Nur Kontra beim Thema kastrieren?

  • Zitat

    Da hättest Du vermutlich kurze Zeit später 5 rallige, schreiende Kater vor der Tür, die Dir deinen ganzen Garten makieren und wohl so machen Kastrationsgegner zur Weißglut treiben würden.


    Finde, das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Eine Katze wird a) viel öfter rollig als eine Hündin läufig und b) kann es mit großer Wahrscheinlichkeit zur Dauerrolligkeit kommen.

    Ich würde übrigens auch eher den Rüden kastrieren lassen, aus dem einfachen Grund, dass es beim Rüden nicht so ein großer Eingfriff ist, im Vergleich zur Kastra bei der Hündin. Aber bedenke, dass er trotzdem noch einige Wochen zeugungsfähig ist nach der Kastra ;)
    Weiß auch nicht, ob dazu schon etwas geschrieben wurde - hab die ersten und die letzten Seiten gelesen: von Rüde + Hündin zu Katze und Hengst... :???: :D

  • ich denke auch, dass eine kastration sehr gut überlegt sein sollte, da eben einige hunde mit starken verhaltensauffälligkeiten auf einen solchen eingriff reagieren können. allerdings verstehe ich wirklich nicht, warum hier dermaßen auf die ts eingehackt wird.

    ich würde persönlich keinen hund mehr ohne hormonolle bzw. organische indikation kastrieren lassen, hab eine frühkastratin hier bei mir, die absolut sozial inkompetent ist :(

    allerdings denke ich, dass man es sich schon überlegen solltem ob man ein intaktes pärchen managen kann. ich finde an dieser stelle eine gut überlegte udn durchdachte sterilisation des rüden absolut nicht verwerflich...und auch eine gut übnerlegte kastration ist nicht das schlimmste für die beiden, vorausgesetzt das wesen der hunde verkraftet einen solchen eingriff.

    diese schwarz-weiß-malerei zum thema finde ich absolut extrem: kastrierte hunde müssen nicht fett werden (meine sind es nicht), die muskeln müssen sich nicht zwangsläufig abbauen, sie müssen nicht zwingend inkontinent werden, die schilddrüse muss nicht kippen und auch das sozialverhalten muss nicht leiden. es kann, muss aber nicht.

    genau wie bei intakten rüden keine hypersexualität, prostatakrebs, sexuell bedingte aggressionen, liebeskummer usw. bzw. bei der intakten hündin nicht unbedingt gebärmuttererkrankunge, mammatumore, etc. entstehen muss.

    gerade diese sache mit dem sozialverhalten hat extrem viel mit dem vorherigen hormonstatus und dem hundetyp zu tun. cortisollastige hündinnen, die zu ängstlichkeit neigen sind hier, meiner meinung nach, besonders hervorzuheben.

    wenn man sich damit befasst (ich wünschte, ich hätte mich damals viel näher damit befasst und hätte auch meinen rüden intakt bekommen), kann man auch in einzelfällen eine pro-kastra-entscheidung treffen, die völlig o.k. ist.

    also gut informieren, den eigenen hund hormonell und typartig genau betrachten, die eigenen möglichkeiten überprüfen und dann entscheiden. ich wünsche euch viel glück, ihr werdet schon die richtige entscheidung treffen.

    und zum thema hengste: muskelabbau, fehlendes selbstbewusstsein usw. kann man bei wallachen sehr häufig finden. viele wallache haben in einer herde nix zu sagen. ein gesundes pferd zu kastrieren ist für das tier ein heftiger eingriff und somit genauso differenziert zu sehen, wie eine kastra beim hund.

    und ja, man könnte auch hengste miteinander auf eine weise stellen. das funktioniert auch einigen gestüten sehr gut.

    wenn ich das nicht kann, ist es meiner meinung nach, der gleiche schuh wie beim hund.

    und das hier:

    Zitat

    Und der wichtigste Punkt, kaum eine Reiterin ist in der Lage mit einem Hengst umzugehen, denn nicht jeder ist lammfromm. Ein Hengst kann unter Umständen ein großes Gefahrenpotential sein.

    ist das gleiche wie die kastration aus verhaltensgründen (rüdenunkompatible intakte rüden werden kastriert).

    warum sollte man das nicht vergleichen können?

  • Gaby ist habe den Hund nicht gerettet. Ich habe ihn geholt, weil er zu uns passt, kinderlieb und freundlich ist.
    basta..
    Ich habe auch nicht aufgegeben. Ich war nie der Überzeugung in intakt zu lassen, vor allem das er permanent von anderen potenten Rüden bestiegen und angepöbelt wurde.
    Auch wäre mein anderer Rüde kastriert wenn er nicht auseinander gehen würde wie eine Pellwurst.
    Jedem wie es beliebt.

