Jagdhund Laszlo
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Hallo Forum-Gemeinde,
seit September 2009 haben wir einen kastr. Viszla-Schäferhund-Mix der nun ca. 2,5 Jahre alt ist. Er hat sehr sehr große Jagdleidenschaft, eine hohe Erregungslage und einen Erfahrungsmangel. Laut dem vermittelnden Tierschutzverein ist er in Ungarn bei Alkoholikern aufgewachsen und durch den Verein nach Deutschland gekommen. Die erste Vermittlungsstelle war in Düsseldorf, die Ihn jedoch nach kurzer Zeit wieder zurück gegeben hat.
Andere Info´s konnte man uns nicht mitteilen. Kleintiere und Pferde mag er nicht.
Auf Grund der vermutlich isolierten Haltung in der Prägungsphase ist es uns nicht möglich eine Hundeschule zu besuchen, da er durch seine Leinenaggression dort nicht zu händeln war. Begegnungen ohne Leine sind viel entspannter. Hündinnen sind kein Problem, Rüden sucht er sich aus.
Wegen des starken Jagdtriebes können wir Laszlo nicht ohne Leine laufen lassen, denn ein Abrufen ist nicht möglich. Leider können wir so seinem enormen Laufbedürfnis dadurch nicht gerecht werden.
Da wir sehr ländlich wohnen, fördern wir leider sein Jagdverhalten und Spaziergänge am Morgen und am Abend sind purer Stress für Mensch und Hund.
Um seine Erregungslage zu minimieren, bekommt Laszlo seit Mai 2010 Psychopharmaka. Seit dieser Zeit ist er, nach für Ihn stressigen Erlebnissen, schneller wieder unten, jedoch nicht entspannt.
Wir arbeiten nun seit Januar 2010 mit einer Verhaltenstherapeutin zusammen und haben uns nun sehr schweren Herzens entschieden einen für Ihn geeigneteren Platz zu finden.
Wir denken er würde sich in einem Rudel, wo er einfach nur mitlaufen könnte sehr wohl fühlen. Im Haus ist er ein sehr angenehmer Hund und Kontakt zu Menschen ist ein Muss. Alleine bleiben ist für Laszlo auch kein Problem. Er ist sehr verschmust und man wird Ihn sofort ins Herz schließen. Leider können wir ihm dieses Zuhause nicht bieten. Weiß jemand Rat? -
11. August 2010 um 20:14
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Jagdhund Laszlo - Vor einem Moment
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Darf man das als Vermittlungsanzeige auffassen?
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Zitat
Darf man das als Vermittlungsanzeige auffassen?
Hört sich so an.
Ich würde für den Hund zuerst einmal ein anständiges Anti Jagd Training empfehlen und mir dazu einen Trainer suchen, der damit Erfahrung hat.
Dann würde ich für den Hund eine sinnvolle Beschäftigung suchen und den Hund sinnvoll auslasten und dann die Psychopharmaka weglassen.Das der Viszla ein Jagdhund ist und dieser einen Jagdtrieb haben kann und in der Regel auch hat, war aber schon bekannt oder?
Wenn er wieder vermittelt werden soll, dann wendet euch an eure Orga. -
Vermittlungsanzeige sollte es nicht sein.
Nach einigen Stunden im Internet haben wir eine erfahrene Hundetrainerin gefunden, die sich seinen Problemen annimmt.
Wir arbeiten jetzt noch stärker mit ihm und sind motiviert. -
Noch ein Rat in Richtung Auslastung:
Lege ihm eine Leine an, wickele sie so um deine rechte Hand, dass du sie im Notfall loslassen und er die Leine abziehen kann und dann mache die Gassirunde auf dem Fahrrad. Der Hund gibt das Tempo vor, du achtest nur darauf, dass das normale Marschtempo der mittlere Trab ist. Galoppeinlagen dürfen natürlich sein.
Wenn du so sagen wir um die 45 Minuten in der Woche und am Wochenende auch mehr mit dem Hund Gassi fährst, wird er körperlich seinen Bewegungsdrang ausleben können.
Dann würde ich mit dem Hund auch noch regelmäßig (am besten täglich) Unterordnungsübungen machen, so 15 - 20 Minuten Bei Fuß und Platz.
