Alles irgendwie niederschmetternd
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Erstmal auch von hier vielen Dank für die Erfahrungen - ich les dann mal still interessiert weiter mit.
Bißchen grinsen mußte ich auch schon, denn das hier...
"man kann solch einen Hund zb.nicht mit einem quirligen, schnellen, tobsüchtigen Terrier vergleichen"
...ist nämlich exakt das, was ich meine: diese bei jeder Rasse automatisch fallenden Zurodnungen. Ich hab in mehr als 30 Jahren Terrier-Haltung noch keinen gehabt, der auch nur entfernt "tobsüchtig" gewesen wäre - das ist nun wirklich eine Sache der Zucht und des Managements. Ich würde viel eher einige der hier beschriebenen Podenco-Reaktionen in diese Kategorie einordnen...wobei ich es aber auch völlig normal finde, daß ein erwachsener Rüde andere Rüden partout nicht ausstehen kann. (Wie er sich dann benimmt, ist natürlich eine ganz andere Frage!)
Insofern traue ich diesen generellen Rassebeschreibungen nicht so ganz und finde es um so dankenswerter, aus erster Hand erzählt zu bekommen, wie ein Podenco denn nun "anders" reagiert. Denn, wie gesagt, unser Ibicenco-Freund unterscheidet sich nicht dramatisch von anderen Hunde-Spezialisten.
Mit "tobsüchtig" habe ich nichts negatives gemeint.
...und JA VIELES ist erziehungstechnisch auf uns HH zurückzuschließen...da gibt es nichts zu diskutieren.Ich persönlich mag Podencos wie gesagt nicht...und zunächst war es auch nicht zu ersehen das in meiner Hündin(als Welpe) ein Podenco steckt...außerdem sind es meist sehr verschiedene Mixe wo man auch nicht eine genaue "Podenco Beschreibung" passend draufmünzen könnte.
Aber um zb. ein anderes Rassenbeispiel zu nennen: der Marammeno...scheint auch so eine resistente Rasse zu sein die ihren eigenen Kopf hat.
...natürlich kann man das nicht verallgemeinern...aber ich kenne einen Marammeno dessen Halterin mir oft genug ihr Leid klagt, das der Hund oft erziehungresistent ist...sie ist mit ihrem Hund seit 2 jahren in der Hundeschule, das Ergebniss läßt sich zeigen: gut verträglich mit anderen Hunden...allerdings im Gehorsam etwas schwermütig...nun die HH muß improvisieren...Sitz und Platz und der ganze Grundgehorsam kann sie vergessen
Ich dachte zunächst nur: Ja, ja wir haben nur keinen Bock uns richtig ins Zeug zu legen in der Erziehung...aber nachdem ich den Hund kennenlernen konnte hab ich verstanden was sie meinte
...übrigens ein WUNDERSCHÖNER Hund aber mit viel Schutztrieb ausgestattet...ABER zb. NICHT vergleichbar mit einem Schäferhund...ich finde an einem Podenco nichts Besonderes und ich glaube das soll hier auch nicht hervorgehoben werden.
ich persönlich denke es ist schwierig diesen Hund zu erziehen weil die Wahrnehmung in allen Bereichen zusammen so erhöht ist...es ist nicht so das diese Hunde nicht ihren Halter wahrnehmen, sondern in der nächsten Sekunde 10 andere Tatsachen mitbekommen...
...die sprintspezifischen Eigenschaften ansich sind für mich jetzt zb. kein Problem.Vielleicht sind es auch die rassenunterschiedlichen Merkmale eines solchen Mixes und dessen unterschiedlichen Triebeigenschaften die Erziehung nochmal erschweren...