  • Zitat


    Finde, das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Eine Katze wird a) viel öfter rollig als eine Hündin läufig und b) kann es mit großer Wahrscheinlichkeit zur Dauerrolligkeit kommen.

    Ich würde übrigens auch eher den Rüden kastrieren lassen, aus dem einfachen Grund, dass es beim Rüden nicht so ein großer Eingfriff ist, im Vergleich zur Kastra bei der Hündin. Aber bedenke, dass er trotzdem noch einige Wochen zeugungsfähig ist nach der Kastra ;)
    Weiß auch nicht, ob dazu schon etwas geschrieben wurde - hab die ersten und die letzten Seiten gelesen: von Rüde + Hündin zu Katze und Hengst... :???: :D

    Mir sind die Gründe doch bekannt.
    Aber es ist doch trotzdem so, dass der Katze/dem Kater gesunde Körperteile entfernt werden.
    Hier fiel ja häufiger dieses Gesetz zum Schutz der Tiere,bezüglich der Amputation gesunder Körperteile.
    Greift das nicht auch bei der Katze?
    Ich mein..hätte der Hengst/die Katze von nebenan dann nicht genauso ein Recht seine Geschlechtsorgane zu behalten?

    Also was ich eigentlich sagen möcht^^
    Wieso wird gerade beim Hund so viel darüber gestritten?

    Man könnte ja sagen wer einen Hengst nicht artgerecht unterbringen kann, der soll sich keinen anschaffen.
    Oder aber..wer seinen Kater nicht im eingezäunten Garten halten kann, der hat nicht die Möglichkeiten diesen zu halten.

    Also..wohin mit diesen ganzen Tieren?

  • Zitat

    und zum thema hengste: muskelabbau, fehlendes selbstbewusstsein usw. kann man bei wallachen sehr häufig finden. viele wallache haben in einer herde nix zu sagen. ein gesundes pferd zu kastrieren ist für das tier ein heftiger eingriff und somit genauso differenziert zu sehen, wie eine kastra beim hund.
    ?

    Ich habe seit 20 Jahren Pferde und ich kenne jede Menge verdammt, selbstbewußte Wallache die decken, ihre Herde zusammentreiben und sogar versuchen einen dran zu hindern seine eigene Stute von der Weide zu holen.
    In bisher jedem Offenstall in dem ich war, war immer ein Wallach das unantastbare Oberhaupt.
    Das ist viel zu pauschal gedacht. Bei Pferden ist es in der Regel so, dass die Fohlen einen ähnlichen Rang wie die Mutter einnehmen, mit Hormonen hat das wenig zu tun.
    Ist die Stute rangniedrig, wird sich in der Regel auch der Nachwuchs eher an den hinteren Rängen wiederfinden.

  • Zitat

    Hier fiel ja häufiger dieses Gesetz zum Schutz der Tiere,bezüglich der Amputation gesunder Körperteile.
    Greift das nicht auch bei der Katze?
    Ich mein..hätte der Hengst/die Katze von nebenan dann nicht genauso ein Recht seine Geschlechtsorgane zu behalten?

    Da greift der Teil des Tierschutzgesetzes, der beim Hund gerne "vergessen" wird:

    Zitat

    (1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn

    (....)

    3. ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 2 bis 6 vorliegt und der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerläßlich ist,

    (...)

    5. zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder – soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen – zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.

    Und grade der letzte Punkt ist eben der umstrittene. Und ja, unkontrollierte Fortpflanzung ist bei unseren Haushunden möglich - er könnte sich ja aus dem Halsband befreien oder unsere läufige Hündin wird von freilaufenden Rüden ohne Besitzer gedeckt. Genauso wie man mit der Weitere Nutzung und Haltung argumentieren kann.
    Muss nicht, aber KANN eben.

  • Zitat


    Generell sehe ich es da aber auch so! Entweder ich habe einen guten Platz fuer meinen Hengst, oder ich kauf ne Stute (und muss notfalls laenger warten, wenn ich eine bestimmte Verbindung will).

    Habe ich das jetzt richtig verstanden? Wenn ich keinen Hengst halten kann, dann soll ich besser eine Stute kaufen? Theoretisch soweit möglich - nur haben wir in Deutschland einfach nicht mehr die Möglichkeit, sooo viele Hengstplätze zu schaffen. Was machen wir dann mit den übriggebliebenen? Schließlich richtet sich die Natur nicht nach unseren Platzproblemen und es werden trotzdem Hengstfohlen geboren. Sollen wir die dann "komplett" zum Schlachter bringen weil wir gegen eine Katration sind? :schockiert:
    Ich gebe zu, ich bin zu doof, hier die Logik zu kapieren.

