Was muss ich beachten?
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Hallo Leute,
ich will mir gemeinsam mit meiner Freundin einen Hund zulegen. Gedanken haben wir uns nun seit einem halben Jahr gemacht und sind nun fest entschlossen.
An Welpen trauen wir uns nicht ran und wollen uns erst einmal einen "Gebrauchthund" zulegen. Tierheime hatten bis jetzt nix, was unseren Vorstellungen von Charakter und Aussehen entspricht, im Angebot.
Nun bin ich im Internet auf eine Anzeige von Privat gestoßen. Anzeige hört sich natürlich toll an: ca. 1 Jahr alt, Grundbefehle bekannt, mag Menschen und andere Tiere, sehr aktiv etc.. Abgabe aus beruflichen und privten Gründen. Hund gechipt und geimpft inkl. Ausweiß.
E-Mail Konakt war freundlich und Besichtigungstermin fürs Wochenende wurde ausgemacht.Nun meine Fragen:
-Worauf sollte ich dringend achten? Vorallem bei Privatanzeigen.
-Sollte/ kann man, falls die Chemie stimmt, den Hund direkt übernehmen.
-etc.Bin um jede Antwort dankbar!
- Vor einem Moment
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Hallo,
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...achte vor allem auf die Umgebung (sauber, freundlich oder dreckig, muffig) und auf die Besitzer (nett, gepflegt oder eher unfreundlich und "gammelig"). Evtl kannst Du auch den Umgang der Besitzer mit dem Hund beobachten (gehen sie liebevoll mit ihm um oder eher "hart"?).
Geh mit dem Hund spazieren, ruhig mehr als einmal, damit Du weißt, ob die Chemie zwischen euch stimmt.
Das wäre jetzt das, was mir als Erstes einfällt
, die anderen Foris können aber bestimmt noch mehr sagen!
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Ich kann dir auch nur empfehlen eine ausgiebige Runde mit dem Hund spazieren zu gehen.
Gerne auch teils mit den alten Besitzern, so dass du auch den Umgang mit dem Hund siehst, auch in Situationen, die etwas schwieriger sind. Wie die Begegnung mit einem anderen Hund.
Du solltest dennoch alleine mit dem Hund gehen. Dann siehst du ihn ohne Beeinflussung der alten Besitzer.
Ansonsten schau dir an, wie der Hund lebt, das sagt auch viel aus. Hatte er immer einen eigenen Schlafplatz, SAUBERE Näpfe, etc.
Der erste Eindruck ist der ehrlichste.
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Vielen Dank für die Antworten!
Hat jemand Erfahrung mit der Übernahme eines Hundes? Wie macht man es ihm angenehm in der Anfangsphase? Mit was für Trennungsproblemen kann man rechnen?
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Lasst Euch den Namen des Tierarztes geben und erkundigt Euch ob der Hund regelmäßig geimpft wurde oder andere Krankheiten hat.
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Ich würde das Geld investieren und jemanden mitnehmen, der professionell mit Hunden arbeitet, der auch das Wesen des Hundes richtig einschätzen kann!
Viele Grüße
Corinna -
Zitat
Hat jemand Erfahrung mit der Übernahme eines Hundes? Wie macht man es ihm angenehm in der Anfangsphase? Mit was für Trennungsproblemen kann man rechnen?
Grundsätzlich sollte man dem Hund Zeit geben sich einzugewöhnen. Das kann, je nach Hund, schon ne Zeit lang dauern (von ein bis zwei Wochen bis zu einem Jahr). Verlangt in den ersten Tagen nicht zu viel von dem Hund, alles ist neu. "Erklärt" dem Hund Eure Hausregeln, behandelt ihn liebevoll, gerecht und konsequent.
Alles andere ist sehr stark vom Hund selbst abhängig -
Zitat
Vielen Dank für die Antworten!
Hat jemand Erfahrung mit der Übernahme eines Hundes? Wie macht man es ihm angenehm in der Anfangsphase? Mit was für Trennungsproblemen kann man rechnen?
Wenn man es so sieht, hat jeder Erfahrung mit der Übernahme eines Hundes, auch wenn man sich nen Welpe zulegt ist das für den kleinen ne große Umstellung.
