"Vermittlungsgebühr", Rückerstattung in dieem Fall
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An alle mit Hunden aus dem Tierheim: Hätte sich noch am Tag der Übernahme herausgestellt, dass der Hund ein entscheidendes Kriterium nicht erfüllt, über das während des Vermittlungsgesprächs ausführlich geredet wurde, hättet ihr die Vermittlungsgebühr wiederbekommen?
Ein Freund von mir fühlt sich von einem Tierheim über den Tisch gezogen. Er ist hundeerfahren und kann einen Hund den ganzen Tag um sich haben, da sein Beruf ihm dies erlaubt. Das einzige Muss: der Hund muss gern autofahren, da er täglich viele Stunden im Auto unterwegs sein würde.
Im Tierheim zeigte man ihm einen Hund, der angeblich sehr gern Auto fahre und der es erstmal auch wurde. Aus "versicherungstechnischen Gründen" konnte keine Probefahrt gemacht werden, erst nach Abschluss des Übernahmevertrages.
Der Hund war kaum ins Auto zu kriegen und die Fahrt war furchtbar, so dass mein Bekannter eine halbe Stunde später mit einem panischen Hund und zerbissenem, vollgekotztem und -gekoteten Kofferraum wieder vorm Tierheim stand. Dort nahm man ihm den Hund wieder ab, man weigerte sich jedoch, ihm die Vermittlungsgebühr bzw. einen Teil davon wieder auszuhändigen.Im Vertrag steht leider nicht, dass die Vermittlung nur unter der Bedingung zustande gekommen ist, dass der Hund Autofahren verträgt. Drin steht lediglich der Beruf meines Bekannten (Fotograf).
Das Geld hat er nun als "Lehrgeld" verbucht und wird nicht weiter darum streiten ... aber ist das so üblich?
Im Tierheim stellte man sich auf den Standpunkt, dass der Betrag einzig für die Vermittlung erhoben werde, nicht für den Hund, und dass es daher unerheblich sei, ob die Vermittlung erfolgreich sei oder nicht, denn die Arbeit sei dieselbe gewesen. - Vor einem Moment
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Hi,
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huhu!
Bei uns in Leipzig ist es so, dass du die Gebühr am Anfang einer Probewoche zahlst. Sollte wärhend dieser Woche etwas nicht passen, geht der Hund zurück und du bekommst das Geld wieder.
Liebe Grüße!
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Mein Hund wurde mir als durchgeimpft übergeben. Leider stellte sich raus das es nicht stimmte! Ich habe ihn impfen lassen und gut ist. Mir haben einige, auch der TA, gesagt das es nichts bringen würde weil nicht im Vertrag stand das er geimpft ist.
Sollte es bei euch allerdings im Vertrag stehen dann denke ich ihr solltet mal einen Anwalt einschalten!
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Hallo,
mal ganz vorsichtig nachgefragt:Oft ist es ja so, dass ein Hund sich im TH tatsächlich absolut unauffällig verhält und Probleme erst im neuen Zuhause oder eben unter anderen Bedingungen auftreten.
Wenn das TH z. B. grundsätzlich in einer Box transportiert und der Hund dann bei der ersten Fahrt auf dem Rücksitz nicht damit klar kommt - ist der Hund dann transportsicher oder nicht? Das ist eine Frage der Definition und das TH kann solche Fragen nur in dem Sinne beantworten: "Bei uns hier hat der Hund sich so und so gezeigt." Dass das niemals eine lebenslängliche Zusicherung von veränderbaren Eigenschaften sein kann, sollte uns klar sein. Auch, dass ein Hund sich mit ihm fremden Personen erstmal ängstlicher und unsicherer gibt, als normal, sollte vorausgesetzt werden können.
Ist Dein Freund vielleicht in der ersten Aufregung dementsprechend echauffiert beim Wiederabgeben des Hundes aufgetreten? Ich kann auch verstehen, dass einem TH-Mitarbeiter, wenn er einen Hund nach einer halben Stunde Abwesenheit in völliger Auflösung begriffen zurückbekommt, nicht unbedingt gleich die Gebührenerstattung als erstes einfällt....
Ich denke mit einem Gespräch nochmal in aller Ruhe, was bei dieser Vermittlung schief gelaufen ist, ist allen Beteiligten am meisten geholfen.
