Beiträge von CookieMonster

    Zitat von "Carause"

    So würde ich niemals einen ausgewachsenen HSH beschreiben, vor allem nicht in dieser Reihenfolge.
    Ein Herdenschutzhund wurde darauf gezüchtet selbstständig die ihm zugeordnete Herde zu beschützen - anhänglich und lieb waren dabei sicher nicht die Eigenschaften, auf die selektiert wurde.


    Vielleicht meinst Du es anders, als man es liest, aber einen Hund dieses Typs so zu beschreiben, klingt nahezu fahrlässig.


    Dem stimme ich absolut zu. Und das heißt nicht, dass ich keine HSH mag - aber sie quasi zu verniedlichen halte ich auch für gefährlich. Sie richtig zu händeln ist nämlich nicht ganz ohne.


    Viele Grüße!

    Zitat von "Maanu"


    Hunde spielen selten einfach nur so: es ist eigentlich immer ein Grenzen austesten und Kräfte messen, auch wenn es friedlich abläuft.


    Da möchte ich Dir dringend das Buch "Spielverhalten bei Hunden" von Mechthild Käufer empfehlen. Sehr interessante, ausführliche Lektüre zum Thema.
    Hunde spielen vor allem zum Spaß. Und um ein Kräftemessen geht es nicht wirklich, weil Spiel geprägt ist von Rollentausch (heißt, der sonst eher überlegene Part nimmt sich zugunsten des unterlegeneren Hundes zurück); es ist damit anders als die Realität. Das macht gerade den Reiz am Spiel aus.


    Und zur Ursprungsfrage von Cookie'n'me: Handelt es sich wirklich um Verhaltensweisen im Spiel? Wenn ja: Im Spiel wird Verhalten aus verschiedenen Funktionskreisen in übertriebener Weise gezeigt. Dazu gehören Funktionskreise wie Beutefang (Jagen), Aggressive Kommunikation (dazu gehört eben auch das Kopf auflegen als ein Zeichen des Imponierens), Kampf (Scheinbiss an der Kehle), aber auch Sexualverhalten. Auch hier kommt es auf den Wechsel/Rollentausch an. Befinden sich die Hunde wirklich im (funktionierenden, ausgeglichenen) Spiel, sollten sich die Verhaltensweisen abwechseln. Zeigt ein Part immer wieder das gleiche, wiederkehrende Muster - und der andere Hund versucht sich z.B. nur "rauszuwinden", ist das Spiel bereits am kippen/schon gekippt. Oder war vielleicht nie ein wirlkliches Spiel, sondern von zumindest einer Seite aus Imponiergehabe/"Geprolle" ;)

    Zitat von "TuttiFrutti"

    Huhu,
    mein Hund spielt nicht gerne, was ich sehr schade finde, da es uns im Training sehr helfen würde. Er stürzt sich aber gerne auf alles drauf, was sich bewegt und potenzielle Beute sein könnte. Sprich: Bälle und Stöckchen sind uninteressant, aber ein zappelndes Plüschtier, welches schnell an einem Seil hinterhergezogen wird löst Jagdtrieb aus.
    Wie könnte ich das nun nutzen um ihm das Spielen beizubringen? Mein Ziel wäre es ihn auf ein Spielzeug abzurichten, sodass man ihm später mit dem Spielzeug belohnen kann bzw. auch ablenken.
    Danke


