• Hallo,
    ich habe seit Januar einen 2. Hund im Haushalt (2 J. alt,Rüde,Jack Russel). Der "ersthund" (SH-Mix, Rüde, 7J.alt) lebt seit ca. 6 Jahren bei uns. Bisher lief alles nach der Eingewöhnung ziemlich gut. Seit 3 Tagen ist jedoch die Hölle los: der Große greift den Kleinen massiv an. Die Beisserei vorhin war richtig ernst, nur mit großer Mühe bekamen wir sie getrennt. Habt ihr einen Rat für uns? Wir wollen auf keine Fall einen von ihnen los werden, aber die ständige Anspannung macht uns ganz schön zu schaffen.
    Noch unter Schock
    Die Waldläufer

  • schau mal hier:
    Beisserei

  • 1. heute morgen nach einem entspannten Spaziergang beim Ableinen hinter dem Gartentor stürzte er sich nach kurzem Drohen (steht über ihm, Schnauze über seinem Nacken, kurzes Knurren) auf ihn. Den Rest des Tages hielt ich sie getrennt.
    2. Heute abend, alle wie immer gemeinsam im Wohnzimmer. Der Große beobachtet angespannt und der Angriff erfolgte ohne weiteres Drohen.
    Ich habe einfach keine Idee, woher dieser plötzliche Wandel kommt. Es gab bei und keine Veränderungen.

  • Dein Großer droht und wie verhält sich in dem Moment der Kleine?
    Zeigt er Unterwürfigkeit, oder läßt er es drauf ankommen?
    Dein Russel ist 2 Jahre alt und wird erwachsen, vielleicht provoziert er deinen Großen unbemerkt. Und dein Großer weist ihn vehement in seine Schranken.
    Hast du keinen guten Hundetrainer bei euch in der Nähe, der sich das mal anschauen könnte? Ist echt schwierig, das aus der Ferne zu beurteilen, ohne die beiden Wuffels gesehen zu haben.

  • Ich hätte nur gedacht, dass die beiden dass zu Beginn geklärt hätten. Der Jack zeigt zwar im ersten Moment keine Aggressivität, aber wenn der Große loslegt beißt er auch tüchtig zu - was allerdings bei dessen dickem Fell nicht viel Wirkung zeigt. Ich werde gleich mal nach Erfahrungen mit Hundetrainern in meiner Nähe googeln.

  • :schockiert: Eine Verhaltenstherapeutin habe ich glücklicherweise schnell gefunden. Allerdings konnte sie mir nicht viel Hoffnung auf eine friedliche Lösung machen. Sie hat eine ...aggression (habe die genaue Bezeichnung vor Aufregung wieder vergessen) diagnostiziert, weil der Große nun ohne jeden anlass auf meinen Kleinen losgeht - da reicht schon der Anblick. Sie kennt so einen Fall auch aus eigener Erfahrung und hat mir klar gemacht, dass die Angriffe immer mal wieder erfolgen werden. Eindämmen könnte ich das nur mit meiner Präsenz und Autorität. Die ist nur leider im eimer, wenn einer meiner Hunde gebissen wird bin ich nur noch ein Haufen Panik. Das war schon als Kind bei meinem ersten Hund so und trotz aller Mühe bekomme ich diese Situationen nicht in den Griff. Wir haben uns nun unter Heulen und Zähneklappern entschieden, für unseren kleinen Sonnschein neue Eltern zu suchen. Ich bin unendlich traurig, aber wir müssen ihn doch beschützen.

    Heulende und traurige Waldläufer

  • Ich würde noch eine 2. Meinung einholen. Jeder kann sich irren. Wenn ein 2. Trainer das selbe sagt, ok. Aber aufgrund einer einzelnen Peson den Hund abgeben? Veilleicht fragst du mal einen richtigen Trainer?
    Ich weiß ja nicht ob Verhaltenstherapeuten sich auch mit der Erziehung auskennen...? :???:

  • Sie ist die Erfahrenste hier in der Gegend: langjährige Hundetrainerin (bildet seit Jahren auch Polizeihunde aus) und Verhaltenstharapeutin. Alle die von den Erfahrungen mit ihr erzählten, waren voller Anerkennung. Also keine von den selbst ernannten Kennern, die mal einen online-Lehrgang absolviert haben.
    Mir hat sie auch alles schlüssig, ausführlich und sehr einfühlsam erklärt.

  • STOP... STOP... STOP... nicht verzweifeln. Wenn deine Hundetrainierin zu Anfang Loulou gesehen hätte, wie die auf Lotte los ist. Da hat sogar Max Respekt gezeigt (der ist "eigentlich" der Boss und welcher durch kurzes knurren die Richtung angibt) und nachdem ich Loulou von Lotte weg hatte ist Max auf Loulou los um sie allerdings im Zaun zu halten. Das war NICHT LUSTIG und ich hatte zu Anfang auch nur PANIK :schockiert: . DU musst in dem Moment der Boss sein. Stehe auf, beuge deine Oberkörper nach vorne, stemme die Hände in die Seiten und spreche mit tiefer, ernster Stimme. Stelle dich ZWISCHEN die Hunde. Sie dürfen sich NICHT mehr angucken können!!! Schicke sie an zwei unterschiedliche Plätze. Wenn sie sich beruhigt haben dürfen sie wieder kommen. Gehen sie wieder aufeinander los... das Ganze von vorne... das braucht VIEL GEDULD und KONSEQUENZ.

    WENN du deine Süßen behalten willst, dann SCHAFFST DU DAS AUCH!!!! GIB NICHT AUF!!!

    Es hat gut 2 Monate gedauert und glaub mir, Loulou fing an ins Bett zu pinkeln, laufend war ich auf der Lauer und musste sehr häufig einschreiten. Teilweise habe ich Loulou gar nicht anfassen mögen... sie ist ein Schäfchen ABER DAS.. meine Tochter hat mal so einen "Anfall" mitbekommen, sie hat den ganzen Abend einen heiden Respekt vor Loulou gehabt.

    IHR BEKOMMT DAS HIN... DU BIST DER BOSS!!!!

    Übrigens hat Loulou dies Verhalten am häufigsten gezeigt, wenn ich mit ihr allein war. In der Gegenwart vom Herrchen hat sie es nur zwei oder drei Mal versucht.

    Jetzt brauch ich nur noch aufstehen und sagen: ICH BIN DER BOSS... nur ne kurze Ansage und es klappt.

    Die Mädels schlafen jetzt zusammen im Körbchen etc.... DIE MÜHE HAT SICH GELOHNT :gut:

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