Ich bin meinem Hund egal!

  • Zitat

    Hallo Pochi,

    das klingt alles sehr gut. Aber und jetzt kommt es. Donald ist überhaupt nicht ansprchbar wenn er irgendwas anderes als mich im Kopf hat.

    Ich kann lockend, schreiend oder auch mit ganz normaler Stimme reden, es interessiert ihn nicht die Bohne. Auch Leckerchen sind in diesem Moment völlig egal! Leider auch wenn er nichts gesehen, gehört oder sonst was hat.

    Ich kann mir nicht vorstellen das deine Tipps, die ich im Grunde klasse finde, bei ihm helfen. :sad2:

    Ich würd es ausprobieren und das über einen längeren Zeitraum, denn genau das braucht viel Zeit und Geduld.

    Lies mal, Steffi hat für ihren Weg zu Balou 6 Jahre gebraucht. Und sie war auch teilweise am Ende, wollte alles hinschmeissen und hat es schlussendlich nicht getan.

    Was Steffi schreibt, das sind 6 Jahre Arbeit um den weg zu Balou zu finden, mit ganz viel Liebe, Verständnis, Konsequenz und Geduld.

    Liebe Grüsse,

    Birgit

  • Zitat

    Ich würd es ausprobieren und das über einen längeren Zeitraum, denn genau das braucht viel Zeit und Geduld.

    Lies mal, Steffi hat für ihren Weg zu Balou 6 Jahre gebraucht. Und sie war auch teilweise am Ende, wollte alles hinschmeissen und hat es schlussendlich nicht getan.

    Was Steffi schreibt, das sind 6 Jahre Arbeit um den weg zu Balou zu finden, mit ganz viel Liebe, Verständnis, Konsequenz und Geduld.

    Liebe Grüsse,

    Birgit

    Genau das ist der Punkt ;)

    Glaub mir, es waren Monate in denen ich nur noch heulend von den Spaziergängen nach Hause kam.
    Es ging so weit, dass mein Vater mir an einem Sonntagabend im November sagte, dass er den Hund morgen früh, wenn ich in der Schule bin, zurückbringen wird. Er hat genug davon, dass ich jeden Tag heule.
    Ich war so fertig, dass ich mir meinen Hund schnappte und mich stundenlang mit ihm in den kalten Schnee setzte, mich an ihn klammerte und bitterlich weinte bis mein Vater seufzend nach draußen kam, sagte, dass er den Hund ja da ließe und ich nun gefälligst rein kommen soll.

    Es gibt so unendliche viele Leute, die mir gesagt haben, dass sie diesen Hund schon längst zurückgegeben hätten. Dass sie nicht verstehen, wieso ich weitermache.
    Und heute können sie kaum fassen, dass es der gleiche Hund ist und obwohl er lange nicht perfekt ist, haben sogar Hundetrainer vor mir den Hut gezogen :ops:

    Gott, ich kann nicht mehr nachzählen wie viele Male ich aufgeben wollte. Und es war ein so verdammt harter und anstrengender Weg. Aber als wir auf unseren Weg gefunden haben, da entschädigte mich das alles für die vorhergegangenen Jahre.

    Du hast mit deinem Hund zudem noch ganz andere Voraussetzungen. Es muss nicht so lange dauern, du musst euch aber die Zeit geben, dass es funktionieren kann.

    Von nichts kommt nichts. Jammern hilft nichts.

    Ich hab die Schleppleine so sehr gehasst. Im Winter habe ich meine Finger nicht mehr gespürt und wie oft habe ich das Ding auf den Boden gepfeffert und beschlossen, den Hund einfach an der Flexi zu führen ...

    Wenn du dich entschließt, es anzupacken und dir die Mühe zu machen deinem Hund die Chance zu geben, dein Traumhund zu werden, sind für dich hier auf jeden Fall Daumen und Pfoten gedrückt ;)

  • Zitat

    Ich hab die Schleppleine so sehr gehasst. Im Winter habe ich meine Finger nicht mehr gespürt und wie oft habe ich das Ding auf den Boden gepfeffert und beschlossen, den Hund einfach an der Flexi zu führen ...

    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Flexi eine Alternative zur Schleppleine sein kann. Man mag es nicht glauben, aber die Dinger sind gerade bei Matschwetter total praktisch! Mit der Schleppleine kann und konnte ich noch nie umgehen, ich wickel mich eher in dem Ding ein oder es kommt zu unfällen. :hust:
    Da hab ich es mit der Flexi probiert und war positiv überrascht! :smile:
    Gegenüber der Schleppe fallen mir diese Vorteile ein:

    - Man kann genauso den Rückruf durchsetzen, wie mit der Schleppe
    - keine Blasen an den Händen (Schleppe auch nur mit Handschuhen!)
    - keine schmutzige und durchnässte Leine
    - keine schmutzigen Hände und Kleidung
    - die Flexi lässt sich in der Länge verstellen und man kann sie für normale Wege als 2 Meter Leine nutzen.

