Mein Hund hat mich gebissen
-
-
Zitat
Hat sich dann aber hingesetzt und mit den Füßen gebaumelt so über ihrem Kopf.
gut meine Mutter hätte mir gesagt, mach das nicht, wenn der Hund da liegt. Diese Mutter hat das aber nicht getan. So wenn sie jetzt geknurrt hätte in dieser Situation, weil sie sich ja bedrängt fühlt, wäre das nicht jedem von euch trotzdem peinlich gewesen oder unangemessen vorgekommen?Ich wäre schon längst auf- und wenn nötig auch ausgestiegen, wenn ich Ginger so eingeschätzt hätte, dass sie gleich losknurrt. Wobei Ginger knurrt nicht, sie zieht kurz die Lefzen hoch und schnappt dann blitzschell in die Luft, das ist noch viel peinlicher, glaub mir -- alles schon gehabt.
Genau darum geht es doch: es nicht soweit kommen zu lassen. Wenn Ginger in der Situation das Kind anmacht, dann habe ich versagt: Sie fühlt sich genötigt, selber die Situation in die Hand nehmen zu müssen statt sich auf mich verlassen zu können, dass ich sie schon beschützen werde.
Liebe Grüße
Kay - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Mein Hund hat mich gebissen*
Dort wird jeder fündig!-
-
ja aber wo das Kind gestolpert ist, das kann niemand vorhersehen.
Ich wollte auch gerade meinen Hund näher zu mir rufen, da ist sie aber schon aufgetsanden, hat gewedelt und das Kind am Schuh geleckt.
Also es geht auch so
Vielleicht ist es auch eine Wesensfrage.
Aber ich finde man sollte seinen Hund so hinkriegen dass er weder knurren muss, noch schnappen oder beßen muss. Und das geht. Also wie gesagt ich finde die einzige Situation wo ich verstehen könnte das mein Hund knurrt, ist wenn ich ihm nur auf der Pelle hänge um zu schmusen.
Aber sonst was sollte ich ihr denn tun, dass sie mich wegknurren darf -
Zitat
Aber in normaeln Situationen wüprde ich mich nicht einfach mit einem knurrenden Hund abgeben und sagen dass ist nun so.
Vielleicht macht man es sich dann doch ein bißchen einfach.
Ich finde auch ein Hund kann lernen sich Dinge wegnehmen zu lassen ohne zu knurren. Indem man es halt immer und immer wieder macht.
Da muss man schon versuchen herauszufinden, warum er das tut, vor allem wenn ich ihn als Welpe bekomme. Da werde ich schon etwas versäumt haben.doch. tu ich aber. ich steh da und sag: der sam ist so. die meisten gossis sind so. hattest du schon einen gos? oder eine andere etwas mitteilsamere rasse? nochmal: ich und die familie kann ihn "lesen". und ich weiss, dass bei ihm auf knurren weder abschnappen noch schlimmeres folgt. er teilt sich mit - das darf er. viel wichtiger ist mir persönlich, WAS dann passiert: motzt er nur - oder macht er ernst? ist er noch ansprechbar? ist er noch händelbar? kann ich ihn beruhigen, aus der situation nehmen, kann ich durch management das ganze so ändern, dass er entweder nicht mehr knurren muss oder dass er es beim knurren belässt? vertraut er mir? das alles und noch ein paar andere kleinigkeiten gehört für mich zum kleinen "ABC" der hundehaltung. sam ist ein klasse kerl geworden - obwohl knurren bei ihm zur kommunikation gehört wies schwanzwedeln - ich glaub also nicht, dass ich viel versäumt hab. (ausser man zählt dazu, dass ich ihm das "hirntragen" nicht abgewöhnt habe)
ich weiss, im gegensatz zu sam, dass beim joey, als herdi, auf ein drohendes knurren sehrwohl ein abschnappen oder schlimmeres folgen würde. WENN (!) ich nicht von vorneherein eben am vertrauensaufbau gearbeitet hätte.
du hast doch ganz richtig geschrieben: ich muss herausfinden, warum er meint, knurren zu müssen. und ich muss - und das finde ich besonders wichtig - herausfinden, wie ich einen weg finde, damit er nicht mehr knurren muss. und bis ich das erreicht habe - stichwort vertrauen - manage ich.
mich stört nicht das knurren an sich - ich fühl mich dadurch weder bleidigt, noch angegriffen, noch irgendwie persönlich doof angemacht noch fühl ich mich in meinem "alphastatus" angekratzt - ich nehm es ernst und als das was es eben nunmal einfach ist: unter umständen eine warnung. denn ein beschriebenes täfelchen hochhalten kann nun mal kein hund.
