Wer hat Erfahrung mit 2 Welpen?
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Hallo,
wir wohnen auf einer alten Mühle mit sehr großem Gelände. Seit über 60 Jahren haben wir immer einen großen Hund gehabt (Neufundländer, Landseer, Berner Sennenhunde,...)
Seitdem unser letzter Landseer vor eineinhalb Jahren verstorben ist, halten wir es nun für die richtige Zeit, dass wieder Nachwuchs kommt. Wir sind nun am diskutieren ob es sinnvoll ist einen oder gleich zwei Welpen anzuschaffen.
Ich beschäftige mich nun seit einiger Zeit mit dem Thema und egal wo man versucht sich schlau zu machen findet man die unterschiedlichsten Meinungen zu Aufzucht von 2 Hunden.
In unserem Fall wären es höchstwahrscheinlich 2 Hovawart-Rüden - 9 Wochen alt. Man liest immer wieder, dass sich viele Leute das nicht antuen würden zwei Welpen gemeinsam groß zu ziehen. Aber wer hat wirkich schon Erfahrungen damit? Tut es dem Hund gut, wenn er einen gleichalten Spielkameraden hat? Ich weiß, dass es anstrengender sein kann und das man ordentlich mit den Hunden arbeiten muss? Aber ist es nicht letztendlich gerechter einem Rudeltier einen Artgenossen an die Seite zu stellen?
Bitte schildert mir kurz eure Erfahrungen bzw. Meinung dazu.
Vielen Dank im Voraus.
Schöne Grüße, Martin
- Vor einem Moment
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Hallo Martin und willkommen im DF

Seit 60 Jahren Hunde? Du bist doch erst 25??

Was zwei Welpen angeht, ich würde es nicht machen und ganz ehrlich, schon gar nicht zwei Hovawarts.
Diese Rasse ist ja ne ganz andere Nummer, wie die von Dir genannten Rassen.
Und zwei Rüden, womöglich aus einem Wurf, das würde ich mir niemals antun und ehrlich gesagt, ich kann mir auch keinen vernünftigen Hovawart Züchter vorstellen, der zwei Welpen gleichgeschlechtlich abgibt.
Aber vielleicht liege ich da ja auch falsch
Warum ich keine zwei Welpen nehmen würde, sicherlich wegen der vielen Arbeit, beide machen doppelt Unfug und man muss seine Augen überall haben, was schon bei einem Welpen sehr viel Arbeit ist.
Und was für mich persönlich noch erschwerend dazu kommt, die Hunde würden kurz nacheinander von mir gehen, wenn alles normal läuft.
Nein, sowas würde ich auf keinen Fall wollen.Ich würde im Fall eines Hovawarts erst recht immer warten, bis der Hund erwachsen ist.
Gruß
Bibi -
Hallo,
ich denke, dass es eine ziemliche Herausforderung ist, gleich 2 Welpen gerecht zu werden und von diesen auch Ernst genommen zu werden. Ich würde mir das niemals antun.Eine Freundin von mir, die eine sehr gute Hundetrainerin ist, hat insgesamt 5 Hunde. Der jüngste war 6 Monate, als ein neuer Welpe einzog. Sie meinte, es wäre der Horror. Zwar machbar, aber wirklich nicht einfach, gerade wenn einer der beiden sich auch noch sehr am Wild interessiert und der andere das natürlich nachmacht.
Generell gucken sich die kleinen alles beieinander ab, haben nur Unsinn im Kopf und nehmen ihr Herrchen kaum ernst.Ich denke zwar schon, dass es schöner für einen Hund ist, wenn er noch einen Sozialpartner hat, allerdings finde ich nicht, dass die Hunde im selben Alter sein müssen. Ich würde mir erst dann einen zweiter Welpen holen, wenn der erste durch das Gröbste durch ist; also ab 2 Jahren Altersunterschied.
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Würd ich mir nie antun.
Ein vernünftiger Althund und ein Welpe, das find ich sehr bereichernd, das kann die Erziehung ergänzen und sinnvoll sein.
Aber zwei Welpen gleichzeitig? Für mich der blanke Horror

