Hund, aber welcher...

  • Moin.
    Ich überlege seit einiger Zeit, mich auf einen Hund einzulassen.
    Zur Auswahl stehen für mich einige Rassen:
    -English Bulldog (Absoluter Traum, aber die Gesundheit?)
    -Boxer (Ist das was für "Anfänger"?)
    -Irish Terrier (da weiss ich bislang nicht viel drüber und kenne auch nur einen)
    -Goldie (Mag ich total, aber nicht vielleicht ein wenig zu "brav" für mich?)
    -Rottweiler (auch die "Anfänger" Frage)

    Zunächst einmal etwas zu mir. Hundeerfahrung habe ich durch die Hunde meiner Oma (Irish Setter, Münsterländer und Goldie), durch die Arbeit (Gassigehen mit Beagle und Goldie) und durch meine Freundin (sie hat einen Labrador Retriever). Dadurch hab ich auch Einblick in Agility usw bekommen, was mich auch reizen würde.
    Der Hund müsste mich mit zwei Katzen teilen. Zur Zeit habe ich (leider) noch viel Freizeit, das würde sich aber ändern. Ich bin ein wenig "lauffaul", habe aber festgestellt das ich in Hundebegleitung auch gern etwas länger gehe.
    Ich bin ein wenig "eitel", das heisst der Hund müsste auch optisch zu mir passen. (1.85 gross, massig, Tattoos)

  • Hallo und willkommen im DF ;)

    also bevor ich hier anfange auf eine deiner vorgeschlgenen Rassen einzugehen.....sollten vielleicht erstmal die grundsätze geklärt werden...

    du schreibst selber das du zurzeit viel freizeit hast..das es sich aber ändert.. ab wann und in wie fern? man kann/sollte einen hund nicht 9 stunden täglich alleine lassen wenn man berufstätig ist und den hund wie im idealfall nicht mit zur arbeit nehmen kann..daran solltest du schonmal denken. es kommen dann eventuell weitere kosten auf dich zu für eine gute betreuung.

    dann schreibst du das du eher lauffaul bist aber die hunde es schaffen dich zu motivieren. ein hund muss aber täglich ausgelastet gefordert und beschäftigt werden. eine große runde von 1-2 stunden sollte täglich drin sein! und das nunmal auch bei jedem wetter und zu jeder gemütslage. ein hund ist sehr viel verantwortung und eine aufgabe für (im idealfall) sehr viele jahre!

    dann zu deinen Rassefragen. Für Agility wäre davon meiner meinung nach kein Hund zu gebrauchen. (FORIS korriegiert mich bitte wenn ich da falsch liege!!! )

    Ein Goldi wäre dir also "zu brav" ??
    WAS soll DEIN hund denn können/machen wenn er nicht "brav" sein soll?
    oder ist das nur aufs aussehen bezogen?

    ich habe ein wenig die befürchtung bei dir das du dir einen hund anschaffen möchtest der dein optisches erscheinungsbild vielleicht noch mehr unterstützt.. aber ist das wirkliches Interesse an einem Hund oder soll er dich doch dann eher nur "schmücken"?

    Bitte alles überhaupt nicht böse sehen! ich habe nur nett nachgefragt und es soll kein angriff oder so etwas sein ;)

    LG

  • Kann sein, dass ich mich jetzt total irre - aber wie wär's mit ner französischen Bulldogge ?

    Ich finde die Tiere haben einen sooo tollen Charakter =) (aber wohl auch eher nix für's Agility) ..

    Ansonsten unbedingt die von PaulaNina beschriebenen Punkte beachten ;)

  • Hallo,

    als ich deinen Beitrag so gelesen habe, dachte ich spontan an einen Senior aus dem Tierschutz.
    Dort sitzen nämlich z.B. ganz viele "böse" aussehende Hunde, denen eben wegen ihres Aussehens keine rechte Chance gegeben wird.
    Und ein Senior deshalb, weil du

    a) dich selber eitel nennst, was sich mit der Aufzucht eines Welpen, wie ich finde, nur schwerlich vereinbaren lässt (oder würdest du bei jedem Haufen deines Kleinen auf der Straße in Verzückung ausbrechen wollen? :lol: )

    b) deine Zukunft ungewiss scheint - und die Aufzucht eines Welpen/Junghundes ist sehr zeitaufwändig. Auch kannst du davon ausgehen, dass der Hund im ersten Jahr noch nicht allzu lange alleine bleiben kann.

    c) meinst, du seist faul. Da würde sich ein Hundeopi doch gut eignen, der ist nicht mehr der agilste, aber trotzdem noch für Unfug zu haben. Außerdem gibst du auch hier einem der vielen alten Hunde im Tierschutz eine Chance. Arbeit ist er aber trotzdem, auch der muss immer raus, ob du nun Lust hast oder nicht.


