Beißattacken, richtig auf Krawall aus, keine Angst!
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Habe da ein großes Problem mit meiner Hündin und anderen Hunden:
Meine Hündin ist ja erst seit knapp 3 Wochen bei mir - kommt aus Griechenland, Zwinger -.
Sie horcht mittlerweile schon ganz gut auf mich, auch wenn es ab und an nicht so klappt. Doch für die kurze Zeit ist das wirklich ein Erfolg.Aber: Wenn wir unterwegs sind - kurze Leine, bzw. Schleppleine - und wir begegnen anderen Hunden oder Radfahrern oder Reitern, dann tickt sie aus. Schon auf viele Meter Entfernung fängt sie an sich ins Geschirr zu legen, bellt, knurrt etc...
Vergangene Woche hab ich eine Hundetrainerin zu Rate gezogen - das Problem kenn ich von meiner früheren Hündin nicht - und wir waren im Stadtpark. Sie war anfangs der Meinung, meine Kleine (immerhin schon knapp 45 cm SH, 17 kg) sei ängstlich-aggressiv, doch Pustekuchen. Sie ist wirklich nur auf Krawall aus.Daraufhin gab sie mir einige gute Tipps, wofür ich wirklich dankbar bin. Die ersten paar Male hat das auch super geklappt – großen Bogen machen, wenn sie auf mich reagiert (was sehr schwer ist in dieser Situation) loben, schnell umdrehen, schneller weiterlaufen -, doch seit ein paar Tagen klappt das gar nicht mehr. Erst wenn wir außer Sichtweite sind. Und selbst da dreht sie sich ständig um und „lauert“ richtig, ob der andere Hund hinterherkommt.
Viele HH in meiner Gegend machen selbst schon einen großen Bogen um uns, was bei Tilly trotzdem knurren, aggressives Bellen etc. auslöst. Zudem – ich gebs ja zu – schaffe ich es nicht immer, sie rechtzeitig wegzuziehen, bzw. sie hinter mir herzuziehen, da sie sehr kräftig ist. Das Weglaufen fällt mir auch manchmal schwer, da ich unter Rheuma leide.
Wenn jetzt jemand denkt, „na dann hätt ich mir keinen Hund zugelegt“, sorry dazu kann ich nur sagen, Hunde tun mir wahnsinnig gut und durch den täglichen Auslauf bekomme ich mehr Bewegung und das wiederum ist gut für meine Krankheit.Ok, zurück. Diese Bögen machen ist schön und gut. Sie riet mir auch, mich öfters mit ihr unter Leute und auch Hunde zu begeben, da die HPV aber erst ab nächster Woche greift, möchte ich dieses Risiko jetzt noch nicht eingehen, falls wirklich eine Beißerei stattfindet und der andere Hund verletzt wird.
Es gibt hier nur 2 HH, die mich beschwichtigten – denen konnte ich nicht aus dem Weg gehen, zudem war das vor der Hundetrainerin – und mir sagten, dass die Hunde das unter sich ausmachen. Was auch der Fall war. Nur sind nicht alle HH hier so verständnisvoll. Es stellt sich nach der ersten Attacke heraus, dass die Fronten geklärt wurden und Tilly dann spielen wollte, was beide Hunde dann auch taten.
Mittlerweile sind es wirklich entspannte Ausflüge, bis wir auf andere Hunde treffen. Bzw. diese noch bis zu 50 m entfernt sind. Da hilft dann auch kein ablenken, Leckerchen oder sonstiges. Sie stellt das Fell, wird steif, knurrt tief, zerrt an der Leine und fängt kurz darauf noch an wie eine Wilde zu bellen. Ich drehe dann oft um, schnell natürlich, und ziehe sie mit mir mit. Doch auch hier müssen wir mind. 30 m weglaufen, damit sie sich wieder auf mich konzentriert. Zwischendrin schaut sie aber oft zurück und erwartet regelrecht, dass der andere Hund ihr nachkommt.
Wie soll ich nun weiter reagieren? So ein Verhalten kenne ich so nicht. Meine frühere Hündin wurde quasi von zwei anderen Hunde „angelernt“. So etwas würde ich mir für Tilly auch wünschen, doch ich habe hier keine Möglichkeit, da die anderen HH und ich nicht zu den gleichen Zeiten laufen gehen. Und auch keine Absprachen dahingehend stattfinden können. Die meisten arbeiten oder es gehen die Kinder mit den Hunden.
Weiß vielleicht jemand noch einen Rat? Im Stadtpark ist es ja noch enger, als hier im freien Feld, wo ich mit ihr in den Acker laufen kann oder in den Raps – um die Bögen zu laufen –.
