Hund knurrt Fremde an, wenn ich ihn streichle - Angst?
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Huhu,
ich hab mal eine Frage und vielleicht könnt ihr mir dazu helfen:Enki hat ja Angst vor Menschen - verstärkt Männer.
Seine Reaktion ist die Flucht nach hinten.Bei einer Reaktion die mir nun schon 2-3 Mal aufgefallen ist, kann ich das Verhalten nicht deuten, vielleicht könnt ihr Licht ins Dunkle bringen, damit ich hier was verbessern kann.
Hier ein Beispiel:
Es klingelt, ich führe (den bellenden) Enki auf seinen Platz und leine ihn an, öffne die Tür und lasse meinen Freund rein. Dann gehe ich rüber um ihn mit Leckerlis zu belohnen, weil iss ja toll wenn Freund kommt.
Mein Freund geht durch den Raum, ignoriert ihn und setzt sich aufs Sofa.
Enki knurrte ihn dann mehrfach an und hat gewufft. Er gibt Ruhe, wenn ich ein "ey" oder sowas loslasse. Dann legt er sich hin und mittlerweile entpannt er sogar und schläft oder döst.Wenn ich nicht direkt neben ihm bin und mein Freund dann durch den Raum geht, um das Zimmer zu wechseln passiert nichts (Enki starrt ihn nur an).
Ich kann das nicht so ganz einschätzen.. ist das "Mein Frauchen, geh weg!" oder "mein Futter!" oder sowas?
Ich glaube immer wenn ich mit Enki nahen Kontakt habe und mein Freund den Weg kreuzt reagiert er mit Geknurre. (wir beobachten noch und können es beide nicht so einschätzen, auf der Arbeit ist aber Ähnliches passiert)
Vielleicht habt ihr ja Ideen woher das rühren könnte, ob das auch Ausdruck von seiner Angst ist?
Würde das gerne richtig lösen.Danke jetzt schonmal!
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28. November 2010 um 16:02
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ich denke, dass das angst ist. damit hatte unser hund anfangs auch zu kämpfen- ableinen hat geholfen (hast du ihn so gut unter kontrolle, dass er unter deiner stimme auf seinen platz geht? dann geht das "gefahrlos") beim ableinen konnte sie selbst schnüffeln und sich selbst zurückziehen, was ihr sicherheit gegeben hat.
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Verstärktes Kontrollverhalten, bzw. Recourcenverteidigung. Angst imho auf keinen Fall. Du solltest verstärkt daran arbeiten.
Dass Enki Deinen Freund "anstarrt" = fixiert, wenn er sich in Deiner Wohnung bewegt, geht gar nicht.
Lenk ihn dann ab und wenn er dieses Verhalten unterlässt, belohne ihn. -
Zitat
hast du ihn so gut unter kontrolle, dass er unter deiner stimme auf seinen platz geht? dann geht das "gefahrlos"
Das haben wir die ersten paar Mal gemacht, aber ich habe das Gefühl, dass das die Situation nicht entspannt hat. Zudem ist bei Enki bisher keinerlei Grundgehorsam vorhanden und wir bauen das nach und nach auf und üben fleissig. (Er ist jetzt 3 Wochen bei mir).
Enki hat sich unangeleint einen Platz gesucht , wo er uns (auf dem Sofa) genau gegenüber lag und mein Freund konnte sich dann auch nicht natürlich verhalten, da Enki sich aufgrund der kurzen Distanz dann nicht richtig zurück ziehen konnte und es da zum ersten Mal ohne Zusammenhang mit mir zu einem Knurrer kam.
Deshalb gibt es dieses Beschnuppern bei gemeinsamen Gassigängen. Ich habe die Hoffnung das er sich da entspannter meinem Freund nähern kann und seine Angst vor Männern mit der Zeit reduziert.
Da wird er von mir belohnt, wenn er meinen Freund anschnuppert und in seine Nähe läuft.Osiris: mich beschleicht dieses Gefühl schon auch irgendwie. Die Idee mit dem entzerren und unterbinden vom anstarren werde ich mal ausprobieren beim nächsten Treffen.
Danke für eure Antworten!
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Hallo,
also zu Deiner eigentlichen Frage weiß ich leider keine verlässliche Antwort, aber zu folgender Schilderung wollte ich eine kleine Anmerkung machen:
ZitatEs klingelt, ich führe (den bellenden) Enki auf seinen Platz und leine ihn an, öffne die Tür und lasse meinen Freund rein. Dann gehe ich rüber um ihn mit Leckerlis zu belohnen, weil iss ja toll wenn Freund kommt.
Ich würde in dieser Situation nur belohnen, wenn der Hund dann auch gerade ein Verhalten zeigt, das belohnenswert ist. Also wenn er Deinen Freund da z.B. gerade fixiert, anbellt etc., dann nicht.
Sonst verknüpft er nämlich nicht unbedingt "Freund da - schön" sondern "Freund da - ich fixiere etc. - richtig gemacht".LG,
Toki -
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Zitat
Verstärktes Kontrollverhalten, bzw. Recourcenverteidigung. Angst imho auf keinen Fall. Du solltest verstärkt daran arbeiten.
Dass Enki Deinen Freund "anstarrt" = fixiert, wenn er sich in Deiner Wohnung bewegt, geht gar nicht.
Lenk ihn dann ab und wenn er dieses Verhalten unterlässt, belohne ihn.Wenn man Enkis Gesamtverhalten betrachtet, ist Angst die logischste Schlussfolgerung.