    Ich wünsche Euch viel Erfolg, das wird schon! :smile:

  • Zitat


    Ich bearbeite das "Hier" bei meinen Hunden an ders als die meisten, ich nutze keine Schlepp.
    Ich nehme einen hungrigen Hund, Superleckerchen und eine gaaaaanz langweilige Umgebung. Das kann ein abgemähter Acker in der Nacht sein oder der Parkplatz eines Einkaufszentrums, je nach Interessen des Hundes. Es muss öde für ihn sein.
    Dort gehe ich hin, lasse den Hund schon mal ein Leckerchen kosten und in sehen, dass ich mehr davon habe. Dann leine ich ab und lasse ihn rennen. Soll er sich richtig austoben, ich sage nichts, ich mache nichts.
    Erst wenn Hund müde ist und sich offensichtlich langweilt rufe ich ihn. Er wird kommen, ich bin das Interessanteste, was da ist. Superlob und Superlecker, dann wieder freigeben.


    Wir machen das genau so, und es klappt wunderbar. Mit Schleppleine haben wir nur Ärger gehabt, Hund fühlt sich eingeengt (ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber meine Hunde haben einen erheblich höheren Wohlfühlradius als 15m... ), ist frustriert weil er am Ende der Leine kaum umdrehen kann, usw.
    Wir haben uns Zeiten gesucht, wo so gut wie nichts los ist, meistens wenn das Hauptabendprogramm im TV beginnt. Da sind die Straßen leer :lol:
    So sind wir von "ach, leck mich doch, ich schau vorbei wann ich will" zu "ui, ich darf zu Dir kommen" gekommen.
    Wichtig ist halt ablenkungsarme Umgebung und man darf nicht zu ängstlich sein.

  • Der Beitrag könnte auch von mir stammen, aus Fietes ausgeprägtester Pubertäts-Phase und auch jetzt gibt es noch Tage, an denen ich von einem Spaziergang nach Hause komme und gleich danach noch einen alleine machen muss, um wieder runter zu fahren :roll:

    Wichtig ist zuerst: Auch, wenn es manchmal weh tut (mit etlichen Brandblasen, Zerrungen und gerissenen Gelenkkapseln, kann ich da ein bisschen mitfühlen - und mein Hund wiegt nur acht Kilo), du musst ihn sichern, solange er sich nicht verlässlich abrufen lässt - auspowern kann er sich doch scheinbar auch im Garten und die Möglichkeiten an Katastrophen, die passieren könnten, sind zu groß, um sich zu sagen, dass das schon gut gehen würde.
    Ob nun an der Schlepp, an der Flex oder der normalen Leine, da solltest du für dich ausmachen, was dir am ehesten liegt.

    Du schreibst, er sei, sobald ein zu starker Reiz auf ihn einwirke, nicht mehr ansprechbar; nunja, dann musst du schneller sein als er, also agieren, bevor er geistig weg ist. Andere Hunde scheinen ja ein Knackpunkt zu sein, versuche mal heraus zu finden, ab welcher Entfernung das ungefähr los geht. Vermeide vorerst, so gut es geht, Situationen, in denen du weißt, dass du die Kontrolle verlierst und verkleinere den Abstand langsam. Ist im Grunde auch nicht Anderes, als hier schon geschrieben wurde zum Punkt: Heranführen an den Schlüsselreiz.

    Was hast du denn als Anreiz für ihn schon ausprobiert? Vielleicht sind die Leckerchen oder das Spielzeug nicht gut genug, oder das Spiel macht ihm in der Form nicht genug Spaß?
    Ich würde dir auch zur Handfütterung raten, um ihm eine gewisse Abhängigkeit klar zu machen - auch, wenn es ein bisschen dauert, bis er es verstanden hat, ein hungriger Hund und ein Halter mit Futter sind eine gute Kombination.

    Auch deine Erwartungshaltungen solltest du überdenken.

    Erstens Gibt es nun Mal Hunde, da kann die Bindung noch so dick sein, die nicht einfach etwas machen, weil es dir gefällt und die nicht jede deiner Entscheidungen als das non-plus-ultra hinnehmen. Für eben solche muss es sich lohnen, auf dich zu hören und es ist an dir, herauszufinden, womit du ihn kriegst.

    Zweitens bist du ja jetzt schon extrem negativ eingestellt, willst hinwerfen und hast schon fast keine Lust mehr. Ich kenne das ganz gut, wenn man sich schon vor der nächsten Gassirunde "fürchtet".
    Aber jeder Tag ist ein neuer Tag und bei manchen Übungen und Hunden ist die Lern- und Erfolgskurve nunmal ziemlich flach und langwierig. Außerdem wirkt es sich auch negativ auf die Arbeit aus, wenn man schon frustriert anfängt; man ist gereizt, reagiert über, handelt aus Hundesicht nicht gerade souverän und nimmt jedes negative Erlebnis wichtiger, als es ist.
    Konzentriere dich auf Sachen, bei denen du weißt, dass sie euch beiden Spaß machen und arbeite in so kleinen Schritten, dass für euch beide ein Erfolgserlebnis drin ist - er arbeitet z.B. im Garten gut mit, dann verlagere die Spiele doch einfach vor´s Gartentor und halte die Einheiten kurz, so dass du und dein Hund motiviert bei der Sache bleiben könnt.

