Der Aussie-Klönschnack Thread

  • ich hab mal ne etwas komische Frage. Die meisten hier haben ja mehr als einen Hund oder planen in der Zukunft Mehrhundehaltung.

    Gibts hier auch jemanden, der sagt: mein Einzelhund langt mir vollkommen und der Trend zur Mehrhundehaltung wird überbewertet?

    Ich hab manchmal das Gefühl, dass es völlig normal ist, mehr als einen Hund zu haben oder haben zu wollen. Und ich lass mich dann und wann ja auch davon anstecken. Dann, bei klarem Verstand, kommt mir die Erkenntnis: warum eigentlich dieser Stress? Warum genügt ein Hund nicht? Warum müssen es unbedingt mehrere sein? Oder ist Einzelhundehaltung Tierquälerei?

    Wenn ich so darüber nachdenke, dann muss ich zugeben, dass ich mich mit Bela allein sehr wohl fühle. Er ist momentan auf einem guten Level, was seine Baustellen angeht. Ich liebe es, mit ihm über die Felder und Wälder zu flanieren und NICHT ständig aufpassen zu müssen, auch mal träumen zu können. Und abends mit ihm auf der Couch zu kuscheln - ohne noch einen konkurrierenden Hund, der das vielleicht auch will und es dann evtl. Zickereien gibt (ich sag nicht, dass das zwangsläufig so ist). Bela ist gerne Einzelhund. Manchmal ist er wie eine Katze, sucht seine Ruhe, ist ein bisschen eigensinnig. Ich mag das an ihm. Und dann frag ich mich: wie wäre das Leben mit noch einem zusätzlichen Hund? Natürlich - bereichernd, aber auch unentspannter?

    Mit Molly klappt das immer ganz hervorragend. Das ist aber auch immer nur vorübergehend.

    Eigentlich will ich gar keinen zweiten Hund haben. Sage ich mir jedenfalls immer. Im Hinterkopf rattert es aber. Wobei ich eben glaube, dass es das nur tut, weil ich mir unbewusst einrede, ich müsse beim Zweithundthema mithalten - oder so ähnlich. Ich kanns nicht erklären. Und manchmal geht mir das sogar richtig auf die Nerven.

    Kann das hier irgendjemand verstehen? :???:

  • Naja. bevor wir Amy bekommen haben, hatten wir ja auch nur Ida. Ida war immer schon mein ein und alles. Ich hätte mir NIEMALS vorstellen können, einen zweiten Hund zu haben. Eben, so wie du schreibst, man genießt es schon, nur einen Hund zu haben.

    Jetzt ist Amy da und ich würde sie nie mehr hergeben wollen. Ida und Amy sind ein Herz und eine Seele. Sie spielen zusammen, kuscheln Abends, etc. Streit gibt es eigentlich nie.
    Ich habe zwar das Glück, dass Amy wirklich total brav ist, aber ICH finde es gut so, wie es ist.

  • Ja, ich kanns verstehen, mir geht nämlich genauso ;)
    Also bei uns sieht es so aus: Ehemann, Kind, 1 Hund. Ich hoffe, das irgendwann noch ein zweites Kind kommt und dann noch ein zweiter Hund dazu wäre mir persönlich zu viel. Das wäre also ein Punkt.
    Der nächste ist: ich glaube Luna lebt sehr gerne als Einzelhund da sie meistens nicht viel wert auf Hundegesellschaft legt.
    Der nächste Punkt: durch Luna sind wir zu Campern geworden damit sie auch immer überall mit hin kann aber für zwei Hunde und drei Menschen ist es im Wohnwagen meiner Meinung nach zu eng.
    Einen Hund hat man mal schnell zur Not bei jemand anderem versorgt (bei Krankheit z.B.), zwei Hunde wären da schwieriger.

    Für mich sind das genug Argumente das in unsere Lebenssituation nur ein Hund reinpasst.
    Wenn Kind(er) mal groß ist könnte sich das aber auch ändern.

  • danke ihr zwei, für eure ehrlichen Antworten!

    Natürlich, ändern kann sich das immer! Ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, irgendwann mal mehrere Hunde zu haben. Aber dann soll es so sein und kommt dann auch ganz von alleine, wenn die Zeit reif ist. Aber das ist sie jetzt irgendwie noch nicht, und wahrscheinlich auch nicht in den nächsten Jahren - oder doch?

    Kinder haben wir ja für unser Leben ausgeschlossen. Lieber Hunde als Kinder (unsere Meinung) ;) Aber irgendwie ist das Leben mit diesem einen Hund jetzt ziemlich genau so, wie es sein soll. Diesen einen Hund kann man sich auch sehr gut "aufteilen" und auch mal unterbringen. Warum das alles zwanghaft aufgeben wollen? Es gibt wirklich viele Situationen, in denen ich verdammt froh bin, nur einen Hund zu haben :roll:

  • Zitat

    danke ihr zwei, für eure ehrlichen Antworten!