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So ist es bei Oskar auch. Ein kleines Beispiel..,
Wir wohnen in der 2. Etage, ich habe letztens gestaubsaugt, er lag ruhig unter dem Bett. Irgendwann sprang er auf bellte und rannte zur Tür. Ich dachte, ok, es hat wahrscheinlich geklingelt. Hab aufgedrückt, und es kam ein Postbote hoch. Der Postbote sagte zu mir:" Können sie hell sehen? ich hab doch noch gar nicht geklingelt."Oskar hat trotz das der Staubsauger lief, gemerkt, wie auch immer, dass jemand in unsere Einfahrt gegangen ist.
Habe vorher noch keinen Hund gehabt, vielleicht sind ja alle Hunde so, aber es hat mich doch umgehauen.
Trotzdem möchte ich nochmal sagen, dass ich nicht sage: Podencos sind die besseren, schlaueren, und tollsten Hunde. Es ist nur so,dass ich jedesmal merke, dass andere mit vielleicht den gleichen Methoden ihren Hund schneller in den Griff bekommen.
Vielleicht liegt es wirklich an mir, aber diese Rasse ist tatsächlich sensibel, wenn ich mal laut werde, ist er den restlichen Tag sehr zurückhaltend zu mir. Das zeigt mir doch nur,dass ich die bisherigen Ratschläge nicht umsetzen kann.
Wenn mir ein Trainer sagt,." Du musst zurück pöbeln, Dein Hund verarscht Dich." Dann werde ich mich von diesem Trainer distanzieren.Ja sowas ähnliches kenne ich auch:
Wir sitzen abends im Wohnzimmer vor dem Fernseher...zwei dicke Wände und drei Türen und geschlossenen Fenster trennen uns von dem Territorium "Hundewiese vor unserer Haustür" (wie gesagt hier reagiert sie extrem auf fremde große Hunde).Wir sitzen also da und plötzlich steht meine Hündin auf und bekommt ne riesen Bürste...da hab ich mir auch gedacht, da ist ein fremder Hund auf der "hundewiese" vor unserer Haustür...ich schaute nach und sah den ärgsten "Feind" meiner Hündin...da hab ich mich auch gefragt wie das sein kann, weil der besagte Hund 20 Meter auf der anderen Strassenseite entlangging.
Aber natürlich weiß ich nicht ob man das alleine auf eine "Podenco Art" zurückführen kann

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Was bedeutet eigentlich: "Wenn ein Rüde kommt" bei Dir?
Ja, wenn er einen Rüden sieht, oder auch riecht. Er muss ihn ja nicht mal sehen. Allerdings gibt es auch Rüden die er mag. teilweise sind es Rüden,die er von anfang an mochte, oder auch welche, die ich nach langer Zeit schön gefüttert habe. Und dann ist er Stolz wie "Oskar" wenn er sich getraut hat, mit ihnen zu spielen.
Heute hat es z.B. ganz gut geklappt, haben gleich drei "Feinde" getroffen. Ich habe sie schöngeredet und schöngefüttert, bis auf ein kleiner Iro war alles ruhig geblieben.
Das mit dem "schönreden" habe ich übrigens vor einiger Zeit angefangen und oft habe ich Erfolg dabei, aber halt nicht immer, je nach Tagesform.
Es ist ähnlich wie "zeigen und benennen", nur dass ich keinen Clicker anwende, weil Oskar mit dem Clicker nix anfangen kann. Unser click Geräusch ist das Wort "fein", dann geht sofort die Zunge über die Schnauze.Ich glaube bei dieser Rasse spielt die hohe selbständigkeit ne Rolle. Ein Labrador z.B.ist mit seinem Will to please wahrscheinlich einfacher zu händeln, ein Podenco denkt gar nicht daran seinem Herrchen in den A....zu kriechen.
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Generell würde mich auch sehr interessieren, weil einer der besten Kumpel meiner Hündin ein entzückender knapp zweijähriger, reinrassiger Ibicenco ist - sind Podencos denn wirklich soooo anders?
Was mich mal intressieren würde: Wie groß ist der? ich meine du hattest schonmal was geschrieben über den und erwähnt, dass er nicht so besonders groß wäre? Kann auch sein dass ich mich täusche und das war jemand anderes ...
