Hat sie doch Kontrollfimmelitis...?
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Hallo,
heute war es wieder besonders auffällig.
Wir waren mit unserer Familienberaterin auf'm Spielplatz, Ronja war mit (bleibt ja nicht alleine).
Daß sie auf dem Weg dahin fiepst und zieht ist ja nen alter Hut, wenn man mit mehreren Leuten geht. Besonders wenn Quentin (7) dabei ist, ist sie unruhig und nervös und wenn er vorausläuft geht das mal gar nicht.
Wir haben dann Verstecken gespielt. Einer ist bei der Bank geblieben, Ronja war ja angeleint und mußte beaufsichtigt werden.
Daß die anderen dann losgelaufen sind, um sich zu verstecken, paßte ihr so gar nicht. Sie war völlig hibbelig und hat gejault. Kam dann jemand wieder (weil gefunden), wurde derjenige freudig begrüßt als wäre er 3 Tage weg gewesen.
Vor 2 Wochen waren wir alle zusammen im Zoo. Klar war das streßig für sie. Es war recht voll, viele Menschen...
Ich hatte aber schwer den Eindruck, daß ihr die Menschen (und auch die Tiere da) so überhaupt nix ausgemacht haben. Sie war dauernd damit beschäftigt, Quentin nicht aus den Augen zu verlieren. Nervöser Blick, Kopf hin und her, Ohren aufgestellt bis zum Geht-Nicht-Mehr. Kaum hat er sich entfernt, hing sie in der Leine, fiepte und guckte an Beinen und Taschen vorbei...furchtbar.
Genauso ist es wenn Besuch da ist manchmal kaum auszuhalten, weil sie nicht zur Ruhe kommt. Bei Leuten, die sie kennt und die lang genug ruhig irgendwo sitzen, geht sie irgendwann rüber und legt sichzum Pennen hin. Sind aber mehrere Leute hier, die sie auch noch nicht so gut kennt und die sich hier bewegen, ist sie ständig mittendrin. Nicht, daß ich sie nicht dabei haben will, im Gegenteil, aber sie ist völlig nervös. Verfolgt jeden mit Blicken, steht meistens unter'm Tisch und legt mal dem und mal dem die Nase auf den Schoß. Geht jemand zur Toilette, wird er verfolgt und manchmal auch beim Zurückkommen angebellt (ist aber selten).
Die hat doch nen Kontrollfimmel. Nicht uns (meinem Mann und mir) gegenüber, aber bezüglich des Sohnes und ich glaube auch in bezug auf die Wohnung. Sind wir allein, rennt sie nie so konfus durch die Gegend. Nur bei Besuch kommt sie selten zur Ruhe.
Wie krieg ich es in ihr kleines Köpfchen, daß WIR uns um Quentin kümmern und Sorge tragen, daß er nicht abhanden kommt...?
Verteidigt wird er übrigens nie. Jeder kann ihn knuddeln oder sich mit ihm beschäftigen, ohne daß sie nen Mucks macht. Interessiert sie nicht. Aber außerhalb der Wohnung von uns entfernen...NoGo...da dreht sie ab.
Oder vielleicht doch Hüteinstinkte...?
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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29. Juli 2010 um 19:42
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Hat sie doch Kontrollfimmelitis...? - Vor einem Moment
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Was hast du eigentlich geändert in der letzten Zeit ? Dein Problem ist doch nach wie vor das gleiche und der Hund benimmt sich immer noch genauso !?
Warum läßt du sie rumrennen, wenn Besuch da ist ? Warum schickst du sie nicht auf ihren Platz und hälst sie aus allem raus, gerade weil sie so aufdreht !
Genauso draussen. Bring dem Hund doch einfach ein verläßliches, entspanntes Platz bei !?
Gruß, staffy
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Hallo,
ich kann sie Platz machen lassen (oder Sitz, egal). Sie reagiert ja auf mein Kommando, aber entspannt ist anders.
Bei der Besuchssituation kommt es immer drauf an, WER da ist.
Mittlerweile gibt es auch Menschen, die sie ohne TamTam rein läßt.
Selbstverständlich haben wir gewisse Dinge geändert. Sie ist grundsätzlich auf ihrem Platz, wenn Leute kommen. Aber wenn sie ruhig ist, darf sie dazu kommen. Anfangs war unser Problem ja das Verbellen von Besuch. Wenn nun aber Leute kommen, die sie kennt und mag, soll sie ja auch die positive Erfahrung machen, daß sie dann dabei sein darf (wenn sie nicht bellt).