    Kinder haben wir ja für unser Leben ausgeschlossen. Lieber Hunde als Kinder (unsere Meinung) ;)

    Meine Meinung auch :D

  • Lasst ihr eure Hunde in Flüssen schwimmen?

    Mein Hund soll wegen seinem Bein nun viel viel Schwimmen. Hier gibts allerdings in der Nähe nicht so viele Seen, wir sind aber ruckzuck am Neckar... . Ich hab jedoch immer die Horrorvorstellung, dass er mit der Strömung mitgerissen wird :/

    Was meint ihr?

  • Hilda darf in einem Fluss in der Nähe schwimmen, aber NUR an der Stelle, an der es keine Strömung gibt. Ansonsten ist die Strömung nämlich leider ziemlich stark und es gibt auch viele Unterwasserstrudel (heißt das so?). Das ist mir dann auch zu gefährlich.

  • WIR HABENS GESCHAAAAFFFT!!!!

    Nachdem wir gestern alle unsere bestandene BH gefeiert haben und da auch ordentlich Sekt geflossen ist, hab ich bei Freunden aus dem Verein dort mit Odin übernachtet und heute früh noch meine Spiel & Spaß-Gruppe gemacht.

    Odin liegt jetzt völlig fertig auf der Couch und ratzt.

    Leute, ich sags Euch ... einmal und nie wieder. Ich war mein Leben noch nie so nervös, Abi-Prüfung war Dreck dagegen. Alle anderen haben sich sogar Sorgen um mich gemacht, weil ich wohl weiß wie ne Wand war. :ill:

    Aber ich muß ganz ehrlich sagen, wir hatten einen suuuuperklasse Prüfer. Er kommt eigentlich aus dem VPG-Bereich und hat mit BH normalerweise nicht wirklich was zu tun. Nach dem Chip ablesen hat er noch ne kurze Ansprache gehalten und gesagt, daß es ihm eben wichtig ist, daß uns die Hunde "begleiten". Also lieber mal ne Hilfe geben und dem Hund helfen, als es ihn falsch machen zu lassen.

    In der Ablage lag Odin wie angetackert. Da gabs ein "Vorzüglich" dafür. Der Rest ... naja. Ich war nervös wie die Sau und Odin hat sich total durcheinander bringen lassen von mir. In der Leinenführigkeit fing er bei den Tempowechseln auf einmal wieder an in die Leine zu beißen, bei jeder Grundstellung hat er sich nur am Halsband gekratzt (total Übersprungshandlung), bei den Winkeln und Wendungen hing er etwas hinterher, in der Gruppe hat Odin kurz die erste Person zum begrüßen angepeilt, die Grundstellungen waren auch nicht gerade, Sitz aus der Bewegung kam wie üblich verzögert, Platz brauchte er ne Handhilfe und beim Vorsitz saß er auch schief. Wir haben alle Übungen eher so mit befriedigend bzw. im unteren Drittel befriedigend geschafft, aber wir habens geschafft.

    Ich bin so stolz auf den kleinen Mann. Wir habens wirklich geschafft.

  • Glückwunsch :gut: Dann hat das Daumen drücken ja was gebracht :smile:


    Jenny: Also ich kann ja aus Erfahrung heraus sprechen, weil ich die Situation mit zwei Hunden bereits hatte.
    Es ist toll mit zwei Hunden, absolut. Spannender als jedes Fernseh Programm und ich habe es auch als Bereicherung angesehen.
    Und irgendwann einmal, wenn ich Haus, Garten und wieder weniger arbeiten muss, dann werd ich mir diesen Luxus vielleicht auch wieder gönnen. Der Wunsch ist auf jedenfall da.
    Aber JETZT und auch in absehbarer Zeit würde ich keinen zweiten Hund haben wollen.
    Joker ist klasse. Ich habe keine wirklichen Baustellen mit ihm. Er kann alleine bleiben, wir haben sehr viel Spaß zusammen. Wir entdecken die Welt gemeinsam, arbeiten auf dem Hundeplatz. liegen abends gemeinsam auf der Couch und kuscheln.
    Das alles, möchte ich im Moment mit keinem weiteren Hund teilen! Purer Egoismus. Ich will Joker nur für mich :D

    Aber du hast recht, der hype geht absolut zur Mehrhundehaltung. Ich find es ja auch ganz klasse, auch wenn es schon umständlicher ist (das kann man nicht abstreiten), aber für mich müsste das Drum Herum ganz anders aussehen um diesen Schritt wirklich zu gehen.

    Gismo war übrigens auch eher ein Einzelhund. Er hat Joker zwar akzeptiert und fand ihn auch ganz toll, aber alleine geht's ihm besser ;)
    Joker dagegen, wäre nach wie vor der perfekte Hund für einen zweiten. Der würde sich über ne kleine Schwester total freuen.

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