  • Zitat

    und das hier:

    ist das gleiche wie die kastration aus verhaltensgründen (rüdenunkompatible intakte rüden werden kastriert).

    warum sollte man das nicht vergleichen können?

    Du willst also tatsächlich 650 kg Pferd mit - nehmen wir das Gewicht meiner Hunde - 70 kg Hund vergleichen?

    Meinen liebestollen Rüden kann ich bändigen, einen Hengst, der seinen Rivalen platt machen will nicht. Du etwa?

    Aber eigentlich ist das ja OT.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Ok, ich antworte nochmal OT..
    Wenn man nicht in der Lage ist, nen Hengst zu halten, sollte man meiner Meinung nach ne Stute kaufen, ja. Aber neee..lieber nen Hengst legen lassen.. Kann man mt Stuten nicht und will daher nen Wallach (weil der Hengst nicht gescheit gehalten werden kann), sollte man evtl. ueberlegen, ob man ueberhaupt ein Pferd braucht/will. Wenn man um's verrecken nen Hengst will, dann bitte ordentlich halten.
    Btw. ich rede nicht von 'aelteren' Pferden. Ich rede von Pferden im Alter Absetzer bis ca. 4-jaehrig..

    Oh ja, alle schlachten. Boese Natur, die es wagt maennliche Wesen hervorzubringen. Wir brauchen ja auch jedes Pferd, dass geboren wird. Der Pferdemarkt ist nicht ueberschwemmt, nein. Aber du hast Recht. Solange es diese Massen an Pferden gibt, muss gnadenlos kastriert werden, eben weil man die Masse an Hengsten nicht unterbekommt.

  • Zitat

    Ich habe seit 20 Jahren Pferde und ich kenne jede Menge verdammt, selbstbewußte Wallache die decken, ihre Herde zusammentreiben und sogar versuchen einen dran zu hindern seine eigene Stute von der Weide zu holen.
    In bisher jedem Offenstall in dem ich war, war immer ein Wallach das unantastbare Oberhaupt.

    da hab ich komplett gegenteilige erfahrungen gemacht - und von denen bin ich erst einmal ausgegangen. aber pauschalisierungen sind sowieso blöd und sinnlos. dazu müsste eventuell eine studie durchführen.

    Zitat

    Du willst also tatsächlich 650 kg Pferd mit - nehmen wir das Gewicht meiner Hunde - 70 kg Hund vergleichen?

    da drängt sich mir eine komplett andere frage auf (wenn man die contra-argumente konsequent zu ende denkt), die allerdings wirklich OT ist: muss man sich tiere halten, denen man aufgrund ihrer körperlichen unversehrtheit nicht gerecht werden kann? ich halte mir ja auch keinen elefanten ;)

    ich habe dieses argument nicht angeführt, um hengstfohlen zum schlachter zu schicken, weil es ja schlimmer wäre sie zu kastrieren - auf keinen fall!

    mir ging es darum, allen usern die die ts so hart für ihre überlegungen verurteilen auch mal zum nachdenken über andere tiere und deren kastra anzuregen.

    denn hier steckt schon ziemlich doppelmoral drin, oder?

    alle argumente, die hier immer wieder aufgeführt werden, so etwas wie "wenn du nicht trennen kannst, musst du deinen hund abgeben" sollten doch genauso bei anderen tieren gelten, oder? oder müsste man da von seinem schwarz-weiß-denken abkommen? wieso sollte es für einen hengst nicht weniger schlimm sein, kastriert zu werden als für einen hund?

    ich bin kein freund sinnloser kastrationen. eben, weil ich weiß, wie gefährlich diese für den sozialen status, das sozialverhalten, das wesen und den körper des tieres sind. weil ich weiß, wie hormone die gesamte persönlichkeit eines lebewesens beeinflussen können (und wie wichtig dieses zur geistigen, sowie körperlichen reife sind).

    jedoch gibt es einzelfälle, in denen eine kastra sinn macht bzw. gerechtfertigt ist. und es gibt charaktertypen, die durch eine kastra nicht negativ beeinflusst werden. das ist von fall zu fall verschieden.

    und da sofort mit pauschalisierungen draufzukloppen finde ich absolut unfair.

    viel besser wäre es doch, der ts informationsquellen zu nennen, mit deren sie sich über die problematik bzw. die verschiedenen hundetypen (hormontypen) und die kastrationsauswirkungen informieren könnte, oder?

    ich kann an dieser stelle einmal udo gansloßer nennen. er hat einige bücher über verhaltensbiologie geschrieben und kastrationsauswirkngen hinreichend thematisiert.

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