Ein fremder Mann hat meinen Hund angegriffen


  • ich glaube eher nicht,dass diejenigen hier,die den typen am liebsten windelweich prügeln würden,dir irgendwelche vorwürfe machen wollen,bzw.ein fehlverhalten unterstellen.sieh das eher als zuspruch.ich jedenfalls kann nicht mit sicherheit sagen wie genau ich mich verhalten hätte und du hast dich ja verteidigt-auch brüllen ist eine abwehr-respekt dafür.noch dazu kommt ja der schock.wer rechnet schon damit seinen eigen hund nachgeworfen zu kriegen-ohne worte!!
    ich finde jedenfalls,dass der typ richtig böse haue verdient hat-egal ob das nun richtig ist oder nicht.wünsche dir auf jeden fall alles gute für dich und deinen hund!!

  • Um Gottes Willen,niemand will dich hier angreifen.
    :gott:
    Und ja es sind sicher harte Worte gefallen die mancher nicht verstehen kann,aber es gibt (mich eingeschlossen) Menschen die in dem Moment sehr emotional reagieren.
    Ich wollte nur sagen das der Kerl es gar nicht erst geschafft hätte an meinen Hund zu kommen,geschweige denn den hochzuheben.

    Jeder reagiert anders in solchen Situationen,das ist vollkommen klar,und auch ich hoffe -wie 100% der anderen Foris- das du und dein Wuffel keinen "Schaden" davon gertragen habt,ob körperlich oder seelisch.

    E

  • Zitat


    So...aber was anderes.Ich habe 4 Jahre intensiv Kampfsport gemacht.Ich bin ganz sicher keine Frau die man schnell einschüchtern kann.Ich hab mein ganzes Leben gekämpft auf die ein oder andere Weise aber ich glaube ich hab mich auf die einzig richtige Art verhalten.
    Was hätte es meinem Hund gebracht wenn er hätte zusehen müßen wie ich womöglich zusammengeschlagen werde ? Ok ich denke wenn der Benji nicht losgelassen hätte,hätte ich sicher im Affekt zugeschlagen.Ich hatte mich ja selber kaum noch unter Kontrolle.Ich habe ihn laut und gefestig angebrüllt.Nicht panisch oder ängstlich.Der wollte mich einschüchtern.Stand ja auch cm vor mir aber ich bin keinen cm gewichen.
    Das ganze ging ja so schnell das es mir jetzt sogar völlig unrealistisch vorkommt...also bitte kommt mir hier nicht mit solchen Aussagen.Keiner der nicht schonmal in genau der Situation war kann sagen wie er reagieren würde.Und ehrlich gesagt habe ich selber gar nicht so ein gewaltpotenzial um als erstes ans Draufschlagen zu denken.Ich bin da eher der Schlichtertyp.Meinem Hund hätte es auch nix genutzt wenn ich dem Kerl in die Weichteile getreten hätte.
    Ich finde das was hier einige geschrieben haben nicht ok.Das könnte man in meiner Situation wirklich leicht ins falsche Auge kriegen.
    Ich lasse mir da aber kein schlechtes Gewissen einreden...

    Huhu!

    Also wenn Du damit jetzt meinen Eintrag meinen solltest, war das ganz anders gemeint. Ich würde mein Tier jederzeit, wenn nötig auch mit Gewalt, verteidigen. Es muss jedoch immer die individuelle Situation gesehen werden; sollte ich das Gefühl haben, dass ich wahrscheinlich den Kürzeren ziehe, würde ich wohl auch so verhalten wie Du es getan hast! Ganz klar!

    Wenn ich allerdings der Meinung bin, dass ich gute Chancen hätte, würde ich nicht einfach nur dabei zusehen, wie Jemand beispielsweise meinen Hund angeht, nur weil es eben "Sachbeschädigung" wäre und ich dann selbst mit einer Anzeige wegen Körperverletzung rechnen könnte. So war das gemeint. Habe gar nicht daran gedacht, dass Du es andersrum verstehen könntest. Mir ging's nur darum, dass ich auch einen Menschen verletzen würde um mein Tier zu verteidigen. Ganz klar!