nochmal: knurren immer ernst nehmen ist wohl der wichtigste ratschlag. darauf in angemessener weise reagieren ebenso. (und angemessen reagieren heisst bei mir persönlich: frühzeitig reagieren, managen, situation möglichst entschärfen, ursachenforschung und vertrauensaufbau - und lernen, den eigenen hund zu "lesen").
ich betone nochmal ausdrücklich das "immer ernst nehmen!"bei der von dir beschriebenen situation im bus hätte ich persönlich wenn schon die mutter nichts sagt, selber etwas gesagt. da ich weiss, wie meine hunde reagieren, schon bevor ein knurren notwendig ist. (es kommt ja immerhin noch einiges an kommunikation vom hund bevor man ein knurren hört).
ob es mir peinlich gewesen wäre, hätte einer meiner hunde das kind angeknurrt? weiss ich nicht.
unangemessen hätte ich es nicht gefunden. aber ich hätte versucht, die situation auf alle fälle zu entspannen. und möglichst schon einzugreifen, bevor sich meine hunde bedrängt fühlen - wenn sie noch nicht mit solch einer situation souverän umgehen können.
-
Zitat
ja aber wo das Kind gestolpert ist, das kann niemand vorhersehen.
Ich wollte auch gerade meinen Hund näher zu mir rufen, da ist sie aber schon aufgetsanden, hat gewedelt und das Kind am Schuh geleckt.
Also es geht auch so
Vielleicht ist es auch eine Wesensfrage.
Eine Wesens- und Erfahrungsfrage, denke ich.
Wenn du einen Hund hast, der aus welchen Gründen auch immer empfindlich auf Kinder reagiert, dann hast du einfach einen anderen Blick für die Gefahrensituationen -- glaub mir, ich sehe viele Sachen voraus, die niemals eintreffen, wahrscheinlich weil sie eh niemals eingetroffen worden, aber vielleicht zum Teil auch weil ich sehr vorsichtig vorgehe.
Nur so kann ich erreichen, dass Ginger langsam einen entspannten Umgang mit Kindern lernt.Es gab einmal eine peinliche Situation im Bus, zwei Teenies waren von Ginger begeistert und ich habe sie, weil sie keine jungen Kinder waren und der Bus nicht so voll, Ginger streicheln lassen. Nach einer Weile war es Ginger dann doch zuviel und sie hat eindrucksvoll in die Luft geschnappt. Eindeutig mein Fehler, und das ist hier der Punkt, denke ich:
Deine Beiträge lesen sich so, als müsste man irgendwie eine Verantwortung beim Hund suchen, du scheinst was dagegen zu haben, dass ein Hund sich wie ein Hund verhält statt z.B. ein gehorsames Kind. Die Verantwortung liegt aber beim Halter, und der wiederum kann nur dann aus solchen Situationen lernen, wenn er den Hund als Hund akzeptiert, samt seiner hündischen Kommunikationsweisen.
Liebe Grüße
Kay -
nun ja. soll ja jeder halten wie er will.
Wie gesdagt finde man muss halt daran arbeiten, das tust du ja wohl schon. Klar ist das eine natürliche Ausdrucksweise des Hundes, nur Ziel sollte es ja sein, dass er sie im tagtäglichen Umgang zumindest mit seinem Herrchen und Frauchen nicht braucht. Und zwar nicht, weil man solche Situationen vermeidet sondern dem Hund beibringt, das alles ok ist -
-
Mich macht dieser Thread irgendwie traurig und verwundert, weil er mir mal wieder zeigt, wie schwer es vielen Mensche fällt Dinge differenziert zu betrachten.
Interessanter Weise trifft das sowohl auf knurrende Hunde als auch auf zickende User zu.
Und ich würde mir für unser Miteinander hier im Forum und für unser Miteinander mit unseren Hunden wünschen, dass es uns gelingt, den Unterschied zwischen "nach einer Entschuldigung suche" und "nach Gründen suchen" zu erkennen. (Niemand sucht hier entschuldigungen für knurrende oder beissende Hunde, aber wenn wir die Gründe nicht erkennen, lässt sich daran nur sehr schwer etwas ändern.)
Ebenso wie die Unterschiede zwischen "für eine Situation verantwortlich sein" und "an einer Situation schuld sein" (Ich finde nicht, dass der Hundehalter immer Schuld ist, aber er trägt die Verantwortung, weil er der Mensch ist und der Hund in seiner Welt leben muss, nicht umgekehrt)
Ich möchte hier auch nicht über die Schuld an einem Streit innerhalb des Strangs, dem einen oder anderen User zuschieben. Aber ich würde mir wünschen, dass sich alle User ihrer Verantwortung für ein friedliches und respektvolles Miteinander bewußt sind. (Man muss einen Streit nicht anfangen, um ihn benden zu können.)
sonntäglich salbungsvolle Grüße
-
Zitat
Und ich würde mir für unser Miteinander hier im Forum und für unser Miteinander mit unseren Hunden wünschen, dass es uns gelingt, den Unterschied zwischen "nach einer Entschuldigung suche" und "nach Gründen suchen" zu erkennen. (Niemand sucht hier entschuldigungen für knurrende oder beissende Hunde, aber wenn wir die Gründe nicht erkennen, lässt sich daran nur sehr schwer etwas ändern.)
