Mein Hund viel zu stark auf mich bezogen, ist das normal?

  • Es geht doch überhaupt nicht darum, dass der Hund sich von Fremden führen lässt (das ist ein anderes Diskussionsthema). Es geht darum, dass der Hund selbst bei vertrauten Personen mega Stress hatt, wenn er sein Frauchen/Herrchen nicht mehr hat, und nur noch am Rad dreht. Und das ist ungesund, da ist die Bindung zu eng.

    Bindung etwas lockern ist natürlich ein Reizthema, da die meisten Erziehungsbemühungen dahin gehen, den Hund möglichst abhängig und hörig zu machen. Die Kehrseite davon sind ohne ihre Bezugsperson enorm gestresste Hunde.

    Ich bin single, und ich bin nicht unverwundbar. Ausserdem führe ich zwei Hunde im Mantrailing. Daher finde ich es wichtig, dass ich die Leine auch mal Kollegen in die Hand drücken kann, ohne dass ich mit Schadenersatzklagen rechnen muss, oder meine Hunde einen Herzkasper erleiden. Wer sich nicht vorstellen kann, dass die geliebten Hunde auch mal unständehalber einige Tage ohne die gewohnte Bezugsperson verbringen müssen, hat da wohl kein Verständnis. Denen kann ich nur wünschen, dass sie nie in ein Krankenhaus müssen, oder sonstwie von ihren Hunden getrennt werden.

  • hej nochmals,

    mal kurz zurück zu der Begrüssung.
    Normalerweise ist es so, dass die Leute wollen, dass ein Hund nicht hochspringt, weil er die Kleider dreckig machen kann.
    Bei mir ist es umgekehrt.
    Ich bin Landschaftsgärtner und als solcher bin ich manchmal ganz schön dreckig, wenn ich im Regen mit Erde gearbeitet habe oder voller Staub, wenn ich Fliesen mit dem Winkelschleifer geschnitten habe.
    Dann arbeite ich auch mit Dünger, Herbizid, Fungizid und Insektizid, nichts was mein Hund lecken sollte.
    Ausserdem gehören zu meinen Hosen Rosenschere, Säge, Doppelmeter, Messer, Bleistift und vieles andere, kommt auf die Arbeit an.
    Auch wenn ich zugebe, dass es anstrengend sein kann, wenn ein Hund an mir hochspringen würde, nachdem ich einen ganzen Tag hart gearbeitet habe, so geht es mir doch sehr viel mehr darum, dass dies für ihn gefährlich ist.

    Dies mal zur natürlichen Haltung.

    Liebe Grüsse aus Dänemark

  • Mein Hund hat nicht 9 Stunden Stress am Tag. So schlimm ist es nun auch wieder nicht.
    Bevor ich zur Arbeit fahre, bringe ich ihn zu meinen Eltern. Meine Mutter muß mit dem Hund an der Haustür stehen, während ich wegfahre. Wenn der Hund dann sieht, daß das Auto weg fährt, und er sicher weiß, ich bin weg und komme so schnell nicht wieder, dann ist das auch in Orndung für ihn.
    Aber wenn ich einfach so wegfahre ohne das er das sieht, dann würde er 9 Stunden Theater machen, weil er immer vermutet, daß ich noch irgendwo da bin vor der Tür.

    Mein Hund war, als er 4 Monate alt war, mal 3 Tage in einer Tierklinik (hatte einen Unfall). Nun ist er 3 Jahre alt.
    Vielleicht sind das doch Verlustängste???

    Habe noch ne Frage:
    Wenn ich z.B. mit meiner Mutter auf dem Sofa sitze, und meine Mutter haut mir so zum Spaß mit ihrer Hand auf den Oberschenkel, oder sowas in der Art, dann kommt mein Hund wie ein Irrer angerannt, springt zwischen uns und knurrt meine Mutter an. Aber ich darf sowas bei meiner Mutter machen, das macht ihm nichts aus. Was hat das genau zu bedeuten?