Wenn ich sie ausnahmslos ausschließe (und das würde ich, wenn ich sie auf ihren Platz schicke, der ist im Schlafzimmer), erreiche ich ja nix. Ihren Platz im Wohnzimmer hat sie nie akzeptiert. Dort fühlte sie sich nie wirklich wohl. Auf mein Kommando "Korb" ist sie IMMER ins Schlafzimmer zu ihrem Platz gegangen. Also wäre sie ausgeschlossen, wenn Besuch kommt.
Wenn sie sich freundlich gegenüber Besuch benimmt, soll das für sie ja auch positiv sein.
Ich dreh mich im Kreis momentan, glaub ich. Da hat man einen (wenn auch kleinen) Erfolg und es tut sich die nächste Baustelle auf.
Aber die Besuchssituation sollte hier auch gar nicht Hautthema sein, sollte nur der Untermauerung meiner Kontrollfimmel-Theorie dienen.
Das "entspannte Platz" klingt ja grundsätzlich toll, ist aber auf dem gemeinsamen Spaziergang auch Mumpitz. Wir laufen ja, bewegen uns also. Da kann ich sie weder aus der Sitaution rausnehmen, noch in ihren Korb schicken oder Platz machen lassen.
Und wenn wir uns irgendwo hinsetzen (wie heute z.B.) und ich lege sie ab, dann fiept, beobachtet und junkert sie halt liegend. Es sei denn, unser Sohn sitzt still neben uns...

Daß sie den Sohnemann im Auge behält und "kontrolliert", kann ich auch mit nem Platz nicht ändern. Die Entspannung ist der Knackpunkt. Und sie entspannt nicht. Es sei denn, ich nehme ihr die Verantwortung für Quentin ab. Aber wie mach ich ihr das klar?
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
PS.: Hatte letztens (naja, schon einige Monate her) nen Gespräch mit nem Hundetrainer, der Ronja auch kennt. Der meinte, wenn ich sie weg schicke (auf ihren Platz), wenn es klingelt, würde ich langfristig nix erreichen. Sie müsse "erleben", daß Besuch oder der Paketbote (how ever) ihr nix tun. Und das geht nur, wenn sie dabei ist. Ihr Gezeter und Gebelle solle ich ignorieren. Er schätzt ihr Verhalten als Angstaggression ein, dem ich auch zustimme. Sie ist defensiv aggressiv, aus Angst. Ich müsse nur gewährleisten, daß sie die Möglichkeit des Rückzuges hat. Da sie noch nie geschnappt hat und immer den Rückwärtsgang einlegt, solle ich ihr die Möglichkeit offen halten, sodaß sie nicht bedrängt wird, aber sie solle eben dabei sein und den Reiz bewußt erleben, evtl. abgeschirmt durch mich, aber eben kein Wegschicken ohne Sichtkontakt. Aber wir haben ja gar nix geändert...! Nee, wir haben bisher nur kleine Fortschritte gemacht und andere Baustellen eröffnet, wie es scheint. Und welchem Trainer soll man noch vertrauen, wenn jeder Rat nach hinten losgeht...?
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Huhu Betty,
ich habe Ronja ja schon live erlebt und ja, sie hat einen Kontrollzwang.
Sie kontrolliert auch Dich, auch wenn es Dir nicht bewusst sein mag.Ich denke, vom Besuch her, dass es falsches Timing ist. Lob zur falschen Zeit eingesetzt.
Gut sehen konnte man das im Eiscafé wo wir waren.
Sie hat gemeckert, wenn jemand vorbei ging, dabei war der nicht mal in der Nähe. Sie kriegte dann auch ein Lecker.
Persönlich denke ich, Du bestätigst sie in der falschen Zeit, dass Timing passt nicht.
Sie hat gelernt, wenn sie nörgelt, dann kriegt sie Aufmerksamkeit.
Und wenn sie fertig genörgelt hat, dann kommt ein Lob.
Sie hat aber nicht gelernt, dass Nörgeln nicht erwünscht ist.
Die Verknüpfung ist zu ihr nicht durch gedrungen.An sich hat der Trainer nicht unrecht, allerdings weiß ich nicht, ob er Ronja auch in der speziellen Situation gesehen hat?
Gruß
Bibi -
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Hallo,
ich kann sie Platz machen lassen (oder Sitz, egal). Sie reagiert ja auf mein Kommando, aber entspannt ist anders.
Bei der Besuchssituation kommt es immer drauf an, WER da ist.
Mittlerweile gibt es auch Menschen, die sie ohne TamTam rein läßt.