Super gesagt
Liebe Grüße
Kay -
Ich versteh immer noch nicht, warum Hunde nicht knurren dürfen.
Apanatschi hat geschrieben: Man soll die Hunde einfach nicht in solche Situationen bringen.
Ja gut, nur leider Theorie
Denn die Entscheidung, ob eine Situation Knurren bedingt, oder nicht passiert im Kopf des Hundes, nicht im Kopf des Menschen.
Wir können nur beobachten und dementsprechend handeln.
Das wars dann aber auch schon.
War die Situation "schlecht", versuchen wir das ganze in positive Bahnen zu lenkenWenn wir das Knurren untersagen, dann nehmen wir uns all die grün geschriebenen Möglichkeiten weg. Eigentlich nur dumm so etwas zu tun.
Dann gibt es u.U. den bissigen Problemhund, der nur noch mit Maulkorb gehandelt werden kann.
Einige hier im Forum arbeiten mit solchen Hunden und ich glaube sie wären mehr als froh darüber, wenn diese Hunde als Vorwarnung knurren würden
-
Es ist doch meine Aufgabe, den Hund so zu führen - entspechend auch zu schützen, das er nicht in Situationen kommt, wo er sich so bedrängt fühlt, das er knurren muss.
Bedeutet, das ich im Bus oder in der Bahn den Hund so ablege, das egal wie voll es ist oder so sehr jemand stolpert, weder der Hund in Gefahr gerät, noch der Mensch.
Wenn draußen ein Kind auf uns zuwackelt, den Hund so stelle, das ich das Kind abfangen kann und dem Hund so vermittel, mein Part, kannst entspannt bleiben.
Ebenso auf Veranstaltungen. Da gestehe ich meinem Hund sogar zu, zu Bellen, wenn ich etwas übersehe oder eine Situation falsch eingeschätzt habe oder von der Situation "überrannt" wurde. Passiert nicht oft, aber es passiert.Ansonsten ist mein Hund an sich freundlich und geht auch gern freundlich auf Menschen zu, aber wenn es ihm mal nicht gut geht, dann ist es meine Aufgabe, das aufzufangen und wenn ich dazu nicht in der Lage bin, dann soll mein Hund sagen können: "Mama mach mal, ich finde das gerade dumm"
-
Funktioniert bei Angsthunden nur leider nicht immer.
Lass es mich an einem Beispiel erklären. Original so passiert. Ich geh mit unserer Hündin am Gehweg entlang und hinter dem Baum liegen einige gelbe Säcke (Wertstoffsammelsäcke in unserer Region).
Sie bleibt plötzlich wie angewurzelt stehen und fängt zu knurren an.
Ich steh erstmal daneben, guck dumm und denk mir: "hä, was n das jetzt??"Die wird doch jetzt nicht Angst vor den Säcken da haben. O.K. geh nen Schritt zurück mit ihr, setz sie ins "bleib".Mittlerweile kenn ich ihren Abstand, den sie braucht. Lass sie also da sitzen und marschier auf die gelben Säcke zu, geb ihnen einen Tritt und ruf sie ab "Komm, guck mal, die pööööhööööseeen, gelben Säcke hier".
Problem gelöst, sie schnüffelt dran, wir gehen ganz normal weiter.
Wenn ich Dir jetzt sage: "Pass aber auf Deinen Hund auf, wenn die gelben Säcke draußen liegen", dann zeigst Du mir nen Vogel.
Und Du hast Recht, weil Deinen Hund das gar nicht kratzt, dass die Dinger da liegen.
So gibt es eine Million und einen Angstauslöser bei Angsthunden. Die kannst Du gar nicht alle vorhersehen oder ausweichen.
Ihr Knurren zeigt mir: "Da ist jetzt was und das find ich nicht gut".
Ich zeig ihr: "Ja, da ist was, aber das ist nicht schlimm".Wir kommunizieren. Und das ist gut so.
Jetzt kannst Du natürlich sagen: "Ja bei nem Angsthund, da ist das anders". Mag schon sein.
Aber es gibt eben keine Garantie dafür, dass auch ein normaler Hund nicht irgendwann Ängst entwickelt....und schon das allein reicht für mich als Grund aus, niemandem zu raten, seinem Hund das Knurren zu untersagen...
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!