Problem mit sehr lauten Nachbarshunden

  • Hunde, die bewachen und melden, sind nun mal laut, weil sie idR bei jedem Geräusch ihrem Job nachgehen. Dh, sie geben halt Alarm, wofür sie ja normalerweise da sind. Das bedeutet auf der einen Seite, daß Herrchen/Frauchen informiert wird, daß sich da etwas dem Revier nähert und dient gleichzeitig als Abschreckung gegenüber dem Eindringling.

    Nur kann ein Hund nun mal schwer unterscheiden, ob der "Eindringling" ins Haus einbrechen will oder nur daran vorbeiläuft. Also wird pauschal Jeder verbellt.

    Das ist z.B. einer der Gründe, wieso ich Zwingerhaltung irgendwie daneben finde. Das Bellen nervt, obwohl die Hunde ja nur das machen, was sie sollen. Es nervt, verständlicherweise, die Nachbarn. Die Warnung verpufft, weil man als Halter gar nicht mehr hinhört ("der bellt ja eh ständig"). Und im Ernstfall, also bei echtem Einbruch, sitzt der Hund/die Hunde gut gesichert im Zwinger, während der Einbrecher die Bude ausräumt und die Familie massakriert. Irgendwie absurd.

    Ich denke, außer die Hunde reinzuholen, wird dein Nachbar nicht viel machen können.

  • Knautschgesicht: Das denke ich auch. Ich glaube nicht, dass man es mit Erziehung schafft, sie sind ja alleine im Zwinger und müssen ihr Revier verteidigen. Das liegt ja in ihrer Natur.

    Aber eine Zumutung für die Nachbarn ist es schon. Wenn sie nachts ruhig sind, was spricht denn dann dagegen, sie am Tag mal stundenweise ins Haus zu holen? Für ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis muß das doch drin sein.

    Von mit Wasser bespritzen und die Sicht versperren halte ich auch nix. Die bellen trotzdem, nur dann eben, weil sie Geräusche hören, aber nicht sehen können, was da los ist.

    Da fällt mir grade beim Schreiben was ein.
    Ich habe mal gesehen, wie Martin Rütter einem Hund, der ständig an der Terrassentüre gebellt hat, sobald eine Katze auftauchte, eine Klimperkette hingeworfen hat. Der Hund war so verdutzt, dass er es irgendwann nicht mehr gemacht hat. Kann man das nicht irgendwie übertragen? Dann müßte sich aber immer jemand daneben setzen und warten bis die anschlagen, ist auch blöd. So richtig fällt mir da nix ein.

  • Möglichkeiten gäb's allemal um an der Situation zu ändern. Dafür muss aber der Besitzer davon wissen, TS und Nachbar müssen reden.

    Wenn ich mir vorstelle, da würden vis a vis dauernd Hunde kläffen, da würd ich ja durchdrehen !!

    Muss man handeln. Ist ja auch für die Hunde stressig dauernd up to date sein zu müssen.

  • Also mit Wasser bespritzen würde bei meinem nicht klappen, er liebt das und fordert das dann ein und schnappt nach dem Wasserstrahl, hmmm, ich dachte, Du meinst so richtig mit nem vollen Eimer Wasser drüber.

  • Zitat

    Hunde, die bewachen und melden, sind nun mal laut, weil sie idR bei jedem Geräusch ihrem Job nachgehen. Dh, sie geben halt Alarm, wofür sie ja normalerweise da sind. Das bedeutet auf der einen Seite, daß Herrchen/Frauchen informiert wird, daß sich da etwas dem Revier nähert und dient gleichzeitig als Abschreckung gegenüber dem Eindringling.

    Nur kann ein Hund nun mal schwer unterscheiden, ob der "Eindringling" ins Haus einbrechen will oder nur daran vorbeiläuft. Also wird pauschal Jeder verbellt.