Weil, die "richtigen" Ibicencos sind ja nicht grade klein, so ab 60 bis 75 cm Schulter. Aber ich hab in letzter Zeit auch ein paar mal Podencos gesehen, die aussahen wie reinrassige Mini-Ibicncos um 45-50cm.
Wunderschön... naja, da den Spaniern der FCI-Standart nunmal größtenteils egal ist wundert mich das auch nicht, aber intressant ist es schon.ZitatInsofern: Sind das nicht generell die Grundeigenschaften eines unabhängig arbeiten, noch sehr ursprünglichen Jagd- und Hetzhundes, also eines hochtourigen Arbeitstieres - quer über alle Rassen, Schläge und Nationen?
Ich denke schon.Zitat[...] nochmal die interessierte Frage: Sind die generell wirklich so anders - oder ist da, wie bei anderen Rassen auch, nicht auch viel stolzes "meiner ist eben was Besonderes, daher kann man...nicht von ihm verlangen" im Spiel ?
Halb-Halb? So ist es zumindest bei meinen Hunden. Im Grunde sind es alles bloß Hunde und das Grundrezept ist immer das gleiche. Aber so ein paar beachtenswerte Eigenschaften gibt es doch, die man mögen muss um glücklich zu sein.
Das gilt für mich allerdings auch wieder für alle Rassen.Zu dem eigentlichen Problem: Ich denk auch, dass der beste Weg mit sowas umzugehen und dabei froh zu bleiben ist, sich nicht mit anderen zu messen.
Dann gibt es halt Dinge die der Hund nicht kann und nicht mag, na und? Da kann man ja dran bleiben, aber für die Zeit bis dahin muss man sich freimachen von "Das muss!".Außerdem finde ich es, bei Erziehungsproblemen wo der Hund viel an der Leine gehen muss (jagen, abhauen, pöbeln/Aggressionen usw usf) immer hilfreich, wenn man ne Gelegenheit hat den Druck ein bisschen abzulassen.
Ich weiß nicht wie das bei euch ist, ob ihr nich nen Auslauf nutzt, nen großen Garten habt oä...
Als mein ältester Rüde das erste Jahr strikt nur an der SL war, hatte er schon ganz schön Druck - er wollte sich MEHR (bin damals ca. 2 h große Runde + Gassi gegangen), schneller und vor allem wollte er sich FREI bewegen.
Da kann auch noch so viel Kopfarbeit nix dran ändern, der Hund will auch einfach mal in Ruhe sein Ding machen, laufen, schnuppern, baden, trödeln, buddeln, vorrauslaufen OHNE dass ne Leine dranhängt oder man ihn irgendwie beeinflusst, ständig was von ihm will, ihn ranruft, kontrolliert, überwacht...
Kann ich gut nachvollziehen, würde mir nicht anders gehen. Vielleicht passt das mit mir und den Windhunden deshalb ganz gut.Fahrradfahren hat etwas geholfen um rein körperlich überschüssige Energie abzubauen (Bei etwas kooperativeren + führerbezogeneren Hunden mag auch Hundesport wie Icephoenix das mkt dem Longieren macht funktionieren). Aber so richtig gut wurde es sowohl mit dem Thema Streunen/Jagen/Rückruf/Radius als auch mit dem Pöbeln erst, als wir regelmäßig nen netten, riesengroßen Auslauf besucht haben, wo er auch mal 2 Stunden ungestört sein Ding machen konnte.
Er hat zwar an der Leine immer nen riesen Aufriss gemacht, aber wie bei vielen Hunden war es dann letztlich im Freilauf gar nicht mehr so weit her mit der großen Klappe, grade als er in die feste Auslaufgruppe mit einkam hat er ganz kleine Brötchen gebacken.