Ich würde sagen ihr lasst ihn zuerst in Ruhe sein neues Heim beschnüffeln und nicht überall nachrennen und gucken (auch wenns schwer fällt :)) Ihm einen schönen Platz herrichten, vielleicht mit der Decke der alten Besitzer, damit er sich nicht ganz so neu fühlt.
Als wir damals unseren Welpen abgeholt haben, hieß es, es könnte sein, dass sie das Futter verweigert, wegen der Trennung. Bei unserer verfressenen Maus war das zum Glück nicht der Fall. Ich habe vor etwa 2 Jahren den Boxer unserer Nachbarn für 2 Wochen bei mir gehabt, weil diese im Urlaub waren. Der Hund war vorher schon oft bei mir und ich war auch oft mit ihm draußen und bei ihm in der Wohnung trotzdem fing er an in die Wohnung zu pinkeln als seine Besitzer weg waren. Das könnte evtl. auch passieren.Wart ihr eigentlich auch in einem Tierheim und habt euch dort umgeschaut? Ich bin der Meinung wenn es schon kein Welpe sein muss kann ein Blick in ein Tierheim nicht schaden und dort haben es sicher auch viele Hunde verdient endlich ein schönes, neues Zuhause zu bekommen.
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--> Fragt, seit wann der Hund bei ihnen ist, mit wie vielen Wochen er zu ihnen kam, ob es Vorbesitzer gab und wo der Hund herstammt.
(Hintergrund: Ist der Hund unter 8 Wochen abgegeben oder hatte er aus anderen Gründen eine schlechte Welpenzeit, kann es Sozialisations- und Prägedefizite geben, die man u.U. lebenslang merkt)--> Sofern Kinder im Haushalt leben: Schaut, wie Kinder und Hund miteinander umgehen, ob sich der Hund frei, sicher und vertrauensvoll mit den Kindern bewegt
Zum Halterwechsel:
Es kann gut sein, dass der Hund in eurer Wohnung und speziell in der 1. Nacht unruhig ist und seine bisheriges Rudel sucht. Evt. fühlt er sich so verlassen, dass er eine Art Wolfsgeheul anstimmt, um die anderen herbeizurufen.
Aber: Hunde sind Anpassungsweltmeister und Opportunisten! Er wird bald merken, dass er es bei euch besser hat (s. Abgabegrund) und sich auf diese Vorteile einlassen!Ihr werdet merken, wie der Hund stückweise bei euch ankommt. Das kann sich über die ersten Wochen, evt. Monate hinziehen.
Der Hund wird vermutlich erst einmal die anderen mehr oder weniger deutlich suchen oder warten, dass sie wieder kommen.
Dann wird er sich euch zuwenden. Bei vielen Übernahmehunden gibt es eine Phase, in der die Hund ausgesprochen "lieb" sind und sehr auf die neuen Halter fixiert.
Dann plötzlich hört der Hund schlechter, ist speziell draußen unaufmerksamer, macht mehr sein Ding usw - DANN ist der Hund bei euch angekommenDie starke Fixierung auf euch kann, muss aber nicht, eine Übergangsphase sein. Später wird euch "echte" Bindung verbinden, die sich auch aus der gemeinsam verbrachten Zeit ergibt.
Anfangs wird sich der Hund eher an euch hängen, weil er als Gruppentier den Anschluss braucht. Evt zeigt er in dieser Phase mehr Will-to-please als später.
- Ich schreibe das, um euch (und den Hund) vor Enttäuschungen zu bewahren, wenn der Hund nach einiger Zeit "sein wahres Gesicht" zeigt, wenn er sich eingelebt hat und nicht mehr unter Trennungsschock steht.Ich finde klasse, dass für euch ein "gebrauchter", erwachsener Hund in Frage kommt! Sofern der Hund gut sozialisiert wurde und "nur" Zeitmangel der Abgabegrund ist, finde ich eine solche Privatabgabe eine durchaus gute Möglichkeit, sich einen Hund anzuschaffen.
Bitte achtet darauf, dass es sich wirklich um einen Familienhund handelt und nicht vermehrt wird. -
Zitat
Bei vielen Übernahmehunden gibt es eine Phase, in der die Hund ausgesprochen "lieb" sind und sehr auf die neuen Halter fixiert.
Dann plötzlich hört der Hund schlechter, ist speziell draußen unaufmerksamer, macht mehr sein Ding usw - DANN ist der Hund bei euch angekommen
Ganz, ganz, ganz wichtiger Punkt!
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