Total Überfordert!

  • Bibi, ich kenn solche Hunde, ich habe selbst einen!

    Harvey macht auch nichts kaputt und pennt im Haus den ganzen Tag. Da ist er die Ruhe selbst.

    Aber wehe draußen verhält sich jemand nicht so, wie er es soll.

    Oder er kommt in eine Situation die ihm nicht geheuer ist, da kocht der Kessel.

  • Danke Bianca, du siehst das richtig.
    Da ja Mali oder nicht nicht geklärt ist, belassen wir es beim Schäferhund-Mix und er ist zu Hause wirklich ein Goldschatz.
    Es ist wirklich nur in diesen Extremsituationen wie eben Hundetreffen an bisher für ihn unbekannteren Orten schwierig.
    Das meinte ich auch mit "Liegen bleiben, wenn anderen Hunde rumrennen", z.B. weil er sich verletzt hat oder ein anderer Rüde grade Stunk macht.

    Und ich sehe es nicht als Angriff, aber wenn hier, nur weil ich eben nicht Feuer und Flamme für einen Hundeplatz bin, mir unterstellt wird, ich würde die Bedürfnisse meines Hunde nicht beachten und er wäre überhaupt zu wenig ausgelastet, dann bin ich etwas knatschig, weil eben keiner den Hund oder mich kennt.

    Ich schrieb es ja schon: Ich bin auf der Suche nach einem guten Platz, und das bleibt auch so, bis ich was gefunden habe. Und wenn dann VPG wirklich das ist, was Lucky Spaß bereitet, dann machen wir eben VPG.
    Aber ich sehe diesen Stress, den er bei sowas hat, nicht als etwas an, was mit mehr Auslastung auf dem HuPla erledigt sein würde.

    Lucky ist auch per Se kein Hund, der viel einfordert. Er nimmt das, was er kriegen kann und das gerne, aber wenn es eben mal weniger ist, ist das auch für ihn okay. Und ich merke ja, dass er nach ner Stunde spazieren gehen mit zwischendurch abrufen, Fuß gehen und wenn ich welche sehe, anderen Hunden und eben Leinenführigkeit und Leckerliesuche platt ist.
    Natürlich kann ich mir ihn auch zu einer Arbeitsmaschine heranziehen, aber dann habe ich genau das Problem, was viele Aussie und Border-Besitzer haben: Der Hund fordert zuviel Programm.

  • Night

    nimm die Fragen nach der Auslastung nicht so übel. Ich bin grad viel über die HSHs am lesen.

    Sie sind anspruchsvoll, keine Frage. Sie sind wie Huskys.
    Du radelst Dir zwanzig Kilometer die Seele aus dem Leib und Hund schaut Dich danach mit fragendem "So, und was machen wir jetzt" - Blick an.

    Ich glaube genau so sind die Belgier und Holländer auch, allerdings im Bereich "Köpfchen gebrauchen".

    Mal angenommen das Potential Deines Hundes ist mit den Köpfchen-Aufgaben, die Du anbietest, immer noch unausgelastet. Also muss eine andere Aufgabe gesucht werden. Die heißt: "Scanne genauestens Die Umwelt"

    Dann ist der Hund arbeitsmäßig quasi im Dauerstreß, Denn bei dieser Aufgabenstellung ist es eben nicht möglich das Schema

    1. Aufgabe
    2. Positiver Streß beim Erledigen der Aufgabe
    3. gelöst, wieder herunterkommen

    abzuarbeiten. Der Hund bleibt praktisch bei Punkt zwei hängen und der Streß schlägt in negativen Streß um und zeigt seine Wirkung.

    Der Weg wäre dann praktisch so viele dieser Aufgaben zu stellen, dass der Hund gar kein Bedürfnis mehr hat sich selbst noch Aufgaben zu suchen.

    Hoffe, ich hab das jetzt einigermaßen richtig wiedergegeben.

  • Nochmal kurz zum "sturen Grundgehorsam":

    Ich wollte mit meiner Hündin NIE diesen sturen Grundgehorsam machen, ich wollte NIE Obedience machen.

    Aufgrund einer OP sind wir aber genau dort gelandet - und siehe da... am Samstag laufen wir unsere BH. Dieser "sture" Grundgehorsam, aufgebaut durch positive Bestärkung lastet Geist und Körper aus. Wir sind dadurch noch VIEL mehr zusammengewachsen und ich habe einen selbstbewussten und wesensfesten Hund an meiner Seite.