    Hoffe das ist jetzt besser rübergekommen! ;)

  • 1. Geh zu einem guten Anwalt und lass Dich beraten.
    2. Meiner Meinung nach, Hund hin oder her, ist der Tatbestand der Nötigung nach StGB § 240 erfüllt:

    Die Nötigung, § 240 StGB
    I. Tatbestand
    1. obj. TB
    a) Nötigungshandlung: Gewalt oder Drohung mit einem empfindlichen Übel
    Gewalt: jede körperliche Tätigkeit, durch die körperlich wirkender Zwang
    ausgeübt wird, um geleisteten oder erwarteten Widerstand zu brechen.
    P1: Gewalt gegen Sachen
    P2: Abgrenzung von bloß psychisch vermitteltem Zwang
    Drohung mit einem empfindlichen Übel: Das Inaussichtstellen eines
    künftigen Übels, auf das der Nötigende Einfluss zu haben vorgibt (Opfersicht!).
    Übel ist jeder Nachteil und empfindlich ist es dann, wenn der in
    Aussicht gestellte Nachteil von solcher Erheblichkeit ist, dass seine Ankündigung
    geeignet erscheint, den Bedrohten zu dem vom Täter verlangten
    Verhalten zu motivieren (aus der Sicht eines besonnenen Dritten).
    P1: Abgrenzung zur bloßen Warnung
    P2: Drohung mit (rechtmäßigem) Unterlassen
    b) Nötigungserfolg: Handlung, Duldung oder Unterlassen durch Nötigungshandlung
    zurechenbar verursacht (erst dann Vollendung!)
    2. subj. TB
    a) Vorsatz hinsichtl. Nötigungshandlung
    b) Vorsatz hinsichtl. Nötigungserfolg
    P: str., ob dolus eventualis bezügl. Nötigungserfolg ausreicht (h.M.)
    II. Rechtswidrigkeit
    1. Vorliegen von RF-Gründen (wie immer)
    2. Verwerflichkeit nach § 240 II (Zweck-Mittel-Relation)
    Verwerflichkeit: sozial unerträgliches oder rechtlich missbilligenswertes Nötigungsmittel
    zum angestrebten Ziel
    P1: Beachtlichkeit von Fernzielen (nach h.M. nur für Strafzumessung relevant)
    P2: Missverhältnis von Mittel und Zweck bei Drohung mit rechtmäßigem Verhalten
    III. Schuld
    IV. Strafzumessung: Regelbeispiele nach § 240 IV

    Geh selbst zu Deinem Arzt und lass Dir Deinen Schockzustand bestätigen.
    Ich weiß, Dir geht es um den Hund, aber in Dtl. kommt man nicht weiter mit "Sachen", die einen Schock haben. Ganz anders sieht es bei Dir aus.
    Reiß ihm den A.....llerwertesten auf.
    Das hat er verdient
    Und so ein paar Kosten, z.B. die von Deiner Rechtschutz / Beratung Anwalt, werden den vielleicht ein bißchen zum Nachdenken bewegen.

    "Das andere Ende der Leine" bist Du, lass es diesen Menschen spüren...

  • ja vielleicht bin ich auch zu empfindlich.Hab mir ja selber Vorwürfe gemacht aber das ging so furchtbar schnell alles.Ich denke wenn mir nochmal sowas passieren würde,würde ich auch anders reagieren.Jetzt rechne ich jamit sowas bzw jetzt liegts beimir im Rahmen der Möglichkeiten.Ich hätte niemalsnie an sowas gedacht.Ich lauf ja selbst im fast dunklem noch durch den Wald.Angst hatte ich noch nie wenn wir unterwegs waren.
    Ich konnte das auch nicht erahnen.Es gab ja keinen Anlass und ich glaub nichtmal ein Zeichen.der kam ja nicht angetrunken oder pöbelnd auf uns zu.Ich hab ihn noch nett angelächelt weil ich mich auf sone typische Hundemenschen Unterhaltung eingestellt habe.
    Oh ich muss mich ja gar nicht rechtfertigen... :sad2:

    Jo ich würd schon einiges dafür zahlen das der mal mitten im Wald ein paar blaue Flecken bekommt...so ist das ja nicht...

  • Zitat

    ja vielleicht bin ich auch zu empfindlich.Hab mir ja selber Vorwürfe gemacht aber das ging so furchtbar schnell alles.