Es könnte event. ja an der Zwingerhaltung gelegen haben, doch das muss doch irgendwie in Griff zu bekommen sein oder?
VG Gorgrael
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Hi,
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Es könnte nicht nur daran gelegen haben, es lag daran.
Klar kriegst du das in den Griff.
Du hattest bis jetzt nur Einzelstunden bei deiner Trainerin? Gruppenunterricht wär vielleicht auch nicht verkehrt, oder? -
gruppenuntericht ist eine sehr gute idee.
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Ich würde zu keinem Trainer gehen, der sagt, Hunde regeln das unter sich.
Wenn du diese Situationen regelst, dann wird sich dir der Hund auch anschließen.
Du entscheidest, wo es lang geht und nicht dein Hund und wenn du einen Bogen gehen möchtest, dann tue es.Zusätzlich würde ich jegliches ruhige Verhalten in der Richtung bestätigen. Wenn der Hund in die Richtung des anderen Hundes schaut und noch entspannt ist - egal wie viele Meter dazwischen sind, dann würde ich diese entspannte Ruhe bestätigen.
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Die Trainerin meinte es sei noch zu früh dafür

Ich wüsste auch nicht wo es hier im Umkreis einen geschlossenen Platz gibt und wie die anderen HH's auf diese Krawallerei reagieren. 31535 wäre das.
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Zitat
Ich würde zu keinem Trainer gehen, der sagt, Hunde regeln das unter sich.
Wenn du diese Situationen regelst, dann wird sich dir der Hund auch anschließen.
Du entscheidest, wo es lang geht und nicht dein Hund und wenn du einen Bogen gehen möchtest, dann tue es.Zusätzlich würde ich jegliches ruhige Verhalten in der Richtung bestätigen. Wenn der Hund in die Richtung des anderen Hundes schaut und noch entspannt ist - egal wie viele Meter dazwischen sind, dann würde ich diese entspannte Ruhe bestätigen.
Das mache ich ja, nach ca. 30 m reagiert sie auch wieder auf mich und dann lobe ich sie etc. Sie läßt dann auch rasch nach, nach hinten zu schauen, doch irgendwie müssen wir ja auch nach Hause, sprich ich muss dann wieder die Richtung ändern - quasi auf den Hund zu, der dann meist nimmer da ist - und sie steht sofort wieder unter Spannung, obwohl da keiner mehr ist.
Nein nein, die Trainerin meinte nicht, dass die Hunde das unter sich regeln. Daher ja die Bögen schlagen und so. Das war mein Nachbar mit seiner Hündin und es hat super funktioniert. Die andere Hündin hat Tilly schnell klargemacht, dass sie das Sagen hat. Tilly ging dann in die unterwürfige Haltung und kurz darauf spielten die beiden wie dolle.
Ich möchte ja keinen Bogen machen, doch es bleibt mir nix anderes übrig, wenn ich sie irgendwie halten will. Sie stellt sich ins Geschirr, flippt total aus, versucht dann nach der Leine zu schnappen - manchmal ist dann auch meine Hand knapp daneben - um sich herauszuwinden.
Nein, ich sage nicht, dass es gut ist, doch selbst wenn ich sie in diesem Moment - also wenn sie nach MIR schnappt - bestrafen will, da muss ich erstmal so an sie rankommen, dass ich sie dementsprechend halten kann. Gehe ich zu nahe ans Geschirr und sie windet sich und schnappt dabei, verletzt sie ja mich, auch wenn sie das nicht will.
Gestern erst wollte ich sie, hatte sie auch kurz, direkt am Geschirr packen und runterdrücken, ihr quasi sagen, das ICH das Sagen habe und das ich da bin, da ist sie vor lauter Irre fast auf mich losgegangen, das waren Sekundenbruchteile, in denen meine Hand kurz vor ihrem Maul war und sie japste und schnappte.Nein, ich habe keine Angst vor ihr, nur in diesen Situationen gehörigen Respekt und ich will mich auch nicht beißen lassen, ob sie nun mich beißen wollte oder nicht. Sie tickt in dieser Zeit völlig aus und unterscheidet nimmer zwischen gut (ich) und böse (anderer Hund).
Während dieser kurzen Keilerei mit der Nachbarshündin flüchtete sie auch hinter mich, sie wusste in dem Fall wohl genau, dass ich da bin und auf sie aufpasse, unterwegs - also freies Feld - da reagiert sie nicht auf mich.