    Die strenge Unterordnung konnte ich in den Alltag transferieren und so habe ich sie sogar in wildreichen Gebieten unter Kontrolle. Anfangs war sie weg, sobald sich was bewegt hat. Nun ist sie auch in hohen Trieblagen und unter extrem Reizen (weglaufende Rehe) ansprechbar und kontrollierbar.

    Die Grundausbildung hat ihr also Stärke vermittelt (Selbstbewusstsein, Wesensstärke), uns fester zusammengeschweisst und sie weiß, dass sie in jeder Situation bei mir bestens aufgehoben ist. Ich vermittel ihr Sicherheit, ich vermittel ihr, dass sie sich an mir orientieren kann und ich kann nur sagen, dass es UNS wahnsinnig viel gebracht hat (obwohl wir keine Probleme bis auf den starken Jagdtrieb hatten).

    Vielleicht ist dieser sture Weg gar nicht so verkehrt, um den Hund in Stresssituationen zu kontrollieren.

    Abschließend möchte ich aber noch sagen, dass ich einen Spitzentrainer habe, ohne den das nicht so gut gelaufen wäre. Drückt uns die Daumen für Samstag :D ich will die BH endlich rum haben und dann evtl. wieder mit SD anfangen :D

  • Zitat

    Was hat er denn an anlagengerechter Auslastung?

    LG
    das Schnauzermädel

    Wir gehen lange spazieren, machen dabei Unterordnung, ich übe das Abrufen, er darf Leckerchen suchen...
    Das "Down" (sofortiges Hinlegen auf Handzeichen) üben wir auf die Art, die Krambambuli vorgeschlagen hat.
    Wir üben Impulskontrolle, also erst Ball werfen, dann holen etc.
    Eben sowas halt.
    Ansonsten treffen wir uns einmal die Woche mit vielen anderen Hunden, mit denen er toben und rumlaufen kann.
    Auch schwimmen tun wir.

    Und bald geht es wieder einmal die Woche Einzeltraining bei der Trainerin, wo wir an der Leinenaggression arbeiten.
    Zusätzlich klickere ich noch alles, was uns auf dem Soaziergang begegnet an, sodass er gar nicht erst fixiert (Shoppy hatte das mal beschrieben).

    Und nach unseren Gängen ist er kaputt und legt sich zufrieden im Haus hin und schläft oder döst.
    Im Sommer haben wir natürlich weniger gemacht, weil er so heiß war.

  • So, für die, die es noch interessiert und die mir keinen Strick daraus drehen, dass ich aufgrund von privaten Gründen öfter mal einen Gassigang ausfallen lasse, wollte ich nochmal von uns berichten.
    Das, was dort oben stand, ist übrigens nicht beschönt oder irgendwas. So sehen unsere Spaziergänge und unsere Auslastung aus, aber eben nicht jeden Tag.
    Das kann ich einfach (noch) nicht und ich erwarte wenn schon kein Verständnis, wenigstens den Anstand, das bitte zu akzeptieren, und da bin ich sehr enttäuscht, weil dieses Argument von Leuten kam, die es im Grunde besser wissen sollten.

    Ansonsten habe ich Kontakt mit 3 verschiedenen Hundeplätzen aufgenommen und werde mir die im Lauf der Woche mal begucken.
    Luckys Pfoten werden mit Hirnhornsalbe behandelt und bei größeren Belastungen trägt er jetzt Schuhe von Ruffwear.

    Weiterhin hat sich eine liebe Freundin angeboten, mit mir unter der Woche zu üben, damit er sich daran gewöhnt, auch unter Ablenkung zu arbeiten.
    Wir werden sehen, was das ergibt.

  • hey night, das klingt doch gut. :smile:

    berichte doch mal, wie dir die vereine gefallen haben. ;)

    liebe grüße

    biggi

  • Hey das klingt schon mal gut,
    ich frage es noch mal was hälst du davon zu fährten?
    Das ist eine ruhige nicht puschende geistige Auslastung für den Hund,bei der er zudem noch lernt ruhig zu arbeiten,und du brauchst keinen Hundeplatz ;)

    Ich persönlich kann mit fährten nix anfangen aber vielleicht ist es ja was für dich!

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