Das zu merken und zu wissen: "Eigentlich ist er gar nicht so wild wie er tut." hat schon ernorm geholfen, dass ich mich mit ihm an der Leine auch mehr entspannt hab.Entspannung und Selbstbewusstsein ist jetzt nicht dass alleinige Geheimniss, ich hab schon noch ne Menge gemacht, namentlich mit dem Klicker ein "Schau her!" Kommando eingeübt und ebenfalls mit dem Klicker entgegenkommenden Hunde "schönkonditioniert", generell Leinenführigkeit geübt und mehr Konsequenz walten lassen. Aber es hat viel geholfen.
Da würde ich jetzt aber nicht sagen das ist DER Weg, das ist sicher bei anderen Hunden anders, kann ich schwer sagen...Als es erstmal soweit war, dass er zumindest stellenweise freilaufen konnte (nach ca. nem Jahr), war es als wäre ein Knoten geplatzt. Je mehr der Hund davon haben konnte was er umbedingt wollte (freie Bewegung und auch mal in Ruhe gelassen werden), desto besser funktionierten plötzlich alle Anforderungen die man sonst noch hat. Wenn der kriegt was er will, dann ist er für den Rest deutlich aufnahmebereiter.
Man muss aber dazu sagen, dass Lawrence als Primärproblem nie das jagen oder das pöbeln hatte (obwohl er beidem nicht abgeneigt war), sondern das er eher ein opportunistischer Streuner war, der einfach abhaute um des Abhauens willen. -
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Fahrradfahren hat etwas geholfen um rein körperlich überschüssige Energie abzubauen (Bei etwas kooperativeren + führerbezogeneren Hunden mag auch Hundesport wie Icephoenix das mkt dem Longieren macht funktionieren). Aber so richtig gut wurde es sowohl mit dem Thema Streunen/Jagen/Rückruf/Radius als auch mit dem Pöbeln erst, als wir regelmäßig nen netten, riesengroßen Auslauf besucht haben, wo er auch mal 2 Stunden ungestört sein Ding machen konnte.Das Longieren habe ich übrigens angefangen, um die Kooperation und den Bezug zu mir weiter aufzubauen und es hilft auch wirklich :) Für mich gibt es im Moment nichts schöneres als sie mal ein paar Runden im schnellen Trab (weiter sind wir noch nicht) um den Kreis laufen zu sehen, wärend sie interessiert und einfach fröhlich und aufmerksam ist. Für sie ist das Training allerdings auch sehr anstrengend - 15-20 Minuten, dann ist das Madamchen platt für den Tag.
Das ist auch sicher noch ausbaufähig. Ich merke auch, dass sie an der Schlepp aufmerksamer wird, sich mehr für mich interessiert. Ich denke schon, dass man mit so einem Sport viel Bindung aufbauen & fördern kann...wenn der Hund eben Spaß drann hat. Und da hab ich wohl echt Glück gehabt.Nach einem großen Auslauf, am liebsten mit anderen lauffreudigen (windigen) Hunden suche ich noch, finde aber leider nichts ... Zu gern würde ich sie einfach mal laufen lassen, dass sie machen kann, was sie möchte. Aber einfach mal so von der Schlepp lassen...traue ich mich ehrlich gesagt nicht. Würde vermutlich in freiem Gebiet auch schiefgehen.
Falls jemand einen Auslauf in Südhessen kennt, bitte melden

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Hallo,
ich kann dich gut verstehen. Ich habe hier auch so ein bewegungsfreudiges, immer wieder mal pöbelndes selbstständiges, freiheitsliebendes spanisches Energiepaket - allerdings keinen Jagdhund sondern einen Hüti.
Ich hatte auch viele Tage, an denen ich verzweifelt bin. Allerdings hatte ich Glück, dass ich an eine Trainerin geraten bin, die mir geholfen hat Pedro Stück für Stück seine Freiheit zurück zu geben.
ZitatDas mit dem "schönreden" habe ich übrigens vor einiger Zeit angefangen und oft habe ich Erfolg dabei, aber halt nicht immer, je nach Tagesform.
