Schlafbedürfnis des Hundes

  • Caron schläft seit gestern durch, mit kleinen Pinkelausflügen hinter das Haus. Zwischendurch kommt er gucken ob wir noch da sind.
    Er ist so total "auf dem Gummi" weil er bei meiner Schwester in den Ferien war, wir sind in der Zwischenzeit umgezogen und das ist natürlich alles mega anstrengend.

    Daher ist diese Woche "Schonprogramm" angesagt. Nur kurze Ausflüge hinter die Bäume, ansonsten schlafen und erholen für den Vierbeiner.

  • Schöner Thread!

    Ich war ja schon immer der Meinung, dass ein Hund auch Ruhe braucht und nicht jeden Tag von Kurs A nach Kurs B kutschiert werden muss.
    Schara ist immer dabei. Muss aber auch an Tagen wie heute 8 Stunden bei mir im Laden ausharren. Wenn ich manchmal hier so quer gelesen habe, hatte ich immer ein mega schlechtes Gewissen deshalb. Dabei sitz ich meine Zeit hier ja genauso ab. :roll: Die meiste Zeit von den 8 Stunden verschläft sie. Dann gibts eine ZOS Übungseinheit. Einen Fleischknochen und ein paar Streicheleinheiten.
    Ich denke das Leben könnte schlimmer sein. Ich würde zwar auch lieber draussen spazieren gehen, geht aber nu mal nicht!
    An Tagen wo wir zuhause sind gibt es dafür 2 große Spaziergänge und mehr zu sehen, weil sie mir immer hinterher dackelt und zuschaut wie ich draussen Wäsche aufhänge, Gartenarbeit mache, koche usw.
    Bisher kommt sie mir eigentlich recht ruhig und ausgeglichen vor.

  • Schön zu lesen, dass es hier auch viele gibt, die die selbe Ansicht haben wie ich.

    Mein Hund war von Anfang an eher der ruhige Zeitgenosse und ist es bis heute.
    Er ist zwar gerne bei uns und findet Action auch klasse, fordert aber auch ganz klar seine Ruhezeiten.
    Kontaktliegen ist nicht seins, was aber völlig i.O. ist.

    Er zieht sich oft zurück und pennt. Das darf er auch soviel und solange er möchte. Er zeigt mir sehr genau, was er will, was es mir natürlich sehr leicht macht.

    Natürlich ist jeder Hund anders. Jeder HH sollte für sich und seinen Hund das optimale Gleichgewicht zwischen Ruhe und Aktion finden.

  • ich habe einen Aussie, der zur Hälfte Arbeitslinie ist - und der zeigt mir sehr deutlich an, wenn er Ruhe braucht! Deutlicher gehts fast nicht!
    Wenn er der Meinung ist, er muss jetzt schlafen, dann tut er das und dann brauch ich auch nicht mit irgendwelchen Übungen kommen. Da würde er mir nen Vogel zeigen (noch nicht mal das, der hebt keine Pfote, wenn er im Ruhemodus ist).

    Ich schätze das an meinem Hund sehr! Wir Menschen sind ja ein bisschen davon verwöhnt, dass unsere Hunde (vor allem auf spezielle Rassen bezogen) vermeintlich stets und ständig was tun "wollen". Unsere alte Pflegehündin konnte man hochscheuchen, wann immer man wollte - und wenn es nachts um 3 Uhr war. Ein Fingerschnipp und sie war da, zu allen Schandtaten bereit.

    Allerdings bekommt man ja auch häufig pro Forma ein schlechtes Gewissen eingeredet, dass man auch JA genug mit seinem Arbeitsköter macht. :muede:

    Nachwievor bin ich der Meinung: Qualität statt Quantität, und: man muss schon auf die ganz individuellen Bedürfnisse seines Hundes Acht geben. Nicht jeder Aussie ist unermüdlich und nicht jeder "Schoßhund" ist ein Couchpotatoe.

    Bei meinem Hund versuche ich, die Tage abwechslungsreich zu gestalten, aber auch anschließend für genügend Erholung zu sorgen, wenn mal viel anstand. Gestern zB war ein Hammertag. Heute hat Hundi dafür frei - er ist heute mal daheim geblieben (kommt sonst mit ins Büro) und ich bin mir sicher, dass er das sehr genießt! Er wird sehr wahrscheinlich in meinem Bett liegen und einfach nur pennen :sleep:

  • :gut: Super Thread!