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Würde ich nicht wollen. Meine Leila wächst mit ihrem Bruder auf. Die Hunde sind jetzt 9 1/2 Monate alt. Ich habe bis jetzt 3-4 x die Woche gearbeitet und war dann 5 - 5 1/2 Stunden nicht da. In dieser Zeit ging Leila immer zu Ihrer Zweitfamilie, wo ihr Bruder lebt.
Die Vormittag waren für die "Gegenmama" dort glaube ich nicht immer einfach. Wenn das Wetter schlecht ist (und das war's ja das ganze Frühjahr) und die beiden nicht wussten, wohin mit ihrer Kraft.... Der Garten wurde umgestaltet... Die Putzfrau hatte viel zu tun.... die Zeitfenster für andere Dinge waren hinüber..... Tja, es kostet einfach unglaublich viel Zeit und man sollte viel Humor haben.
Wenn ich im Gegenzug dann den Bruderhund nachmittags mit auf die Gassirunde nehme oder er abends bei uns ist, strengt mich das schon an. Jetzt wird es laaaaaangsam besser - aber am Anfang haben wir versucht die zwei Terrorhunde mit einem Koppelstück zu bändigen.... (das ist inzwischen auch hinüber) Kommandos beibringen ist mit zwei Hunden eine Geduldsprobe, die ich frustrierend finde. Wenn einer nicht hören möchte, macht der zweite garantiert auch nicht mit. Ich gehe zu meinen Hundeschulestunden immer alleine. Und ich genieße die Spaziergänge alleine, weil da mein Hund wirklich toll auf mich achtet und super hört. Zu zweit ist das immer Tagesforum bis Katastrophe...
Allerdings bin ich auch Ersthundebesitzer - mag sein, mit mehr Erfahrung wäre es auch anders? Wer weiß.
Aber wenn ich schon an's Einsteigen in's Auto denke... Am Anfang wäre es einfacher gewesen, 5 Elefanten in einen Kühlschrank zu setzen. Und dann bis sie endlich das Aussteigen auf Kommando konnten - und vor allem so lange auch warten. Wir haben hier immer viele Kinder und so manches war schon mühsam mit zwei Hunden. Ein Hund ist einfach zum genießen. Zwei sind eine große Aufgabe.
Liebe Grüße
Astrid mit Leila -
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Hallo und herzlich Willkommen!
Ich kann positive Erfahrungen weiter geben.

Unsere beiden Großen kamen zwar nicht im Welpenalter zusammen, sondern erst als beide 4 Monate alt waren.
Rowdy (Jackimix) kam mit 9 Wochen zu uns und Buffy (zarte Schäfermix) traf dann 8 Wochen später dazu. Sie kam von der Straße und hatte schreckliches erlebt.
Nach der Eingewöhnung wuchsen sie zu einem tollen Team zusammen und ich fand es nicht dramatisch anstrengend.
Sie liegen in einem Korb, spielen zusammen und kommen blendend miteinander aus.
Nun ist es ja ein Pärchen und wir müssen nicht mehr arbeiten, darum haben wir vor 1,8 Jahren noch den kleinen Fussel aufgenommen und es klappt gut zusammen!!
Wenn wir noch arbeiten müssten, hätte ich es wahrscheinlich nicht gemacht, da das erste Jahr doch recht viel Zeit in Anspruch nimmt.
Jeder Hund wurde dazu erzogen auch einzeln alleine zu bleiben und es wurden auch Alleingänge zum Gehorsam absolviert, das nimmt schon viel Zeit in Anspruch. Bei zwei Rüden sehe ich jetzt auch nicht das Problem, da wir ja auch jetzt zwei haben.

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Ich habe damals auch zu dem nicht gerade gut erzogenen Rüden meines Freundes zwei DSH- Brüder dazugeholt und ganz ehrlich - ich würde es wieder machen.
Okay, jeder Hund ist anders - aber mit den Zweien hat es super geklappt.
Normalerweise eine Sache von guten Nerven, richtigem Timing und dem Händchen dafür. -
Bist du denn komplett allein mit den Hunden oder hast du eine Partnerin, die dich unterstützt?
Wenn dann sich jeder um einen Welpen kümmern kann, gehts bestimmt besser.
Ich denke man muss schon sehr engagiert sein und einen starken Willen haben, beide gut zu erziehen.
Ich habe grad einen 6 Monate jungen Welpen, bei dem ich die Erziehung bis jetzt recht einfach fand.
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Eine Freundin von mir hatte einen Hovawart...der wuchs einer schon fast über den Kopf (etwas beratungsresisten sind sie ja)...und du willst 2 Welpen und dann noch 2 Rüden??!
Ich persönlich würde mir niemals zwei Welpen anschaffen, schon gar nicht zwei Hovi-Welpen. Aber gut, das ist deine Entscheidung. Wenn du meinst, dass du es schaffst, ist es sicher schön. -
Vielen Dank für die vielen Meinungen, Ratschläge und Tipps. Ganz einfach ist das Thema leider nicht, das ist mir durchaus bewusst. Auch die unterschiedlichen Meinungen basieren sich auf positiven wie negativen Erfahrungen, je nachdem vielleicht auch, was für Hunde man selbst hat und wie deren Wesen ist.
Auch bei eingefleischten Hovawart-Kennern bekommt man keine eindeutige Antwort. Gestern habe ich mit der Hovawart-Zuchtaufsicht telefoniert, die darin absolut kein Problem sieht und es eher empfielt - sie selbst hat derzeit 2 Hovi-Geschwister - und kann nur positives berichten. Anschließend hab ich mit einem Hovi-Coach, der sich seit 20 Jahre intensiv speziell mit dieser Rasse beschäftigt geredet, der mir davon abgeraten hat und eher auf der Schiene war "Erst einen ordentlich ausbilden, dann einen zweiten dazu und der erste übernimmt einen Großteil der Ausbildung für den Menschen" Das ist jedenfalls seine Erfahrung bisher gewesen.
Ich denke wir sind uns in der Familie nun auch einig, dass wir es bei einem belassen und ihm dann in 1-3 Jahren einen Kameraden zur Seite stellen.
Gruß Martin
- Vor einem Moment
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