    LG

  • Das denke ich auch, sowas lässt sich ja trainieren und ich sehe die Notwenigkeit. Ich denke der HH muss entscheiden wie er sich den Hund in dieser Hinsicht erzieht.
    Nur wenn es, wie z.B. bei mir, vollkommen unproblematisch ist und für mich ok, dann ist das auch i.O.
    Bei meinen Kids darf er das nicht... das klappt auch, die begrüßt er eben "bodenständiger" :D .

    Ich sehe zwar auch nicht wo hier plötzlich die Fremdführung, Besucher etc. ins Spiel kommen.
    Aber seis drum, Tucker ist kein Hund den man mal eben jemandem in die Hand drückt, auch nicht für mal kurz... Es gibt aber einige Personen außer mir die es können und ich weiß aus Erfahrung, dass er sich auch an andere Menschen relativ schnell gewöhnen.
    Allerdings sehe ich da auch keinerlei Änderungsbedarf. Mein Hund ist Typ Einmannhund, das wußte ich, ich bin ehrlich, ich mag das an einem Hund. Sicher muss man den Hund an einge "Notpersonen" gewöhnen, aber ein "hier nimm mal eben" wäre kein Hund für mich :ops: .
    Besuch findet er schwierig, da hat er nen hohen Erregungslevel und zuviel Stress, braucht 1-2 min. bis man ihn gefahrlos freigeben kann. Dann geht es aber soweit gut. Wir arbeiten da dran, ich möchte dass er da weniger Stress hat.

  • Hallo!
    Bei diesem Thema beschäftigt mich auch die Frage wie sich freudiges Verhalten bei einem Hund ausdrückt?
    Wie zeigt ein Hund Freude? Ich glaube nicht das ein Hund bei der Begrüßung mit gehobener,wedelnder Rute sich freut. Ich kann mir auch nicht vorstellen das es Freude ist wenn ein Hund dann noch an einem hochspringt.
    Auf mich wirkt das irgendwie anders.
    Können Hunde eigentlich überhaupt Freude bewußt kommunikativ transportieren?
    Ich beobachte Freude bei meinem Hund eher in kleinen Nuancen. Die Rute ist abgesenkt und wackelt nur unten ein wenig:). Die Schnauze wird leicht erhoben und sie legt eine gewisse Mimik auf. Sie verhält sich dabei ruhig und respektvoll....Aber sie kann auch anders: Ich kenne auch das andere geschilderte Verhalten. Die Rute oben, wedelnd, mit querstellen vor den Beinen oder anspringen.
    Begriffe wie (böser) Rudelführer, Kontrollfreak,etc. können sehr stigmatisierend wirken. Doch spielen sie eine gewisse Rolle. Hunde sind Individualisten genauso wie ihre Bezugspersonen.
    Ich denke schon das Dein Hund einen Kontrollverlust hat. Ich glaube auch das er ohne diesen Stress besser leben würde und Du natürlich auch;)
    Daran würde ich arbeiten. Genannte Tipps waren ja schon sehr gut!
    Ich persönlich finde das Ziel das sich der Hund entspannen kann sehr Wertvoll. Man gibt ihm eine gute Handlungsalternative auf die er bei Bedarf zurückgreifen kann....
    Viele Grüße

  • Zitat

    Wo und wann kam das?
    Kommt da eine Wiederholung?


    Vox, jetzt gerade.
    Hund Katze Maus, kommt in Abschnitten.-

  • Zitat

    Hat jemand gestern den Rütter gesehen?
    Da war ein Kontrolletti, heftig.


    Ähm ja, hat Rütter das gesagt?

    Als Entertainer ist ja nicht schlecht aber als Hundetrainer echt fehl am Platze....


    By the way, wie begrüßen sich denn Hunde?

    Und ja, Hunde können durchaus Freude bewusst und kommunikativ nach aussen bringen.

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