Diagnose HD bei Max - ich bin echt nur am Heulen

  • Hallo Ihr Lieben, ich komme gerade vom TA und Max (Labrador 8 Monate) ist mit schwerer HD diagnostiziert worden. Ich bin schon wieder am Heulen, wenn ich nur dran denke.
    Hab schon das este Mal das Wasser in den Augen gehabt, als er heute früh diese leichte Narkose bekommen hat, die er zum Röntgen braucht - war dann total happy, als er nach 45 Minuten freudig erregt aus dem Röntgenraum kam und als ich das Röntgenbild sah, war mir als Laie schon klar was los ist.

    Schwere HD - kein Thema, das Kerlchen wird so bald als möglich operiert, aber ich muss es einfach loswerden. Ich bin so traurig, der arme Kerl. Eltern und Grosseltern negativ auf HD getestet - Max hat es...

    Wer hat Erfahrungen mit HD Operationen und kann mir sagen, wie es Euren Jungs/Mädels nun geht????

    LG
    Kerstin

  • Hallo Kerstin,

    ich habe zwar noch keine Erfahrung mit HD gemacht aber ich habe auch eine Labradorhündin die irgendwann auch nochmal getestet werden soll.

    Ich wünsche dir für deinen Max alles Gute und das ihr eine gute Lösung findet und einen guten Weg damit umzugehen! Das er die OP usw alles gut übersteht !
    Das tut mir sehr leid für euch und ich kann dich verstehen! ich wäre auch sehr traurig!


    sag mal gab es denn irgendwelche anzeichen? Oder habt ihr ihn auch nur so röntgen lassen? Meine Tierärztin rät mir nämlich ständig davon ab Paula darauf testen zu lassen weil halt keinerlei anzeichen bei ihr vorhanden sind das sie eine schlechte Hüfte haben könnte.

  • Hallo Nina und Paula,

    wir haben ihn röntgen lassen, weil er vor 4 Wochen anfing, etwas rumzuhumpeln und sein Beinchen beim Aufstehen nach rechts wegstreckte. Und wenn er gelegen hat, hat er bei den ersten Schritten ganz schlimm gehumpelt, hat sich dann aber eingelaufen. Und wenn er mit seinem Bruder tobt, dann denkst Du, der Kerl kann doch nix haben, dann ist alles ganz normal.

    nachdem das mit dem Humpeln und Schmerztablettengabe vom TA nicht geholfen hat, waren wir eben heute beim Röntgen und haben die Diagnoe bekommen ....

    LG an Euch beide
    Kerstin mit Max und Ben

  • Hallo Kerstin,

    fühl dich mal gedrückt.

    Mit HD-OPs habe ich noch keine Erfahrung (nur mit ED - mein "kleiner" wurdem mit 5 Monaten operiert und seitdem gehts im prächtig). Welche OP wird es denn bei euch?

    Mein "großer" bekam auch mit 8 Monaten schwere HD diagnostiziert. Er ist im Juni 3 geworden und rennt nach wie vor wie ein junges Reh über die Felder (außer Muskelaufbau haben wir nichts gemacht - irgendwann, wennes Not tun sollte, wird wohl eine Femurkopfresektion gemacht werden, aber bis jetzt gibts keinen Anlass).

    Man kann heute so viel machen, bestimmt kann dein Max sein Leben bald wieder in vollen Zügen genießen *Daumendrück*

  • Zitat


    Schwere HD - kein Thema, das Kerlchen wird so bald als möglich operiert

    Hi,
    ich bin jetzt nicht persönlich betroffen, aber bei dem Hund meiner Freundin wurde letztes Jahr auch schwere HD diagnostiert(Schäfer-Mix damals ca. 7 Monate alt)....und sie hat sich letztlich gegen eine sofortige OP entschieden.

    Sicher ist jeder Fall unterschiedlich zu handhaben, aber in diesem Alter muß eigentlich noch nicht operiert werden...wenn überhaupt. Wichtig ist ein guter Muskelaufbau, Physiotherapie(..z.B. wassertreten oder schwimmen), weiterhin viel Bewegung(..o.k. kein Hundesport oder Agility), aber regelmäßiges leichtes Traben am Rad, möglichst den Hund "schlank halten", also aufs Gewicht achten, eine möglichst getreidearme Ernährung mit ein paar hilfreichen Zusätzen wie Muschelextrakt o.ä.......und ansonsten den Hund sein Hundeleben leben lassen ;)
    Solange der Hund keine Schmerzen hat, kann sich im Verlauf seines Wachstums noch eine Menge hinsichtlich der Gelenke tun.

