Er geht auf andere Hunde los. Hilfeee!

  • Hallo!

    Ich bin sooo verzweifelt. :( Ich hoffe, ihr versteht mich und könnt mir helfen.

    Gerade bin ich mit Felix (17 Monate) unsere alltägliche Runde gegangen. In der Hundeschule (zu der wir wieder gehen, seit Felix das erste Mal seinen seit-Welpe-Hundekumpel-Merlin angegriffen hat) wurde uns gesagt, dass diese Rüdenunverträglichkeit mit der Zeit evtl. weg geht. Wir trainieren nun dort ganz streng die Leinenführigkeit und bis jetzt war ich seehr zufrieden und stolz auf Felix. Bis heute:

    Auch gerade haben wir wieder geübt, zwischendurch ein wenig gepielt. Es fing an zu regnen und ich wollte mit Felix ein Stück rennen. Am Ende des Weges, den wir hinunter rannten (Felix ganz dicht im "Fuß" neben mir), sah ich dann (leider zu spät) einen mittelgroßen bis kleinen Rüden. Plötzlich rennt Felix noch schneller aus dem 'Fuß' weg, direkt auf den anderen Hund zu. Zuerst hat er sich nur aufgerichtet und steif vor den anderen gestellt, doch dann stürzte er sich plötzlich auf den Kleinen mit fletschenden Geräuschen und biss ihn in den Nacken.

    Die Besitzer (die den Kleinen an der kurzen Leine hielten) schubsten Felix glücklicherweise gleich von ihrem Hund runter. Ich rief Felix aber er kam nicht. Also ging ich zu ihm und leinte ihn an. Die anderen Besitzer sagten natüröich, wie man so einen großen Hund ohne Leine laufen lassen kann...

    Ich bin echt fertig. Man gibt sich soviel Mühe mit all dem strickten Leinentraining, ist glücklich, weil alles so gut klappt und Felix so schnell begrift und dann sowas. :sad2: :(

    Könnt ihr mir sagen, was ich machen soll? :hilfe: :hilfe:

  • Hallo,

    mach ihn an eine Schleppleine, dann kann Dir das nicht mehr passieren.
    Wie wird denn gegen die Hundeunverträglichkeit gearbeitet auf dem Hundeplatz?

    Der Rückruf muss unbedingt zu 100 Prozent sitzen, ansonsten würde ich ihn nicht mehr rennen lassen.

    Wie reagiert er denn wenn er andere Hunde sieht und an der Leine ist?

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Laura, ich seh auch keinen anderen Weg als die Schlepp, zumal der Rückruf nicht hundertpro funktioniert und Felix sich im Ernstfall Deinem Einfluß entzieht.

    Am Rückruf sollte die Huschu versuchen zu arbeiten. Obwohl, bei der Aussage vom "Trainer wär ich glatt in Versuchung zum Wechsel selbiger zu raten.

    Leinenführigkeit und Rückruf sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

    Versteh mich richtig, es wir immer wieder Rüden geben, die Felix "reizen", nur muss er sich da dann abrufen lassen.

    Heißt für Dich auch, dass Du lernen musst, das richtige Timing dafür zu entwickeln.

    Liebe tröstende Grüsse,

    Birgit

  • Das Problem hab ich mit Blanca auch. Wenn sie unbekannte Hunde sieht, will sie unbedingt hinlaufen und verbellt sie dann. Frei nach dem Motto:"Angriff ist die beste Verteidigung" Bei ihr hat es definitiv mit Angst zu tun, denn sie beißt nicht und kommt den Hunden auch nicht zu nahe. Wenn ihr ein und zu nah kommt, quiekt sie und läuft weg. Ich hab auch in der Hundeschule gefragt und ich soll das jetzt erst mit Leine üben. Wenn uns ein Hund entgegen kommt, einfach ausweichen und zwischendurch Leckerchen geben.

