Zerrspiele - wie richtig oder lieber gar nicht?
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Diego liebt ja neben Suchspielen auch Zerrspiele über alles.
Bei mir läuft das so, dass er das Seil im Maul hat und daran zieht, während ich es nur festhalte (ohne aktiven Gegenzug). Irgendwann gibt er auf, läßt los und wird fleißig gelobt und gekrault. Als Belohnung wird das Teil dann versteckt und er darf suchen gehen.
Meine Schwiegermutter (langjährige Hundebesitzerin) ist der Meinung, ich müsste ihm das Teil irgendwann überlassen, damit er ein Erfolgserlebnis hat.
Und mein Mann meint, Zerrspiele seien generell schlecht, weil sie die Bissigkeit fördern würden.
Ja, wat denn nu?
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ich glaube nicht, dass Zerrspiele die Bissigkeit erhöhen - der Hund beisst ja nicht dich sondern das Spielzeug
Nur festhalten finde ich langweilig - ich hab mit meinen Sitterhündinnen immer kräftig mitgezerrt und geknurrt.
Manchmal hab ich das Spieli "erobert" dann aber meist gleich weiter animiert und später hab ichs dann dem Hund überlassen - was sollte ich auch mit dem ekligen, versabberten Teil
lg
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Wie langweilig, wenn du es nur passiv festhälts, klar darfst du auch aktiv dabei werden.
Also ich mache es so, dass ich meinen Hund auch mal gewinnen lasse und wir dann von vorne anfangen.
Sie hat gelernt auf ein 'Aus' sofort los zu lassen, so kann ich das Spiel auch jeder Zeit von mir aus beenden und muss nicht warten bis sie keine Lust mehr hat und los lässt.
Wenn unsere Hunde miteinander zerrgeln ziehen auch beide Hunde am Seil und schleifen sich dabei durch die Bude, wenn einer nicht dagegen hält macht es keinen Sinn und Spaß.
Ich denke es macht beiden mehr Spass wenn auch der HH aktiv wird und der Hund auch sein Erfolgserlebnis hat.
Bissig ist meine dadurch nicht geworden
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Zerrspiele stehen bei meinem Hund hoch im Kurs.
Ohne das ich mitzerre machts ihm aber kein Spaß und er lässt los. Er kennt den Unterschied zwischen Spiel und Ernst, lässt auf Kommando selbst im größten Spiel los und wenn er zu hochdreht wird das Spiel sofort von mir beendet. Ich seh darin also absolut kein Problem.Wir knurren beide, zerren wie verrückt, mal gewinne ich... mal er, er flitzt mit dem Teil weg, ich jage ihn, dann renn ich weg und er jagt mich mit dem Spieli, dann wird wieder gezerrt... usw.

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Da meine Hunde zu zweit sind spielen sie meistens miteinander Zerren. Wenn einer mit mir spielen möchte sind sie eher zaghaft. Ich spiele dann schon aktiv mit, gebe mal ein wenig nach, halte mal wieder fester, aber da ich zwei junge Rüpel habe achte ich darauf immer locker flockig zu gewinnen. Ich räume ihnen nur selten eine Chance ein.
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Ich denke auch nicht, dass Zerrspiele die Bissigkeit fördern aber wenn du Hundi immer mal gewinnen lässt sicher das Ego!

Ich habe noch nicht einen Hund erlebt, der es nicht toll findet zu zerren (mit Gegenzug), zu gewinnen und dann "verfolgt" zu werden (sprich fangen spielen!).
Und das es einem Hund schlecht tut habe ich auch noch nicht gehört!
Bei Cheyenne und mir ist es immer ein Ausgleich zwischen " sie gewinnt" und "ich gewinne" und dazwischen gibt es mal ne kleine Übung in Sachen "Impulskontrolle", mal ein schneller Wechsel zwischen "Sitz" und "Platz".
Ich persönlich spiele gern und viel zerren mit Cheyenne! Wobei bei ihr das "fang mich" am interessantesten ist!

LG, aussiemausi!
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Vielleicht kommt es auf den Hund an;
Zerr-"Spiele" kommen für meine überhaupt nicht in Frage; Da ich Jagdhunde habe, will ich mit meinen nicht um die Beute konkurrieren, etwas anderes ist es meiner Meinung nach nämlich nicht.LG
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Zitat
Vielleicht kommt es auf den Hund an;
Zerr-"Spiele" kommen für meine überhaupt nicht in Frage; Da ich Jagdhunde habe, will ich mit meinen nicht um die Beute konkurrieren, etwas anderes ist es meiner Meinung nach nämlich nicht.LG
Aber genau das ist doch der Spaß am Spiel! Hier darf ein Rollentausch stattfinden und der Hund darf gewinnen! Ich bin der Meinung, dass der Hund sehr gut zwischen Ernst und Spiel unterscheiden kann, so lange er während des "Ernsts" mich respektiert.Und, um zur Ursprungsfrage der TS zurückzukehren: So zerren, dass Du eher ein bisschen nachgibst, dann irgendwann loslassen und den Hund mit der Beute Raum gewinnen lassen. So hat er ein Erfolgserlebnis. Lässt Du ihn nicht gewinnen, verliert er irgendwann die Lust daran. Im Spiel lässt Du ihm dann die Beute, die Du ihm quasi sonst nicht lässt. Und das macht den Anreiz aus...
Viele Grüße! -
Also, ich spiele mit meiner Hündin trotz Jagdhündin in der Ausbildung trotzdem Zerrspiele. Sie erkennt genau wann wir spielen und wann wir arbeiten. Bei der Arbeit würde die nie auf die Idee kommen die Beute für sich zu beanspruchen und auch während dem Spiel überlässt sie mir das Zerrspielzeug auch sofort auf Kommando. Sehe da gar keine Probleme, wenn die Beziehung zwischen Hund und Halter stimmt.
Muss aber auch einräumen, dass ich glaube, dass man das nicht mit jedem Hund Problemlos spielen kann...
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LG[/quote]
Aber genau das ist doch der Spaß am Spiel! Hier darf ein Rollentausch stattfinden und der Hund darf gewinnen! Ich bin der Meinung, dass der Hund sehr gut zwischen Ernst und Spiel unterscheiden kann, so lange er während des "Ernsts" mich respektiert.[/quote]
Das wäre so, als ob ein Kind sagt: "Wir spielen jetzt Vater-Mutter-Kind"!, Es werden vorher Vereinbarungen getroffen, dass das ein Spiel mit bestimmten Regeln ist, Es wird quasi eine "zweite Ebene" aufgemacht. Ich bin mir ziemlich sicher, das Hund so etwas nicht können. Soll heißen: Auch wenn wir es als Spiel empfinden, misst sich der Hund mit dem Halter. Das brauche ich nicht.
Es gibt 1000 andere Möglichkeiten um dem Hund ein Erfolgserlebnis zu verschaffen.
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