Eigentlich hat sie jeden ohne TamTam reinzulassen. Ich greife bei meiner, die bellt wenns klingelt und will am liebsten auch als erste sehen wer da kommt, durch. Sprich, sie muss mind. zwei Meter weg vom Eingang sitzen. Dort kann sie nicht sehen was an der Tür ist. Damit fahren wir gut. Oder ich schicke sie ins Schlafzimmer, wo ihr Bett steht.
Selbstverständlich haben wir gewisse Dinge geändert. Sie ist grundsätzlich auf ihrem Platz, wenn Leute kommen. Aber wenn sie ruhig ist, darf sie dazu kommen. Anfangs war unser Problem ja das Verbellen von Besuch. Wenn nun aber Leute kommen, die sie kennt und mag, soll sie ja auch die positive Erfahrung machen, daß sie dann dabei sein darf (wenn sie nicht bellt).
Finde ich prinzipiell, solange sie sich benimmt, ok.
Wenn ich sie ausnahmslos ausschließe (und das würde ich, wenn ich sie auf ihren Platz schicke, der ist im Schlafzimmer), erreiche ich ja nix. Ihren Platz im Wohnzimmer hat sie nie akzeptiert. Dort fühlte sie sich nie wirklich wohl. Auf mein Kommando "Korb" ist sie IMMER ins Schlafzimmer zu ihrem Platz gegangen. Also wäre sie ausgeschlossen, wenn Besuch kommt.
Warum erreichst du nix wenn sie im Schlafzimmer bleibt? Muss sie denn Besuch begrüßen, geht der sie überhaupt etwas an? Das sie dann ausgeschlossen ist, ist mir einfach zu menschlich gedacht, sie hat doch von dem Besuch eh nix, der kommt zu dir. In der Zeit steht sie eben mal nicht im Mittelpunkt und gut is.
Wenn sie sich freundlich gegenüber Besuch benimmt, soll das für sie ja auch positiv sein.
Ich dreh mich im Kreis momentan, glaub ich. Da hat man einen (wenn auch kleinen) Erfolg und es tut sich die nächste Baustelle auf.
Ich glaube das hängt alles zusammen bei euch. Das ist nicht immer wieder ein neues Problem, sondern immer ein und dasselbe. Das wirst du aber nur beheben können, wenn du dich änderst und dein Verhalten ihr gegenüber überdenkst.
Aber die Besuchssituation sollte hier auch gar nicht Hautthema sein, sollte nur der Untermauerung meiner Kontrollfimmel-Theorie dienen.
Das "entspannte Platz" klingt ja grundsätzlich toll, ist aber auf dem gemeinsamen Spaziergang auch Mumpitz. Wir laufen ja, bewegen uns also. Da kann ich sie weder aus der Sitaution rausnehmen, noch in ihren Korb schicken oder Platz machen lassen.
Ich denke wenn du in der Wohnung etwas änderst, bzw dein Verhalten mal komplett hinterfragst, wirkt sich das auch die Spaziergänge aus. Evtl. muss der Hund eben auch mal ne Stunde alleine bleiben. Ich finds eh ungünstig mit Hund auf Spielplatz, aber gut.
Und wenn wir uns irgendwo hinsetzen (wie heute z.B.) und ich lege sie ab, dann fiept, beobachtet und junkert sie halt liegend. Es sei denn, unser Sohn sitzt still neben uns...

Dann leg sie so, dass sie nichts sehen kann, nimm sie doch raus aus solchen Situationen, wo sie die Möglichkeit hat etwas zu beobachten.
Daß sie den Sohnemann im Auge behält und "kontrolliert", kann ich auch mit nem Platz nicht ändern. Die Entspannung ist der Knackpunkt. Und sie entspannt nicht. Es sei denn, ich nehme ihr die Verantwortung für Quentin ab. Aber wie mach ich ihr das klar?
In dem du dein Verhalten ihr gegenüber kritisch prüfst und ihre Vergangenheit nicht als Entschuldigung nimmst, sondern ihr Verhalten als das nimmst was es ist...unerzogen und frech. Demensprechend solltest du dann auch handeln.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
PS.: Hatte letztens (naja, schon einige Monate her) nen Gespräch mit nem Hundetrainer, der Ronja auch kennt. Der meinte, wenn ich sie weg schicke (auf ihren Platz), wenn es klingelt, würde ich langfristig nix erreichen. Sie müsse "erleben", daß Besuch oder der Paketbote (how ever) ihr nix tun.