Die Tagesform war für uns auch über Monate der größte Indikator für unseren ganzen Tagesablauf. So im Rückblick komme ich mir vor wie eine Glucke, die jeden "Pubs" registriert. Ich habe über ein halbes Jahr lang jeden Tag Tagebuch geschrieben - wann wir wo und wie lange Gassi waren, wen wir getroffen haben, wie er sich benommen hat, ob er viel oder wenig geschlafen hat, ... - jeden Pubs eben. Aber ich merkte dann bald (mit Nachhilfe meiner HT) dass ich nicht länger als 30 min am Stück draußen bleiben sollte weil er dann tendenziell schneller durchdreht bzw. das Pöbeln anfängt. Wenn wir zuviel "Programm" machten, wenn wir Katzen getroffen haben, wenn er zu wenig geschlafen hat, ... - alles drehte ihn hoch und es ging dann in der Folge nichts mehr. Die gelernten Kommandos waren wie nie geübt und ansonsten hatte ich ein zappelndes nerviges Fellbündel an der Leine.
Unser Ziel war dann zunächst ruhig, anständig und entspannt an der Schlepp Gassi zu gehen. Ich habe ziemlich lange so viele Reize wie nur möglich von ihm ferngehalten (damit er möglichst keinen Grund hat hoch zu drehen) und war auch nur sehr wenig und langsam draußen. In dieser Zeit gab es auch kein Toben oder Spielen mit anderen Hunden, keinen Freilauf, keine Spielchen mit mir, keine Tricks, keine Kommandos sondern nur RUHE - ooooooooohhhhhmmmmmm. Ihm hat das sehr gut getan. Nach und nach habe ich unser Programm wieder ausgebaut und kann inzwischen weitestgehend normal mit ihm draußen gehen.
Bei seiner Pöbelei habe ich gemerkt, dass ihm (je nach Tagesform
) Höflichkeit sehr wichtig ist. Wenn er die Tage zuvor nicht allzu stressiges Programm hatte und er soweit relaxt ist klappt es meist gut. Kommt der andere Hund jedoch zu schnell auf ihn zu und er hat ihn noch nicht ausreichend taxiert ... oje
. Auch wenn der andere Hund nicht so genau weiß, und ebenso unsicher ist wie Pedro ... dann gehts los. Bleibt der andere Hund jedoch stehen und er hat in ausreichender Entfernung genug Zeit zum Gucken ist es o.k. An Tagen, an denen er sowieso rel. nervös ist klappt dies alles noch viel schlechter und ich kann bei manchen Hundebegegnungen schnell die Flucht ergreifen. Da würde nix funktionieren. - Trotz der leckersten Leckerli zum schönfüttern.Ich wünsche dir viel Geduld und gute Nerven - das wird schon noch (irgendwann
)Conny

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maroula,
der Rüde ist relativ klein, ich würde ihn mit seinen zwei Jahren auf so etwa 50 cm schätzen. Daß er 14 Kilo wiegt, weiß ich aber genau, weil wir uns öfter darüber amüsiert haben, daß er zwar doppelt so schwer ist wie seine Terrier-Freundin, dafür aber nur halb so schnell, insofern sind sie gut ausgeglichen...
Reinrassig ist er wohl (aussehen tut er auf jeden Fall so), seine Besitzerin hat eine Freundin, die seit langem auf Ibica lebt, sich da gut auskennt und gelegentlich den "Ausschuß" der Jäger über eine Orga vermittelt - darunter damals auch diesen Welpen. Angeblich gibt es gerade auf Ibiza diesen besonders kleinen, zierlichen Podenco-Schlag? -
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Unser Ziel war dann zunächst ruhig, anständig und entspannt an der Schlepp Gassi zu gehen. Ich habe ziemlich lange so viele Reize wie nur möglich von ihm ferngehalten (damit er möglichst keinen Grund hat hoch zu drehen) und war auch nur sehr wenig und langsam draußen. In dieser Zeit gab es auch kein Toben oder Spielen mit anderen Hunden, keinen Freilauf, keine Spielchen mit mir, keine Tricks, keine Kommandos sondern nur RUHE - ooooooooohhhhhmmmmmm. Ihm hat das sehr gut getan. Nach und nach habe ich unser Programm wieder ausgebaut und kann inzwischen weitestgehend normal mit ihm draußen gehen.
