Ist der Hund "dumm"?
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Hallo Traurig,
ich kann deine Frage verstehen, und verstehe nicht, warum hier zig User schon wieder auf jemanden losgehen, der sich einfach ungeschickt ausgedrückt hat.
DAS geht meiner Meinung nach gar nicht.
Natürlich haben nicht alle Hunde dieselbe Intelligenz. Auch Martin Rütter hat das ja schon sehr schön erwähnt. Also warum sollte es das nicht geben, dass ein Hund bestimmte Kommandos etc. sehr schnell begreift, ein anderer braucht sehr lang oder lernt es nie.
Das ist wie bei den Menschen auch. Nicht jeder ist für das Abitur geboren. So what?Ich habe eine Freundin, die Hundetrainerin ist und 5 Hunde hat ... und sie bestätigt: 2 ihrer Hunde (DSH und BC) sind hochintelligent ... übertragen auf menschliche Werte wären die sicherlich Hochschulabsolventen.
2 (Spitz und Spitz-Mischling) sind durchschnittlich begabt und bei ihrem fünften Hund, auch ein Spitz-Mischling, reicht es laut Aussage meiner Freundin maximal für die Sonderschule.
Sie liebt alle ihre Hunde, fördert alle gleich, und trotzdem ist ein Hund "dümmer" (um bei deinem Ausdruck zu bleiben, den ich nicht ganz gut gewählt finde) als die anderen, zwei der Hunde sind überdurchschnittlich intelligent.Wenn du also schon einmal einem Hund das Apportieren beigebracht hast, und weißt, wie so etwas geht, dann gehe ich davon aus, dass du zwischen deinem neuen Hund und dem verstorbenen einfach die unterschiedliche Auffassungsgabe wahrgenommen hast.
Aber ich würde auch sagen: Deine Kleine ist erst knapp 5 Monate und auch noch sehr jung ... Ich würde ihr einfach noch etwas Zeit geben.Ich habe bei meinen Hunden gestern übrigens dasselbe gedacht. Ich habe versucht, ihnen das Apportieren beizubringen, und sie haben absolut null kapiert, was ich von ihnen will. Ich habe mich dann auch gefragt: Liegt es an mangelnder Intelligenz, an mangelndem Interesse oder habe ich die Sache falsch aufgezogen.
Ich finde das weder lieblos noch schlimm, wenn man darüber nachdenkt, ob der eigene Hund wohl zu den intelligenteren oder eher zu den weniger begabten gehört.
Zum Glück müssen Hunde ja kein Abitur machen, sondern dürfen einfach nur Hunde sein ...
Übrigens erinnere ich mich daran, dass auch Martin Rütter den fersenbeißenden Rüden als frech und respektlos benannt hat. Ich nehme an, du hast diese Information aufgenommen und versucht, auf deine Situation zu übertragen.
Also Leute, bittet haltet den Ball flach und greift keinen Menschen an, der hier einfach nur Rat sucht.
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Hallo Traurig,
also ich für meinen Teil wollte Dich nicht angreifen - hab ich auch so geschrieben, sondern Dir einen Gedankenanstoss geben.... mehr nicht. Und die Art und Weise, wie Du geschrieben hast, liess mich so antworten, wie ich es getan habe. Dies war keine "Anmache", sondern mein Eindruck der Situation.
Du kannst es annehmen, oder in die geistige Mülltonne schmeissen
Dennoch stehe ich dazu, dass es mir herzlos erschien, wie Du geschrieben hast. Mir ging es nicht darum, Dich anzuprangern oder auf Dich loszugehen, wie das hier nun auch nicht gerade objektiv dargestellt wird. Ich verteil auch aus Prinzip keine roten Bömmels.Ich gehe einfach von mir aus: wenn meine Kleine etwas nicht "kapiert", suche ich grundsätzlich nicht die Schuld bei ihr - ich habe mich auch noch nie gefragt, ob meine Kleine dumm ist oder nicht - sondern ich weiss, dass ich es verpasst habe, es ihr gescheit beizubringen. Und das bestimmt nicht deshalb, weil sie zu den intelligentesten Rassen gehört, sondern ganz einfach deshalb, weil ich sie nehme, wie sie ist. Und weil es mir nicht darum geht, sie zu irgendwas zu zwingen, dressieren, sondern, um das Beste aus unserer Beziehung zu machen, was geht.
Nur aus einem "perfekten" Team entsteht ein "perfekter" Hund
und die beste Teamarbeit basiert immer auf gegenseitigem Vertrauen und im Falle Hund-Mensch-Team aus einer guten Bindung. Alles andere - jede Technik, Spiel, Sport - ergibt sich dann daraus von selbst.
Daran glaube ich fest.LG Falbala
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Hallo Traurig!
Vielleicht kann ich dir ein wenig Hoffnung schaffen: Ich habe auch einen BC-Mix von mittlerweile 8Monaten! Auch bei uns hat das Apportieren Null geklappt! Man hat mir gesagt, dass BC's dieses auch einfach nicht so in die Wiege gelegt wurde wie Retrievern, sie haben andere Bereiche, die sie ohne viel Mühe erlernen können!
