Verantwortungslos? Sollten Kinder Hunde ausführen?

  • hey,
    finde das auch unverantwortlich, bei uns ist auch immer ein kleines mädchen schätzungsweiße 8-10 jahre alt.
    sie führt einen ziemlich großen hund, leider weiß ich nicht welche rasse.
    allerdings ist er so groß wie spikey und denke er hat auch an die 40kg...wobei er IMMER ohne leine läuft...
    jedes mal wenn wir diesem hund begegnen rennt er zu uns und "bedrängt" spikey...
    das kind reagiert absolut nicht darauf (klar, vllt kann sie die situ nicht richtig einschätzen, aber auch wenn die eltern (?) mit ihm gehen ist das nicht anders) der hund wird weder zurück gerufen noch wird beachtet das sie sich anschnauzen etc.
    als ich letztens die kleine gebeten hab ob sie ihren hund an die leine nehmen kann...kam nur zurück: will ich nicht....mhm naja okay was will man machen?
    voralem läuft der hund auch ohne mit der wimper zu zucken auf die andere straßenseite wenn wir oder andere HH mit hund dort sind...
    anscheinend stört das niemanden...

    und zu deiner situatuion...auch unverantwortlich!
    klar unter aufsicht denke ich ist das weitaus sicherer als einfach auf sich allein gestellt...
    mhm
    sachen gibts :zensur:

  • Die Situation wie im Eingangspost finde ich auch unverantwortlich.

    Aber...

    Auch ich lasse meinen 12jährigen mit Raika Gassi gehen.
    Ich weiß aber, das sie lammfromm an der Leine geht (nur ab und zu die Seiten wechselt) und bei fremden Hunden eh ausweicht.
    Allerdings geht er nicht ständig mit ihr, sondern nur 2-3 mal die Woche. Ich sehe es einfach nur mit als Erziehung des Hundes das er innerhalb unserer Familie auf jeden gleich gut zu hören hat. Das fängt bei einfachen Grundkommandos wie Sitz, Platz....etc. an und geht halt auch übers Gassi gehen. Später darf mein Sohn auch mit auf den Hundeplatz und ggfls. sogar mit Raika trainieren.

    Ausserdem geht meine 7jährige liebend gern mit Eddy spazieren, alleine.
    Sie geht da aber nur ´ne Runde um den Block und einen Weg, wo ihr eigentlich keine anderen Hunde entgegen kommen.
    Bin ich da nun auch unverantwortlich?

    Bei größeren Runden bin ich allerdings mit dabei. Meine Kinder dürfen die Hunde dann zwar mal halten, aber ich bin immer zur Stelle wenn mal irgendetwas sein sollte.

  • Natürlich kann man nicht alle Kinder über einen Kamm scheren. Aber ich denke das man nicht darüber diskutieren muss das ein 6 jähriger Junge einem Golden einfach kräftemäßig unterlegen ist.
    Und das es daher einfach nur verantwortungslos ist ihn mit gleich zwei Hunden dieser Größenordnung spazieren gehen zu lassen.
    Auf dem Dorf mag das ja noch gehen. Dann liegt der Kleine im Dreck und die Hunde laufen munter übers Feld. Aber an einer Straße :???:
    Ich merk das doch schon an meinem Hund. Dexter wiegt 30 kg. und wenn er mich in einem für ihn günstigen Moment überrascht hauts mich fast aus den Latschen und ich bin doppelt so schwer wie er ;)
    Da kann der Hund noch so gut erzogen sein und das Kind noch so gut kennen. Wenn beide in eine brenzlige Situation kommen in der das Kind als Hundeführer souverän (schreibt man das so ?) handeln müsste und es nicht kann, dann ist hinterher das Geschrei groß und das Kind macht sich vllt. noch Vorwüfe weil sich sein vierbeiniger Freund verletzt hat.

  • Mit dem kleinen Jungen und dem Goldi finde ich auch mehr als Verantwortungslos.

    Wir haben ja einen 13 Wochen jungen Deutschen Pinscher-Mix und bring zur Zeit ca. 5,2 kg auf die Wagge. Unsere große Tochter 8 Jahre darf ihn an der Leihne halten wenn ich bei ihr bin und bringe ihr bei wie man das so macht. Aber an der Strasse alleine würde ich sie trotzdem mit Hundi nicht laufen lassen. Jedoch darf sie mit Rocky mal vor die Tür alleine, (keine Strasse und gleich Rassen). Ich beobachte sie dann und ich muss sagen, WOW sie macht das super. :gut:

  • Ich denke, der Vorfall ist ein typisches Beispiel dafür, was Hundehalter in Verruf gebracht hat und bringt - ein Mangel an Kompetenz und Einsicht.
    Es ist doch nicht wirklich das Alter des Jungen entscheidend. Ich wette es gibt hier genug erwachsene Hundehalter, die einen losziehenden Goldie im besten Sturm und Drang Alter am Bauchgurt erst nach ein paar Metern gestoppt hätten. Vorausschauende Hundehalter/Eltern hätten gesehen, dass diese Kombination nicht geht. Ein paar ähnlicher Vorfälle mit weniger glücklichem Ausgang und Sommerloch-Interesse der Presse und wir könnten uns tatsächlich ein Hundeführverbot unter 16/18 einfangen. Ich sehe aber überhaupt kein Problem, ein vorausschauendes Kind mit einem halbwegs erzogenen Hund loszulassen. Vorausschauend deshalb, weil nicht nur der eigene Hund zu berücksichtigen ist, sondern auch gefährliche Situationen durch andere Menschen oder Hunde entstehen können.
    Ich selber habe ab 12/13 unseren bei Dunkelheit agressiv auf Männer reagierenden Hund einer Riesenrasse ausgeführt, hatte aber stehts die Übersicht und war vom Hund als Chef anerkannt. Mein eigenes Kind (11) schicke ich gerade in die Hundeschule, da (zu meiner immerwährenden Verwunderung) einfach alle Vorausetzungen fehlen. In einer "meiner" Gruppen war aber z.B. ein 12jähriges Mädel, das seinen Border nicht nur im Agility-Parcour besser beherscht als ich meinen Hund. Das wäre doch schade, wenn so engagierte Kinder plötzlich nicht mehr ihre Hunde führen dürften.
    So, das ist mal wieder ein Roman geworden :ops:

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