Hab ich es wirklich vergeigt?

  • Hallo!

    Gerade hatte ich mit meiner Freundin (Henrys Züchterin) eine Diskussion (in aller Freundschaft ;) )

    Sie meint, Henry war als Welpe ein selbstbewußter kleiner Kerl und ist nun ein Waschlappen, dank meiner "Überbemutterung" und Inkonsequenz...

    Ihre Hunde leben im Rudel und kommen außer auf den Hundeauslauf im Stall und ab und an mal Gassi in Stallnähe nirgends hin.

    Es sind freundliche aufgeschlossenen Hunde, die jedoch fremden Hunden gegenüber zum Teil - ich nenn es jetzt mal - unfreundlich und unverträglich sind.

    Henry ist dagegen (noch , mit fast 15 Monaten) zunächst zu jedem fremden Hund freundlich, evtl. zurückhaltend, selten ängstlich. Er geht Ärger, wenn es geht ,aus dem Weg und wehrt sich nur, wenn er massiv unfreundlich bedrängt wird.

    Eine Zeit lang mochte er nicht in den Kofferraum springen, weil ich von Anfang an eine Rampe benutzt habe.
    Mittlerweile springt er, sogar, wenn die Rampe da liegt, nur raus mag er noch immer lieber mit.

    Meine Freundin meint, er muss springen, wenn ich "hopp" sage, ich meine, er kennt (kannte) das Kommando gar nicht, also kann er auch nicht wissen, was er sollte.

    Am Stall zieht er an der Leine, weil er so aufgeregt ist, ansonsten geht er manierlich.

    Sie meint, er darf auch da nicht ziehen, ich darf ihm das nicht durchgehen lassen, ich meine, er unterscheidet genau zwischen Stall und anderen Situationen und finde das nicht so schlimm. Sie findet das inkonsequent und meint, ich vermenschliche den Hund.

    Auch, weil ich ihm im Winter bei Mandelentzündung einen Schal umgebunden habe (Empfehlung unserer Tierärzitin) und sehr drauf achte, dass er keinen Mist frißt,
    ( Sie: Ein Hund muss das auch mal abkönnen) weil ich zum Tierarzt gehe, wenn er zwei Tage hintereinander erbricht oder Durchfall hat und weil ich ihn umsorge und ihn lieber mitnehme, als ihn allein zu Hause zu lassen (okay, das müssen wir wirklich üben).

    Aber ich möchte einen gesellschaftsfähigen Hund, mit dem ich "überall" hingehen kann, ohne anzuecken und sie hält ein Rudel, welches mehr oder weniger in einem abgeschirmten Bereich lebt und außer zu Menschen, die zum Stall kommen kaum was anderes sieht oder woanders hinkommt.

    Ihre Hunde verteidigen das Grundstück, während Henry sich über (auch hündischen) Besuch nen Keks freut, weil er genau weiß, dass ich entscheide, wer rein darf.

    Wir haben halt völlig unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche an unsere Hunde, aber während ich ihre Sicht- und Lebensweise so hinnehme und akzeptiere, wirft sie mir vor, ich hätte aus Henry ein vermenschlichtes Weichei gemacht ...
    Sie meint, ich mache mir zuviele Gedanken, treffe für Henry zuviele Entscheidungen, während ich ihn vermenschliche und verzärtele und überbehüte und dabei aber inkonsequent bin.

    Das macht mich irgendwie schon ein bisschen traurig.


    Wie würdet Ihr das sehen?

  • Ich geh mit meinem Hund so um, wie ICH es für richtig halte.
    Kommt es zu Problemen, hol ich mir Rat und überdenke mein Verhalten. Sonst nicht ;)
    Also wenn DU Probleme bei/mit Henry siehst, dann mach was. Sonst erfreu dich an deinem Hund und lass andere reden.

  • Warum hörst du überhaupt auf so ein Gelaber :???:
    Ich lass mir doch von anderen nicht erzählen was ich mit meinem Hund machen soll.
    Da hab ich aber beide Ohren zu. ;)
    Mach so weiter und freu dich an deinem Hund.

    Meine bekommen auch einen Schal an, wenn es nötig ist.

  • Zitat

    Es sind freundliche aufgeschlossenen Hunde, die jedoch fremden Hunden gegenüber zum Teil - ich nenn es jetzt mal - unfreundlich und unverträglich sind.

    Naja....das ist ja auch rassebedingt und als normal anzusehen. Sind doch weisse Schweizer SH's, oder?

    Ansonsten schliesse ich mich den anderen an.....Du lebts mit dem Hund zusammen und fuer Euch beide muss der Rahmen stimmen. Wenn dieser fuer Dich und Henry stimmt isses doch wurscht was Andere davon halten.