    Hallo!
    Wie bereits gesagt: Vorhandenen Jagdtrieb fördern mit einem unkontrollierten Einsatz der Reizangel halte ich auch für nicht sinnvoll. Du könntest die Reizangel für's Training einsetzen, dann würde ich aber mit Stoppsignal usw. arbeiten - es wäre damit eben kein Spiel, sondern Training. Dadurch kann das Objekt, was dranhängt, durchaus interessant für Deinen Hund werden - oder aber er findet es weiter nur interessant, wenn es an der Reizangel hängt - und nicht im normalen Spiel.
    Generell kann man Interesse an einem Objekt erhöhen, wenn man ein riesen "Bohei" drum macht. Sprich, Du hast ein Spieli, das z.B. in einer Schublade liegt und Du holst es mehrmals am Tag raus, guckst es Dir an, sprichst vielleicht bewundernd darüber, aber Du behältst es Deinem Hund vor. So erhöhst Du immer mehr die Spannung und die Neugierde - bis Du Deinen Hudn irgendwann dranlässt. Das ist aber keine Garantie, dass es klappt ;) Nur ein Versuch.
    Es gibt Hunde, die auf Objekte abfahren und solche, die es nicht tun. Du könntest das Interesse an Objekten auch dadurch fördern, dass Du z.B. einen Futterbeutel spielerisch einsetzt. Jedes Interesse an dem Ding belohnst Du dann damit, dass Du ihn daraus fressen lässt. Dann kannst Du es entweder dauerhaft so laufen lassen, dass Du mit dem Dummy vor allem spielst - doer aber Du schwenkst irgendwann um, nutzt den Futetrbeutel zum richtigen Apportieren und testest aus, ob er über die Beschäftigung mit dem Dummy Spaß an anderen Objekten gewonnen hat.
    Oooooder: Du gehst ganz von Objekten weg und spielst, wie bereits von anderen erwähnt, mit Futter - bzw. mit Körpereinsatz. Wie reagiert denn Dein Hund z.B. wenn Du deine Körperspannung auf einmal veränderst, an ihn ranschleichst, einen "Angriff" startest? Geht er darauf ein?


    Zusammenfassend kann man sagen: nicht jeder Hund lässt sich mit allem motivieren. Das mzuss auch nicht so sein. Finde raus, was geht und was nicht. Und dann habt Spaß mit dem, was geht :)


    LG!

    Ich weiß, dass man sehr zwiegespaltener Meinung zu dem Thema sein kann; zumal unter Hunden auch akzeotiert wird, wenn ein grdunsätzlich unterlegener Hund seine Ressourcen verteidigt.
    Ich persönlich sage: Ich muss meinen Hunden alles wegnehmen können. Weil a) weiß ich im Zweifelsfall eher, ob es sich um ein vergiftetes Stück Fleisch am Straßenrand handelt und b) hat ein Hund, der Ressourcen vor (s)einem Menschem, notfalls mit Beißen verteidigt, keine Schnitte in unserer Gesellschaft. So ein Hund, hat er erst einmal gepackt, landet ruckzuck im Tierheim. (Rede nicht von meinen Hunden, sondern allgemein) Daher meine Einstellung zu dem Thema.


    Viele Grüße!

    Klar geht Hundeerziehung ohne Hundeschule. (Und das sag ich uneigennützig ;) ) Natürlich erfordert das, dass Du interessiert und engagiert Dir anderweitig Infos holst unde kritisch prüfst, was zu Dir und Deinem Hund passt. (Aber Trainer muss man ja, wie Du siehst, auchs ehr kritisch prüfen ;) )
    Wenn es doch schwierig werden sollte, dann würde ich nicht erst den "Hund in den Brunnen" fallen lassen, sondern zu einem frühen Zeitpunkt einen Trainer hinzuziehen. Hier lohnt es dann vielleicht auch, Geld in ein Einzeltraining zu investieren (und z.B. einen Trainer von weiter weg zu nehmen, der passt).

    Auch von mir ein klares "Mach das!". Es sind doch meist die anderen Hundebesitzer, die wirklich wissen, was für einen Verlust man erlitten hat - im Gegensatz zu vielen Menschen ohne Hund, denen es schwer fällt, die Tragweite wirklich zu begreifen.
    Meine Eltern haben nach dem tragischen Tod von ihrem Hund eine Beleidskarte von Freunden bekommen; sie fanden es sehr schön.
    Nette Idee von Dir!