Ich werd wahnsinnig - Schlecken die 1000.

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  • "Schon alles durchprobiert" ist häufig ein Hinweis auf fehlende Konsequenz oder Geduld beim Verfolgen EINER Methode ;)

    Ich hab auch so eine Schleckerin. Hab vom Rütter ein neues Wort gelernt: Soziales Komfortverhalten. Das ist das, was andere HH ggf. nett finden am leckenden Hund oder/und es für Zuneigungsbekundung halten.
    Dieses Art des Leckens ist Ausdruck und Pflege der Bindung der Sozialpartner. Es steckt den Hunden "im Blut", ist artgerechtes Sozialverhalten. Dennoch darfst du das Lecken ablehnen :D

    Lecken 2: Beschwichtigungsverhalten. Das wird dann meist heftiger, wenn man grob/laut wird, sprich mehr Grund zum Beschwichtigen bietet.

    Lecken 3: Stressverhalten, s. 2

    Bei deinem Settertier scheint noch eine große Portion Verhaltensgewohnheit dabei zu sein.
    In manchen Lehrbüchern steht die magische Zahl von 2000 Wiederholungen, bis ein neues Verhalten sitzt =)


    Ich würde es auch per Individualdistanz klären.

    Mich ggf. abdrehen, Streicheln einstellen, aus dem Kontakt gehen.
    Sodass einfach nach und nach bzw immer wieder beim Hund ankommt: Nähe (die er ja vermutlich will/sucht), gibt es nur ohne Lecken. So schwer es ihm auch fallen mag :roll:

  • Hm, erstarren heißt doch nicht zwangsläufig dulden.
    Wenn meine Hunde erstarren und der nervende Hund nicht bald das Weite sucht, DANN wird erst die Statur gerader, es wird langsam lauter ausgeatmet, aus dem lauten Ausatmen wird ein grummelndes Ausatmen, zusammen mit ziemlich deutlich sichtbaren Veränderungen im Gesicht, dann kommt die eine oder andere Knurrvariante und dann ZACK gibts im schlimmsten Fall richtig einen auf den Deckel.

    Von daher - da ich da bei sofortigem Wegstoßen und ähnlichen aversiven Varianten nur Beschwichtigung als Resultat sehe, würd ich persönlich penetrant ignorieren.

    Soll der Hund dann auf Dauer immer auf Distanz gehalten werden?

    Hast dus mal etwas subtiler versucht?

    Also nicht sofort die volle Breitseite an Aufmerksamkeit, sondern einfach n etwas lauteres Ausatmen oder einfach ein schlicht und ergreifend positiv aufgebautes Nein?
    Bei Nicht- Befolgen einfach auf die Decke, bei Befolgen, richtig schön knuddeln?

  • Ich habe hier auch so eine Schleckmaus sitzen.

    Als ich versucht habe, Amy das abzugewöhnen habe ich verstärkt darauf geachtet, wann sie wen anleckt. Dabei ist mir aufgefallen, daß in meinem Umfeld jeder auf das angeleckt werden mit Streicheln reagiert hat bzw. mit "netten Worten" - für Amy also durchweg lohnenswert. Wenn sich jetzt jemand übers Lecken beschwert kriegt er von mir als Antwort: warum soll sie aufhören, wenn Du sie doch dafür belohnst ?

    Seitdem wird es deutlich weniger :gut: . Wenn sie mich leckt und es stört, schicke ich sie auch kurz weg ;) ,

    liebe Grüße, Jana

  • Zitat

    Tja, eins fällt mir auf, das hast Du noch nicht probiert:

    Ignorieren!!!!

    Doch... hab ich. Funktioniert auch nicht.

    Zitat

    Warum schickste ihn nicht einfach weg ? Bau dir ne Individualdistanz von einem Meter auf, die hat er einzuhalten und sooo lang wird seine Zunge ja nicht sein.

