Ich bin meinem Hund egal!

  • Wenn dein Hund eine halbe Bracke ist, also ein Stöberhund allererster Sahne, dann tut er vermutlich genau das, sobald die Leine ab ist: ausdauernd stöbern, also allein arbeiten, wenn Frauchen schon nicht mitmacht.

    Wäre es für euch nicht vielleicht sinnvoll, die Hilfe eines jagdhundeerfahrenen Ausbilders zu suchen, der dir erklären kann, wie dein Hund tickt, und wie du ihn am besten leitest?

    Vor allem, glaube ich, täte es euch beiden gut, wenn du dich von diesen unrealistischen Riesenerwartungen, wie sehr dein Hund dich über alles andere lieben soll, und das möglichst jederzeit, lösen könntest. Er ist nun mal kein menschlicher Partner, er ist ein Hund und möchte als Hund leben und verstanden werden.

    Wenn du diese überzogene Erwatungshaltung fallen lassen kannst (Hund baut Mist - ich nehm's als gegen mich persönlich gerichtet und bin menschlich zutieftst enttäuscht...), kannst du die Dinge viel lockerer angehen - das hilft garantiert sehr! Er will dich nicht verletzten, er ist schlicht ein Hund!

    Daß du ihm keinesfalls egal bist, weißt du ja eigentlich selber: drinnen kommt ihr bestens klar, und ihr habt in kurzer Zeit Trainingsfortschritte gemacht - das ist doch schon mal toll!

    Für draußen braucht ihr vermutlich jetzt einfach mal Stöberhund-erfahrene Hilfe - und ich wünsch dir viel Glück beim Suchen (und auch sonst!)

  • Zitat

    wie sieht euer zusammenleben zu hause aus? wieviel aufmerksamkeit bekommt er in euren vier wänden?
    vielleicht solltest du das mal umverteilen. zu hause wenig bis keine aufmerksamkeit draußen dafür ganz viel.

    Das möchte ich ja auch gerne machen, aber es ist sehr schwer mit ihm. Wenn ich mich mal zwei Tage nicht mit ihm zu Hause geistig beschäftige ist er nicht mehr der Selbe. Da ist dann Draußen alles interessanter als ich. Also wird es schlimmer als besser...

    Ich backe jetzt erstmal kleine Brötchen und mache mit der Leinunführigkeit weiter. Wenn das perfekt klappt kommt der nächste Schritt.

  • Hallo Donaldo,

    Hm, ich glaube Du denkst einfach zuviel an Eure "Beziehung" nach.

    Ein bischen Egoismus von Dir kommt dazu ;) (nicht böse sein).

    Schau Dir bitte Deinen Hund an und sei mal richtig stolz, was Du da für einen Prachtkerl hast (ich könnte echt neidisch werden :/ )

    Du hast einen sehr stolzen und natürlichen Hund an Deiner Seite...und diese Natürlichkeit macht Dich zu einem stolzen BESITZER.
    Dein Hund soll zu Deinem Begleiter werden und NICHT zu Deinem Freund.

    Es hört sich ein bischen so an, als wenn Dein Hund DICH führen soll (insgeheim) und nicht umgekehrt.

    Du willst ALLES für ihn tun, damit er sich wohfühlt...das kann er aber nur wenn er die Führung von Dir hat.

    Mein Minni Tip...steck Deine Gefühle einfach mal weg und ARBEITE mit dem Hund ohne übertriebene Gefühlsaktionen.
    Knackig... aber gefühlvoll im Umgang.
    ...finde heraus wo er Ängste hat und versuch ihn an diesem Punkt halt bzw. Führung zu geben.

    Denk nicht an die anderen Hunde, die ihre Besitzer anhimmeln...es gibt genügend von ihnen, dessen HH austauschbar (in den Augen dieser Hunde) sind...auch wenn Du es nicht glaubst.

    Wenn Deine Mutter ihn zu Hause nicht ignoiert, dann versuch Du es zumindest (Du hast geschrieben, das Du es machen würdest).
    Oder geht Deine Mutter auch mit ihm spazieren?

    ...übrigens hab ich den Rückruf auch konsequent mit der Flexi drei Wochen lang eingeübt.
    ...Davor hatte ich leider auch einen Hund der an ALLEM Anderen als an mir draussen interessiert war...

  • Zitat

    Wenn Deine Mutter ihn zu Hause nicht ignoiert, dann versuch Du es zumindest (Du hast geschrieben, das Du es machen würdest).
    Oder geht Deine Mutter auch mit ihm spazieren?

    ...übrigens hab ich den Rückruf auch konsequent mit der Flexi drei Wochen lang eingeübt.
    ...Davor hatte ich leider auch einen Hund der an ALLEM Anderen als an mir draussen interessiert war...

    Nein sie geht nicht mit ihm raus. Das will ich auch garnicht! Sie ist einfach nicht für Hunde geeignet. Sie wird von Donald aber auch in 90% der Fälle in denen sie ihn ruft oder sonst was macht ignuriert.

    Meinst du das es was bringt wenn nur ich (und der Freund meiner Mutter macht sicher auch mit) ihn ignuriere? Rennt er dann nicht immer zu meiner Mutter? Das wäre für mich eine wirkliche Katastrophe!

    Ich habe eine 8m Flexi, aber damit den Rückruf zu üben kann ich mir nur schwer vorstellen. Wie hast du das gemacht?

  • Zitat

    Das möchte ich ja auch gerne machen, aber es ist sehr schwer mit ihm. Wenn ich mich mal zwei Tage nicht mit ihm zu Hause geistig beschäftige ist er nicht mehr der Selbe. Da ist dann Draußen alles interessanter als ich. Also wird es schlimmer als besser...