Fixieren/Erstarren ist eine Reaktion des autonomen Nervensystems. Das Gehirn 'überlegt' in der Zeit, wie es reagieren soll.
Der Übergang von Angst zu Aggression bei ängstlichem Verhalten ist 'normal'. Oft erreichen Hund mit Meideverhalten, also Weggehen, Auslöser ignorieren nichts. Ziel ist ja immer Abstand zu schafffen und sich von den Emotionen her besser zu fühlen. Mit aggressivem Verhalten sind sie da oftmals erfolgreicher. Weil die meisten Menschen weichen zurück.

Wie ist denn seine Körpersprache? Ich würde ihn da mal ganz genau beobachten. Beschreibe doch mal bitte, was du siehst. :)
Ich würde das Knurren und Bellen erstmal ignorieren. 'Ey' ist ja ein Verhaltensabbruch. An seiner Grundstimmung ändert sich damit nichts bzw. ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Ganze eher noch einen negativen Anstrich bekommt. Je negativer die Grundstimmung, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass aggressives Verhalten heftiger wird. Und er verknüpft die gesamte Situation mit dem 'Ey'.
Ich bin generell mit für den Hund unangenehmem Verhaltensabbruch, auch stimmlich, sehr vorsichtig. Man weiß nie, womit der Hund es verknüpft. Du meinst das Knurren. Enki weiß das aber nicht. Die Situationen sind i.d.R. viel zu komplex als dass ein Hund es wirklich nachvollziehen kann. Wenn überhaupt, versteht er es erst nach vielen Versuchen. Außerdem sind Knurren und Bellen Warnsignale. Liegen und Drohsignale von sich geben, wäre für mich erstmal ein guter Ausgangspunkt für das Training. Er könnte auch vorstürzen und theoretisch im schlimmsten Falle beißen.
Von daher, freue dich drüber, dass er dabei liegt. :) -
Zitat
Ich würde in dieser Situation nur belohnen, wenn der Hund dann auch gerade ein Verhalten zeigt, das belohnenswert ist. Also wenn er Deinen Freund da z.B. gerade fixiert, anbellt etc., dann nicht.
Sonst verknüpft er nämlich nicht unbedingt "Freund da - schön" sondern "Freund da - ich fixiere etc. - richtig gemacht".LG,
TokiFixieren kann man nicht verstärken. In die Vorgänge des autonomen Nervensystems kann Mensch zum Glück nicht eingreifen.

Selbst, wenn ich einen Hund immer füttere, wenn er knurrt, wird er deshalb nicht aggressiver werden. Es kann passieren, dass er eher anfängt zu knurren und länger knurrt. Aber, wenn er bewusst das Knurren anfängt, ändert sich der 'Knurrton'. Er knurrt, weil er Kekse haben will. Oder auch ne Möglichkeit, er knurrt weniger. In beiden Fällen hat sich nämlich die Emotion von pöse zu (halbwegs) ok geändert. :)
Als Einstieg und Notfallmaßnahme ist es auf jeden Fall ok. Beim weitergehenden Training sollten natürlich möglichst mehrere alternative Handlungen trainiert werden, damit der Hund lernt, was man statt dessen tun kann. :)
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Aber ich belohne doch, um bestimmte Dinge gezielt zu bestärken.
Statt undifferenziertem Schönfüttern kann ich mir doch lieber den Zeitpunkt raussuchen, an dem der Hund entspannt und so gewünschtes Verhalten zeigt.Und auch wenn das mit Futter beantwortete Knurren sich vom Drohen in ein Bettel-Geräusch wandeln sollte ... auch das will man doch keinem Hund angewöhnen.
LG, Toki
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Zitat
Aber ich belohne doch, um bestimmte Dinge gezielt zu bestärken.
Statt undifferenziertem Schönfüttern kann ich mir doch lieber den Zeitpunkt raussuchen, an dem der Hund entspannt und so gewünschtes Verhalten zeigt.Und auch wenn das mit Futter beantwortete Knurren sich vom Drohen in ein Bettel-Geräusch wandeln sollte ... auch das will man doch keinem Hund angewöhnen.
LG, Toki
Klar, ist gezieltes Bestärken besser. Aber bei nem sehr panischen bzw. ängstlichen Hund immernoch besser als ein Verhaltensabbruch.
Man kann ja auch das Leckerchen so geben, dass der Hund sich entfernt, dann hat er ein Alternativverhalten gezeigt. :)
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Zitat
.../...
Hier ein Beispiel:
Es klingelt, ich führe (den bellenden) Enki auf seinen Platz und leine ihn an, öffne die Tür und lasse meinen Freund rein. Dann gehe ich rüber um ihn mit Leckerlis zu belohnen, weil iss ja toll wenn Freund kommt.Warum führst du ihn auf seinen Platz und warum leinst du ihn an?
Wofür wird er dann belohnt?ZitatMein Freund geht durch den Raum, ignoriert ihn und setzt sich aufs Sofa.
Enki knurrte ihn dann mehrfach an und hat gewufft.Wieso ignoriert dein Freund ihn? Warum geht dein Freund nicht zu dem Hund begrüßt ihn und gibt ihm ein Leckerlie?
ZitatEr gibt Ruhe, wenn ich ein "ey" oder sowas loslasse. Dann legt er sich hin und mittlerweile entpannt er sogar und schläft oder döst.
Und wenn du nichts sagen würdest? Was würde er dann tun?
Macht er das nur bei deinem Freund? Oder generell bei Fremden?
Wie hat er deinen Freund bislang "kennengelernt"? - Vor einem Moment
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