Aber ich wollte auch gerne, dass sie das Apportieren lernt. Wir haben mit dem Futterbeutel gearbeitet und es hat mindestens 3 Wochen gedauert, bis sie es schließlich kapiert hat! Ich dachte auch, sie sei einfach zu dusselig dafür, aber ich habe es ihr wohl zu umständlich versucht beizubringen!
Naja, nun kann sie es!
Gib die Hoffnung nicht auf und lass ihr vor allem Zeit!
Lg -
Ich habe es gerade nochmal probiert, mit den Tipps aus dem Thread, meine Große zum Apportieren zu bringen. Den Futterdummy hat sie nicht gebracht, das hat sie noch nicht kapiert. Aber mit dem Ball (und entsprechender Belohnung - Leckerli) hatte sie es innerhalb von Minuten verstanden und umgesetzt ...

Meine Kleine (Mops, 7 Monate) hat es aber auch noch nicht erfasst, was ich von ihr will ... Kommt aber sicher noch.
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Die Zeit und die Umstände müssen auch stimmen. Wie gesagt, Welpe, 14, 15 Wochen alt, hat seinen Napf geleert und will Nachschlag. Also schleppt er die Schüssel zum Futtermeister und wirft sie ihm vor die Füße.
Ich wäre dumm gewesen, hätte ich das nicht gnadenlos ausgenutzt. Ohne jede Erklärung, ohne Vorkenntnisse "Bring mit" und ab in die Küche. Das klappte sofort, musste auch, denn was sollte dieses "Bring mit" auch sonst bedeuten? Und nicht ich wollte in dieser Situation etwas vom Hund, der Hund wollte etwas von mir. Besser kann es gar nicht sein, das sind keine optimalen, das sind traumhafte Voraussetzungen.
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Danke, das ist sehr nett, was ihr schreibt.
Den Futternapf läßt sie auch nicht stehen, nachdem er leer ist. Aber ich muß sagen "leider", denn sie bringt ihn nicht mir, sondern amüsiert sich damit. Da war ich unwissend zu dumm für, das auszunutzen. Jedes Mal nach dem Essen, oder sollte ich besser sagen "Essen einatmen", weil sie ja so schnell frisst, schnappt sie sich das Teil, bringt ihn für sich (leider nicht zu mir) in Sicherheit und kaut, riecht und kratzt dran rum, als wenn sie denkt, davon füllt er sich wieder. Wenn ich da sage "bring", würde sie mir auf keinen Fall den Napf bringen. Entweder würde sie ihn von mir in Sicherheit bringen, weil sie ja weiß, daß ich nicht möchte, was sie mit ihm macht. Oder ihn in Ruhe lassen, und sofort zu mir kommen, in der Hoffnung auf Nachschlag.
Ich habe nur gemerkt, daß sie bei einigen Spielzeugen eher bereit war, wenigstens hinzugehen, und andere sie nicht mal zum Hinschauen animierten.
Das Apportieren ist für mich in der Tat (das schreib ich ja auch) nur das Mittel zum Zweck, um ihr die Frechheit, und das In-die-Beine-beißen abzugewöhnen. Aber das läßt sie seit einigen Tagen zum Glück ohnehin bleiben. Ich bin auch sicher, daß das beim Welpen eine normale Phase ist. Es steht ja auch überall. Aber ich dachte, wenn ich ihr beibringe, wie es gezeigt wurde, daß sie sich nach mir zu richten hat, wann wir spielen, kann das nicht schaden. Dann lernt sie Respekt, und denkt mehr über ihr Verhalten nach, dachte ich. Aber sicher ist das in meinem Fall (weil sie eben noch so jung ist) mit Kanonen auf Spatzen schießen, denn ich weiß ja, daß das Gebeiße nur eine Phase ist (und vielleicht schon war, denn jetzt lässt sie es ja.)
Trotzdem: Versuch macht klug!
Heute ging es nicht, weil ich nach der Arbeit keine Zeit dazu hatte. Aber morgen schaue ich mich nach so einem Futterdummy um. ich muß ohnehin wieder neues Welpenfutter holen, da passt das super.Wenn es vielleicht erst mal so sein wird, daß sie das Teil nicht abgeben zum Öffnen will, und es (wie den leeren Futternapf) selber wegschleppt und stundenlang zu öffnen versucht, brauche ich wohl erst mal Ausdauer. Ich denke, daß selbst der Seilzieh-Öffne + Zeig- Trick erst mal in ihre "Hirse" gehen muß, weil sie eben so gierig ist.
ABER: Ich habe ja schon einen Sieg geschafft: Sie muß ich hinlegen bevor ich ihr den Befehl friss gebe. Das hat auch einige Tage gedauert, klappt nun aber eigentlich immer. Also hat sie da schon gelernt, sich zu beherrschen. Dann sollte das andere doch auch gehen.
