Nackenschütteln

  • Hallo

    Ich brauche mal eure Hilfe.... :hilfe:
    Mein Kollege ist der Meinung das "Nackenschütteln" nichts schlechtes ist und es auch wirkt...(und versucht mich zu überzeugen...) :headbash:

    Das hat er mir geschrieben:

    In der heutigen Zeit gibt es über alle möglichen Themen schon die verschiedensten Internetforums...
    Könnte auch die Meinung eines Möchtegernexperten sein.
    Informationen im Internet auf sichere Informationsquellen überprüfen (Tierarzt,Verhaltensforscher,Tierpsychologe,Geprüfte Trainer,Züchter usw).
    Diese Meldung scheint etwas übertrieben.
    "A bissl schüttl`n od. zurechtweisen als Erziehungsmaßnahme hat aus meiner Erfahrung noch zu keiner Verhaltensstörung bzw. zu anderen Schäden wie Vertrauensbruch geführt.
    Beim Versuch der Antiautoritären Erziehung bei Kindern hat man ja auch die Erfahrung gemacht das es in die Hosen gegangen ist!
    Wenn man es übertrieben sehen will ist auch das Anlegen einer Leine schon Zwang, welcher Hund trägt schon gerne eine Leine.....
    Auf den Punkt gekommen, a bissl dosierter Zwang in der Erziehung schadet bestimmt nicht. (geht ja auch bei Kindern nicht anders).
    Ich hoffe ich konnte deine Skepsis beseitigen.

    Was sagt ihr dazu?? Bitte um Hilfe!

    mfg.consit

  • Zwang ist vllt nichts schlimmes, Gewalt aber schon!
    Kinder zu Schlagen/Gewalt an zu tun ist tabu, und dementsprechend auch eine Hund zu Schlagen/Gewalt an zu tun!
    Ich sprech jetzt nicht von extrem Situationen, bei denen so etwas vorkommen kann, aber die Erziehung sollte mMn nicht auf Gewalt aufbauen.

    In der Kindererziehung gibt es ja bekanntlich 3 Haupterziehungsstile: autoritär, demokratisch, laisse-faire. Ich denke eine gesunde Mischung der Stile, je nach Situation und Alter des Kindes (oder Hundes) macht eine gute Erziehung aus!

    Viele Hunde verzeihen ihrem Halter "A bissl schüttl`n ", aber die wenigen die darunter zerbrechen oder sich gar wehren und dann im TH landen sind die Leidtragenden.

    Lg Snaedis

  • Hallo,

    zwischen Nackenschütteln, Alphawürfen und Grenzen setzen liegen doch Welten.

    Um einen Hund zu erziehen, sollte man sich generell nicht solcher Maßnahmen bedienen, was nicht zwangsläufig bedeutet, dass man einen Hund antiautoritär erzieht.
    Das ist doch totaler Quatsch.
    Mein Kind wird auch nicht antiautoritär erzogen, aber Gewalt, Schläge usw. sind tabu, bei Menschen und auch allen Tieren.

    Wer mit Nackenschütteln und Co. seinen Hund erzieht, ist unfähig, sich anders auszudrücken.
    Ein Akt der Gewalt durch Unwissen, Ahnungslosigkeit oder Ignoranz.
    Es schadet mehr, als dass es etwas nutzt.

    Gruß
    Leo

  • Na, wenn dein Kollege so überzeugt davon ist, dann laß ihn doch quatschen :muede2:

    Der Vergleich Leine = Zwang und Nackenschütteln hinkt meiner Meinung nach ganz gewaltig. Die Leine ist nunmal ein mehr oder weniger notwendiges Übel und sichert ja auch den Hund vor seiner Umwelt und umgekehrt.

    Wofür braucht man aber Nackenschütteln ???? Bin ich ein Hund, daß ich das so korrekt machen kann wie es ein Artgenossen tun würde??? Ich habe zwei Hunde und die haben sich noch nie im Nackenschütteln geübt, höchstens mal in reinkneifen und kurz festhalten, aber nie in schütteln. Nackenschütteln hat eher etwas mit Todespanik und Beute greifen zu tun. Warum sollte ich das an meinen Hunden machen??? Sie sind keine Beute und zu Tode erschrecken will ich sie auch nicht. Dazu bin ich doch die überlegene Spezies und habe genug Alternativen um meinem Hund klar zu machen was ich von ihm will und was gar nicht geht.

    Es gibt soviele Möglichkeiten einen Hund auch ohne Nackenschütteln zu erziehen, da braucht man solche handgreiflichen und zwielichten Methoden nicht. Das es so ganz ohne Zwang in der Hundeerziehung nicht geht, da stimme ich mit ihm überein, aber Nackenschütteln ist ein körperlicher Angriff und hat nach meiner Auffassung nichts mehr mit Zwang zu tun. Zeugt einfach nur von Hilflosigkeit und Unwissen

  • Ich möchte mich auch den Vorschreiber/innen anschließen. Lass Deinen Kollegen reden aber mach es nicht auch noch. Kompletter Blödsinn. Ich bin auch der Meinung das man mit Wattebäuschen werfen meist nicht weit kommt aber Nackenschütteln ist wahrscheinlich ein Relikt aus der Vergangenheit. Moderne Hundeerziehung sieht anders aus.

  • Hallo!

    Wenn der Kollege keinen Hund hat, dann lass ihn reden und lächle, denn solche Leute gehören meist zu den ewigen Besserwissern! ;)

    Sollte er jedoch einen Hund haben, dann schenke ihm doch folgendes Buch:

    "Das andere Ende der Leine"

    Das schont Deine Nerven und das arme Geschöpf an seiner Seite!

  • Schütteln bedeutet für einen Hund immer "totschütteln", also töten. Kannst dir ja selbst mal ein Bild machen, was ein Welpe denken könnte, wenn er geschüttelt wird. Für ihn ist das Tötungsabsicht. Und so erklären sich die "Erziehungsmethoden" von ganz alleine.

  • ich weiss auch nicht, was der ewige vergleich mit "antiautoritärer" kindererziehung soll. :???:

    ich erziehe meine kinder und hunde "ganz normal" d.h. es gibt regeln, die eingehalten werden, was dazu führt, dass ich konsequent sein und bleiben muss - aber eben NICHT, dass ich deswegen nun an meine kinder "watschn" verteile oder meine hunde "nackenschüttel" .

    ich persönlich sag nicht "ein paar hinter die löffel haben noch keinem kind geschadet" genauso wenig wie ich sage: "a paarmal nackenschütteln hat noch keinem hund geschadet". weils einfach nicht stimmt.

    für mich ist beides nix anderes als ein ausdruck der höchsten hilflosigkeit beim "erzieher". und darum sag ich lieber: "ein paar watschn weniger hätten wohl demjenigen nicht geschadet, der so einen käse verzapft". ;)

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