    Bleibe gelassen, probiere Ansätze aus und wenn sie nach einer längeren Zeit immer noch nicht fruchten, probiere eben etwas Anderes. Das Problem besteht ja schon eine Weile, da kann man auch noch die Zeit aussitzen, in der sich keine sichtliche Besserung einstellt. Am Ende hast du wieder etwas über deinen Hund gelernt.
    Und halte dir vor Augen, dass er nichts aus persönlicher Abneigung tut, oder um dich zu ärgern , sondern nur nicht weiß, wie schön und lohnenswert es ist, mitzuarbeiten.

    Du wirst das schon schaffen, du stehst nicht alleine mit dem Problem da und hast hier ja schon viele Tipps bekommen, die Abhilfe schaffen könnten.

    Liebe Grüße

  • Hallo,

    ich würde dir empfehlen, dir einen guten Hundetrainer zu suchen.

    Ich bin mir zwar sicher das du es EIGENTLICH auch ohne schaffen könntest...

    ABER..

    ...ich habe das Gefühl das du dich in eine Vorstellung verrennst und zu diesem Zeitpunkt einfach zu viel von deinem Hund verlangst.

    Der Hundetrainer (oder in deinem Fall wahrscheinlch eher der Menschentrainer ;)) ) wird dir die Augen öffnen und gleichzeitig Tipps geben...und dann kannst du ja immer noch selbst entscheiden ob du alleine weitermachen möchtest oder mit Hilfe.

    Ich habe übrigens auch ein Labrador-Bracken-Mix....der Labbi kommt zu Hause auch gut zum Vorschein....draußen kann er ein richtiges Monster sein ;-)

    Anfangs hatten wir auch diese Probleme...aber mit viel Training (und das wurde in den anderen Beiträgen ja schon gut beschrieben) wurde das auch besser...

    Und du darfst das auch alles nicht so eng sehen...klar sollte der Hund fixiert auf dich sein und vorallem abrufbar...aber er soll doch auch seine Freude haben und nicht immer an Frauchen kleben müssen ;-)

    Wenn du mit deinem Freund auf die Piste gehst klebst du doch auch nicht die ganze Zeit an ihm ;-) sondern tanzt auch mal mit deinem Mädels und daheim sieht das ganze dann schon wieder ganz anders aus ;-)))

  • Ihr habt mich wirklich ein bisschen aufgebaut! Danke dafür!

    Ich habe fast die ganze Nacht lang nachgedacht. Ich möchte nun erstmal mit kleinen Schritten weitermachen. Eine Sache klappt, mit meinem Training das ich seid einiger Zeit mache ja schon ganz gut, die Leinenführigkeit!

    Noch vor ca. 2 Wochen war es absolut nicht möglich mit ihm ohne Halti auch nur mal bis zum Bäcker zu gehen. Das geht jetzt schon viel besser. Das mache ich jetzt erstmal so weiter wie bisher.

    Dann nehme ich mich dem nächsten Problem an. Mit eurer netten Hilfe schaffe ich das schon. Was eine Nacht lang nachdenken so alles bewirken kann...

  • Da habt ihr mit der Leinenführigkeit doch schon mächtig was erreicht :gut:

    Mit Balou habe ich oft dramatisch Forenpostings gebraucht und am nächsten Tag sah alles nur noch halb so wild aus ;)
    Sowas muss mal sein, man muss sich mal alle von der Seele schreiben, was einen im Moment zur Verzweiflung bringt und auch sehen, dass es einem nicht alleine so geht.

    Ihr kriegt das alles noch hin :smile:

  • Zitat

    Da habt ihr mit der Leinenführigkeit doch schon mächtig was erreicht :gut:

    Mit Balou habe ich oft dramatisch Forenpostings gebraucht und am nächsten Tag sah alles nur noch halb so wild aus ;)
    Sowas muss mal sein, man muss sich mal alle von der Seele schreiben, was einen im Moment zur Verzweiflung bringt und auch sehen, dass es einem nicht alleine so geht.

    Ihr kriegt das alles noch hin :smile:

    Danke, ich habe wirklich das Gefühl das du mich verstehst! :smile:

  • Halli Hallo
    wie sieht denn euer tägl spaziergang aus? wie lange geht ihr?
    ich habe den eindruck dein hund ist etwas unterfordert und hat nicht wirklich gelernt dir zu folgen.
    wenn ein hund sich von seinem besitzer so weit entfernt, ist er sich sehr sicher das du schon in der nähe bleibst. was glaubst vermutest du was sein fehlverhalten ausgelöst hat?

    wie sieht euer zusammenleben zu hause aus? wieviel aufmerksamkeit bekommt er in euren vier wänden?
    vielleicht solltest du das mal umverteilen. zu hause wenig bis keine aufmerksamkeit draußen dafür ganz viel.

    Gruß Jacky &Jazz

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