Ist bei uns übrigens sehr ähnlich! Anfangs habe ich viel zu viel mit ihr gemacht (sowohl für ihr alter als auch für ihren Typ), habe dann irgendwann das Programm auf NULL runtergefahren, weil ich ein völlig überdrehtes, hysterisches Bündel dabei hatte, mit dem NICHTS anzufangen war.
Einige Wochen lang beschränkte sich das Programm auf 5-6 Tage in der Woche "aktion" (Morgen 10 Minuten Garten, Mittags maximal 30 Minuten unterwegs, abends wieder Garten) und 1-2 Ruhetage, wo der "lange" Gassigang ganz wegfiel.Hat SUPER funktioniert. Sie wurde ruhiger, viel entspannter, ansprechbarer.Im Moment ist sie knapp 10 Monate alt und nach fast 5 Monaten Ruheprogramm bauen wir das Programm ganz langsam wieder aus: weiterhin halte ich mir einen Tag/Woche als Ruhetag, den ich meist so verteile, wie es für mich am praktischsten ist (wenn ich z.b. viel unterwegs oder krank bin), Gassigänge sind bisher nicht länger als eine Stunde (1-2x am Tag so 20 Minuten, 1x 30-60 Minuten ist schon VIEL), oft auch ohne Sonderbespaßung, manchmal mit Suchspielen oder Longieren (auch maximal 15-20 Minuten). An manchen Tagen auch komplett wortlos, nur schlendern, schnüffeln, Beine vertreten.
Wir fahren mit dem Programm sehr gut. Ganz selten gehen wir auch mal lang und mit anderen Hunden, da folgt dann aber eigentlich IMMER der Ruhetag, 2 Stunden mit Hundekumpels reichen locker für 2 Tage.Oft wird mir gesagt "das ist vieeel zu wenig für nen jungen Hund, die brauch bespaßung, muss rennen, flippen" - aber das ist zumindest bei Shira der absolute Abschuss, für sie sowie für mich. Oft ist sie nach dem Ruhetag auch nochmal viel entspannter, statt aufgedrehter.
Vorteil daran: Wenn mal wirklich mal die Zeit fehlt (bei uns z.b. wärend der Renovierung, wo wir teilweise 12 stunden am schuften waren, oder als ich mit Grippe einige Tage komplett ausgeschaltet war) kann ich sie auch mal getrost 3,4 Tage ohne Bespaßung lassen, ohne Angst zu haben, dass sie völlig durchdreht. Dann kuscheln und schlafen wir eben mehr!
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maroula,
jetzt hab ich mal Google bemüht, und auch wenn das eine Hündin ist: das könnte er sein, ganz genau - nur eben etwas verkleinert:
http://www.perrosamigos.com/images/perros-podenco-ibicenco.jpg
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sinaline,
ich find's auch nicht schlimm, stimmt ja oft sogar. Muß aber eben nicht sein und war deshalb so ein schönes Beispiel dafür, wie bei einer bestimmten Rasse prompt diese Assoziationen auftauchen - wie eben der angeblich generell katzenartig unerziehbare Podenco...
Wenn du übrigens "spielsüchtig" draus machst, stimmt es ganz genau: da fällt wirklich auf, daß der Podenco mit zunehmendem Erwachsenwerden eher ins Würdige tendiert, während der genau gleich alte Terrier nach wie vor der totale, am liebsten ewig kaspernde Kindskopf ist - und wohl auch bleiben wird.
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