LG, Chris
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Grüße,
da ein Tierheim ja wohl kaum die diversen Hunde testweise durch die Gegend fährt, hätte man selber darauf kommen müssen, dass solch eine Zusicherung nicht immer glaubhaft sein muß.
Außerdem darf man auch nicht außeracht lassen, dass der Hund sich in einer völlig neuen Situation befunden hat. Fremder neuer Mensch, fremdes Auto und der Hund hat keine Ahnung was nun mit ihm passiert.
Da kann es durchaus auch passieren, dass ein normalerweise Autofahren gewöhnter Hund da so reagiert. Einfach weil er Streß mit der neuen Situation hat.
Geld würde ich auch nicht zurückgeben an Stelle des Tierheimes. Einbischen mehr Zeit hätte der neue Besitzer dem Tier ja wohl zugestehen müssen um sich an eine neue Situation zu gewöhnen.
gruß
sabine -
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Also ich kenne es so, das im Übernahmevertrag eine vierzehntägige Probezeit vereinbart wird. Kommen Mensch und Hund miteinander nicht klar, kann der Hund innerhalb dieser Zeit zurückgegeben werden und der Vertrag wird null und nichtig.
Im Moment frage ich mich, ob diese eine Autofahrt überhaupt aussagekräftig sein kann. Ich weiss nicht, inwieweit Dein Freund im Vorfeld eine Beziehung zum Hund aufbauen konnte. In jedem Fall bedeutet eine Vermittlung für die meisten Hunde erstmal Stress. Der Hund wird - schon wieder - aus einer gewohnten Situation herausgerissen und versucht sich zu orientieren. Hier kann es immer sein, dass der Hund sein Verhalten ändert - positiv wie negativ, kurzfristig oder langfristig. Das ist sicherlich auch einer der Gründe, warum Hunde in vielen Tierheimen mit der genannten Probezeit vermittelt werden.
Ich kenne die Situation nicht und möchte auch nicht werten. Für mich klingt es im Moment so, als seien Fehler auf beiden Seiten gemacht worden, die man ggf. nochmal mit einem klärenden Gespräch ausräumen kann.
Als Tierheim-Mitarbeiter erlebt man viel und ist entsprechend skeptisch, wenn ein Hund nach wenigen Minuten - völlig aufgelöst, wahrscheinlich - zurückgebracht wird. Ich persönlich würde auch ziemlich ungehalten werden, wenn dann zuerst das Geld zurückgefordert würde. Hier geht es um ein Lebewesen und da sollte man ggf. behutsam an die Autofahrt herangehen und dies langsam aufbauen bzw. dem Tier auch etwas Zeit einräumen, sich zu aklimatisieren. Wenn der Hund erstmal ein paar Tage dort gewesen wäre und einen Ansatz von Vertrauen hätte aufbauen können, wäre die nächste Autofahrt vielleicht schon besser gelaufen.
Auf der anderen Seite finde ich es sehr schwierig einen Hund mit einer festen Zusage - er kann dies oder das auf jeden Fall - zu vermitteln. Fakt ist, was der Hund im Tierheim kann oder nicht kann, muss im neuen Umfeld nicht mehr zutreffend sein. Wenn das Tierheim hierauf nicht ausreichend hingewiesen hat, war das sicher auch ein Fehler - zumal es im Tierheim-Alltag i.d.R. nicht so viele Möglichkeiten zu regelmässigen Autofahrten gibt.
Es könnten sich noch einmal alle Beteiligten zusammen setzen und über die Situation sprechen - wer hätte an welcher Stelle besser reagieren / informieren müssen. Vielleicht findet sich dann eine Möglichkeit die Geschichte mit dem Auto fahren noch mal in aller Ruhe anzugehen bzw. aufzubauen. Für das finanzielle Problem findet sich ansonsten sicher eine Lösung - notfalls eben die Lösung, die im Vertrag steht. Rückerstattung, wenn dort eine Probezeit vereinbart war. Keine Rückerstattung, wenn das nicht der Fall war.
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Also ich finde, das TH hätte in jedem Fall "kulanter Weise" den Betrag zurückgeben müssen, bzw. deinem Freund anbieten müssen, einen anderen Hund zu finden, dem das Autofahren keine Probleme bereitet.
