• Ich habe mal eine andere Frage zu diesem Thema, und hoffe, dass sie nicht schon woanders diskutiert wurde.

    Vorweg: Da wir bisher nur einen bereits kastrierten Hund aus dem Tierheim hatten, hat sich bei uns die Kastrationsfrage nie gestellt und wir würden ganz sicher (Egal ob Rüde oder Hündin) nicht leichtfertig handeln und uns erst seeeehr gut kundig machen. Daher kann ich nicht behaupten, eine "Meinung" dazu zu haben.

    Hier nun meine Frage: Die Kastrationsgegner reden immer von natürlicher Entwicklung sowie Natürlichkeit generell und dass es (ganz klar) unnatürlich ist, den Hund zu kastrieren. Soweit so gut. Aber ist es nicht umgekehrt auch völlig unnatürlich, wenn der Rüde dann auch nie darf? Ist es nicht seelisch auch stress für den Hund, dass man ihn immer gewaltsam abhält? Habe schon so oft gelesen, dass die Hunde dann tagelang nix fressen etc. Es geht mir jetzt hier nicht um "das nervt mich, ich will dass das aufhört" sondern, ob es vielleicht für den Hund psychologisch besser wäre ihn kastrieren zu lassen - gibt es zu soetwas irgendwelche Studien???

    Bei Hündinnen ist es das gleiche, wobei es da ja wohl von Hündin zu Hündin unterschiedlich ist. Aber auch hier gibt es ja nicht selten belastende Scheinschwangerschaften. Auch hier geht es mir nicht darum, als HH zu sagen "ich hab kein bock immer wieder aufzupassen" sondern ob es für die Hündin nicht auch belastend ist, niemals tragen zu dürfen. Habe auch mal gehört, dass man bei der Kastration die Hündin vorher einmal werfen lassen soll - ist das überholt?

    Ich finde, dass wir unsere Hunde "unnatürlich" halten, ist in jedem Fall zutreffen, ob kastriert oder nicht. Ich sage nicht, dass man sie sich unkontrolliert vermehren lassen sollte (das geht NATÜRLICH) auch nicht. Aber ich zumindest würde versuchen wollen alle Seiten zu beleuchten und ich denke, dass dieser Aspekt auch existent ist. ...oder?

    Eure Meinungen würden mich sehr interessieren!

    LG

  • Zitat

    HI,
    warum werden 10 Mio Hunde jährlich eingeschläfert?
    Weil die HH nicht auf die Hunde achten und sie sich somit unkontrolliert vermehren??

    Och nee.....die Ups-Wuerfe fallen bei dieser Zahl noch nicht mal soooo gravierend ins Gewicht.... die Haelfte der getoeteten Hunde sind Ups Wuerfe, der Rest ist das Produkt der Vermehrer und Hinterhofzuechter.

  • Zitat

    Soweit so gut. Aber ist es nicht umgekehrt auch völlig unnatürlich, wenn der Rüde dann auch nie darf? Ist es nicht seelisch auch stress für den Hund, dass man ihn immer gewaltsam abhält?

    Situativ ist es Frust, klar.....aber auch Hunde muessen einfach lernen ihr Verhalten zu kontrollieren, wie auch wir. Frustration gehoert zum Leben wie andere Dinge auch.

    Zitat

    Habe schon so oft gelesen, dass die Hunde dann tagelang nix fressen etc. Es geht mir jetzt hier nicht um "das nervt mich, ich will dass das aufhört" sondern, ob es vielleicht für den Hund psychologisch besser wäre ihn kastrieren zu lassen

    Da sollte man dann natuerlich unterscheiden zwischen situativem Frust und absolutem permanenten Stress.....bei Hypersexualitaet sollte man kastrieren, ja.

  • Naja... also wenn man wiedermal zu den Wölfen zurückgeht wie es so gern gemacht wird...
    Bei denen Darf sich ja auch NUR das Alphamännchen mit dem Alphaweibchen verpaaren.
    Daher wäre es ja sogesehen für die Tiere normal das eben nicht jeder "das glück" hat.
    Und die Weibchen werden auch alle gleichzeitig scheinschwanger um bei einem Wurf bei der Aufzucht zu helfen.

  • Zitat

    Ich finde bevor man so viele Hundeleben beenden muß sollte man kastrieren!!

    Mit 2 Monaten?

  • Zitat


    Inwiefern macht er schlechte Erfahrungen mit anderen Rüden?


    Also seit ein paar Wochen wird er von kaum einem unkastrierten oder spät kastrierten Rüden mehr geduldet und weg geknurrt.

    Zitat


    Häufig kann eine Kastra solche Probleme noch verstärken. Kommt ganz darauf an, welcher Art diese Probleme sind.


    Das möchte ich natürlich nicht!!

    Zitat


    Zwischen 1 und 3 Jahren macht jeder Rüde eine Phase durch, in der er sich bzgl. seiner sexuellen Identität neu orientiert. Das betrifft sowohl das Verhalten gegenüber Hündinnen als auch Rüden. Soweit völlig normal. Schwierigkeiten inbegriffen. ;)


    Das ist mir ja auch bewusst und darauf habe ich mich auch eingestellt. Nun ist es aber so, dass er vor 1,5 Wochen von einem älteren Rüden böse gebissen wurde und sowas möchte ich ihm nicht mehr zumuten, außerdem möchte ich nicht, dass er durch sowas Aggresionen oder sonst was gegen andere Rüden entwickelt.

  • Dann halt fremde unbekannte Rüden erstmal von Deinem fern. Dann kannst Du Dich mit den Hundehaltern absprechen, wie Ihr Rüde mit Jungrüden umgeht und entscheiden...

    Ist halt auch die Frage, wie Dein Pöbel sich bei Fremdrüden benimmt, ob die Abreibung also eventuell auch gerechtfertigt war oder ob es einfach nur blöde Pöbler sind, die aber wahrscheinlich auch nem Kastraten das Leben schwer machen würden...

  • Zitat

    Nein, nicht mit zwei Monaten aber generell!!

    Wie wäre es mit Aufklärung und aufpassen?

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