Wenn ihr mit dem Rad unterwegs seid und der Hund aufgeregt wird (wegen Wild), Halt! und Platz! Sei ständig auf der Hut, achte auf die kleinsten Anzeichen (Hund wird schneller z.B.). Gehe kein Risiko ein, sofort Halt! und Platz!, runter vom Fahrrad und die Leine fest halten. Gib dem Hund Zeit sich zu beruhigen und dann geht es weiter.
Den Rest wird dein Hundetrainer mit dir schon machen.
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Ähm DSH Bauer.. Du willst jetzt nicht einen jagenden, untrainierten Hund einfach mal so 45 Minuten am Rad laufen lassen, oder? Der Hund ist ja nichtmal unter Kontrolle, wenn seine Menschen laufen.. Was meinst was da am Rad passieren kann??
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Na ja, die Gefahr ist mir durchaus bewusst. Deshalb habe ich ja auch auf die unbedingte Aufmerksamkeit des HF hingewiesen, auch auf den Halt bevor der Hund durchstartet.
Meine beiden haben Katzen zum Fressen gern. Die wollen auch, wenn wir unterwegs mal ... und starten auch durch. Wie gesagt, 2 und ich habe beide an einer (1) Leine. D.h., da ziehen dann ebensoviel kg Hund wie ich wiege. Die halte sie einfach so oder bremse sie aus, wenn es sein muss (Anhalten ist bei mir in so einer Situation aber nicht, soll hier aber nicht interessieren). Wenn ich nun den Vizsla ähnlich wie den DK auf 35 kg einschätze, dann lässt sich das halten, sofern man nicht völlig überrascht wird.
Kurz: Es ist machbar aber nicht so ganz ohne.
Ich hatte auch bewusst auf eine Streckenangabe verzichtet (das sollte auch nicht im Vordergrund stehen),sondern eine Zeitangabe mit Tempoangabe gewählt. Der Hund ist mit 2 1/2 Jahren im besten Alter und steht voll im Saft. Der macht auch locker deutlich mehr! Allerdings, und das kann man ja auch leicht übersehen (weil ich es nicht geschrieben habe), ich bin auch von 10 Minuten Pausen für das Beruhigen und ablegen bei Wildnähe ausgegangen. Meine Schuld! Ebenso ist es für mich klar, dass Witterung (Temperatur), Kondition (Beobachtung), Gesundheitszustand, die Pfoten, und, und, und eine Rolle spielen. Sorry, aber das ist für mich so selbstverständlich wie nur was. Auch mein Fehler.
Dennoch, ich würde es so angehen wie beschrieben und behaupte jetzt mal (ohne den Beweis antreten zu können, schade), dass das ohne Probleme machbar ist.
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Der Hund ist aber zudem auch noch leinenaggressiv.. So nen Bock hab ich auch daheim und der läuft am Rad frei (einfach weil die Gefahr besteht, dass der Mensch zu langsam ist).. Ich finde das echt heikel, aber das muß ja jeder selber wissen...
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Ja, den Punkt hatte ich auch vergessen: Wenn man sich das nicht zutraut, wenn man Angst hat, dann lieber nicht!
Kommt auch auf die Gegend an. Im Elbsandsteingebirge, wo es neben dem Weg auch mal 10, 20 und mehr Meter in die Tiefe geht, würde ich das auch nicht wirklich wollen
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Ich würde den Hund auch ans Fahrrad nehmen. Jagdhunde haben eben viel Power, die raus muss. Ich würde ihm allerdings ein Zugeschirr anziehen, ihn mittig an der Lenkstange, so dass er den Lenker nicht verreißen kann mit Paniksnap befestigen und dann mal ein paar Kilometer ziehen lassen. Mit etwas Glück findet er das eh geil genug dass Wild in dem Moment unwichtig ist. Mein Beagle lässt Kaninchen wirklich am Wegrand sitzen, wenn er ziehen darf.
Wichtig wäre allerdings bei einem Hund in der Größenklasse ein Rad mit guten Bremsen, damit man ihn runterbremsen kann (mein Rad schafft nicht mal den Beagle) und ich würde dazu tendieren Helm und Schoner zu tragen

Mit Spaziergängen an der Leine kann man viele Hunderassen einfach nicht auslasten. Die angestaute Energie verhindert dann widerum dass der Hund im Freilauf kontrollierbar ist was widerum zu Leinenzwang führt. Es ist ein Teufelskreis der meiner Erfahrung nach mit viel viel Bewegung und einem konsequenten Unterordnungstraining durchbrochen werden kann.
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