    Staffy das Problem ist dass ich ihn dann ueberhaupt nicht mehr an mich ranlassen koennte denn sobald er kommt wird geschleckt. Und wo mein Problem liegt das dachte ich haette ich erklaert :???:

    Zitat

    Zur Salzsäule zu erstarren habe ich auch schon probiert, hilft überhaupt nichts ^^ im Gegenteil, da fängt er dann erst richtig an, legt seinen Kopf auf meine Schulter und schlabbert mir am Ohr rum ect. pp.

    Exactly.

    Zitat

    Ich würde dem Hund vielmehr vermitteln, um was genau es mir geht. Bisher bekam er beim Schlabbern immer Aufmerksamkeit. Ja, ich persönlich würde es dulden, aber ignorieren: Null Aufmerksamkeit, also wegschauen, nicht anfassen, nicht ansprechen. Sobald es dem Hund zu doof wird, er irgend etwas anderes als schlabbern macht, würde ich DAS bestätigen...

    Ich weiss was du meinst aber das haben wir auch schon durch.

    Zitat

    Mein Rock hat das auch oft, seeehr oft.
    Aber ich schieb ihn dann einfach zur Seite und sag ganz ernst "NEIN!"
    Meistens schaut er dann irritiert aber er legt sich dann hin und lässt es sein.

    Dann kannst du dich gluecklich schaetzen, der Setter wuerde da ewig weitermachen.

    Zitat


    "Schon alles durchprobiert" ist häufig ein Hinweis auf fehlende Konsequenz oder Geduld beim Verfolgen EINER Methode

    Dem wuerde ich dir ohne Zweifel zustimmen wenn ich es nicht besser wuesste ;).

    Zitat

    Von daher - da ich da bei sofortigem Wegstoßen und ähnlichen aversiven Varianten nur Beschwichtigung als Resultat sehe, würd ich persönlich penetrant ignorieren.

    Soll der Hund dann auf Dauer immer auf Distanz gehalten werden?

    Hast dus mal etwas subtiler versucht?

    Also nicht sofort die volle Breitseite an Aufmerksamkeit, sondern einfach n etwas lauteres Ausatmen oder einfach ein schlicht und ergreifend positiv aufgebautes Nein?
    Bei Nicht- Befolgen einfach auf die Decke, bei Befolgen, richtig schön knuddeln?

    Hmmm ganz so subtil war ich noch nicht aber vielleicht hast du Recht, ich werde es mal nach den Canidenregeln versuchen, vielleicht klappt es ja.


    So und nun noch mal allgemein. Das mit dem Stress kann gut sein, ebenso das mit dem Beschwichtigen. Er hat das vom ersten Tag an gemacht als er bei uns war - er ist ein griechischer Strassenhund. Am Anfang war dieses ins Gesicht beissen - mein Freund hat es gerne mit einem Haiangriff verglichen - sogar noch extremer. Das Problem ist, dass er es immer in, ich sage mal, recht entspannten Momenten tut. Wenn er mich begruesst, wenn er auf die Couch kommt, wenn ich ihn streichel, wenn ich zu ihm komme um mit ihm zu kuscheln. Also nichts wo rein theoretisch Stress entstehen koennte denn er macht es ja auch wenn er auf mich zukommt. Und so sozial ist der Setter nicht dass das alles auf soziale Fellpflege zurueckzufuehren ist, denn meinen anderen Hund leckt er nie ab und auch sonst keine Hunde. Nur Menschen.

    Er ist allgemein ein sehr unterwuerfiger Hund, zB laesst er sich immer fallen wenn man auf ihn zurennt (im Spiel zB) oder wenn ich ihn in den Korb schicke, er kurz davor stehenbleibt und ich dann auf ihn zugehe um ihn reinzuschicken, je nach dem legt er sich schnell hin. Dabei habe ich ansonsten nicht das Gefuehl dass er mal besonders schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat :???: . Ganz im Gegenteil, so wie er sich am Anfang hier benommen hat eher noch gar keine.
    Wie gesagt, am Anfang konnte er weder Koerpersprache noch sonst irgendwas menschliches deuten. Er ist zwar furchtbar klug und lernwillig (seit neustem) und er kapiert Dinge sehr schnell, aber dieses Lecken bekomm ich nicht aus ihm raus. :hilfe:

  • Zitat

    Staffy das Problem ist dass ich ihn dann ueberhaupt nicht mehr an mich ranlassen koennte denn sobald er kommt wird geschleckt.