    Der Bruno bekam noch zusätzlich 2x im Jahr eine Anabolika-Spritze zum Muskelaufbau, aber dazu kann ich nichts sagen. Hat sicher wie immer Vor-und Nachteile. Er ist z.Zt. schmerzfrei, hüpft und springt herum, als hätte er nie im Leben HD. Auch der typische "Schlenkergang" ist verschwunden :smile:

    Vielleicht würde ich mir noch eine 2. TA-Meinung einholen, bevor operiert wird.

    LG

  • Hallo Kerstin,

    Zitat

    Eltern und Grosseltern negativ auf HD getestet - Max hat es...

    HD wird polygenetisch rezessiv vererbt. Daher ist nicht nur wichtig, dass die direkten Vorfahren auf HD untersucht sind, sondern auch die sonstige nähere Verwandtschaft. Ohne diese Daten ist keine verantwortungsvolle Zuchtplanung möglich. Das würde auch bedeuten, dass der Züchter evtl. haftbar gemacht werden kann.

    An Deiner Stelle würde ich auf jeden Fall den Züchter informieren und dahingehend nachforschen.

    Zitat

    Meine Tierärztin rät mir nämlich ständig davon ab Paula darauf testen zu lassen weil halt keinerlei anzeichen bei ihr vorhanden sind das sie eine schlechte Hüfte haben könnte.

    Bei solchen inkompetenten Aussagen würde ich den TA wechseln. Auch ohne äußere Anzeichen kann ein Hund schwere HD haben.

  • hallo,

    unsere erste hündin hatte schwerste hd, festgestellt mit 7 monaten weil sie lahmte.
    für eine op war sie zu jung, die erfolgsaussichten zu niedrig,mal brachte uns bei,dass sie wohl nicht älter wie 2 jahre würde...
    sie bekam dann einen muschelextrakt, wir machten leichtes ausdauertraining am fahrrad. in die hundeschule durfte sie nicht mehr,die gefahr der luxation war zu groß.
    soweit die diagnose....
    fakt ist dass das lahmen schnell besser wurde, sie viele jahre rumsprang,schwamm und rannte.
    im alter von 10 jahren war eine knie-op fällig, danach ging es ihr nochmal 3 jahre gut.
    im april diesen jahres mußten wir sie einschläfern, sie war taub,fast blind, hatte recht große herzprobleme und einen schlaganfall. ein paar wochen vor ihrem tod wurde sie auch noch angefahren.
    aber- sie hatte trotz hd ein sehr langes schönes leben.
    mein fazit- und auch das meiner freundin,die tierärztin ist- nicht immer die bilder sind entscheidend.

    alles gute für euch !!

    viele grüße
    iris

  • Hallo Kerstin,
    das ist keine schöne Diagnose-aber auch nicht hoffnungslos. Mein Golden Rüde bekam diese Diagnose mit 5 Monaten. Mit 6 Monaten wurde er auf der schmerzhafteren Seite operiert (Femurkopfresektion), die andere Seite wurde erst mit 7 Jahren operiert (künstliches Gelenk)-mittlerweile ist er fast 14 Jahre alt!!! Er konnte immer alles machen, was andere Hunde auch machen (spazieren, rennen, springen, schwimmen, mit anderen Hunden spielen...)
    Vielleicht macht dir das ja etwas Mut...kann jetzt leider nicht mehr schreiben, da ich gerade im Büro sitze!

    LG
    bonanza

  • Vieeeelen lieben Dank Ihr alle - ich kann tatsächlich jetzt schon wieder lächeln ob der lieben Postings von Euch allen.

    Nach dem ersten Schock und meiner Meinung, soooofort operieren zu lassen, bin ich nun etwas ruhiger geworden und werde mir auf alle Fälle eine zweite Meinung einholen - Max ist ja erst 8 Monate und noch nicht voll ausgewachsen, von daher kann ich mir auch gar nicht vostellen, dass man das jetzt schon operieren kann....

    Okay, nur ganz kurz jetzt erst mal eine ganz liebe Umärmelung an Euch alle - ihr habt meinen abend (und wahrscheinlich auch meine Nacht) gerettet - ich seh alles schon etwas entspannter....

    Max und ich melden uns bei Euch, wenns was neues oder aufregendes gibt.
    Daaaanke :)
    Kerstin und Max (der gerade mit seinem Bruder wie ein Känguruh im Garten rumspringt :) )

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