  • ich frage mich gerade, was das für eine züchterin ist ... :???:

    ihre hunde sind zumindest deiner beschreibung nach schlecht bis gar nicht sozialisiert.
    (mangelnder kontakt zu anderen hunden, keine ausflüge in andere gegenden, ...)

    und sie als züchterin sollte eigentlich wissen, wie wichtig es ist, dass die welpen so viel wie möglich kennen lernen - und sollte dieses engagement auch ihren erwachsenen hunden zukommen lassen.

    du machst das so schon richtig. führ deinen hund lieber etwas zu vorsichtig an situationen heran, als das er negative erfahrungen macht.
    geh lieber einmal zu oft zum tierarzt, als einmal zu spät.
    lass dir da nicht reinreden, sie mag zwar sicherlich sonst eine sehr gute freundin sein - aber die verantwotung für deinen hund trägst du, nicht sie!!

  • Hi,

    also, ein Hund, der inkonsequent "geführt" wird, schlägt entweder in die Richtung, dass er selbst die Führung übernimmt und für sich, wie auch für Dich die Entscheidungen trifft... abgesehen davon entsteht dabei auch meist das Problem einer gewissen Unverträglichkeit mit Artgenossen, da ein Hund mit der Leitung eines menschlichen Rudels an für sich immer überfordert ist und meint, er muss alles von "seiner" Familie fern halten!

    So wie Du Henry aber beschreibst, ist Dein Hund absolut entspannt, wenn Du mit ihm unterwegs bist, und das spricht meiner Meinung nach dafür, dass er Dir vertraut und er sich auf Dich verlässt!!!
    Von "verweichlicht" kann also ganz und gar keine Rede sein :gut:

    Von dem, was Du schreibst (so, wie ich Dich also hier um Forum kennengelernt habe) schätze ich Dich also "gute Hundemutter" ein - Du machst einen ausgelasteten und aufgeweckten Eindruck, und Deiner Beschreibung von Henry nach zu urteilen hat sich das voll und ganz auf ihn abgefärbt =)

    Was Deine Freundin & Züchterin von ihren Hunden (und von Henry) verlangt, klingt für mich typisch nach SH-Besitzer:

    - ein Hund muss alles abkönnen
    - ein Hund darf sich nichts von anderen Hunden gefallen lassen
    - ein Hund muss selbstbewusst sein
    - wenn ich ein Kommando gebe, hat der Hund das sofort auszuführen
    ... jetzt mal so als übertriebenes Beispiel (an dieser Stelle an alle SH-Besitzer, die dem Klischee, was ich bei mir kennen lernen musste: sorry, ich weiß... i-wo da draußen gibt es auch komplett andere Schäfi-Besitzer, nur leider habe ich Euch noch nie kennengelernt :lol: )

    Wenn Du der Meinung bist, dass es okay ist, dass Henry die Rampe beim Einstieg benutzt, dann ist das okay!
    Für seine Gelenke und seine Wirbelsäule alles Male besser, als wenn er jedes Mal springen muss (nicht, dass ich ein Feind des Springens wäre; meine haben zugegebener Maßen auch keine Rampe...)

    Es ist Dein Hund, und die Hauptsache JEDER Hund-Mensch-Beziehung ist das glückliche und zufriedene Zusammenspiel von Euch beiden... wenn ihr beide mit Eurem Umgang zufrieden seid, dann behaltet das bei - jeder darf seine Meinung dazu äußern, aber nur weil jemand anderes eine andere Vorstellung einer H-M-Beziehung hat, musst Du diese nicht annehmen.

    Ich würde sagen: bleib mit Henry wie Du bist :gut:

  • freu dich an deinem hund ;)

    so wie sich das liest ist doch alles in ordnung. falls es für andere nicht ist
    (und er niemand anmacht) ist das doch deren problem


    ich sagte letztens : das ein hund, auch wenn es uns so scheint, nicht immer ängstlich ist wenn er zurückweicht, das kann auch sehr gutes sozialverhalten sein (situationsbedingt)

    p.s. meine hatte im winter auch einen schal um :D

    liebe grüsse petra

  • Es gab doch mal so ein schönes Lied von den Ärzten... Lass die Leute reden.

    Du machst das schon ganz richtig Malika und Dein Hund zeigt es Dir auch. Henry wirkt in Deiner Beschreibung entspannt für einen 15monatigen Hund!

    Ich seh bei der Züchterin eine ganze Reihe markiger Sprüche mit Stammtischqualitäten..... mehr aber auch nicht.

    Lass Dich ärgern und verunsichern. Du machst das sehr gut mit Henry.

    Liebe Grüsse,

    Birgit

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