    Bedenke bitte, und das meine ich nicht böse, trotzdem, dass es nie gut ist, sich ein Tier zuzulegen, weil man meint, es sei ein schmückendes Anhängsel.
    Man muss irgendwo auch Lust auf all die Unannehmlichkeiten haben.
    Da sollten einem nicht schon beim Gedanken an matschige Schneeregenspaziergänge die Nackenhaare hochgehen, oder der Brechreiz schon bei der Fiktion ereilen, den Durchfall des kranken Hundes vom Teppich zu rubbeln.

    Man sollte sich bewusst sein, dass immer ein Problem auftreten kann, das viel Zeit, Geld und Arbeit erfordert und dass diese Probleme umso zahlreicher werden können, desto weniger man sich mit dem Tier beschäftigt.
    Das sind einfach Dinge, die man sich vorher überlegen sollte.

    Von den genannten Rassen würde ich, wenn überhaupt, nur die English Bulldog oder den Goldie als "Anfängerhund" betrachten, wobei du bei der Bulldogge natürlich einen ganz schönen Sturkopf bekommen könntest - das macht die Erziehung erheblich komplizierter und erfordert viel Beherrschung, Ruhe, Geduld und Konsequenz.
    Nicht, dass das beim Golden so viel anders wäre, allerdings bringt dieser mehr Bereitschaft mit, mit dir zu arbeiten.

    Zur Gesundheit kann man nur sagen, dass du, solltest du dich doch für einen Welpen entscheiden, die Risiken für Erkrankungen erheblich minimieren kannst, wenn du dich nach einem seriösen Züchter (z.B. VDH) umschaust, der ein besonderes Augenmerk darauf legt, dass die Tiere gesund sind.
    Im besten Falle kannst du dich dort auch über die Elterntiere informieren, so dass du sehen kannst, welche Anlagen dein Hund haben könnte.
    Natürlich ist der Anschaffungspreis dann höher, aber die eventuellen Behandlungskosten würden diesen um vieles übersteigen.

    Bei älteren Hunden aus dem Tierschutz sind Vorerkrankungen meist schon bekannt.

    So, nun habe ich einen kleinen Roman geschrieben und hoffe, dass ich etwas weiter helfen konnte.

    Viel Erfolg und liebe Grüße

  • Zitat


    Ich bin ein wenig "eitel", das heisst der Hund müsste auch optisch zu mir passen. (1.85 gross, massig, Tattoos)

    Das beschreibt meinen Mann.....ergo passt zu Dir entweder ein Bullterrier, ein Pitbull, Airedale oder Mops :D

    An der "lauffauligkeit" wuerde ich mich jetzt erst mal gar nicht stoeren....der TS schreibt ja selbst das er durch einen Hund angespornt wird.

    Ich persoenlich wuerde ohne Hunde auch nicht ziel- und planlos alleine durch die Pampa tigern....mit den Viechern im Schlepptau schaut das wieder ganz anders aus.

  • Zitat

    Zur Zeit habe ich (leider) noch viel Freizeit, das würde sich aber ändern


    Inwieweit würde sich das ändern (Teilzeit oder Vollzeit Job??)
    Und gäbe es evtl. die Möglichkeit eines Hundesitters, oder mittags nach Hause zu fahren, oder vielleicht den Hund sogar mit zur Arbeit zu nehmen???

    Zitat

    Ich bin ein wenig "lauffaul", habe aber festgestellt das ich in Hundebegleitung auch gern etwas länger gehe.


    Meine hundelose Schwester sagt immer so schöne "ohne Hunde spazieren gehen ist völlig sinnlos" :lol:

    Zitat

    English Bulldog (Absoluter Traum, aber die Gesundheit?)