    Aber sicher. Alles, was du im Stehen machst, anleinen, etc., da gibts doch keine Gelegenheit - ausser, er leckt dir über die Hose. Ansonsten muß der Hund doch nicht zu dir, der kann doch irgendwo vor dir liegen und bei allem, wo man sich bückt (Schuhe anziehen), Hund wegschicken.

    Der Hund wird damit leben können, vermutlich sogar entspannter ;-)

    Gruß, staffy

  • Zitat


    Aber sicher. Alles, was du im Stehen machst, anleinen, etc., da gibts doch keine Gelegenheit - ausser, er leckt dir über die Hose. Ansonsten muß der Hund doch nicht zu dir, der kann doch irgendwo vor dir liegen und bei allem, wo man sich bückt (Schuhe anziehen), Hund wegschicken.

    Der Hund wird damit leben können, vermutlich sogar entspannter ;-)

    Gruß, staffy

    Also sollte ich deiner Meinung nach ueberhaupt keinen Koerperkontakt mehr zu meinem Hund haben? :???:

  • Zitat

    Dieses Lecken ist ein ernstes Problem fuer mich und belastet meine Beziehung zu dem Hund... ich weiss nicht mehr weiter und bin verzweifelt. Ich sag ganz ehrlich, wenn der nicht bald aufhoert dann schmeiss ich ihn raus. ...ich bekomm solangsam Ausschlaege, kein Witz.

    Unter den Bedingungen wäre ein starz reduzierter Körperkontakt die bessere Variante !! Was willst du sonst machen ? Maulkorb ? Ne schnelle Lösung wirds nicht geben.

    Probiers doch einfach, vielleicht wird er ja dadurch viel entspannter !!

    Gruß, staffy

  • Staffy..

    Meinst du damit dass ich prinzipiell keinen Kontakt haben sollte oder dann auf Distanz gehen soll wenn er anfaengt? Denn womit ich bei der Sache ein Problem habe ist die Tatsache dass er ja nicht begreift warum ich auf Distanz gehe, dh er wird es immer weiter tun, denn ich kann ja nicht fuer den Rest seiner Tage keinen Kontakt zum Hund haben, dann kann ich ihn gleich abgeben.

  • Frieda ist auch so ein extremlecker.
    Sie ist eine Spanierin, hat temperament für drei, reagiert oft unsicher und will sich immer einschmeicheln.
    Viel von ihrer Leckerei ist sicher Beschwichtigung.
    Anfangs war es kaum möglich sie anzufassen ohne beleckt zu werden oder unbelästigt in ihrer Nähe zu sitzen.
    Mittlerweile lässt sie es bei mir zu 90% bleiben. Bei Besuch versucht sie es grundsätzlich, lässt sich aber inzwischen von mir davon abhalten (nach 3-10 Ermahnungen ;) )
    Nach unzähligen Versuchen war folgendes erfolgreich: Niemals streicheln wenn sie leckt, alle zuwendungen sofort abbrechen, wortlos aufstehen wenn sie leckt um distanz zu schaffen, wenn sie nach dem hinsetzen wieder anfängt wieder aufstehen (wenns sein muss auch 20mal auch wenns nervt).
    Diese Methode hat nach Wochen und Monaten sehr starke Besserung gebracht und mittlerweile muss ich nur noch "nahh" sagen und sie hört auf.
    Wegschicken, wegschieben- oder stossen, schimpfen ect. hat nur ihre Unsicherheit verstärkt und damit das Beschwichtigende lecken verstärkt.

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