Sehe ich anders. Meiner Meinung nach sollte sie erleben, dass sie auf ihrem Platz Ruhe hat und sich um nix zu kümmern braucht. Das erreiche ich aber nicht, wenn ich sie quasi dazu einlade alles zu kontrollieren.
Und das geht nur, wenn sie dabei ist. Ihr Gezeter und Gebelle solle ich ignorieren.
Ähm ja, und das ist genau der Punkt, wo ich meine, das ignorieren falsch ist. Hund erreicht ja ihr Ziel, dass du es ignorierst zeigt ihr nur, dass du genauso denkst und es ok ist.
Er schätzt ihr Verhalten als Angstaggression ein, dem ich auch zustimme. Sie ist defensiv aggressiv, aus Angst. Ich müsse nur gewährleisten, daß sie die Möglichkeit des Rückzuges hat.
Gib ihr nicht die Möglichkeit, die hat sie ja wie ich herauslesen konnte, zwing sie dazu. Es nutzt nichts, wenn du sie immer wieder in Situationen holst, die sie nicht bewältigen kann. Besser ist es doch, wenn sie lernt, sie braucht sich nicht kümmern, Frauchen macht das schon.
Da sie noch nie geschnappt hat und immer den Rückwärtsgang einlegt, solle ich ihr die Möglichkeit offen halten, sodaß sie nicht bedrängt wird, aber sie solle eben dabei sein und den Reiz bewußt erleben, evtl. abgeschirmt durch mich, aber eben kein Wegschicken ohne Sichtkontakt.
Bedrängt werden sollte kein Hund. Aber warum darf sie sich der Situation nicht entziehen, bzw. warum soll sie dabei sein? Was lernt sie daraus, dass du es alleine nicht kannst, dass du sie brauchst um ein Päckchen entgegen zu nehmen? Sorry blöde Gedanken, aber ich sehe keinen Grund, warum der Hund dabei sein sollte, nicht einen. Sie muss den Postboten doch nicht mögen, oder andere fremde Menschen, warum? Sie soll sie aber ignorieren, und in Ruhe lassen. Das musst du ihr aber zeigen, indem du ihr Verhalten nicht duldest.
Aber wir haben ja gar nix geändert...! Nee, wir haben bisher nur kleine Fortschritte gemacht und andere Baustellen eröffnet, wie es scheint. Und welchem Trainer soll man noch vertrauen, wenn jeder Rat nach hinten losgeht...?
Ich vertraue gar keinem Trainer. Ich hinterfrage sehr viel und mache viel aus dem Bauch heraus. Wenn mir das Verhalten meiner Hündin grad nicht passt, zeige ich ihr, was ich statt dessen will. Sprich, ich schicke sie weg, oder verbiete ihr zu bellen usw. Bei mir funktioniert das super so, aber ich steh auch gegenüber dem Hund zu meinen Handlungen. Und wenn ich sie wegschicke, meine ich das auch so. Das weiß sie.
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Hallo,
Bibi, Du hast wohl Recht.
Aber auch da hab ich auf den Rat einer Trainerin gehört, die auf der Schiene "Schönfüttern" gefahren ist. Hat uns gar nix gebracht, außer eben, daß sie weiterhin motzt. Bin dann dazu übergegangen, sie nur zu bestätigen, wenn sie (wieder) ruhig ist. Daraus entstand ne Verhaltenskette...Mensch anbellen, Frauchen angucken, wo bleibt das Lecker...!
Es ist zum Verrücktwerden...
TanNoz, danke für Deine ausführliche Antwort. Hat mir sehr geholfen und auch Du hast Recht, wenn ich das so lese.
Irgendwie macht Vieles Sinn (auch die Trainer-Ratschläge), aber DAS Richtige war für uns bisher nicht dabei. In der Theorie klingt alles irgendwie plausibel.
Sie aus den Situationen rauszunehmen (Postbote klingelt z.B.), haben wir lange praktiziert. Mit keinem nennenswerten Ergebnis. Sie motzt solange von ihrem Platz aus, bis derjenige wieder weg ist. Sie wurde konsequent weggeschickt, wenn es klingelte. Einziger Erfolg war, daß sie nun beim Klingeln von selbst zu ihrem Platz geht, ohne daß ich sie wegschicken muß. Gemotzt wird trotzdem.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Nun gut, dann ist jedenfalls der Postbote erstmal sicher.

Kannst du ihr das Bellen nicht schlichtweg verbieten? Mache ich so, wenns mir zu bunt wird.
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Hallo,
das klingt simpel...scheint es aber nicht zu sein.
Wie sollte meine Reaktion auf das Bellen denn aussehen...?