Wenn ich bloß wüßte, wie ich diese Fressgier in den Griff kriege, denn die verbaut mir so viele Wege sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Ich kann es ja verstehen - schon wegen ihrer Vorgeschichte.
Ich habe gelesen, daß man große Steine in den Napf legen kann, damit die langsamer fressen sollen. Dann habe ich schon einen Leckerlieball, aus dem einzelne Teile beim Rollen kommen. Damit rennt sie aber rum, als sein eine Millionen Euro drinnen. Und auch das Futter einzeln für Übungen geben habe ich versucht. Trotzdem hat sie das nächste Mal wieder so rein, was ja nicht gut ist wegen Verschlucken und Magenproblemen.
Eine Bekannte riet mir, ihr soviel Futter wie sie will zu geben. In Hülle und Fülle, und sie dürfe sich auch nach dem Überfressen übergeben. Nur so würde sie lernen, es ist immer genug da, und nicht die letzte Malzeit. Das mache ich aber nicht. Davon rieten mir alle (auch der TA) ab.
Sie bekommt genau die Ration, die sie benötigt. Sie ist auch weder zu dick noch zu dünn. Ich denke, daß das auch einfach zu ihren Charakter gehören könnte, und ich sowieso nicht raus bekomme. Ich kenne ältere Hunde, die sind heute noch so (bloß nicht ganz so schlimm bzw. schnell wie meine Hündin).Liebe Grüße
Amelia
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Probiere das mit dem Napf mal so, dass du, wenn sie mit dem Napf spielt, zut Futtertüte gehst, damit raschelst und sagst Bring. Wenn sie wirklich Nachschlag will, muss sie natürlich mit ihrer Schüssel antanzen, sonst gibt es nichts. Vielleicht nicht heute und morgen, aber sie wird es begreifen.
Und zum Fressen: Lass sie ihre Ration so schnell oder langsam fressen wie sie will, solange es ihr bekommt und sie sich nicht schadet. Das ist ok so.
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Zitat
Und zum Fressen: Lass sie ihre Ration so schnell oder langsam fressen wie sie will, solange es ihr bekommt und sie sich nicht schadet. Das ist ok so.
Das sehe ich auch so.
Der Hund ist von Natur aus ein Schlingfresser und das muss man ihm nicht aberziehen. -
Ok, dann bin ich beruhigt. Heute war ich in einem anderem Futtergeschäft. Ich hatte bisher "Josera" Welpenfutter, was sie dort aber nicht hatten . Nun habe ich "Junior" genommen. Soll laut der Beratung auch sehr hochwertig sein. Das gab es auch in unterschiedlichen Brockengrößen. ich bin bei der mittleren, wie auch bei Josera beglieben. Ich dachte, wenn ich die Große nehme, könnte es Probleme geben...
Den Futternapf bringt sie mir leider nicht - auch nicht wenn ich mit der Tüte raschele. Sie denkt sich wohl: Wenn die Alte mich belohnt fürs Draußenkacken oder Sitz + bleib, ist das ja eine Vergabe außerhalb des Napfes. Diesen Zusammenhang zieht sie leider nicht.
Und ich habe nun den Futterdummy. Also: eine Ecke davon hat sie schon abgekauft

Ich habe auch einen Bericht, wie man damit umgehen soll gelesen. Man soll sie nicht damit abziehen und spielen lassen. Das geht bei uns aber nicht, weil sie im Spiel ja mir damit näher kommt.
Ich habe erst Futter gegeben. Dann den Futterball 2 x, damit sie nicht mehr so gierig und voller Power war. Und den Ball bewegt sie ja auch damit was rausfällt.
UND 2 x hat sie mir den Dummy gebracht!!!
Ich habe mich so gefreut!!! OK, es ging nur, wenn ich nur einen m vom Dummy weg saß, aber das ist doch voll ok!Das übe ich jetzt öfter, aber nie so lange, oder oft, daß sie die Lust daran verliert.
Ist doch klasse! Danke noch mal für die Tipps! Mal schauen, wie lange das Teil durchhält. Ich habe die Version aus Scout Stoff, mit Reißverschluß und Klettklappe darüber. Mundgerecht für sie ist er auch. Aber ich denke, wenn sie noch mehr verinnerlicht, wo drum es bei dem Ding geht, wird sie aufhören ihn zu zerbeißen zu versuchen, und ihn mir dann schneller bringen.
Liebe Grüße
Amelia
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HAllo Amelia,
nur Geduld, sie schafft das schon noch mit dem Dummy.
Ich hab am Anfang eine Kordel dran gemacht und den nie weiter weg geschmissen als die Kordel lang war. So konnte ich entweder den Dummy - wenn Hundchen ihn nicht aufgenommen - oder den Hund mitsamt Futterbeutel langsam in meine Richtung dirigieren.Mein Kleiner, fast 5 Monate, hats inzwischen fast geschnallt, mein Großer, 2 Jahre alt, guckt immer noch doof aus der Wäsche und verliert sehr schnell das Interresse, mit zu machen, obwohl er sehr verfressen ist udn für ein Bröckchen Futter sonst alles tuen würde.
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