Nur Kontra beim Thema kastrieren?

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    Da wäre dann aber die Argumentation die gleiche, wenn ich nicht die Haltungsbedingungen schaffen kann, in denen ich einen intakten Hengst halten kann, halte ich halt keinen. Punkt. Dann muss ich so einen Stall finden, selber bauen, oder ich lasse es halt und kaufe mir eine Stute. |)


    Jup. Nur kann ich bei einem Umzug einen intakten Rueden weiterhin ganz einfach halten. Hab ich aber nen He gst der super lebt und muss umziehen, kann ich Probleme bekommen.. So ist es einem Bekannten mit seinen Hengsten gegangen.
    Generell sehe ich es da aber auch so! Entweder ich habe einen guten Platz fuer meinen Hengst, oder ich kauf ne Stute (und muss notfalls laenger warten, wenn ich eine bestimmte Verbindung will).
    Bei einem Rueden ist es deutlich einfacher, eine artgerechte Haltung (soweit das in Menschenhand moeglich ist) zu haben, als bei einem Hengst..

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    [Ich habe auch nur gefragt weil man eine Katze doch theoretisch auch wegsperren kann sobald sie rollig ist?

    Da hättest Du vermutlich kurze Zeit später 5 rallige, schreiende Kater vor der Tür, die Dir deinen ganzen Garten makieren und wohl so machen Kastrationsgegner zur Weißglut treiben würden.
    :D

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    Da hättest Du vermutlich kurze Zeit später 5 rallige, schreiende Kater vor der Tür, die Dir deinen ganzen Garten makieren und wohl so machen Kastrationsgegner zur Weißglut treiben würden.
    :D



    Wie gut, dass ich bloß Hunde habe^^

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    Ich denke trotzdem, dass viele keine zwei Hunde halten könnten, wenn sie nicht kastrieren lassen hätten und somit ein Großteil dieser Hunde im Tierheim sitzen würde.

    Wieso geht man automatisch davon aus, daß diese Hunde dann im Tierheim sitzen würden? Angebot und Nachfrage... wenn weniger Hunde erwünscht sind/gehalten werden können, dann gibt es auch weniger Produktion, also insgesamt weniger Hunde.....

    Die Mehrhundehaltung ist vorallem ein modernes Phänomen, der "ich-will-haben"-Generation. Darüber gibt es einige Studien und Statistiken. Ziemlich zeitgleich stiegen die Zahlen der Tierheim-Hunde bzw. Tierschutzhunde deutlich an. Mensch will mehr Hunde, also gibt es mehr Hunde. Würden viele Menschen mal (wieder) einsehen, daß man nicht auf biegen und brechen mehrere Hunde halten muß und es oft auch für die entsprechenden Hunde nicht wirklich ein Segen ist, dann würden auch weniger Hunde produziert werden. Teufelskreis...

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    Ich sehe die Kastration auch kritisch, aber wo ist da der große Unterschied?

    Der große Unterschied liegt darin, das in Deutschland Hunde in der Regel einen Halter haben, der sie beaufsichtigt. Sie leben nicht unkontrolliert als Straßenhunde.

    Katzen/Kater, die Freigänger sein dürfen, sind unbeaufsichtigt. Ich sehe jedenfalls nie jemand mit seiner Katze an der Leine Gassi gehen.

    Nicht jeder Reiterhof/Reitverein ist in der Lage Hengstboxen/Hengstweiden anzubieten. Und der wichtigste Punkt, kaum eine Reiterin ist in der Lage mit einem Hengst umzugehen, denn nicht jeder ist lammfromm. Ein Hengst kann unter Umständen ein großes Gefahrenpotential sein.

    Die Bezeichnung "Kastrations-Hysterie", Anja (Knautschi), kann ich nicht verstehen. Ich sehe weder bei Bordy noch bei mir Hysterie.

    Es gibt genügend Gründe einen Hund zu kastrieren. Die hier bis jetzt angeführten, sind es aber für mich nicht.

    Ich bleibe dabei. Wer sich nicht in der Lage sieht Rüde und Hündin zu halten, sollte es lassen.

    Auch das Argument, ich war die einzige die den Hund wollte, die ihn gerettet hat, zählt für mich nicht. Meine beiden Neufundländerinnen habe ich per Notruf aus dem TH bekommen. Unterernährt, verwahrlost, mißhandelt. Eine vor Angst unter sich machend, die andere vor Angst aggressiv. Die beiden Mädels wollte auch keiner haben. Sie kamen zu mir und meinem intakten Rüden. Alle drei blieben intakt. Natürlich war es am Anfang nicht einfach. Aber das wußte ich und habe mich darauf eingestellt. Niemals hätte ich nach 14 Tagen aufgegeben.

    Auch hier bleibe ich dabei, wenn man sich auf die natürliche Sexualität der Hunde einläßt, kann man lernen damit umzugehen. Dieser Weg ist aber halt nicht der bequeme, einfache. Er erfordert Disziplin vom Halter, Aufmerksamkeit und ein gewisses Maß an "Hundeverstand". An allem hapert es bei den "Bömmel ab" und alles ist chic HH.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Ah noch was, aber zu den Weibern.. Eine Dauerrolligkeit ist kein Witz und birgt enorme Gefahren. Von daher gib es bei manchen Tieren schon Gruende zum ausraeumen und bei anderen nicht. Keiner kommt auf die Idee, ne Stute ausraeumen zu lassen. Aber bei ner Huendin..klar, kein Thema.. *sfz* mir persoenlich ist ne heisse Huendin tausendmal lieber, als ne rossige Stute..