    Kann ich gut verstehen :gut: Engl. Bulldogge war auch vor zig Jahren mein Traum. Habe ich allerdings auch wegen der Gesundheitsproblematik verworfen. Seit einigen Jahren halte ich den Continental Bulldog im Auge und .... da könnte evtl. in Zukunft was daraus werden. Mal sehen
    Aber vielleicht wäre das die Alternative zur Engl. Bulldogge

  • Danke für die Antworten.
    Nein, ich möchte auf keinen Fall mit meinem Hund irgendwie "böse" wirken, wer so etwas mit über 30 noch nötig hat ist meiner Meinung nach irgendwie in seiner Entwicklung hängen geblieben.
    Ich bin aber durchaus der Meinung, das Hund und Herrchen in gewisser Weise zueinander passen sollten, vom Wesen wie auch vom Aussehen.
    Was das mit den "Hinterlassenschaften" angeht: Wenn man Paviangehege gereinigt hat dann schockt einen so schnell nichts mehr. ;)
    Die Agility-Frage: Boxer und Goldies eignen sich durchaus dafür, beim letzten Turnier hat afaik ein Goldie den ersten Platz gemacht. Es gibt sogar EB´s die bei Agility antreten, allerdings nicht unbedingt unter den ersten Plätzen. Das ist mir aber recht egal, ich will ja einen Hund und kein Sportgerät.
    Die Sache mit dem Auslauf: Natürlich brauchen Hunde ihre Touren, ich will ja das der Hund sich wohlfühlt bei mir. Ich hab ja geschrieben, wenn ich alleine unterwegs bin kann ich mich kaum aufraffen, aber mit Hund sind ein, zwei Stunden kein Problem, mit kleinen Pausen. Wind und Wetter sind für mich kein Problem. (Gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung)
    Wegen Tierheimhunden habe ich schonmal geguckt, allerdings wollte man da meist erfahrene Halter oder der Hund versteht sich nicht mit anderen Hunden oder Katzen (Habe zwei). Ausserdem, verzeiht mir falls ich da Vorurteile habe, weiss ich nicht was der Hund schon erlebt hat und ob ich eine Situation meistern könnte die ihn dazu bringt total "auszurasten". (Erinnerung an eine schlechte Erfahrung die dem Tierheim nicht bekannt war.)
    An eine französische Bulldogge hab ich auch schon gedacht, ich mag die sehr gern und sie sind imho etwas aktiver als die EB. Aber irgendwie ist es doch nicht ganz das Richtige.
    Die sache mit dem Beruf ist wohl das grösste Problem, will den Hund ja nicht ständig bei meiner Oma "parken" müssen. Allerdings waren meine bisherigen Berufsfelder immer sehr hundefreundlich und ich will das beibehalten.

  • Einen Boxer würde ich dir nicht empfehlen, sie gehören zu der Rasse der Gebrauchshunde und verlangen schon ein bisschen mehr Auslastung als normal.
    Auch im Hinblick, daß er evtl. öfter bei deiner Oma ist, müßte sie ihn ja dann auch halten können.
    Da würde ich mir doch einen aus den Rassen der Familienhunde nehmen.

  • Also.
    Da ich dich kenne wie du weißt ;) hier meine Meinung:

    -Rotti: Wär mir als Anfängerhund für dich zu prekär, vor allem, wenn du ihn mit zu uns auf die Arbeit nehmen willst.
    Da gibts nunmal Vorurteile, egal was für ein Lamm er wär.

    -Irish Terrier: Du kennst Finch! Willst du dir den wirklich antun? :D
    Terrier halte ich auch nicht für soooo gut als Anfängerhund (den es ja eigentlich garnicht gibt)

    -EB: Wenn du ernsthaft Ambitionen hast mit dem Hund zu arbeiten und er nicht nur ne coole Sau sein soll - eher nicht.
    Sonst passt es perfekt!

    -Goldie: Bei Retrievern bin ich völlig voreingenommen und nicht zu einer objektiven Meinung fähig. Halt meine Hunde.

    -Boxer: Wenn du dich wirklich in Auslastung und Erziehung reinkniest: Ja.

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