    Ich backe jetzt erstmal kleine Brötchen und mache mit der Leinunführigkeit weiter. Wenn das perfekt klappt kommt der nächste Schritt.


    ...gib ihm vor allen Dingen eine Routine, an die er sich im Alltag richten kann...dann zieh es 2 wochen konsequent durch und du wirst merken, er wird ruhiger und fordert nicht alles ein...und richtet sich danach.

    zb. ( ist jetzt nur eine Richtlinie)
    -bestimmte Gassizeiten.
    -nach dem Gassi ist Ruhezeit...den Hund auchmal in der Zeit aussperren...einfach die Tür hinter Dir schließen.
    -vielleicht nur einmal am Tag mit ihm kurz spielen.
    -nur hungrig in den Freilauf lassen.

    Richte Dich nicht nach dem Hund...er muß sich nach Dir richten.

  • Hab nicht alles gelesen - haut mich wenn es schonmal kam :headbash:

    NICHT von der Leine lassen, nur weil Du keine Lust drauf hast, dass er an der Leine randaliert!!!

    Bekommt Dein Hund TroFu?

    Dann wäre ein Futterbeutel ideal!!!

    Bei Interesse einfach nochmal schreiben ;)

  • Zitat

    Hab nicht alles gelesen - haut mich wenn es schonmal kam :headbash:

    NICHT von der Leine lassen, nur weil Du keine Lust drauf hast, dass er an der Leine randaliert!!!

    Bekommt Dein Hund TroFu?

    Dann wäre ein Futterbeutel ideal!!!

    Bei Interesse einfach nochmal schreiben ;)

    Wirklich randalieren tut er an der Leine ja auch nicht, aber er wird immer sehr hibbelig und aufgedreht. Es tut mir einfach sehr leid.

    Ja er bekommt TroFu aber er interessiert sich nicht für Futterbeutel und co ...

  • Zitat

    Nein sie geht nicht mit ihm raus. Das will ich auch garnicht! Sie ist einfach nicht für Hunde geeignet. Sie wird von Donald aber auch in 90% der Fälle in denen sie ihn ruft oder sonst was macht ignuriert.

    Meinst du das es was bringt wenn nur ich (und der Freund meiner Mutter macht sicher auch mit) ihn ignuriere? Rennt er dann nicht immer zu meiner Mutter? Das wäre für mich eine wirkliche Katastrophe!

    Ich habe eine 8m Flexi, aber damit den Rückruf zu üben kann ich mir nur schwer vorstellen. Wie hast du das gemacht?

    Es ist Dein Hund...entweder lässt Du es zu, das er DAUERND (klar gibt es Ausnahmen) zur Deiner Mutter läuft oder nicht.

    Wenn Du zb. vom Gassi kommst...geleite ihn zu seinem Platz und schließe die Türe hinter Dir und geh halt dann Deinen alltäglichen Pflichten nach.
    Das kann man gut nach einem langen Spaziergang machen.
    wenn er dann schläft, kannst Du die Tür ja wieder öffnen...so heißt es dann für den Hund, das es eine Auszeit gibt...und dennoch nicht eingesperrt ist, wenn er wieder aufwacht...es ist nur eine von Dir auferlegte Auszeit.
    ...vielleicht brauchst Du erstmal gar nicht mehr an Ignoranz, die Du einsetzen mußt...das mußt Du ausprobieren.


    ...zur Flexi:...ich hab das wie jeder andere hier gemacht...einen hungrigen Hund genommen...den Hund an der Flexi laufen lassen und wenn sich die erste Aufregheit gelegt hat ,gerufen Leckerlie parat gehalten...und wenn sie nicht gekommen ist konsequent zu mir rangeholt (nicht gezerrt)...aber sie MUßTE kommen ohne wenn und aber...natürlich dann belohnt.

  • Zitat


    Ja er bekommt TroFu aber er interessiert sich nicht für Futterbeutel und co ...

    Warte mal ab, wenn er nur noch Futter aus dem Futterbeutel bekommt, wird er sich schon dafür interessieren. ;)

    Warum wäre es für dich katastrophal, wenn er drinnen ständig zu deiner Mutter rennen würde? :???: Gibt es da einen persönlichen Kleinkrieg?

    Denn rein hündisch ist das kein allzu großes Problem - es ist, denke ich, ein verbreiteter Fehlglaube, dass Hunde den am meisten "mögen", der immer nach ihrer Pfeife tanzt, denn diese Menschen sind für ihn wenig konstant.
    Als Orientierungspunkt dienen ihnen eher souveräne, berechenbare Halter.
    Außerdem sind sie ja nicht dumm, sie wissen genau, was bei jedem einzelnen Familienmitglied geht und was nicht.

    Schöner wäre es natürlich, wenn ihr alle an einem Strang ziehen würdet aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man teilweise auch den Schrank anstatt der Eltern vollquatschen könnte, um das gleiche Resultat zu bekommen: nämlich keins.
    Einen Versuch ist es trotzdem wert.

  • Also ich kenne das auch mit meiner Luna,sie findet alles besser als mit mir zu spielen,ist auch nicht wirklich besser geworden,sie ist generell nicht so der spielhund,beneide da auch immer die,die nur einen ball hochhalten müssen und der hund ist Feuer und Flamme.
    Ich binde auf dem Spaziergang viele Übungen mit ein(Sitz,Platz,Warte,Suchspiele) Muß ich aber fast permanent machen,sonst kommt sie sofort auf blöde Ideen.Spielen würde ich total gern aber sie schnüffelt lieber und die geringste Spur reicht aus und sie findet mein spielzeug blöd.
    Im Garten funktioniert es auch besser,da ist die Ablenkung aber nicht so groß.
    Du siehst also,du bist nicht allein.
    Was hast du denn für einen Hund,und wie alt?

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