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    Wieso geht man automatisch davon aus, daß diese Hunde dann im Tierheim sitzen würden? Angebot und Nachfrage... wenn weniger Hunde erwünscht sind/gehalten werden können, dann gibt es auch weniger Produktion, also insgesamt weniger Hunde.....

    Die Mehrhundehaltung ist vorallem ein modernes Phänomen, der "ich-will-haben"-Generation. Darüber gibt es einige Studien und Statistiken. Ziemlich zeitgleich stiegen die Zahlen der Tierheim-Hunde bzw. Tierschutzhunde deutlich an. Mensch will mehr Hunde, also gibt es mehr Hunde. Würden viele Menschen mal (wieder) einsehen, daß man nicht auf biegen und brechen mehrere Hunde halten muß und es oft auch für die entsprechenden Hunde nicht wirklich ein Segen ist, dann würden auch weniger Hunde produziert werden. Teufelskreis...

    Naja, das mag ja sein.
    Aber die Situation ist ja jetzt nun einmal wie sie ist.
    Und nach einigen "Richtlinien" die hier gestellt wurden, würden dann wohl eine Menge Hunde kein Zuhause mehr finden, oder im Tierheim landen.

  • Echt wieder eine "tolle" Diskussion!
    Es ist bei anderen Lebewesen in Ordnung, wenn die kastriert werden, obwohl keinerlei medizinische Inidikation vorliegt. Aber beim Hund macht man die Welle, also ganz ehrlich, da dreht sich mir der Magen um! :kotz:
    Was man da plötzlich an Ausreden findet, ist teilweise lächerlich.

  • Zitat

    Wieso geht man automatisch davon aus, daß diese Hunde dann im Tierheim sitzen würden? Angebot und Nachfrage... wenn weniger Hunde erwünscht sind/gehalten werden können, dann gibt es auch weniger Produktion, also insgesamt weniger Hunde.....

    Die Mehrhundehaltung ist vorallem ein modernes Phänomen, der "ich-will-haben"-Generation. Darüber gibt es einige Studien und Statistiken. Ziemlich zeitgleich stiegen die Zahlen der Tierheim-Hunde bzw. Tierschutzhunde deutlich an. Mensch will mehr Hunde, also gibt es mehr Hunde. Würden viele Menschen mal (wieder) einsehen, daß man nicht auf biegen und brechen mehrere Hunde halten muß und es oft auch für die entsprechenden Hunde nicht wirklich ein Segen ist, dann würden auch weniger Hunde produziert werden. Teufelskreis...

    Deine Meinung ist Ehren, aber die Menschheit ist wie sie ist und das wird sich in naher Zukunft wohl auch nicht ändern.
    Die Tierheime sind voll mit Hunden. In unserem TH sitzen Hunde teilweise jahrelang und das ist die Entwicklung der letzten 4-5 Jahre. früher waren es 10-20 Hunde, heute sind es über 40, Tendenz steigend.
    Wobei ich ja der Meinung bin, das hier der Auslandstierschutz maßgeblich dazu beiträgt, aber das ist wieder ein anderes Thema.
    Die Nachfrage nach secondhand Hunden ist derzeit ziemlich im Keller so wie ich den Eindruck habe.
    Und ich finde es super wenn sich Menschen entscheiden noch einen Hund aufzunehmen und ihm ein gutes Zuhause zu geben.
    Ob kastriert oder nicht halte ich in dem Fall für völlig irrelevant.

  • Zitat

    Wieso geht man automatisch davon aus, daß diese Hunde dann im Tierheim sitzen würden? Angebot und Nachfrage... wenn weniger Hunde erwünscht sind/gehalten werden können, dann gibt es auch weniger Produktion, also insgesamt weniger Hunde.....

    Die Mehrhundehaltung ist vorallem ein modernes Phänomen, der "ich-will-haben"-Generation. Darüber gibt es einige Studien und Statistiken. Ziemlich zeitgleich stiegen die Zahlen der Tierheim-Hunde bzw. Tierschutzhunde deutlich an. Mensch will mehr Hunde, also gibt es mehr Hunde. Würden viele Menschen mal (wieder) einsehen, daß man nicht auf biegen und brechen mehrere Hunde halten muß und es oft auch für die entsprechenden Hunde nicht wirklich ein Segen ist, dann würden auch weniger Hunde produziert werden. Teufelskreis...

    Deine Meinung ist Ehren, aber die Menschheit ist wie sie ist und das wird sich in naher Zukunft wohl auch nicht ändern.
    Die Tierheime sind voll mit Hunden. In unserem TH sitzen Hunde teilweise jahrelang und das ist die Entwicklung der letzten 4-5 Jahre. früher waren es 10-20 Hunde, heute sind es über 40, Tendenz steigend.
    Wobei ich ja der Meinung bin, das hier der Auslandstierschutz maßgeblich dazu beiträgt, aber das ist wieder ein anderes Thema.
    Die Nachfrage nach secondhand Hunden ist derzeit ziemlich im Keller so wie ich den Eindruck habe.
    Und ich finde es super wenn sich Menschen entscheiden noch einen Hund aufzunehmen und ihm ein gutes Zuhause zu geben.
    Ob kastriert oder nicht halte ich in dem Fall für völlig irrelevant.

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