Das Kommando "Nein" kennt sie in vielerlei Hinsicht. In bezug auf Bellen funzt es nicht. Werde ich deutlicher, also auch körperlich, daß ich sie zurückdränge (sie versucht dann oft, zwischen meinen Beinen durchzuwuseln bzw. um meine Beine rum weiter Blickkontakt zum "Feind" zu halten), dann dreht sie zwar ab, legt auch die Ohren an und nimmt die Rute runter, wufft aber weiter...
Biete ich ihr Ersatzhandlungen an, z.B. um die Ecke auf dem Läufer im Schlafzimmer ein "Sitz". Klappt das wunderbar, sie führt das aus, aber immer mit Lautäußerung. Als ob sie diesen Impuls zu bellen nicht unterdrücken kann.
Manchmal denke ich, sie will das letzte Wort haben...

Generell ist sie eine sehr redseelige Natur. Von Fiepen, Grummeln über Bellen und sogar Schreien/Quietschen hat sie einen großen Wortschatz.
Auch draußen, wenn sie jemanden verbellt, nehm ich sie hinter mich, schirme sie ab, aber sie guckt immer um meine Beine rum und wufft so in sich rein. Sie macht Sitz, auch Platz, wenn ich das will...aber naja...siehe oben.
Achso bezüglich Timing...: WANN sollte ich denn (wenn überhaupt) bestätigen...? Genaugenommen gibt es in solchen Situationen gar keinen richtigen Zeitpunkt. Wenn ich Leute sehe bevor sie sie entdeckt, brauch ich ja nix bestätigen...das Nicht-Entdecken ist ja kein Gutzi wert. Sobald sie die Leute aber sieht (und noch nicht bellt) ist sie aber angespannt, fixiert. Da ändert sich schlagartig ihre Körperspannung. In dem Moment kann ich aber doch auch nicht mehr bestätigen, weil sie ja bereits eine kontrollierende, aufmerksame Haltung eingenommen hat. Versteht Ihr, was ich meine...?
Sie soll Leute ja irgnorieren, die sollen ihr schnuppe sein. Aber wie komm ich dahin...? Mit Ablenkung klappt das ganz gut. Ich kann sie, wenn ich schnell genug (re)agiere auf mich fixieren. Das hat aber langfristig keinen Erfolg. Bin ich ne Sekunde zu spät, fällt sie sofort ins alte Muster.
Und nochmal bezüglich, daß wir nix geändert hätten...
Im Vergleich zu früher (vor 2 Jahren) hat sich einiges getan. Ronja's Individualdistanz konnten wir erheblich senken. Menschen werden nicht mehr pauschal auf Sicht verbellt...erst in einem bestimmten Abstand zu ihr und dann auch nur, wenn sie direkt angesehen oder gar angesprochen wird. Außerdem ist aus dem panischen, aneinandergereihten Gebelle ein wesentlich zaghafteres Wuffen/Bellen geworden. Wir haben also durchaus was erreicht...aber noch nicht das Ziel.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Ich kann TanNoz Recht geben.
Mücke ist auch ein wenig so, wenn auch nicht in solch erheblichen Ausmass.
Jetzt im neuen Haus hatten wir ständig Handwerker, die Tür stand offen, das blieb uns nix anderes übrig, als die Hunde komplett rauszuhalten.Kein Begrüssen, kein Einmischen, Auf dem Platz bleiben und fertig.
Mücke tut sowas gut, er entspannt sichtlich und letztens als der Pizzaman kam, sind die beiden nichtmal aufgestanden
Ich höre aus deinen Postings raus, dass du da ziemlich rumeierst, dass du sehr menschlich denkst und sie sehr gestresst ist.
Dir fehlt eine klare Linie und eine eindeutige Art der Signalübermittlung.
"Du hast hier nix zu kontrollieren und überhaupt nix zu entscheiden".-
Das ist scheinbar noch nicht bei ihr angekommen. Leider.Ich kann mir gut vorstellen, dass du falsch bestätigst, oft ist eine neutrale Reaktion von dir besser als ein Aufmerksamkeit-auf-dich-lenken.
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Zitat
Dir fehlt eine klare Linie und eine eindeutige Art der Signalübermittlung.
"Du hast hier nix zu kontrollieren und überhaupt nix zu entscheiden".-
Das ist scheinbar noch nicht bei ihr angekommen. Leider.Sehe ich auch so.
Dem Hund fehlt einer, der mal was durchzieht und nicht dauernd hin und her schwankt.
Viele Grüße
Corinna - Vor einem Moment
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