    Du musst dir keine Vorwürfe machen! Du hast richtig geschrieben: Wer in der Situation war, weiß wie Schei** das ist. Man reagiert, kann nicht wirklich nachdenken, will einfach nur das es ein Ende hat.

    Nimm dir den Vorschlag zu Herzen und geh zur Polizei und zum Arzt und mach eine Anzeige. Zum einen das es für dich ein Ende findet, zum anderen, dass anderen Menschen nicht das Gleiche passiert :smile:

  • Und vor allem, lass den Hund aus dem Spiel bei der Polizei. Der hätte auch ein Handy oder eine Lederjacke sein können.

    Beschränke die Anzeige auf Dich:
    Du wurdest angegriffen
    Du wurdest massivst eingeschüchtert
    Du bist traumatisiert
    Du wurdest zum Taumeln gebracht, indem man Dir etwas schweres entgegen warf.

    Der Hund ist einzig und allein die Sache worum es ging.

    Wenn Du das genau so rüberbringst, wird die Polizei handeln müssen und die Sache geht an den Staatsanwalt.

    Bevor ich hier angegriffen werde: ich liebe Hunde

    aber wenn man gewinnen will, muss man nach den Spielregeln spielen, und die lauten eben so, dass der Hund eine Sache ist.

  • vorweg, ich kann es einfach nicht ander ausdrücken: ich glaube, der typ hat minderwertigkeitskomplexe, und versucht der welt zu beweisen, das er auch glöckchen in der hose hat. und ich glaube selbst, ich hätte ihm ebenfalls nicht zeigen können, wie die wehtuen können. ich stelle mir es unheimlich schwer vor, nicht schockert zu reagieren, wenn jemand mit einem mal meinen hund angreift. von 0 auf 100 in 0.03 sekunden, darauf zu reagieren. es ginge nicht, zumindestens bei mir. ich verstehe dich voll und ganz, wenn du dir vorwürfe machst, aber die sind nicht berechtigt. es fällt einem immer ein, was man alles hätte machen können , es kommt einem unrealistisch und dumm vor, wenn man einfach nur danebensteht, sich die seele aus dem leib brüllt und sieht, wie jemand den eigenen schützling verdrescht. aber: du hast nicht zugesehen, du hast gesehen und gehandelt, und das ist das wichtige.

    ich wünsche dir viel erfolg bei der suche, nach dieser memme, und dir viel gedult, um dich und deinen hund wieder auf die spur zu bringen.

    und ich weiß, was ich mir jetzt zulegen werde (falls ich das in diesem alter schon darf) : pfefferspray

  • Fühl dich nicht angegriffen...deine schreckliche Erfahrung ist so unvorstelbar, wenn man anfängt sich dieser Sache bewusst zu werden kommt wahnsinnige Wut hoch, auch hilflose Wut und man möchte ... und wenn man könnte...und und...und wenn wir alle könnten würden wir gemeinsam in diesem Wald spazieren gehen und auf diesen Herren warten.

    Es gehört mit zur verarbeitung von denen die das lesen und sich fast genauso hilflos fühlen wie du in diesem Moment, man ist passiv leser/leidender und die Fantasie spielt mit...was wäre wenn...

    Ich finde es eine normale Reaktion, hätte mich eher verwundert wenn es anders gewesen wäre.

    Zu deinem Gedächtnisprotokoll....bitte schreibe auch alle Termine auf die du WEGEN diesem Vorfall wahrnehmen musstest.
    All das wird bei einer evtl Verurteilung..sollte es soweit kommen, gewichtung haben. Du wurdest in deinem Leben massiv eingeschränkt und das beginnt damit, dass du in diesem besagtem Gebiet nicht mehr ohne weiteres alleine gehen kannst...auch wie lange du die Abendlichen/Nachtrunden gemieden hast.......sei nicht Rücksichtsvoll und denke....ach, so schlimm ist es nuja auch nicht...reflektiere haarklein das vorher und nachher und notiere die Einschränkungen.

    Unter anderem hilft es dir auch dabei, die ganze Sache langsam ad acta zu legen.....auch wenn es gerade bekloppt in diesem zusammenhang klingt....habe es durch und idiotischer Weise, es hilft.

    Gruß Gwen

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