    Ich denke, wenn dem nicht so wäre, würde meine Große nicht jeden morgen völlig entgeistert schauen, wenn ich sie tatsächlich dazu nötige vor 9 oder 10 Uhr ihre Box zu verlassen und mit mir Gassi zu gehen.

    Ich merke auch: Wenn mal richtig viel Action ist, und meine Hunde nicht richtig zur Ruhe kommen, schlaucht sie das irgendwie.

    Und ich persönlich glaube, dass es meinen Hunden sogar gut tut, wenn ich tagsüber 6 Stunden arbeite. Wenn ich zuhause bin, dann verfolgt mich zumindest meine Kleine auf Schritt und Tritt und kommt nur zur Ruhe, wenn auch ich ruhig auf dem Sofa oder am PC sitzen bleibe.
    Wenn ich z.B. den Haushalt mache, dann macht sie grundsätzlich mit, und setzt sich immer in das Zimmer, in dem ich gerade arbeite, oder läuft mir sogar noch in jedem Zimmer hinterher.

    Was das Kontaktliegen angeht: Ja, meine Kleine würde es brauchen und möchte sich immer ankuscheln. Die Große schläft aber auch nachts lieber in ihrer Box, obwohl sie auch mit ins Bett könnte.
    Und wenn ich nicht da bin, können sich die Hunde ja auch aneinander kuscheln.

  • Hallo zusammen! Ich bin vollkommen Deiner Meinung. Sonst kriegt man hier immer einen auf den Deckel wenn man den Hund nicht stundenlang beschäftigt! Genau so wie Du es schreibst haben wir es zu Hause bei meinen Eltern auch getan. Draußen dagegen war auspowern für unsere Schäferhunde angesagt. Jetzt beneide ich Euch alle ganz doll, unsere sechs Monate alter Hund schläft um drei Stunden am Tag, Abends gegen acht Uhr noch mal eine Stunde. Um elf geht es für uns ab ins Bett, Kira schläft dann auch und ab ca vier Uhr morgens wandert sie durch die Wohnung... Anstrengend für alle Beteiligten :-( Liebe Grüße. Jenny

  • Also meiner hat zwangsläufig unter der Wochen genug zeit für sich ;)
    3 Tage die Woche ist er 8 Stunden und 2 Tage die Woche 5 Stunden alleine (mit Unterbrechungen mit meiner Hundenanny)

    Ich gehöre dennoch zu den Leuten die selbst sehr aktiv sind und ich unter anderem genau deshalb einen Hund wollte, um nicht mehr allein in der Natur zu wandern, zu joggen oder Rad zufahren. :smile:
    Und deshalb ist es auch ein aktiver Hund geworden. Mit nem Couchpotatoe wäre ich nicht glücklich geworden, bzw. er nicht mit mir :D

    Nichts destotrotz hat mein Hund genug Ruhephasen und gerade an den Tagen wo er eben 8 Stunden allein ist, ist auch nicht groß Action angesagt. Da geh ich morgens ne Stunde mit ihm, mittags kommt meine Hundenanny, sie ist 2 Stunden mit ihm beschäftigt, kuscheln, Gassi, Leckerchen suchen in der Wohnung und ich geh dann abends manchmal auch nur noch ne kleine Runde mit ihm. Ansonsten genießen wir mit kuscheln den gemeinsamen Feierabend.

    An den kurzen Tagen und am Wochenende ist dann gut Action angesagt. 2 Mal die Woche geht's auf den Hundeplatz zum longieren bzw. Agilty. Am Wochenende mach ich generell viel und er ist dann auch dabei.

    Joker kann auch Tage gut verleben, wo mal gar nichts passiert. Wenn ich krank bin oder mit Migräne flach liege, dann kommt er auch nur 3 mal kurz zum pinkeln raus. Den Rest des Tages verpennt er, ohne murren oder mich zu irgendwas aufzufordern.

    ich denke, man kann es pauschal nicht sagen. Es kommt immer auf das Mensch-Hunde-Gespann an.

    Wichtig ist, dass immer wieder genügend Ruhephasen vorhanden sind. Ist ein Tag mal vollgepackt, dann ist eben ein anderer Tag ruhig.
    Aber generell darauf zu achten, dass mein Hund TÄGLICH 20 Stunden seine Ruhe hat??? Nee, das würde in mein Leben nicht passen.... und wäre mir auch zu langweilig.

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