Klar, kann man mit einem Hund das Autofahren trainieren ... wenn dein Freund aber recht bald wieder arbeiten und dadurch viel fahren muss, dann ist diese Zeit einfach nicht gegeben.
Ich finde die Vorgehensweise des THs nicht seriös!!!!!Ich kann ein Lied davon singen, was es heißt, wenn ein Hund das Autofahren nicht verträgt. Meine Große kotzt auf einer Strecke von 50 km im Schnitt an die 7 mal. Selbst auf den 1,5 km ins Nachbardorf übergibt sie sich. Das ist Stress pur - für Hund und HH.
Das TH hätte meiner Meinung nach anders handeln sollen - wenn schon nicht aus rechtlichen, so doch aus menschlich-moralischen Gründen.
Durch solche TH werden bestimmt viele HH davon abgeschreckt, einen TS-Hund aufzunehmen. Das schadet letztlich auch den Tieren. -
da fällt mir nicht viel zu ein, ok, eine Menge...
nein, das Tierheim ist nicht verpflichtet, den Betrag zurück zu erstatten
klar hätten sie es können, aber kein mussund was glaubt ihr denn? dass nen Zwingerhund aus dem Tierschutz einfach so sein "Zuhause" mit nem fremden Menschen in nen fremdes Auto steigt und sich seines Lebens freut?
war denn keiner hinten bei dem Hund?
es ist doch alles neu, ungewohnt, fremdund dann ne halbe Stunde lang?
sorry, aber ich kann sowas net verstehen
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Zitat
da fällt mir nicht viel zu ein, ok, eine Menge...
nein, das Tierheim ist nicht verpflichtet, den Betrag zurück zu erstatten
klar hätten sie es können, aber kein mussund was glaubt ihr denn? dass nen Zwingerhund aus dem Tierschutz einfach so sein "Zuhause" mit nem fremden Menschen in nen fremdes Auto steigt und sich seines Lebens freut?
war denn keiner hinten bei dem Hund?
es ist doch alles neu, ungewohnt, fremdund dann ne halbe Stunde lang?
sorry, aber ich kann sowas net verstehen
Hm, ja, aber ich glaube nicht, dass viele Hunde so extrem reagieren auf der ersten Fahrt?
Klar kann es möglich sein, dass der Hund an und für sich gut mitfährt und nur durch die neue Umgebgung (fremdes Auto, fremder Mensch) so panisch wurde.
Aber vielleicht liegt es ja wirklich am Autofahren selbst? Das hätte ich vielleicht schon nochmal abgeklärt.Was auch wichtig wäre zu wissen: Kannten neuer HH und Hund sich bereits? D.h., ist der Freund der TS schon öfter mit dem Hund Gassi gegangen etc.?
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Zitat
Das TH hätte meiner Meinung nach anders handeln sollen - wenn schon nicht aus rechtlichen, so doch aus menschlich-moralischen Gründen.
Durch solche TH werden bestimmt viele HH davon abgeschreckt, einen TS-Hund aufzunehmen. Das schadet letztlich auch den Tieren.In vielen Fällen ist im Tierschutz eine gewisse Dickfelligkeit einfach angesagt. Ich finde es selbst schade, dass es oftmals die falschen Leute trifft - was meinst Du, was ich selbst schon angeranzt wurde. Hier muss man allerdings auch etwas differenzieren. Wenn Tierheime sich immer kulant zeigen würden, würde die Zahl von 30-Minuten-Vermittlungen und ähnlichen Eskapden weiter steigen ... und das schadet den Tieren letztlich auch.
Ich will nicht negieren, dass es in vielen Tierheimen große Probleme bei der Vermittlungsarbeit gibt - nicht zuletzt deshalb, weil die Tierheime unter großem finanziellen Druck stehen aber das ist eine andere Geschichte. Die Probleme gibt es, das weiß ich.
Ich gebe Dir völlig Recht - das Tierheim hätte in diesem Fall sicher kulant reagieren können. Ich muss aber auch zugeben, dass ich selbst wahrscheinlich auch sehr skeptisch gewesen wäre, wenn ein Hund nach 30 Minuten völlig aufgelöst zurückgebracht wird.
Wie Maanu schrieb ... da war doch noch alles fremd!
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