Hundebegegnungen ohne Leine
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dass ein jungrocker mal stürmisch und quasi hals-über-kopf zu einem anderen hund hinwill - und dabei sämtliche höflichkeitsregeln (und wohl auch immer mal wieder seinen "menschen") vergisst, ist normal.
bevor nun die richtigen die backen aufplustern: lasst die luft raus - ich habe geschrieben: es ist normal - aber natürlich und selbstverständlich NICHT in ordnung im sinne eines friedlichen miteinanders und einer entspannten ohne-leine-begegnung.
also muss man logischweise, wenn man so einen stürmischen jungrocker hat, dran arbeiten.
ich hab das in der sturm und drangzeit meiner jungs gern immer mal wieder mit mir bekannten, souveräneren althunden geübt - bei denen ich wusste, dass sie eher weniger probleme haben, wenn so ein jungspung anrast und ruhig bleiben - und natürlich in absprache mit den hhs.
anfangs mit schlepp gesichert, einfach irgendwo auf den anderen hh/hund treffen - ich wusste, wo und wann und konnte da recht entspannt bleiben und sozusagen schon reagieren und meinen rocker "ausbremsen" bevor der den "ichwillhin-blick" bekam.
anfangs lies ich meinen jungrocker neben mir stehen bzw sitzen (je nachdem) - entsprechend wurde natürlich gelassenheit belohnt. und wenns nur ein paar sekündchen waren.
später, als das ruhige stehen/sitzen bis der andere hund bei uns war, kein problem mehr war, sind wir ruhig auf den anderen zu gegangen - die betonung liegt auf ruhig. hier hilft ein "notaus" ungemein, falls doch einer meint, er muss mal da eben etwas schneller hin.
beide varianten - das "wir lassen den anderen auf uns zu kommen" wie auch das "wir gehen ruhig und gesittet da hin" hat dazu geführt, dass meine beiden nu einigermaßen ruhig und höflich - wenns denn passt und erwünscht ist - auf andere hunde zu gehen.
allerdings lass ich immer noch zuerst sam hin - und dann erst joey. auch wenn sie ruhig hingehen, 2 recht grosse hunde auf einmal wären dennoch dem einen oder anderen (event. kleinerem) hund zuviel. und sam ist mittlerweile einfach schon soweit, dass er auf ein "last-minute-gestänker" vom gegenüber nicht mehr einsteigt bzw. er hat da recht feine antennen und kann "hund auch mal hund" sein lassen, wenn der andere/die andere ihn denn doch nicht so toll findet. joey ist da noch nicht ganz so "souverän" dem trau ich zu, dass er mal zurück pöbelt. drum bleibt der da, bis sam einen "vorcheck" gemacht hat.
viel geholfen hat - glaub ich - auch, ein miteinander in grösseren gruppen gassi gehen. so waren andere hunde von vorneherein eher "normal" und nicht mehr ganz so "ichwillhin-ichwillhin-ichwillhin".
ist kein kontakt erwünscht von unserem gegenüber (ob mensch oder hund uns das "sagt" ist egal) dann gehen wir schlicht unserer wege.
angleint gibt es überhaupt keinen kontakt.
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Hallo,
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Ja, ich werde wieder einzeln mit beiden üben müssen. Dann ist die Rudeldynamik auch ausgeschaltet. Komischerweise ist es überwiegend so, dass zumindest immer eine gehorcht, während die andere einen auf taub macht.
Bislang konnte ich mich auch ganz gut darauf verlassen, dass die beiden bei mir blieben oder gekommen sind. Aber jetzt sind sie fast 16 Monate alt und pubertieren so vor sich hin. Und da ist es eben manchmal vorgekommen, dass sie mir beide entwischt sind.Also optimal wäre es, wenn der Hund bei mir bleibt und sich an mir orientiert, bis ich ihn mit einem Kommando freigebe, z.B. "geh gucken". Sollte ein anderer Hund auf uns zustürmen, blocke ich diesen ab, und lasse keinen Kontakt zu? Oder doch?
LG NeleLaBellaStella: Danke für deinen Beitrag. Das hört sich gut an. Das mit dem Sitzen bleiben, wenn fremder Hund kommt, können beide schon ganz gut. Nächster Schritt wäre das gelassene Stehen neben mir. Und dann erst das Laufen.
Was meinst du mit "Notaus" und war die Schlepp beim Hundekontakt kein Problem? -
Zitat
Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, wäre die Schleppleine. Da kann ich in dem Moment einwirken, wo sie losstürmen wollen.
Finde ich aber bei Hundebegegnungen auch nicht ganz unproblematisch. (Verletzungsgefahr für Hunde und Menschen)
Wo ist denn da die Verletzungsgefahr
. Grisu ist mit so um die 5 - 9 Monate (oder so, weiß nicht mehr) auch zu jedem Hund hin gestürmt, yipieh, spielen!!! Egal, ob der andere Hund Bock drauf hatte
. Die Schleppleine hat bei uns gewirkt. Es gab kein durchstarten mehr, also auch kein Erfolgserlebnis. Fürs zu mir orientieren (fragen), aber durchaus eine Freigabe zum Kontakt, die auch ohne Schleppleine. Also zum spielen habe ich ihn dann abgeleint. Die "durch Gehorsam zur Wunscherfüllung" - Taktik
. Wobei ich dazu sagen muss, ich hatte guten Grund, den anderen Hund nicht seinerseits zu uns stürmen zu lassen, dem hätte Lucy ein paar Takte erzählt (bzw., sie beherrscht das auch auf Distanz ganz gut... ist faszinierend, sie pöbelt nicht, es ist eigentlich nur Körpersprache, aber kaum ein Hund kommt bei uns an. War jetzt über Christi Himmelfahrt an der Nordsee wieder sehr interessant zu beobachten).