    Mein Hund soll das Gefühl bekommen, das ich sie sicher um den anderen Hund herum geleite und es durch die Leckerchen noch mit was tollem verbinden.

    Das machen wir jetzt und ich muss sagen, das es super klappt. Ich habe den Radius jetzt schon verkleinert und sie bleibt ruhig und achtet gar nicht mehr auf die anderen Hunde. Irgendwann sind wir dann so weit, das wir direkt aneinander vorbei gehen können, ohne das Blanca reagiert. Dann kann ich es auch ohne Leine probieren. Muss ich aber nicht unbedingt, denn hier kennt sie ja alle Hunde und nur hier läuft sie ohne Leine.

  • Zitat

    Gar nicht. Der "Lehrer" meint, würde diie Leinenführigkeit sitzen, hätte Felix verstanden, dass wir das sagen haben und er wird es, wenn er verstanden hat, dass er es nicht darf, es von alleine lassen wird.

    Hm, meine Hündin ist super leinenführig, ich würde sagen zu 99% läuft sie perfekt an der Leine.
    Aber einen Zusammenhang mit der Aussage deiner Hundeschule kann ich nicht erkennen. Warum soll ein Hund durch die Leinenführigkeit verstanden haben, wer "das Sagen hat"? Und woher soll er wissen, dass du nicht möchtest das er andere Hunde angiftet?
    Hast du eine Erklärung dazu bekommen?

  • Meine ist auch super leinenführig, trotzdem ging sie eine Zeit lang sehr oft auf Hunde los und hat auch einmal zugebissen.

    Ich habe jetzt einen neuen Trainer und sieht da, mein Hund ist fast wie früher :D

    Das Problem bin nämlich ich, weil ich immer viel zu unsicher bin und Amy das merkt, auch unsicher wird und dann oft auf die Hunde draufgeht.

  • Hallo,

    also an der Leinenführigkeit zu arbeiten ist nicht schlecht und auch wirklich hilfreich wenn ein Hund eine Leinenagression hat. Leineziehen ist immer Stress für den Hund und wenn der weg ist, dann ist auch der Hund entspannter.

    So schlecht ist die Vorgehensweise nicht.
    Leinenführigkeit hat auch was mit Führen zu tun und wenn ein Hund führig ist, dann orientiert er sich mehr an seinem Menschen und dieser hat dann auch mehr Einwirkungsmöglichkeiten, da er von seinem Hund beachtet wird.

    Ist Dein Hund kastriert?
    Seit wann zeigt er denn dieses Verhalten?
    Gab es einen Auslöser zum Beispiel Beisserei?

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Kastriert ist Felix nicht. Wäre das eine Lösung?

    Mit ca. einem Jahr hat er das das erste mal an seinem ehemaligen Hundekumpel gemacht...

    Nein, einem Auslöser gab es nicht. Zumindest glaube ich, dass Merlin (der Hundekumpel) nichts gemacht hat.

    D.h. evtl. gab es den doch. Felix war zu dieser Zeit sehr eifersüchtig (was wir ihm aber weitestgehend abgewöhnt haben). Meine Mutter war dabei Merlin zu streicheln, als Felix plötzlich auf diesen losging. Kann es sein, dass er da die Hemmung verloren hat und es deswegen immer wieder macht? :???: :hilfe:

  • Zitat


    Kastriert ist Felix nicht. Wäre das eine Lösung?

    Kann sein, muß aber nicht. Mein Rüde ist eher verliebt in Rüden und zugleich schon immer ein sehr unsicherer Hund.

    Wegen einer bösartigen Tumors am Hoden wurde mein Rüde kastriert, und was ist? Seine Unsicherheit hat sich verstärkt, zwei Mal ist er mir ab und ist auch auf einen Hund los. Passiert ist nie was, aber dennoch würde er frei nach dem Motto vor gehen :"Angriff ist die beste Verteidigung."

    Seine Leinenführigkeit ist top.

    Denke eine Kastration kann auch nach hinten los gehen.

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