwie nicht gut. Das schärfste war dann die Frau: "Die tuen nichts." "Ja aber meiner hat total Angst und dann kann es sein, dass beißt." "Das macht nichts, die beißen nicht zurück".
    Ja klasse, woher will man sowas bitte wissen?

  • @rotti-frauchen, chokoaussie und tagakm: Vielleicht habe ich mich nicht ganz klar ausgedrückt oder ungeschickt formuliert. Ich lasse meine Hunde nicht mobben. Da werde ich sauer und versuche einzugreifen bevor sich der andere Hund (zu sehr) bedrängt fühlt.
    Und (wie schon geschrieben) lasse ich meistens immer nur eine auf einmal zum anderen Hund, entspannt sich die Lage, darf die andere auch oder ich tausche. Oder es gibt für eine oder auch beide gar keinen Kontakt.
    Und (wie auch schon geschrieben) leine ich meine Hunde immer an, wenn der andere an der Leine ist oder deutlich im Fußkommando oder der Hund sehr unsicher wirkt oder ich darum gebeten werde.
    An der Leine gibt es auch überhaupt keine Probleme, da wird einfach weitergegangen oder gewartet bis uns Fremdhundi passiert hat. (Soviel zum Vorschlag Leine dran und üben, wie denn, wenn Kontakt an der Leine von mir konsequent untersagt wird)
    Die einzige Absicherung, die ich sehe, wäre die Schleppleine. Da ich aber finde, dass das Verletzungsrisiko für alle beteiligten Hunde beim Spielen an derselben enorm steigt, würde ich darauf gerne verzichten. (Oder müsste sie dann schnell lösen)
    Ich bin gerade echt genervt. Jeder macht doch mal Fehler und kein Hund reagiert immer perfekt. Ich kann wenigstens sagen, dass ich mir Gedanken mache, wie ich es besser machen kann. Und ich bin eine HH, die sehr darauf achtet, dass sich niemand von ihren Hunden belästigt fühlt. (Gilt auch für andere Hunde, egal ob groß oder klein) Dass es trotzdem manchmal zu Situationen kommt, wo das so ist, tut mir leid, lässt sich aber, glaube ich, beim Umgang mit Tieren nicht vermeiden. Sind schließlich keine Maschinen.
    So, das musste ich jetzt einfach mal loswerden.

    Nele

  • Huhu,

    es kommt bei mir auf den Hund an.
    Kira hole ich einfach nur bei Fuß und gehe an den anderen vorbei.
    Luna wird angeleint, sobald ich die Leute sehe.

    Wenn die ihre Hunde anleinen oder ran holen, mach ich das gleiche.

    Lassen sie ihre Hunde laufen, darf Kira auch laufen und Luna darf auch hin.

    Sonst bitte ich Leute halt, ihre Hunde ran zu nehmen, hier keine großen Probleme.

    Man kennt sich, weiß, wem man aus dem Weg gehen sollte und sonst hat man nen Mund zum Reden.

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