Wenn man selbst wirklich sicher ist (kein: ach die Hunde haben doch eigentlich Spaß und meist geht es gut, wozu ernsthaft einschränken...), oder eben eine Lucy hat
, klappt es durchaus, Hundebegegnungen zu "organisieren" und damit auch mit der Schleppleine
. Ich würde allerdings an deiner Stelle auch einzeln mit den Hunden üben. Man kann ja gezielt Gegenden suchen, zum gemeinsam gehen, wenn nötig, und zum üben, wenn möglich. -
Zitat
Wo ist denn da die Verletzungsgefahr
.Vielleicht habe ich da auch zu sehr Kopfkino. Aber die Vorstellung dass der Hund mit Schlepp hintendran drei Mal um die HH läuft, sich selber im Kreise drehend, um dann im Vollgallop durchzustarten, wohin auch immer, ist mir irgendwie gruselig.
Oder ein Bein eines Hundes wird umwickelt und dann brettert der angeleinte Hund los? Oder Schleppleine legt sich dummerweise um den Hals des anderen Hundes?Bin ich da zu unrealistisch? Aber zum Spielen abmachen ist ja auch eine Möglichkeit.
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Aber die Vorstellung dass der Hund mit Schlepp hintendran drei Mal um die HH läuft, sich selber im Kreise drehend, um dann im Vollgallop durchzustarten, wohin auch immer, ist mir irgendwie gruselig.
Der Hund soll das alles ja nicht. Und wenn der Hund 3mal um mich rum stürmt, habe ich mehr als genug Zeit, selbst beim langsamsten Reaktionsvermögen, ihn irgendwo da zu stoppen. Das Ziel ist ja, der Hund nimmt mich ernst und er lernt, er kommt nur zum Ziel, wenn er sich an mir orientiert. Jetzt mal böse ausgedrückt: wenn man das an der Schlepp nicht hinbekommt, wie soll das dann jemals im Freilauf funktionieren

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Hm... also wenn meine Hunde spielen, dann oft und gerne Rennspiele. Sie wissen, dass sie mich und andere Menschen nicht anrempeln dürfen aber dran vorbeirennen ist erlaubt. Ich weiß gerade nicht so recht, wie der Hund spielen soll, damit die Schleppleine kein Problem darstellt?
Vielleicht haben wir auch andere Ortsvorstellungen? Ich gehe oft am Kanal, da ist auf der einen Seite ein Kanal (ach was
) und auf der anderen ziemlich schnell ein Zaun. Also ziemlich eng. Wenn die Hunde da anfangen zu spielen, dann stehen die Menschen schon mal im Weg.Also noch mal der Reihe nach: Fremder Hund im Anmarsch, meiner schön an der Schlepp. Guckt mich brav an und wartet, dass er den anderen begrüßen darf. Ich gebe ihn frei, Hunde beschnüffeln sich. Finden sich toll und fangen an zu spielen. Wie vom wilden Watz beschüffelt fetzen sie los (allen Hunden geht's gut und finden das toll), Schlepp hängt hinten dran. Soll ich das dann unterbinden? Was mache ich mit den anderen Menschen, die vielleicht nicht so schnell reagieren und der Schlepp ausweichen? Usw.?
Dann doch lieber die Schlepp vor dem Freigeben abmachen, oder?
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hey Tuuka, wenn Du eh mit beiden seperat übst, brauchst Du nicht unbedingt die ganze Zeit die Schleppleine. wir haben die Schleppe ein paar Tage zur Absicherung genutzt, ansonsten habe ich das "höflich auf fremde Hunde zugehen" erst an der normalen leine geübt, später offline, mit Abbruchkommando und dann mit der Schleppleine zur Absicherung, damit mein Nein nicht überhört wird.
wenn die hunde miteinander spielen sollen, würde ich die schleppe abmachen, das Verletzungsrisiko wäre mir zu hoch.
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Guten Morgen Tante Flauschig,
ui, du bist ja früh (bzw. spät) unterwegs. Bei dir klingt das so, als ob die ganze Sache nicht so schrecklich lange gedauert hätte.
Wie funktioniert das höfliche Aufeinanderzugehen an der kurzen Leine? Hast du deinen Hund an der kurzen Leine Kontakt aufnehmen lassen?Liebe Grüße
Nele -
Jepp, ich muß schon sehr früh zur Arbeit

An kurzer leine durfte mein hund keinen Kontakt aufnehmen.
In der Anfangszeit neigte Hund zum Leinenpöbeln- und da wäre ein kontakt an der leine nach hinten losgegangen.
Ich kann nicht mehr genau sagen, wie lange das gedauert hat, wir haben einige Monate trainiert.
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Hallo Tante Flauschig,
ich kann dir nur auf diesem Wege Antworten, deswegen hier mein großes Danke an dich für deine ausführliche Erklärung. Ich bin, was die Art der Hundeerziehung angeht, ganz deiner Meinung. Also kann ich deinen Weg fast 1 zu 1 übernehmen. Was ich besonders gut finde, ist der Ansatz, mir erst mal klar zu machen, was ich nicht will (und vielleicht auch, was ich vom Hund erwarte) Und was an seinem Verhalten mich, bzw. die anderen Hunde am meisten stört.
Jetzt habe ich auch den Leineneinsatz verstanden, danke!
Was mir noch mal sehr klar geworden ist, ist die Notwendigkeit, getrennt mit den beiden zu üben. Mit beiden kann ich mich ja doch nicht richtig auf eine konzentrieren.Also, noch mal danke und liebe Grüße
Nele - Vor einem Moment
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