Vielleicht braucht sie noch etwas mehr Zeit? Wie kann ich ihr klarmachen, dass ich auf sie aufpasse und nicht andersrum?
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Also bei uns war es ungefähr genau so. Wir haben uns auch nicht sofort in die Gruppe begeben, sondern eben erstmal zu Hause geübt, im Garten und dann in freier Wildbahn.
Die ganzen Spaziergänge waren anfangs voll mit "umdrehen und weggehen", auch wenn keine anderen Hunde kamen, einfach damit er sich auf mich konzentriert und nicht dödelig in der Gegen rumeiert.
Als wir dann auf fremden Terrain (also eben nicht die "Runde um den Block") im großen Abstand an anderen vorbei konnten, sind wir in die Gruppe gegangen. Bis zu dem Punkt waren 3 Monate ins Land geganen.
Erste Stunde in der Gruppe war nicht ganz so schlimm wie erwartet, zweite war die Hölle und die dritte war wohl der falsche Hund dabei *g*, die Stunde war nämlich sensationell.
Du kriegst das hin, die Hündin hat was hinter sich und nun viel vor sich. Das braucht einfach Zeit.
Kopf hoch, ich drücke die Daumen für Euch!
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Das mit dem Bogen laufen hat eher damit zu tun, das du den Punkt finden musst, wo sich dein Hund noch nicht aufregt. Das kann 50 m sein, aber auch 100 oder 200. Mit der Zeit werden die Bögen dann wieder kleiner und man kann ganz normal seinen Weg gehen.
Aber daneben kommt es auch noch etwas auf die Führung an. Du musst deinem Hund auch noch vermitteln, das du das sagen hast und das du entscheidest, wann Theater gemacht wird und wann nicht.
Da gibt es auch einige Tricks, wie den Hund hinter sich laufen lassen, im Geschirrgriff festhalten und leicht zurückstellen, die Schrittgeschwindigkeit erhöhen, Blickkontakt und so weiter und sofort.
Da muss man schauen, was für euch noch am besten ist und in welcher Kombination du am besten mit deinem Hund kommunizieren kannst, denn nur mit Bogenlaufen ist es in der Regel nicht getan oder dauert dann sehr sehr lange.
Geduld musst du auf jeden Fall haben und dem entsprechend auch Konsequenz.
Zu schaffen ist es sicherlich, dieses Problem zu lösen. -
Dass sie "nur" auf Krawall aus ist, glaub ich ehrlich gesagt nicht. Diese Hündin scheint wirklich zutiefst verunsichert. Bestes Beispiel - die zwei Hunde, mit denen sie dann letztlich gespielt hat.
Gruppenstunde würde ich auch noch nicht machen, sondern gezieltes Distanztraining mit ausgesuchten Figuranten-Hunden.
Hier eine Adresse, die ist nur 28 km von dir weg.
Hundeschule Socialwalks
Nicole Mitschke
Edit: Bitte keine kpl. Adressen, email und Tel. posten.
Unter der hp ist ja alles zu finden.
http://www.socialwalks.deLG
cazcarra -
Zitat
Dass sie "nur" auf Krawall aus ist, glaub ich ehrlich gesagt nicht. Diese Hündin scheint wirklich zutiefst verunsichert. Bestes Beispiel - die zwei Hunde, mit denen sie dann letztlich gespielt hat.
Gruppenstunde würde ich auch noch nicht machen, sondern gezieltes Distanztraining mit ausgesuchten Figuranten-Hunden.
LG
cazcarraIch denke da ähnlich..... Iwie erinnert mich dieses Verhalten so ein bißchen an meinen Hund nach einem Beissunfall.
Dann ist seine Individualdistanz auch wieder riesig und mein Hund ist auch einer, der in seiner Angst nach vorn zugehen neigt. D.h. das er mir auch hochkantquer in der Leine steht, `ne Bürste hat, bellt und knurrt wie ein Wilder ect.pp.
Was uns weitergebracht hat war auch Bögen laufen und zwar bevor der Riesenterz anfängt. Ist heute noch so, spannt sich mein Hund leise an, dann gibt es `nen Bogen, dann das Schaukommando und viele Sachen konnte GsD schönfüttern.
Hunde klären das unter sich, hmm, funktioniert ungefähr solange, wie die Hündin von dem Halter, der sowas vorschlägt, die Oberhand behält.....
Ganz ehrlich? Mein Hund klärt da nichts. Ich bin diejenige, die klärt und zeigt wo es in welcher Form langgeht.
Birgit
- Vor einem Moment
- Neu
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