    Das ist z.B. einer der Gründe, wieso ich Zwingerhaltung irgendwie daneben finde. Das Bellen nervt, obwohl die Hunde ja nur das machen, was sie sollen. Es nervt, verständlicherweise, die Nachbarn. Die Warnung verpufft, weil man als Halter gar nicht mehr hinhört ("der bellt ja eh ständig"). Und im Ernstfall, also bei echtem Einbruch, sitzt der Hund/die Hunde gut gesichert im Zwinger, während der Einbrecher die Bude ausräumt und die Familie massakriert. Irgendwie absurd.

    Seh ich ähnlich!

    Zitat

    Ich denke, außer die Hunde reinzuholen, wird dein Nachbar nicht viel machen können.

    Ist auch in meinen Augen die Sinnvollste .

    Birgit

  • Ich denke auch, dein Nachbar sollte die Hunde ins Haus holen. Abgesehen davon, dass das Gebell dann nicht mehr so laut zu den Nachbarn rüber tönt, können sich die Hunde dann auch mal zwischendrin eine Streicheleinheit abholen oder man beschäftigt sich mal kurz mit ihnen. Im Zwinger haben die Hunde halt "nichts anderes zu tun" als zu bellen. Etwas mehr Menschenanschluss würde ihnen bestimmt gut tun. Und sie werden "ruhiger".

  • Jau pheaven, das meinte ich.

    Wir haben hier ein paar Häuser weiter auch so ein bezauberndes Exemplar von Labi, der Tag und Nacht im Vorgarten sitzt und ALLES anbellt. Tagsüber natürlich alles was vorbei kommt und nachts auch mal eine vorbeilaufende Katze :roll:

    Ich hab ein Rudel, allerdings schlafen die Hunde im Haus und tagsüber bin ich dabei. Sie sind nicht annähernd so laut wie dieser Einzelhund. Das ist oft so bei Hunden in Außenhaltung.

    Um die Hunde der TS Nachbarn mit Wasser zu bespritzen, müßte ja jemand da sein, um dies zu tun. Ich könnte mir gut vorstellen, daß die Hunde ruhig sind, wenn Herrchen/Frauchen dabei ist. Damit ist ja nix gewonnen

  • Mein Chef hat meine 2 Kleinen damals mit ruhig bekommen. Sie haben immer Nachts um 3 rum angefangen und da ich nicht auf dem Betrieb gewohnt habe konnte ich selber nicht einwirken. Er hatte 10 halbvolle Eimer vor dem Zwinger stehen. Nach 2 Nächten und 3 Duschen und Standpauken war ruhe. In meinen Augen ein kleines Opfer gegenüber der Hunde für die Nachtruhe und den Frieden mit den Nachbarn.

  • Zitat

    .......

    PS. Zu deinem Hund.
    Dir ist schon klar, daß dieser Hund keinen Wesenstest bestehen würde. Da müßte er nämlich Drohgebärden in seine Richtung aushalten und zwar ohne Reaktion.

    Nur mal so am Rande - mein Hund würde einen Wesenstest auch nicht bestehen. Muss er auch hoffentlich nie.

    Aber das ist auch nicht das Thema...

    Der Link mit dem Teletact war mit einem Zwinker-Smile versehen - und Bordy hat das sicherlich nciht ernst gemeint. Deshalb eben der Smile, aber ihr habt Recht, man hätte es auch falsch verstehen können.

    Den Tipp mit dem Wasser finde ich jetzt nicht so dramatisch, wenn vorab eine Warnung an den Hund voraus geht.
    Wobei ich auch keinen ganzen Eimer nehmen würde, sondern eine Spritzpistole, wenn es den unbedingt notwendig wäre und es keine andere Lösung gäbe....aber egal.

    Wie Haltungsbedingungen ansonsten aussehen können wir von hier aus schlecht beurteilen.

    Hauptfrage wäre noch: ist der Besitzer der Hunde überhaupt bereit Tipps von einem anderen anzunehmen???

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